Bandscheiben-Forum

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> Bandscheibenprothese soll raus
Urmel1987
Geschrieben am: 19 Jul 2022, 19:18


Öfter dabei
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Hallo,

ja das meinte ich, es wird schwer sein, jemanden zu finden, der dir das schriftlich gibt. Gesagt ist soetwas schnell.
Es ist aber auch immer eine Sache von Arzt und Patient. Natürlich macht man das was einem vom Fachmann empfohlen wird, aber denkst du denn auch das die OP überflüssig war? Ein Kunstfehler (das wäre eine unnötige OP) wird sich sehr schwer beweisen lassen.

Das mit dem Rückumschlag ist seltsam. Bist du dort mit Überweisung hin? Dann muss der Arzt ja eh einen Brief an den Überweiser schreiben.
Es ist schlimm, dass man sich beim Arzt manchmal wie ein Bittsteller vorkommt.

LG
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Swar
Geschrieben am: 19 Jul 2022, 20:59


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Hatte ich hier ja schon ml erzählt…..hatte BWS Schmerzen, Operateur meinte, alles käme von der HWS, auch mein Schulterproblem. HWS Schmerzen, Ausfälle, Kraftverlust etc. hatte ich nie, sagte immer, BWS wie Knochen auf Knochen und zieht von da bis hoch, nie von oben runter.
Da irre ich mich……unter Morphintropf endlich schmerzfrei, dann wollte er mich vor Lähmung bewahren…..

Kurz, ich glaubte ihm…..nach der OP sagte mir der Chef der Radiologie, Operateur hätte nicht mal seinen Bericht gelesen, er hätte deutlich geschrieben, das der Vorfall nicht so war, wie er ihn vor mir darstellte. Zur Rede gestellt, zeigte er mir nur die Höhe, die würde stimmen, also hätte er richtig operiert. Aber, habe nachgeschaut, 8 Konsile schüttelten den Kopf, hätten nie operiert.
Später erfuhr ich auch, das er soundsoviele Prothesen pro Jahr machen muß, um die Klinik in Zahlen zu bringen. Habe mit bestimmten Ärzten noch oft telefoniert, viel erfahren.
Und die BWS, was ich mir nur einbilde, alles muskulär ist, da machte mein Hausarzt ein CT im Knochenfenster, das ist dann eine 3D Aufnahme, und da kam eine Facettengelenksarthrose raus. Knochen auf Knochen, sagte ich doch. Und jedes MRT war ok, da sagten alle Neurochirurgen, man sähe keinen Vorfall und Knöchern ok.
Erst beim Zeigen des CT…..oh, doch ein Befund.

Und nun tut beides weh……BWS und HWS, die vorher ok war. Nun wieder OP……

Ja, Briefmarke bringen und wenn ich dann meine Patientenquittung einsehe, wird immer Porto mit der KK abgerechnet.
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paul42
Geschrieben am: 20 Jul 2022, 14:08


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Hallo Swar

In Deutschland gibt es insgesamt 12 Gesetzbücher im Sozialrecht.
Der Vdk bietet zu allen Büchern seine Hilfe an.

Die Gesetze wurden geschrieben für die sie auch lesen, wenn man betroffen ist.

Du bist mit deinen Befund leider erheblich vor dauerhafter gesundheitlicher Einbuße gefährdet, so dass du gegenüber gesunden Menschen eingeschränkt oder benachteiligst wirst.

Das betrifft SGB IX, sollte sich keine Besserung durch die Entfernung der Prothese einstellen.

Deine Reklamation und Einwendungen sollten umgehend aktenkundig gemacht werden und dabei kann dir der VdK gerade im Schriftverkehr helfen.

Die Briefmarke lohnt sich :z

viele Grüße

paul42





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Swar
Geschrieben am: 20 Jul 2022, 16:03


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Danke für die Geduld. Ich bin einfach nicht mehr wie früher, nicht nur körperlich, auch geistig nicht mehr belastbar, kapiere oft nix.



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Swar
Geschrieben am: 16 Aug 2022, 20:44


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Schreibe hier mal weiter, viel ist passiert.

Der Arzt, der sagte Prothese soll raus, ist in Urlaub, da ich noch Fragen hatte, war ich bei Kollegin. Er ist Wirbelsäulenchirurg, sie ist Neurochirurgin. Beide angestellt bei einem Neurochirurgen, dem ich sehr vertraue, der aber viel im Ausland lehrt und nun nur noch privat macht.
Das als Vorinfo.

Als ich reinkam, erkannte ich sie sofort, das war die Ärztin, die mir in meiner OP Klinik damals die Kopie meines BS Vorfalles hinwarf, das das Blatt zu Boden fiel……lt. Schwestern mies drauf war, weil gekündigt.
Sie erkannte mich aber nicht. Als sie mich fragte, wo ich operiert wurde, senkte sie ihren Stift und stöhnte, fragte nach dem Operateur und als sie ihn hörte, sagte sie sofort…..oh nein, das auch noch, und nach der OP kümmerte er sich nicht mehr. Jepp.

Dann erfuhr ich, das sie gekündigt wurde, weil sie aufmuckte. Das einiges seit meiner OP vorgefallen war…..meine Klinik geschlossen wurde, mein Operateur von leitenden Oberarzt runterdekradiert wurde zum leitenden Arzt in einer ca. 150km entfernten Klinik. Die ärztliche Direktorin, die vor dieser Klinik schon eine andere Klinik „platt“ gemacht hatte, wurde unehrenhaft entlassen wurde und nun nach Bayern geht (anderes Bundesland).
Sie sieht es auch so, das der Kern kaputt ist. Überweisung zum CT im Knochenfenster. Und sie machte einen Termin beim Chef, der müßte sich mir annehmen. Auch wie es weitergehen soll.
Eigentlich sollte ich klagen, aber die Gutachten kosten Geld und meist käme man ja nicht an…….aber da wäre einiges gelaufen……naja, deshalb kam ich wohl nie an meine Akte…..wo die wohl nun ist? Einer muß die ja noch aufbewahren.

Ich sagte, ich hätte auch schon einen Termin in einer Klinik gemacht, Prof. X. Ja, den kenne sie, solle aber vorsichtig sein, der sei wie mein Operateur. Sie empfehle Dr. Y in der Uni.
Zur OP meinte sie, Prothese raus und Cache rein. Dieser sei aus Plastik. Dauere nur 30 Minuten und sei keine große Sache. Macht mir aber trotzdem Angst. Sie meinte, man käme ja nicht mal ans Rückenmark. 3 Wochen Reha und ok wäre es.
Leider glaube ich sowas nicht mehr.
Ich solle mir ruhig mehr Infos anhören und entscheiden.

Und wie soll es sein, nun habe ich den Termin bei Prof. X morgens und beim NC nachmittags am selben Tag.

Das CT war nun auch schon. Der Radiologe weiß um die Problematik meiner OP Klinik. Da ich keinen Implantatpaß habe, kann er keine Vergleichsbilder hinzuziehen, denn was gesagt wurde, was ich drinne habe, muß nicht sein…….oh nein, nicht noch das!
Also kann er nicht sagen, ob die Prothese an sich kaputt ist oder nur der Kern. Ober- und Unterteil sitzen jedoch korrekt.

Ich weiß noch, wie mies es mir nach der OP ging. Jetzt geht es mir, im Vergleich zu damals, echt gut. Natürlich habe ich Angst, das alles nochmal durchzumachen. Sorge, das es mir schlechter geht, als jetzt, nicht besser wird.
Aber ich sagte ja immer, wenn ich im liegen mich drehe, aufstehe, spüre ich ein „rutschen“. War das schon der kaputte Kern?
Ich sorge mich nun nur noch, habe Angst.

So wie jetzt, bleibt es, damit kann ich mich abfinden. Aber muß die OP sein, und ich verschlechtere mich, es wird nicht mehr so wie jetzt, davor habe ich so Angst, das ertrage ich nicht. Irgendwann hat man keine Kraft mehr.

Danke für´ s zuhören.
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paul42
Geschrieben am: 17 Aug 2022, 11:14


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Hallo swar

au Watte ist das eine üble Geschichte was man dir da angetan hat. :nein

Scheint ja dann wohl auch kein Einzelfall zu sein, wenn der Arzt degradiert wurde. :kinn
Das klingt ja nach einer Methode mit dem Prothesenhersteller, wenn deine Ärztin so reagiert hat, hat der Arzt seine postoperative Fürsorgepflicht anscheined erheblich vernachlässigt hat.

Ich würde dringend deine KK dazu informieren, weil sie ja die damalige OP bezahlt haben und eigentlich sollten sie wissen wie und wo man deine Akte wieder finden kann.

Ich rate nochmal Mitglied beim VdK zu werden, weil die Rechtsanwälte unabhängig vom Streitwert arbeiten.

Ein Gutachten bringt dir jetzt erstmal nichts, bevor man nicht genau weiß was eigentlich bei der OP zum Einsatz gekommen ist.
Privatgutachten haben vor Gericht kaum Einfluss, es sei denn das Gutachten wird durch das Gericht in Auftrag gegeben.

Vielleichst schaust da mal hier. https://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showforum=50

Klassiker an defekten Prothesen ist die M6 und dazu läuft auch eine Sammelklage die durch "iron man 86" hier immer mal wieder mit aktuellen Informationen zum Sachstand im thread versorgt wird.

In welchen Jahr wurde die Prothese implantiert ?

Kannst du Bilder vom CT hochladen?

viele Grüße

paul42

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ilva
Geschrieben am: 19 Aug 2022, 23:30


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Hallo Swar,

war hier schon länger nicht mehr - und habe gerade dein Thema gesehen:
ohweh - es tut mir unendlich leid, dass du nun doch derartige Komplikationen mit deiner Prothese hast.
Auch klingen die Umstände genauso dubios wie unsere (M6...) :braue

Ich erinnere mich noch wie zuversichtlich du damals mit deiner Entscheidung warst.
Es wäre dir so sehr zu wünschen gewesen, dass alles klappt. Leider aber bleiben die Erfahrung mit neuen Prothesen meist eher durchwachsen.
Davon zeugen über all die Jahre (seit ich hier zumindest hier vertreten bin...) so manche Posts. Zumindest sollte man sich bewußt machen - je weniger Erfahrung es mit einem Produkt gibt, desto größer die Wahrscheinlichkeit als "versuchskaninchen" herhalten zu müssen... ???

Was jetzt? Wozu man dir bereits geraten hat ist richtig: zunächst brauchst du lückenlose Papiere, um bei Gericht weiterzukommen. Fast noch wichtiger ist, dass du dir - im Falle einer Revision/Explantation - deine Prothesen(reste) sicherst! Sonst sind sie WEG... !

Tatsächlich kommt es auch schon mal vor, dass Papiere rückwirkend manipuliert werden - so sich Hürden für die Stellen abzeichnen...

Daher kann ich ALLEN, die sich im Krankenhaus befinden, nur dringend raten Unterlagen - soweit irgend möglich - schon während der stationären Phase zu verlangen. Berichte/Entlassbriefe werden zwar oft auch erst später geschrieben - bzw. (im seriösen Fall) an den Hausarzt geschickt. Die meisten Kliniken jedoch händigen einen "vorläufigen Bericht" bei der Entlassung aus. Ich würde jedenfalls schon vorab darauf hinweisen und ggf darauf drängen.
Stellen, die nichs zu verbergen haben, werden damit kein Problem haben. So sind etwaige Manipulationen kaum möglich.

Allerdings wurde ich auch schon einmal bei einer Klinik "hinausgeworfen" als ich die Papiere bei Entlassung verlangte - und auf Probleme hinwies, die ich nach einer OP hatte.Tatsächlich hatte ich bereits während dem stationären Aufenthalt immer wieder mal Einsicht in meine Akte verlangt. Das Recht hat man!
Wird dieses verwehrt muss man ohnehin skeptisch werden... Übrigens hatte ich bei jener Klinik wirklich einen "groben Behandlungsfehler" nachweisen können. Dass die Regulierung auch hier nach 12 Jahren (...) noch immer nicht abgeschlossen ist, ist bitter genug. Es zeugt von einem "kranken System" und eklatanter Benachteiliung von Behandlungsfehler-Opfern.

Dennoch stehe ich immerhin dort nun vor einem - halbweges angemessenen - Vergleich. Mal sehen.

Das Beste für ale, denen es ähnlich geht - und natürlich für dich! :sonne

Liebe Grüße
Ilva



@paul42

Lieber Paul,

Deine Hinweise sind sehr wertvoll. Sie helfen sicher vielen hier weiter.

Es stimmt auch, dass - manchmal - der VdK weiterhilft. Schade ist dort nur, dass man sehr von der lokalen Vertretung abhängig ist.
Ich bin zwar schon sehr lange Mitglied beim VdK, habe aber bisher nur sehr eingeschränkt Hilfe erhalten. Teils habe ich sogar mehr Probleme durch deren Bearbeitung bekommen (...) - u.a. weil wichtige Fristen versäumt wurden. Leider lag das an den Leuten vor Ort... Ich weiß jedoch, dass es auch andere - positive - Berichte gibt, wo wirklich mit Einsatz für die Mitglieder gekämpft wird.

Die KK hat bei mir zwar mit Gutachten weitergeholfen. Jedoch war das Ganze sehr mühsam und dauerte mit 2 Jahren (!) zu lange.
Letztendlich hätte ich deshalb sogar beinahe die Klagefrist verloren. Ansonsten war man mir weder vor Gericht, noch mit sonstigen Leistungen (z.B. bei nöigen Gutachter-Reisen wie Übernachtungen) behilflich. Stattdessen rief mich regelmäßig ein Vertreter der KK an, um zu fragen, ob "ich denn schon endlich gewonnen hätte" (...) Man wollte beim Zurückfordern (Regress) keine Zeit verlieren. Dass der Patient jedoch aus Eigenmitteln seinen Prozess finanzieren muss war gleichgültig. Das fand ich sehr enttäuschend und hält dem großen offiziellen Versprechen, den Betroffenen intensiv zur Seite zu stehen, nicht stand.

Noch ein wichiger Hinweis: leider hat sich ein Missverständnis in deinem letzten Post eingeschlichen - das ich korrigieren will:
eine "Sammelklage" haben wir mit der M6 nicht. Das ist gar nicht möglich. Das liegt daran, dass die Umstände jedes/r Betroffenen nicht übertragbar und äußerst individuell sind. JEDER Schadens- und Krankheitsfall ist völlig anders gelagert. Auch betrifft dies die entstandenen Schäden an den Prothesen, bzw. den jeweiligen Folgen des Einzelnen, welche sich bei Betroffenen oft erheblich unterscheiden. Alleine schon dadurch kommt es zu verschiedenen Schadenssummen der Verfahren. Jeder von uns Betroffenen muss gesondert seine Klage vor dem jweiligen LG einbringen.
Als ich und ironman die US-Klage laufen hatten, war es die erste Handlung des Gerichts, unsere Verfahren zu trennen.

Bei der Diesel-Affäre/VW sind hingegen Ausgangslage und Auswirkungen völlig identisch.
Hier ist eine Sammelklage daher vergleichbar. :z

Dankeschön für die Berücksichtigung und viele Grüße
Ilva

PS.: war schon wirklich Jahre nicht mehr hier am Schreiben. Werde dies aber demnächst in meinem Thema (M6 im Spinalkanal gelandet) auch demnächst wieder tun.
Denn ja - wir sind AKTIV , auch wenn man eeeewig hingehalten wird... ???
Und es werden immer mehr Betroffene. Leider war das zu erwarten.
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Pauline69
Geschrieben am: 20 Aug 2022, 06:45


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Hallo Ilva,

vielen Dank für Deinen sehr informativen und erklärenden Bericht!

Ich bin zum Glück nicht betroffen, finde Deine Information aber trotzdem sehr, sehr hilfreich !
Man weiß ja schließlich nie, was mal kommt!
Danke dafür!

Ich wünsche Dir ganz, ganz viel Erfolg!!!!

Viele liebe Grüße
Pauline
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paul42
Geschrieben am: 20 Aug 2022, 10:42


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Hallo ilva,

erstmal vielen Dank, dass du den Sachverhalt bzgl. der Klage richtig gestellt hast.
Mir war nur in Erinnerung das ihr es gemeinsam versucht habt.

Das ist für mich auch nachvollziehbar, dass man alle Fälle dann einzeln betrachten muss.

Also geht es vielmehr darum, wie man sich solchen Fällen grundsätzlich taktisch aufstellt und wer einem dabei helfen könnte den Konflikt zu klären?

Deine leider persönliche bestehende Erfahrung und deine Antwort ist für andere, die leider direkt auch betroffen sind, sicherlich eine große Hilfe sich richtig zu verhalten.

Beweissicherung ist sicherlich der wichtigste Punkt.

Implantate sind persönliches Eigentum und deshalb besteht der Anspruch zur Herausgabe nach einer Revisions OP

Jeder schriftliche Befund sollte umgehend auf inhaltliche Richtigkeit geprüft werden.

Das Akten auch manipuliert werden, muss ich leider bestätigen.
( Ich hab hier im Forum einen Fall betreut, wo es um Schraubenlockerung ging und der Arzt hatte die Weiterhandlung abgelehnt , weil angeblich schlecht über ihn im Forum geschrieben wurde).
Da wurden nachträglich Änderungen in der Patienakte durch die Schlichtungsstelle festgestellt, obwohl der Arzt schon gar nicht in der Klinik beschäftigt war.

Das Forum hat der Schlitungsstelle alle Beträge als Beweis zu Verfügung gestellt, so dass am Ende wirklich Schadensersatz geleistet werden musste.

Manchmal passieren echt merkwürdige Dinge oder es geht plötzlich was verloren. :kinn

Das sowas im Klageverfahren echt lange dauern kann zeigt ja gerade euer Fall mit der M6 Prothese.
Ich drücke dir Daumen und für das notwendige Durchhaltenvermögen viel Kraft. :ap

@ swar

du siehst ja wie ja wie kompliziert es werden könnte, aber zunächst solltest du dich auf die OP konzentrieren, damit dir erstmal geholfen werden kann.

Denke dran, du hast jederzeit Anspruch auf eine med. Zweitmeinung und deine Befunde kannst per mail an jede Klinik senden um deren Stellungnahme zu erhalten.
Wenn unklar ist was überhaupt eingesetzt wurde sollte das bestmöglicht vorab geklärt oder recherchiert werden, damit das richtige OP Besteck zur Verfügung steht.

Wenn du Fragen hast, kannst du mich per PM erreichen, damit hier keine Namen von Kliniken oder des Arztes fallen.

viele Grüße

paul42

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