Bandscheiben-Forum

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> Wie sind eure Erfahrungen mit PRTs in der LWS?
steve256
Geschrieben am: 22 Jul 2022, 17:56


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Hallo,

bei mir wird es bald soweit sein und ich werde eine PRT an die S1-Wurzel links bekommen.

Kurze Vorgeschichte: Hatte im März 2019 einen Vorfall L5/S1 mit Fußsenker-Parese und eine OP. Nach der OP immer mal kleinere Problemchen mit Ausstrahlung ins Bein gehabt, die aber mit Physio immer sehr schnell in den Griff zu kriegen waren.
Im Februar diesen Jahres hatte ich allerdings ein Rezidiv, das mich immer noch sehr beeinträchtigt. Hatte die Meinungen von 2 Neurochirurgen, die meinen dass eine OP im Vergleich zur konservativen Therapie vermutlich keinen Vorteil bringe. Es sei wohl auch hauptsächlich ein Stochern im Narbengewebe.
Es wurden in der Zeit zwei MRT-Bilder gemacht, wobei im ersten Bericht noch von Wurzelkompression und kleinem Vorfall gesprochen wurde, im zweiten Bild interpretierte ein anderer Radiologe das sogar nur als kleine 1mm-Vorwölbung und man sehe etwas drückendes Narbengewebe, wobei der Spinalkanal reguläre Weite hätte und genug Platz da sei.

Meine Beschwerden sind hauptsächlich bei Belastung ein steif werdender Hintern und Fußaussenkante, wobei schon einfaches Spazierengehen reicht um das zu verstärken und irgendwann wird es auch leider schmerzhaft. Werde auch mittlerweile mit Antidepressiva behandelt, weil ich u.a. eine Schlafstörung entwickelt habe und mache neben normaler Krankengymnastik auch KG-Geräte, was das ganze durchaus schon verbessert hat, aber immer noch nicht ganz zufriedenstellend.

Ich war diese Woche nun noch mal bei meinem Operateur und er hat mir eine PRT empfohlen. (Im Februar hatte er mir schon ma Kortison-Tabletten für 5 Tage verschrieben, wodurch sich das Bein komplett ruhig anfühlte). Es gab eine Überweisung zu einem Schmerztherapeuten, da er zur PRT nicht selbst überweisen darf.

Ich werde diese nun angehen und wollte mal hören, wie eure Erfahrungen so sind. :)
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Pauline69
Geschrieben am: 22 Jul 2022, 19:00


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Hallo steve,

ich habe in den letzten 4 Jahren 3x jeweils eine Serie von 6 PRT Infiltrationen erhalten.
Zweimal an der HWS und einmal an der LWS.
Mir haben sie letztendlich nichts gebracht.
Keine dauerhafte Verbesserung, weder bei den Nervenschmerzen im Arm, also bei der HWS, noch bei der Fußheberparese, also bei der LWS.

Wünsche Dir aber viel Erfolg damit!

Viele Grüße
Pauline
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Frühlingsgefühle
Geschrieben am: 23 Jul 2022, 00:19


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Hallo Steve,
ich hatte letzens eine totale Überlastung, weil ich im Urlaub viel zu viel auf den Beinen sein musste, was ich sonst nicht mache, eben auch wegen meinem blöden Bein. Also muss ich immer schön aufpassen.

Jedenfalls war beim Oberschenkel übern Knie taub und schmerzte und nach 3PRT's an L3 wurde es wieder besser. Mein Neurochirurg macht die allerdings selber. Das ist mir sehr recht, weil wir dann immer Rücksprache halten können und gebenfalls die Etage ändern könnten oder im Falle einer OP, ich alles aus einer Hand bekomme.

Ich bin froh, das es funktioniert hat, weil ich noch eine andere Erkrankung habe die ähnliche Symptome an fast der gleichen Stelle verursachen kann.

Also viel Glück, ich denke es kann dir helfen. Ich bin auch voroperiert.

LG
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steve256
Geschrieben am: 23 Jul 2022, 14:13


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Danke für die Antworten!
So wie ich das verstanden habe dienen diese Spritzen als Üerbrückung bis ich meine Defizite physiotherapeutisch in den Griff kriege. Und da gibt es laut den Therapeuten wohl einige z.B. Hohlkreuzhaltung, stark verkürze Hüftbeuger etc. Bin mal gespannt
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sand.ra
Geschrieben am: 26 Jul 2022, 20:25


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Hallo,

ich hatte letzte Woche drei PRTs bekommen, in die LWS in den Bereich L5 S1.
Ich empfand die Spritzen als sehr schmerzhaft. Aber der andere Schmerz wurde erst besser, dann wieder schlimmer und seit heute wieder etwas besser. Nehme aber immer noch Schmerzmittel, die ich in dieser Woche reduzieren werde, wenn es weiterhin so bleibt.
Ich bin also recht zufrieden und hoffe, dass ich um eine OP herumgekommen bin.

Viele Grüße
Sandra
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Frühlingsgefühle
Geschrieben am: 26 Jul 2022, 23:27


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Hallo Steve,

als Überbrückung würde ich es nicht unbedingt sehen. Wenn der Nerv geärgert wird oder wurde und anschwillt, weil er gereizt/entzündet ist, kann er sich durch das Cortsion gut beruhigen und ich bin der Meinung, daß klappt besser wie mit der Physio aber um Fehlhaltungen usw.vorzubeugen ist eine Physiotherapie sehr gut oder die Schonhaltung aus zu bügeln, die du bezüglich Schmerzen evtl. eingenommen hast. Wenn die Spritzen einigermaßen wirken und lindern kannst du dich wieder besser bewegen und bist für die Physiotherapie auch zugänglicher. Ob dein Physio recht hat wirst du dann irgendwann sehen wenn ihr länger zusammen gearbeitet hat. Manche Therapeuten sind oft zu sehr von ihrer Arbeit und Meinung überzeugt und natürlich kann man alles mit Physio ausbessern. Ich sag da nur, probieren geht über studieren aber hell sehen können solche auch nicht und alles bessern.
LG
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Frühlingsgefühle
Geschrieben am: 26 Jul 2022, 23:35


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Hallo Sandra,

wie du das schilderst ist es für mich normal!
In den Spritzen ist auch Betäubungsmittel. Das wirkt oft direkt sofort gut und bei mir oft 100%. Die Wirkung lässt wie beim Zahnarzt nach 6Stunden häufig langsam nach. Der nächste Tag ist dann oft blöder. Ich nehme an weil der Nerv durch das Spritzen etwas reagiert. Das Cortsion wirkt länger und benötigt seine Zeit um seine Wirkung komplett zu entfalten. Es klingt bei dir ja erstmal ansonsten gut, weil es ja Wirkung gab. Dann würde ich das auch wiederholen. Leg dich da entspannt hin, dann ist es vielleicht weniger schmerzhaft aber Erfahrungsgemäß liegt das auch an Tagesform und Arzt. Es gibt Ärzte bei denen geht es zügig mit nur minimalen Schmerzen und die prukler, wo man denkt was macht der da so lange und es tut weh.

LG
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sand.ra
Geschrieben am: 27 Jul 2022, 19:28


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Hallo,

was du schreibst klingt logisch. Es geht auch jeden Tag besser, aber ich schone mich viel.
Der Arzt hat bei der letzten schmerzhaftesten Spritze schon gesagt, dass er nicht gut getroffen hat.
Aber es hat sich im Endeffekt gelohnt und ich bin zufrieden. Das Nervenkribbeln ist noch etwas da, aber auszuhalten.
Mal sehen wie es dann ohne Oxycodon wird, das werde ich ab morgen ausschleichen.

Insgesamt kann ich die Spritzen aber jedem empfehlen.

LG Sandra
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steve256
Geschrieben am: 05 Aug 2022, 18:32


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Ich habe nun in 2 Wochen den Termin beim Schmerztherapeuten und werde mal schauen, was der noch so sagt.

Mein Physio-Therapeut ist von der PRT nicht ganz so überzeugt. Er begründet es damit, dass das Cortison zwar den Nerv abschwillt, aber er sieht die Gefahr, dass ich mich ohne Schmerz noch viel weiter in eine Fehlhaltung reinbegebe und es letztendlich schlimmer werden könnte. Das klingt natürlich plausibel, auf der anderen Seite bin ich aber sehr motiviert meinen Körper aufzubauen, da ich so einen Mist am liebsten nicht noch mal haben möchte und zweitens will ich ja auch nicht, dass sich der gereizte Nerv irgendwann von selbst verabschiedet
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blumi
Geschrieben am: 05 Aug 2022, 19:27


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Hi Steve,

ich halte die Position deines Physiotherapeuten für nicht plausibel.

Umgekehrt wird m.E. ein Schuh draus: durch die Schmerzen wirst du in eine Schonhaltung getrieben. Die macht dir aber längerfristig noch mehr Probleme zusätzlich. Wenn jetzt durch die PRT Schwellung des Nerven und Schmerzen nachlassen, ist es dir möglich vernünftig zu Trainmieren.

Unabhängig davon solltest du immer an einer guten haltung arbeiten.

LG, Elke
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