Bandscheiben-Forum

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> ENG Befund /LWS BSV /Beine Probleme seit Mai 21, F-Wellen? Doch noch was mit Muskeln?
Ikica
Geschrieben am: 09 Okt 2022, 17:40


Stammgast
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Hallo alle zusammen,

Kurz zur Vorgeschichte:

Erster BSV L5/S1 links, Bedrängung S1, L5 frei, OP 09/2001

Zweiter BSV L5/S1 rechts 05/21, Bedrängung S1, L5 frei, Probleme in beiden Beinen bis heute.

OP im 11/21 geplant gewesen, dann doch verweigert seitens LKH, da Nerv nicht mehr bedrängt, nur noch Kontakt, bzw. frei (die Meinungen gehen auseinander).

Lt. MRT v. 12.09.22, die Bandscheibe hat Kontakt mit S1 bds., L5 frei bds. (Meinungen wieder geteilt).

Habe letzte Woche wieder ENG machen lassen. Ich habe nichts von der Messung im 05/22 gesagt (stationär 1. Messung war unauffällig, bei der 2. nach 10 Tagen wurde Dauerschaden am L5 rechts festgestellt!!!!! ).

Also die Dame hat die Messung gemacht, hat gesagt, schaut gar nicht schlecht aus, bitte draußen auf Befund warten.

Habe dann Befund bekommen, hat mir noch gesagt, ich solle bitte erst nächste Woche anrufen zwecks Terminvereinbarung im Dezember für EMG.

Jetzt bin ich verunsichert mit diesen F Wellen, kann sein das ich doch was mit den Muskeln habe?

Und dieser Schaden am L5 lässt mir keine Ruhe.

Woher habe ich diesen Schaden ?

Die Dame hat mir nichts davon gesagt (ausser schaut nicht schlecht aus, Dauerschaden am Nerv ist immer schlecht).
Damals im LKH auf meine Frage wurde mir kurz geantwortet , der Schaden sei von der OP aus 2001 geblieben.

Warum, wie, wieso erst jetzt? Und S1 soll völlig gesund sein, obwohl eigentlich immer betroffen und beide ASR fehlen und das erst nach diesem neuen BSV?

Ich hatte bei damaligem BSV gar keine Probleme im rechten Bein, erst nach dem BSV im Mai 21, und in 20 Jahren postoperativ nicht die kleinsten Probleme in Beinen gehabt, nur hin und wieder Kreuzschmerzen.

Ich verstehe schon länger gar nichts mehr, und ehrlich gesagt, wäre mir das egal, wenn mir gesundheitlich einigermaßen gut gehen würde (wenigstens ziemlich normal mobil wäre).

Aber so, geht mein Albtraum leider weiter...

Kann mir jemand was zu diesem Befund sagen, was bedeutet "F-wellen rerefiziert"?



Danke euch und LG aus Graz



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blumi
Geschrieben am: 09 Okt 2022, 21:42


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Hi Ikica,

die F- Welle ist eine Art Spätreaktion im untersuchten Nerven, die dadurch entsteht das ein Teil des gesetzten Reizes auch zurückgeleitet wird bis zu den Nervenwurzeln und dann quasi reflektorische wieder losgeschickt wird.
Wenn die also beim N. Peroneus rechts rarefiziert ist bedeutet das, das irgendetwas im Bereich der Nervenwurzel des Peroneus rechts nicht in Ordnung ist, der Nerv selbst aber unauffällig. Eine klassische Konstellation somit wie bei einem Nervenwurzelschaden ( und noch ein paar anderen Erkrankung, dann wären aber mehrere Nerven davon betroffen).
Genaueres wird das EMG ergeben.

LG, Elke
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Ikica
Geschrieben am: 21 Nov 2022, 14:49


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Hallo alle zusammen,

So heute war endlich mal das EMG und was soll ich sagen,
bin jetzt noch mehr verunsichert, habe noch mehr Angst.

Soll das jetzt heißen, ich werde nie wieder mehr richtig gehen können, da das EMG sieht nicht so gut aus.

Wie ist das möglich, wo mir über Monaten sagt, da ist nichts, es ist alles nur psychosomatisch?

Der Arzt sagt selber das kann doch nicht psychisch sein, es hat sich deutlich im Vergleich zu EMG von Mai 22 (damals stationär) verändert. Fragt sich selber, wie das zu erklären ist. Am Ende sagt dann, es ist nicht so schlimm, sogar hat irgendwas vom Heilungsprozess gesprochen.

Bitte hat jemand auch solche Befunde, Erfahrungen gemacht?

Ist meine Angst begründet?

Befund im Anhang

Danke und LG
Ikica


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Pauline69
Geschrieben am: 21 Nov 2022, 16:31


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Hallo Ikica,

nicht floride heißt nach meiner Erinnerung, keine frischen Anzeichen einer Schädigung, sondern, wie auch geschrieben, chronisch, also seit längerer Zeit vorhanden.

Die Befunde der Neurologen hören sich meist wilder an, als sie sind. Auch kleine Abweichungen von der Norm werden erwähnt.
In meinem neurologischen Bericht, von Februar 2020, stehen sooooo viele Dinge drin, die nicht der Norm entsprachen und/oder die auffällig waren, demnach hätte ich gar nicht mehr laufen können.
Da erschienen Wörter wie hohe Polyphasieraten, hohe Amplituden, chronisch neurogen, im Sinne von einer chronischen Denervierung und und und.

Trotz der vielen chronischen, aber leichten, Schädigungen sind meine Paresen mit der Zeit trotzdem weniger geworden! Und ich kann wieder deutlich besser laufen, ohne zu stolpern!
Weil es eben auch eine große Spanne gibt, inwiefern Werte von der Norm abweichen.

Soll Dir nur ein bisschen Mut machen und nicht an das Schlimmste zu denken.

Viele Grüße
Pauline



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Ikica
Geschrieben am: 24 Nov 2022, 08:13


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Hallo Pauline,

Danke für deine Aufmunterung.

Trozdem, je länger ich nachdenke, desto mehr sehr ich dass da etwas nicht stimmt. Verstehe aber die Ärzte, dass die alles so zum Schluss verharmlosen.

Bei mir sind beide Beine betroffen, und es wird nicht besser,.

Natürlich mache ich mir Sorgen, denn das bei mir ist kein Zustand.

Da muss ein Fehler im ZNS sein oder eine Muskelerkrankung, obwohl er sagt nein, das hätte er gesehen.

Aber von LWS kann das alles auch nicht kommen.

Wenn NLG unauffällig war, bis auf Peroneus rechts,
wie kann ich dann in allen Muskeln in beiden Beinen schon neurogenen Umbau haben?

Also die Muskel sind beschädigt, die kann ich dann nicht mehr aufbauen, aber dann sind auch die Nerven beschädigt und warum dann ENG gilt als unauffällig?

Egal wie ich versuche, bei Ärzten die Erklärung zu bekommen, bekomme ich nicht vernünftige Antworten und endlich mal eine Diagnose und damit die Hilfestellung.

Denn die Zeit vergeht und ich bleibe dann so.

Ich habe so gehofft, dass es für mich eine Lösung gibt, aber wie es ausschaut, es wird immer schlimmer.

Im Mai war EMG unauffällig und ganze Zeit haben sie meine Beschwerden als psychosomatisch abgetan.

Wie könnte jetzt zu Muskelschädigungen kommen?

Ich habe Angst, riesengroße Angst... und das kann doch alles nicht wahr sein.

LG Ikica

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blumi
Geschrieben am: 24 Nov 2022, 11:43


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Hallo Ikica,

Erstens betrifft es nicht alle Muskeln, sondern nur die die von L5 und S1 hauptsächlich innerviert werden.

Zweitens ist von hauptsächlich leichten Veränderungen die Rede (bis maximal mäßige).

Drittens bedeutet chronischer neurogener Umbau ja, dass da Reinnnervierungszeichen vorhanden sind, also dass da auch Heilungsprozesse stattfinden und stattgefunden haben.

Die Wahrscheinlichkeit, dass das von der LWS kommt ist relativ hoch. Die Tatsache, dass von subakut bis chronisch die Rede ist heißt aber auch, dass das noch gar nicht so lange besteht, sich also ggf. noch einiges positriv Verändern lässt. und das widerspricht der bei orherigen Untersuchungen getroffenen Aussage, dass es sich um alte Veränderungen handele. Wenn ich das richtig sehe soll noch ein MRT der LWS gemacht werden? Das ist gut und sinnvoll.

Also keine Panik wegen dem Befund, du hast vermutlich weder eine muskuläre Grunderkrankung noch eine im ZNS nach diesen Befunden, zumindest gibt es dafür hier überhaupt keinen Hinweis.

Welche Bedeutung ältere, chronische Wurzelschädigungen tatsächlich haben, darüber will ich mich auch noch mal mit Neurologen unterhalten, ich finde dazu nämlich nicht wirklich etwas aussagekräftiges.
Da ich selbst in meinem linken Bein lt. Neurologin mäßige ältere L4, mäßig bis deutliche ältere L5 und leichte ältere S1- Wurzelschädigungen habe sowie an den Armen deutliche ältere C7-Wurzelschädigungen bds. und links deutliche C6 und leichte C5- Wurzelschädigungen, selbst aber außer einer leichten Quadrizepsschwäche keine durchgehenden Symptome habe, sondern eher immer wieder aufflammende subakute Beschwerden (mal Krämpfe in den Beinen oder im Biceps, mal eine Fußheberschwäche, mal ist der Zehenstand schwierig, mal ist die Kraft im Biceps eingeschränkt - aber alles ist nicht kontinuierlich) würde mich das schon auch mal interessieren.

Mein Eindruck ist, als ob es sobald chronisch bzw. älter, irgendwie für viel als bedeutungslos gilt. Aber dann dürfte es ja auch eigentlich keine Beschwerden machen, wenn es denn bedeutungslos wäre. Da habe ich auch noch Informationsbedarf, vielleicht weiß da jemand noch mehr dazu?

LG, Elke



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Ikica
Geschrieben am: 24 Nov 2022, 13:01


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Liebe Elke,

danke dir für deine ausführlichen Infos und Aufmunterung,
Bin nur noch am Heulen.

Egal wie ich es versuche, daraus zu kommen, es klappt einfach nicht.

Was mir immer mehr Sorgen macht, das was anderes dahinter steckt, ist genau deswegen, dass bei dir und bei fast allen, die Probleme mal mehr mal weniger oder gar nicht da sind.

Bei mir ist komplett anders, ich kann einfach nicht normal gehen, die beide Beinen sind bertroffen, rechtes deutlich mehr.

Aber beide Beine lassen mich nicht gehen, weil Unterschenkeln und Füsse fast gleiche Symptome haben, die Muskeln sind nur noch in so einem komischen Zustand, weiß nicht mal wie ich das beschreiben könnte.

Es sind keine richtige Krämpfe, die Fußsohlen und Waden sind fast immer, könnte man sagen dauer in einem angespanntem Zustand tief drinnen, und sobald ich Füsse hebe, entsteht sofort ein Zug über Achillessehne bis zur Kniekehle.

Die Oberschenkeln sind natürlich auch verspannt, aber glaube damit könnte ich laufen, wenn das Problem in Waden und Füssen verschwunden würde.

Kurzzeitig (halbe bis 1 Stunde) kommt besser, und dann aufeinmal die Beine werden schwer, spannen, rechte Wade wie Fremdkörper und Fuss hart, brennt und da ist aus mit Laufen, wie auf der Watte oder so komisch, geht einfach nicht.

Wann soll das besser werden? Werden da die Nerven überfordert und Muskeln auch? Sogar wenn es extrem wird, spannt die Haut.

Das kann doch nicht alles von LWS kommen, ich frage mich immer wieder, woher diese Schädigungen kommen, wenn BS nie Nerven berühren und 20 Jahre lang vor dem BSV ich komplett beschwerdefrei in beiden Beinen war?

Wenn es nur von LWS kommen würde, dann durfte das nicht so schlimm mit Beinen sein, kann doch nicht sein, dass die Sehen dermassen verkürzt sind, dass die das alles auslösen?

Das was du mit Heilungsprozessen sagst macht mir ein wenig Mut,
aber verstehen kann ich das alles nicht, weil ich eher das so sehe, dass es in letzten Monaten doch schlimmer geworden ist.

Im Mai war EMG eher unauffällig, jetzt so was..

Ja, LWS MRT wird noch gemacht, wird aber nicht viel bringen können.

Danke dir nochmal für deine Unterstützung, möchte einfach wieder zur Normalität, klappt es einfach nicht. 😪😪😪


GLG und alles Gute
Ikica



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UwB
Geschrieben am: 24 Nov 2022, 14:56


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Hi Du,

ich habe auch lange nicht glauben können das bei mir
beide Füsse brennen und das von der LWS kommt.
Vom Grosszehe über den Fussrücken hoch.
Aktuell manchmal bis zum Allerwertesten.

Es hat nahezu 1.5 Jahre gebraucht bis es spürbar besser wurde.
Das es ganz weggeht, daran glaube ich nicht mehr.
Aber das es sich noch weiter bessert, kann ich schon erkennen.

Der NC im Helios meinte 2 Jahre kann sowas locker dauern.

Mein erster NC wiederholte immer wieder so einen Spruch:
"Die Natur baut uns schon noch Brücken... es dauert nur"

Ich glaube so langsam verstehe ich was der meinte. :rolleyes:

Also, die Hoffnung nicht aufgeben...

LG, Uwe

Bearbeitet von UwB am 24 Nov 2022, 14:56
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Ikica
Geschrieben am: 24 Nov 2022, 16:49


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Danke Uwe,

Brennen ist eine fiese Sache, aber diese Spannungen, die machen mir Angst, das kann doch nicht sein.

Ich rede nicht von "normalen Spannungen", das bei mir ist so ein richtiger Zug in beiden Beinen von oben bis nach unten oder doch umgekehrt, weiss selber nicht, presst mein Rücken die Beine zusammen oder zieht die so hoch, auf jeden Fall, die Beine stehen unter so einer Spannung, werden hart, lassen sich dann kaum dehnen, so dass Gehen nur schwierig möglich ist.

Das passiert auch im Sitzen, im Liegen sind dann wenn schon eher diese "normale Spannungen".

Es ist zum Verzweifeln, denn keiner kann mir da helfen, weder Arzt noch Physio und ich auch nicht. Bis jetzt noch nicht, manchmal geht das einigermaßen, leider sehr kurz, und das ist nicht zu verstehen.

Wenn das selten und ganz kurz möglich ist, warum bleibt das dann nicht für immer, wäre schon an der Zeit, dauert eh so lange.

Wenn ich wüsste, woher oder warum solche extreme Spannungen, könnte vielleicht dagegen steuern, aber so kann kaum was dagegen machen.

Es muss ein Wunder passieren, die gibt es zwar immer wieder aber doch selten.

Schönen Abend dir noch
Ikica

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UwB
Geschrieben am: 25 Nov 2022, 00:10


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Hi,

ich hatte das ganz am Anfang in den Waden.
Fühlte sich an als wenn da ein Seil durchging.
Kämpfte ich gegen an bekam ich die Quittung als Krampf.

Das hielt so gut 6 Monate an..und verschwand dann.
Heute ist nur noch ein, mit wenig Pregabalin, erträgliches Brennen vor allem
Abends, wenn ich halt wieder viel gesessen hatte.

Seltener lässt es mich nur schwer einschlafen.
Es wird besser... aber mit ganz kleinen Schritten.

Auch das pelzige des Abends am linken Fuss ist wieder deutlich besser geworden.

Ich kann Dich verstehen, sowas macht schon Angst.
Aber wenn es "oben" halt die Nerven ärgert, kann es ganz fiese Dinge tun.

Ich versuche dann halt nicht darüber zu grübeln, auch wenn ich weiss... das ist
viel leichter gesagt als getan.

LG, Uwe

Bearbeitet von UwB am 25 Nov 2022, 00:10
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