Bandscheiben-Forum

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> HWS C7, Schmerzen Kribbeln OP?
blumi
Geschrieben am: 01 Dez 2022, 19:07


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Hallo Tzuisc,

Der Vorfall ist nicht sehr groß, aber das ist überhaupt nicht entscheidend.

Der Grund, warum du deine Beschwerden nicht losbekommst liegt darin begründet, dass er seitlich weggeht und sich quasi direkt auf deine Nervenwurzel legt - und das mag die gar nicht und reagiert darauf häufig mit einer zusätzlichen Entzündung, die das ganze noch mehr einengt.

Deshalb hatte ich auch gedacht, dass dir eine PRT direkt an die Wurzel helfen könnte, damit nicht nur der Schmerz sondern auch die Schwellung zurückgeht und dir Zeit verschaft, damit dein Körper das Bandscheibenmaterial abbauen kann.

LG, Elke
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tzuisc
Geschrieben am: 01 Dez 2022, 20:57


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Hi,

danke für die Antwort.
Eine PRT hat der Orthopäde auf meine Nachfrage jetzt nicht direkt empfohlen O-Ton: "könne man machen", macht er aber nicht selber, müsste mir ein KH suchen)

Ich hab auch nach Kortison Stosstherapie gefragt, dazu meinte er "das kann helfen", und war wohl auch früher in den Leitlinien. Aber jetzt nicht mehr wegen den vielen Nebenwirkungen.

Ich denke wenn ich ihn deswegen nächste Woche nochmal frage würde er mir Kortison verschreiben. Bin allerdings gerade auch Erkältet, keine Ahnung ob das ein Problem wäre.

Bearbeitet von tzuisc am 01 Dez 2022, 21:01
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tzuisc
Geschrieben am: 03 Dez 2022, 10:06


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Zitat (blumi @ 01 Dez 2022, 19:07) 

Hallo Tzuisc,

Der Vorfall ist nicht sehr groß, aber das ist überhaupt nicht entscheidend.

Der Grund, warum du deine Beschwerden nicht losbekommst liegt darin begründet, dass er seitlich weggeht und sich quasi direkt auf deine Nervenwurzel legt - und das mag die gar nicht und reagiert darauf häufig mit einer zusätzlichen Entzündung, die das ganze noch mehr einengt.

LG, Elke


Hi Elke,

Ich habe gestern "gelernt", dass es harte und weiche Bandscheibenvorfälle gibt.
Die weichen trocknen wohl schneller ein.

Kannst du auf den MRT Bildern erkennen um welche Art es sich handelt?

Danke und Grüße
Janek
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chrissi40
Geschrieben am: 11 Dez 2022, 09:10


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Guten Morgen,

ich habe für einen ähnlichen Befund (andere Etage und zusätzlich Tangierung von RM) schon mehrfach Stoßtherapien mit Cortison erhalten. Tabletten und auch Injektionen und einmal mit Infusionen)

Das hat was gebracht insofern, dass ich bis heute nicht operiert bin nach 4 vorstellungen in KH's (im November ist es 16 Jahre her)

Frag doch mal den Arzt, ob da nicht was geht.

letztendlich muss man selber entscheiden, ob man ein OP wagt oder es konservativ versucht. beides könnte nach hinten losgehen. So ist es leider.

MFG Chrissi

PM
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Pauline69
Geschrieben am: 11 Dez 2022, 14:48


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Hallo tzuisc,

eine Kortisonstoßtherapie gehört, meines Wissens nach, auch heute noch zu den Leitlinien bei einem ausstrahlenden Bandscheibenvorfall.
PRT Infiltrationen müssen, um von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt zu werden, von einem Schmerztherapeuten verordnet werden ( deswegen macht sie wahrscheinlich :z Dein Orthopäde auch nicht selber), außerdem werden PRT Infiltrationen unter CT (Sicht Kontrolle) durchgeführt (vermutlich hat Dein Orthopäde auch kein eigenes CT :z ) oder sie müssten stationär durchgeführt werden.

Sogenannte „harte Bandscheibenvorfälle“ sind alte Bandscheibenvorfälle, weiche Bandscheibenvorfälle sind frische Bandscheibenvorfälle. Daher ergibt sich auch die Folgerung, dass sich alte (harte) Bandscheibenvorfälle in der Regel nicht mehr zurückbilden können.
Gute Radiologen können den Unterschied erkennen, Neurochirurgen ebenfalls.

Allerdings können MRT Bilder auch manchmal etwas völlig anderes darstellen, als es sich dann, zum Beispiel in der Operation, zeigt. (Ich habe dies schon mehrfach persönlich erlebt)

Viele Grüße
Pauline

Bearbeitet von Pauline69 am 11 Dez 2022, 14:50
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tzuisc
Geschrieben am: 12 Dez 2022, 04:18


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Hallo


"wow 16 Jahre?
In welchem Zeitraum gab es die Kortisonstoßtherapie?
Sind deine Symptome irgendwann vollständig zurückgegangen?"

Circa im Abstand von 3 Jahren 2 x und dazwischen PRT mit Cortison
sehr viel später dann noch 2 x im Abstand von 4 Jahren etwa. Und es gab auch noch 2 x Cortisontabletten in nicht ganz so starker Dosierung für je 14 Tage.

Und nein, die Symptome bilden sich nicht ganz zurück, leider, aber das Rückenmark und der Nerv sind entlastet worden damit. Durch Cortison schwillt das umliegende Gewebe ab und entlastet so den Nerv. Es ist auf jeden Fall einer OP zu bevorzugen!

LG chrissi



Bearbeitet von chrissi40 am 14 Dez 2022, 20:49
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blumi
Geschrieben am: 12 Dez 2022, 12:59


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Hallo,

Zitat

n befreundeter Orthopäde gibt seiner Mutter bei aktiverter Athrose Amoxiclav und Lyrica für zwei Wochen dies scheint gut zu helfen, im Internet habe ich zu dieser Therapie gar nichtsgefunden, warum das AB wenn es gar keinen bakterielle Entzündung ist, gibt es da einen generellen entzündungshemmenden Effekt?


Das halte ich für unangebracht. Eine aktivierte Arthrose ist keine bakterielle Entzündung sondern eine Art Reizerguss des Gelenkes. Da ist ein Antibiotikum nicht sinnvoll. Und Lyrica ist ein Mittel, das gut gegen Nervenschmerzen hilft, aber nicht bei aktivierten Arthrosen. Da ist ein klassischer Entzündungshemmer wie Ibuprofen, Diclophenac oder Etoricoxib wesentlich sinnvoller.

Mach das ruhig mit der Stoßtherapie, es kann gut helfen. Wundere dich nicht wenn dein Schlafrhythmus kurzfristig spinnt oder du etwas Wasser einlagerst. Das ist nur vorübergehend und verschwindet wieder. Am besten nimmst du das Cortison früh Morgens, weil zu der Zeit der Körper auch das meiste Cortison ausschüttet, da bleist du im körpereigenen Rhythmus.

Ob das Kribbeln schon ein Zeichen für eine Einengung des Myelons ist: alleine sicher nicht, es kann aber dabei vorkommen. Klassisch ist eher eine Gangunsicherheit, also so ein Gefühl als würdest du auf Eiern gehen.

Gute Besserung.

LG, Elke
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tzuisc
Geschrieben am: 14 Dez 2022, 23:34


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Zitat (tzuisc @ 12 Dez 2022, 04:18) 

Hallo


"wow 16 Jahre?
In welchem Zeitraum gab es die Kortisonstoßtherapie?
Sind deine Symptome irgendwann vollständig zurückgegangen?"

Circa im Abstand von 3 Jahren 2 x und dazwischen  PRT mit Cortison
sehr viel später dann noch 2 x im Abstand von 4 Jahren etwa. Und es gab auch noch 2 x Cortisontabletten in nicht ganz so starker Dosierung für je 14 Tage.

Und nein, die Symptome bilden sich nicht ganz zurück, leider, aber das Rückenmark und der Nerv sind entlastet worden damit. Durch Cortison schwillt das umliegende Gewebe ab und entlastet so den Nerv. Es ist auf jeden Fall einer OP zu bevorzugen!

LG chrissi


ok mein post ist verschwunden und der post von chrissi ist unter meinem Namen gepostet worden, strange...
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tzuisc
Geschrieben am: 14 Dez 2022, 23:35


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Zitat (blumi @ 12 Dez 2022, 12:59) 

Hallo,


Mach das ruhig mit der Stoßtherapie, es kann gut helfen. Wundere dich nicht wenn dein Schlafrhythmus kurzfristig spinnt oder du etwas Wasser einlagerst. Das ist nur vorübergehend und verschwindet wieder. Am besten nimmst du das Cortison früh Morgens, weil zu der Zeit der Körper auch das meiste Cortison ausschüttet, da bleist du im körpereigenen Rhythmus.




ok, danke, werde ich dann mal machen
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