Bandscheiben-Forum

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> L5/S1 40 Jähriger Sportler in Sorge, Wohin geht der Weg und Wann ?
Muskelbiber81
Geschrieben am: 29 Okt 2022, 17:45


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Liebe Forumsmitglieder und Mitleidenden,

ich brauche mal ein paar Infos von erfahrenen Bandscheiblern ...
Folgende Grundinfo : Seit 10 Jahren immer mal wieder LWS Syndrom, leichte Skoliose , Beckenschiefstand und Beinlängendifferenz ( Diagnose in der Jugend ) und nun BSF in L5/S1 seit August.
Bin seit Jahren regelmäßig beim Orthopäden, die letzte Diagnose vorm Vorfall war Piriformissyndrom .
Diagnose nur durch Eigeninitiative ( befreundeter Radiologe ). Dann PRT Spritzen beim NC 2 Stück Anfang September
Probleme mit Schmerzen im Gesäss seit Anfang August.
Konservative Therapie, erst Physio. Ab nächster Woche KG am Gerät.
Eigene Therapie Spazieren täglich, und Nordic Walking. Geht alles schmerzfrei.
Letzte Aussage des Orthopäden , sowas bleibt, "sowas sei ein Treffer ", man wird immer angeschlagen bleiben und Training wird benötigt.

Nun zu meinen Fragen : Wie lange kann sich so eine konservative Therapie ziehen? ( si
- Bin ich danach wieder fähig meinen Sportarten ( Tennis , Ski , MTB ) nachzugehen ?
- macht man zum Abschluß ein Kontroll MRT ?
- wie werde ich die psychische Blockade los ? Habe immer das Gefühl noch sehr viel Schutzspannung drin zu haben...
- wäre eine OP in Hinblick auf die Zukunft besser ?
- hat jemand ähnliche Erfahrung damit und hat ein paar gute Tipps ?
- Muss man da wirklich ständig dran bleiben mit Training ?
- Ist es wirklich so ein Treffer und man bleibt sein Leben lang angeschlagen ?
- Wie finde ich die Ursache heraus , ich meine denn der Orthopäde lässt einen immer nur mal bücken und hebt das Bein . Wer schaut mich mal richtig an und vor allem Ganzheitlich ?
Denn ich habe sehr stark das Gefühl hier werden nur Symptome behandelt, aber nicht die Ursache.
Da kann ich ja drauf warten dass das Teil wieder raus springt...

Bin gespannt auf den kommenden Input.

Viele Liebe Grüße
Marco

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Pauline69
Geschrieben am: 30 Okt 2022, 08:55


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Hallo Marco,

ich verstehe leider die Aussage nicht, das war ein Treffer!

Du hast einen diagnostizierten Bandscheibenvorfall an L5/S1.
Du schreibst aber nichts über das Ausmaß des Bandscheibenvorfalls.
Wichtig wäre, gibt es Einengungen der Neuroforamen, existiert eine Spinalkanalstenose?
Wir sind diese beiden Einengungen beschrieben? Leichtgradig, mäßig, hochgradig?
Gibt es, laut MRT, noch andere Besonderheiten?

Eine Operation ist immer die allerletzte Wahl!
Eine Bandscheibenoperation streßt das gesamte System Wirbelsäule!

Daher ist sie nur indiziert, wenn :
eine konservative Therapie mit all ihren Möglichkeiten vollkommen ausgeschöpft ist und mindestens 4-6 Monate durchgeführt wurde
Deine Schmerzen, trotz potenter Schmerzmittel, nicht unter Kontrolle zu bekommen sind
motorische Auffälligkeiten hinzukommen, Kraftverlust im Bein !!
ein Neurologe in den Messungen Auffälligkeiten feststellen konnte !!

Nein, in der Regel macht man KEIN Kontroll MRT!
Wenn sich die Gesamtheit der Beschwerden in den Monaten der konservativen Behandlung bessert, geht man davon aus, dass sich das herausgetretene Bandscheibenmaterial verkleinert hat und dadurch die Nerven weniger bedrängt.

JA, man MUSS mit dem Training immer dranbleiben!
Ob Du wieder so fit wirst, um all Deine Sportarten wieder problemlos auszuüben, kann Dir Niemand sagen, Tatsache ist aber, dass die Chance darauf größer ist, als MIT einen Operation!

Die Ursachen liegen in der Regel in schlechten Angewohnheiten und körperlichen Voraussetzungen!
Langes Sitzen am Schreibtisch ist kontraproduktiv! Schlechte Körperhaltung und eine schwache Muskulatur ebenfalls!
Die Bandscheiben benötigen Wasser, diese Wasserspeicher füllen sie in der Nacht auf. Dazu braucht es aber tagsüber ausgewogene Belastungen und ausreichende Bewegung.
Eine ausgewogene Bewegung ist zum Beispiel das Schwimmen, das Bewegen der Wirbelsäule nach vorne und nach hinten.

Vielleicht konnte ich Dir ein wenig weiterhelfen und ein paar Deiner Fragen beantworten.

Viele Grüße
Pauline
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seni37
Geschrieben am: 01 Nov 2022, 20:57


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Hallo Marco,

aufgrund deiner bisherigen Hinweise sehe ich keine OP Indikation.
Dafür müsste entweder der Schmerz über Monate heftigst manifestiert sein oder eben neurologische Schäden vorliegen.

Ein Abschluss-MRT gibt es schon deswegen nicht, weil es keinen Abschluss gibt, wenn man einen BSV hatte :-)
Es heißt nicht umsonst: Einmal Bandi - Immer Bandi.

Aber keine Angst, es lässt sich vieles in den Griff bekommen. Ich selbst bin zwei mal operiert (aufgrund Paresen) und bin seit dieser Eingriffe (trotz Einschränkungen) regelmäßig mit dem MTB unterwegs, mache 3x die Woche Fitness und im Sommer gerne Stand-Up-Paddeln.
Insofern kann man mit etwas Disziplin und Glück gut weiterleben. Aber es wird dich immer begleiten.

Alles Gute

Grüße von der Mosel

Seni
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Antoinette
Geschrieben am: 02 Nov 2022, 10:33


Öfter dabei
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Hi Marco,
kann deine Sorgen nachvollziehen. Wie ich verstanden habe: der beste Fall ist, eine OP sollte hinausgezögert bzw. nur mit klarer Indikation gemacht! Die hast du nicht. Ich zum Beispiel auch nicht. Die konservative Therapie kann Monate in Anspruch nehmen. Am besten stellst du dich darauf ein. Ich bin jetzt bei 6 Monate Symptome und mache Physio seit ca zwei Monaten. Ist wie bei dir - keine allzu starken Schmerzen. Sport musst du sehr aufpassen, gibt viele Bewegungen, die deinen Zustand verschlechtern können. Auch nicht alle Fitnesstrainer wissen Bescheid, glaube da ist erstmal weniger besser. Spazieren gehen - wenn es dir gut tut kannst du ja ohne große Gefahr. Ich verstehe dich sehr gut - bin bisher gejoggt, Dehnung, viel Sport, dann paar Jahre Nichts gemacht und fertig der BSV. Hier sich damit abzufinden vor allem mitten im Leben im aktiven Alter, das ist hart.

Liebe Grüße
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Muskelbiber81
Geschrieben am: 06 Dez 2022, 22:10


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Hallo liebe Forumsmitglieder, danke für die vielen hilfreichen Antworten.
War jetzt leider die letzten Wochen mehr mit Infekten beschäftigt als mit dem Rücken. Da ich nur im Bett gelegen bin.
Werde mir morgen mal die Mühe machen und die Radiologen Diagnose hier einpflegen um noch ein besseren Einblick zu bekommen ....

Eine Frage, ich bin jetzt bei Monat 4 . Es wird mal besser , mal wieder schlechter ...
Ist das normal dass sich die konservative Therapie so lange zieht ? und das es mal besser , mal wieder schlechter wird ?
Rückenschmerzen halten sich in Grenzen wenn ich wenig sitze , und mich ausreichend bewege ...
Aber die blöde Ausstrahlung in die Pobacke bleibt hartnäckig ...
Habe am Freitag wieder einen Orthopäden Termin , weiss gar nicht was ich da eigentlich soll .
Wenn es nach meinen Wünschen geht würde ich gerne nochmal ins MRT in 4 Wochen , um zu sehen ob sich da was tut ...
Und irgendwie verstehe ich den Ansatz bis heute nicht . Physiotherapie / Krafttraining ...
Was hilft mir denn das bei der Heilung des ausgetretenem Materials ?
Ich habe da ein psychologisches Problem wenn ich das nicht kontrollieren lasse und befinde mich da irgendwie gefühlsmäßig an einem Tiefpunkt ...
Ihr merkt ich werde ungeduldig ( war ich schon immer ) ...

Vielleicht weiß ja jemand mehr oder hat Erfahrungsberichte :-)

Viele liebe Grüße und bleibt gesund
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