Bandscheiben-Forum

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> Interessanter Artikel, Neurogene thoracic-Outlet-Syndrom
blumi
Geschrieben am: 29 Okt 2022, 17:44


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Für diejenigen von uns, bei denen unklare Armbeschwerden bestehen oder die Diagnose noch nicht gesichert ist, ist dieser Artikel im aktuellen Ärzteblatt sicherlich interessant:


Deutsches Ärzteblatt

LG, Elke
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Pauline69
Geschrieben am: 30 Okt 2022, 09:07


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Danke Elke für diesen interessanten Artikel!

Ich fand ihn recht schwer verständlich, beziehungsweise sind für mich, die einzelnen Unterscheidungen der Symptome zur richtigen Diagnose, kaum zu verstehen.

Was muss getan werden, um Parästhesien, zum Beispiel an den Fingern, nicht einem Bandscheibenvorfall zuzuordnen?

Liebe Grüße
Pauline
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blumi
Geschrieben am: 30 Okt 2022, 09:34


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Hallo Pauline,

ja schwierig scheint es alle mal, auch insofern, dass sich die Fachleute ja nicht wirklich einig sind, welche Tests sinnvoll und aussagekräftig sind.

Einerseits scheint der hochauflösende Nervenultraschall spezifische zeichen zu bilden, andererseits ist
Zitat

In verschiedenen Studien konnte die Aussagekraft des sensiblen Nervenaktionspotenzials (SNAP) des N. cutaneus antebrachii medialis zur Diagnosestellung des nTOS gezeigt werde
, d.h. dieses spezielle Nervenaktionspotential scheint gut zu korrelieren.
Abgesehen davon ist wohl das vorhandensein einer Halsrippe und sonstiger zusätzlicher Muskeln und Bänder, die den Plexus einengen können, hinweisend. Und natürlich die Symptomatik, wenn keine andere Ursache wie eine C8-Läsion dafür spricht.
Also eine Mischung verschiedener Klinischer Faktoren und Untersuchungsergebnisse.

Ich denke schon, dass vermutlich zu selten differentialdiagnostisch zu einer C8-Wurzelläsion auch daran gedacht wird.

LG, Elke
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Pauline69
Geschrieben am: 30 Okt 2022, 09:53


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Hallo Elke,

der Meinung Deiner letzten Aussage bin ich auch zu einhundert Prozent!

Es wird viiiiieeeeel zu wenig differenzialdiagonstisch geschaut!

Und weil kaum ein Facharzt über den Tellerrand hinausschaut, werden viele Erkrankungen vollkommen falsch oder überflüssig behandelt oder schlichtweg einfach nicht erkannt!

Wir hier können alle noch froh sein, viele Dinge zu hinterfragen, selbst viele Berichte zu lesen und sich viel Information einzuholen!
Menschen, die sich über sich selbst und über die vom behandelnden Arzt vorgeschlagenen Therapien und Behandlungen keinerlei Gedanken machen, zum Teil auch, weil sie es einfach nicht verstehen und begreifen, sind ganz arm dran!

Eine Bekannte von mir bekam über 15 Jahre von ihrem Orthopäden, alle 2-4 Wochen eine Kortisonspritze in den Trochanter, sie wusste nicht, was ihr gespritzt wurde, bis ich sie mal danach fragte und sie daraufhin, beim nächsten Termin bei ihrem Orthopäden, mal nachfragte. :nein :nein

Liebe Grüße
Pauline
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Frühlingsgefühle
Geschrieben am: 06 Nov 2022, 23:36


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Hallo Elke und Pauline
interessanter Bericht.

Ich selber habe es bei mir schon 2mal gehabt wo kein Arzt drauf kam.

Ich möchte nicht wissen wieviele Aterien -oder Venenprobleme haben aber bezüglich Rücken oder anderer Erkrankungen behandelt werden. So zum Beispiel bei PVAK usw.

Ich hatte ein Venenverschluss im Becken was sehr selten ist bzw.noch sehr unbekannt.

1. muss erstmal ein Arzt drauf kommen oder einen weiter überweisen
2. wenn man pech hat kennt es dann nicht mal der Gefäßarzt wohin man überwiesen wurde

Somit kann ich nur jedem raten der linksseitige, Becken-Bein-Blasen Schmerzen hat und am Rücken nichts großen zu finden ist und gynäkologisch auch nicht, sich aufs Beckenvenensydrom was meistens durch das May-Thuner-Syndrom oder Nussknackersydrom entsteht untersuchen zu lassen. Das kuriose, ich habe keine Krampfadern an den Beinen oder den Genitalien sondern nur im Becken.

So hat ich in den 2Jahren stärkste Schmerzen und Therapieideen die ich zum Glück nicht alle bejat habe wie zum Beispiel wir können ihnen ja die Gebärmutter entnehmen, das hilft Ihnen bestimm oder wahrscheinlich. Schon krass wie einen so eine große OP empfohlen wird wenn die Sache nicht eindeutig ist oder es hatte nachdem man nichts fand ein psychologischer Hintergrund.

Zum Glück hat ich ein Neurochirurgen der all die Jahre hinter mir stand und mir stehts meine Schmerzen glaubte und mir schmerztherapeutisch half.

Über Umwege wurde ich dann irgendwann aufmerksam was ich hatte und konnte handeln. So war ich dann bei einem Gynäkologen in Bielefeld, der das Beckenvenensydrom feststellte auch die Gebärmutter entnehmen wollte aber absolut kein Interesse hatte Gefäßärzte hinzu zu ziehen, Hauptsache er bekam seine OP. Ich nenn auch nur die Stadt falls jemand das Bevkenvenensydrom googelt und den TV Beitrag von ihm findet. Der einfache Eingriff ist dann die Gebärmutter Entfernung. Gut gemachte Werbung, sag ich nur.

Ich bin dann selbstständig zum Gefäßarzt mit speziellen Zentrum.

Pauline:
Ich weiß ja nicht wie alt deine besagte Freundin ist aber egal was in den Spritzen all die Jahre war, muss man sich doch irgendwann selber die Frage stellen, ob das die Dauerlösung ist oder den Orthopäden auf weitere Abklärung oder andere Therapien befragen. Also ich würde zu dem dann nicht mehr gehen. Der all die Jahre ohne Ende Kortsion spritzt, selbst wenn es kein Kortison ist, nicht mal sagt, so geht das nicht weiter. Sie war ja dann ein guter einfacher Kunde all die Jahre.q


Es gibt wohl auch einige Kunden in der Apotheke die jahrelang regelmäßig ihr Ibu Rezept einlösen und es 3mal täglich nehmen.

Wenn es ältere Patienten sind, die denken sich dabei weiter nichts aber ich denke es gibt auch genug jüngere die es nicht hinterfragen und den Arzt voll vertrauen. Letztentlich sollte es ja so auch sein.

Vor 10Jahren habe ich auch noch anders gehandelt wie heute.

Eigentlich ist es ja auch gut wenn man sich nicht zu viel mit seiner Erkrankung beschäftigt.

Den Ärzten fehlt einfach oft die Zeit denke ich. Die Praxen sind ja alle voll. Wobei ich denke, mit gezielten Fragen kann man schon viel als Arzt erfahren. Naja und manche Ärzte haben oft kein lust. Wo man es häufig schon merkt und denkt wozu war ich nun da und wiso ist dieser Arzt überhaupt Arzt geworden. Manche gönnen einen ja noch nicht mal die Physiotherapie, obwohl man nie eine hatte und Physiotherapeuten oft auch gute Diagnostiker sind. Hier gibt es Orthopäden die setzen sich nicht mal hin. Die Damen sagen einen vorher schon, das man in der Zeit wo man auf den Arzt wartet die schmerzende Stelle frei machen soll. Dann geht das zack zack und 5Minuten später steht man wieder vor der Tür. Wenn mein Neurochirurg eine Therapie verordnet, möchte er auch nach gewisser Zeit eine Wiederherstellung, ob es gewirkt hat. Das habe ich vorher kaum irgendwo erlebt.

Tja und dann gibt es wirklich Erkrankungen die so selten sind, da kann kann man dann nicht mal meckert, das niemand drauf kam.

LG
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