Bandscheiben-Forum

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> BWS-Herzaussetzer-Infektionen-Unwohlsein
parvus
Geschrieben am: 14 Sep 2005, 19:21


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Hallo Alex,

auch ich denke eine solche Information ist hier hilfreich.

:winke Grüßle parvus
PM
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salmex
Geschrieben am: 27 Jan 2006, 19:50


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Hallo Leute!

Snief, bin wieder da wo ich angefangen habe. Bei meinen Anfällen und bei bei Euch. Zwar hatte ich tatsächlich zwei Zysten im Oberkiefer, Psoriasis (Schuppenflechte) und die schwere Neuroborreliose, aber das scheint es nicht gewesen zu sein. Alle anderen Symptome sind wieder weg, aber die Anfälle beim Vornüberbeugen oder bei Rumpfdrehungen alle 3-6 Wochen sind immer noch da:

01 bis 02 2005 - mehrfach herzinfarktähnliche Anfälle und zusätzlich spontane Entzündungen und deren ebenso spontane Heilung - vermutete Ursache: BWS-Syndrom und geschwächtes Immunsystem. Ruhepuls bei 90-120, KKH und Kardiologe machen 2x einfaches Ultraschall, BelastungsEKG (175W 170/60 160Puls), DauerEKG (Durchschnitt 70, Maximum 168 (handschriftlich auf 100 geändert), Minimum 49, ST-Niveau -4,28 bis +4,84, VEA: 51VE, Maximum 13 pro Stunde, 46 isolierte, 3 Couplet, SEA: 158 isolierte, 31 SV-Tachykardien, eine paroxysmale SV-Tachykardie)
Subjektiv ging es mir während des DauerEKG´s nicht gut, aber ich spürte auch keinen Anfall

03 bis 07 2005
Orthopäde mobibilisiert 2-3 wöchentlich die Wirbelsäule. Ruhepuls geht langsam runter auf 75-90, Anfälle werden seltener, Rücken tip top in Ordnung, aber verschiedene neurologische Symptome bleiben, auch Müdigkeit, Gedächtnisverlust, daher weitere Untersuchungen u.a. Borreliose - positive Neuroborreliose Stadium 2-3 gefunden

07 bis 12 2005 Ruhepuls geht runter bis auf 65 bis 75, Borreliose mit Antibiotika 6 Monate lang behandelt und geheilt, Anfälle bleiben, weiterhin etwa alle 3-6 Wochen - MRT Schädel mit Kontrastmittel neg, 3xThoraxröntgen neg, MRT Wirbelsäule ohne Kontrastmittel neg, Neurologe neg, Szintigraphie mit 500MBg TC 99m Diphosphonat neg, AbdomenSono neg, SchilddrüsenSono neg, alle Laborwerte normal außer Thrombo und Leuko (bin Splenektomiert), Magenspiegelung neg, BelastungsEKG+DauerEKG neg, kompletter Rechtsschenkelblock entdeckt, umfangreiche Blutlabors, auffällig nur die niedrigen CD56-Werte um die 80, stiegen aber im Laufe der Antibiotikabehandlung

22.12.05 erneuter Anfall ohne Antibiotika, EKG (Sinustachykardie, Rechtsschenkelblock besteht weiterhin)

Genauere Untersuchung der TU München: Diagnose Psoriasis (minimalst)

Genauere Untersuchung Zahnarzt: Diagnose zwei Zysten im Oberkiefer

Genauere Untersuchung Tropenmedizinischs Institut München - Parasiten usw. alles negativ

10.01.06 erneuter Anfall MIT Antibiotika, danach Antibiotika abgesetzt

Rücksprache mit Trop.Med. Institut: Ein Anfall? Haben Sie das öfter? Alle 3-6 Wochen? Beschreiben sie mal...


"Ein Ruck, ein Zucken auf Brustwarzenhöhe geht durch den Körper, dann, als würde bei mir kurz die Pausetaste gedrückt werden. Dann eine starker Hitzeschub, für Tachykardie 130-150, Kurzatmigkeit, Hitzewallungungen, Kaltschweißigkeit, Zittern, Übelkeit, starken! Wasserdurst und Salzhunger, Blässe, spontaner Harndrang, spontaner Stuhldrang, Konzentrations- und Denkschwierigkeiten, Tunnelblick. Das hält etwa 1-2 Stunden an und vermindert sich. Nach 2 Stunden fällt der Puls wieder unter 100, nach 6-8 Stunden wieder normal. Blutdruck ist im Anfall nur leicht erhöht (Max bei 150/100, sonst 120/80 bis 100 zu 60, keine Kopfschmerzen.

Dies passiert immer wieder unvorbereitet bei einer leichten Rumpfdrehung mit einer Armbewegung oder beim Vornüberbeugen bzw. Rundrücken. Nicht im Zusammenhang mit der durchgeführten Tätigkeit zu sehen, da es bevorzugt (nicht ausschließlich) in entspannten Zeiträumen passiert, z.B. Einkaufen, Rasenmähen, Autofahren, Fernbedienung greifen, am Computer tippen. In den Tagen darauf habe ich immer starke Rückenschmerzen auf Schulterblatthöhe und ein kribbelndes, eingeschlafenes Gefühl am Sympathikus."

"Anschließend nach dem Anfall Polyurie und Blässe?"

"Ja."

"Fieber?"

"Nein - Temperatur erhöhte sich von 35,8 auf 37,8 in zwei Stunden und geht in zwei Stunden wieder auf 35,8 zurück."

"Dann lassen sie sich mal auf Phäochromozytom bzw. Karzinoidsyndrom untersuchen..."

Tja, jetzt warte ich mit der Urinflasche im Schrank auf den nächsten Anfall für eine 24h-Urin-Sammlung und deren Untersuchung.

ABER: Internist, Endokrinologe und Psychiater (ebenfalls Internist) sagen: "Keine Depression, keine Panikattacke, nur leichte erhöhte Stresshormone (in den Phasen zwischen den Anfällen). MRT´s negativ. Wesentliche Merkmale wie Kopfschmerzen und Hypertonie fehlen. Phäochromozytom, Karzinoidsyndrom oder Paragangliom unwahrscheinlich, da die Stresshormonwerte zu normal sind.

Zur "Sicherheit" soll ich 2,5mg Bisoprolol nehmen, falls die Tachykardie nach 2 Stunden noch bestehen sollte (war bisher nie der Fall).




Wesentliches Merkmal aller Anfälle:
Es geht eine leichte Körper-/Rückenbewegung voraus und nach den Anfällen habe ich teilweise tagelang Rückenschmerzen um den Sympathikus herum. Mein Herz spüre ich zwischen den Anfällen nur selten und wenn, dann fühlt es sich wie extrem starkes (aber nicht schnelles) Pochen an oder aber es fühlt sich wie eine "Vorstufe" des Anfalls an, aber der Anfall bleibt aus (als würde sich hinter dem Brustbein oder in der linken Brust etwas bewegen. Was ist das?

Eigener Gedanke war: Entweder wird der Sympathikus direkt im Rücken durch "ETWAS?" schlagartig aktiviert oder ein Nerv zur Niere oder dem Herz...

Was haltet ihr davon?


Über eine schnelle Meinung würde ich mich recht freuen. Ich suche jetzt seit einem ganzen Jahr nach der Ursache der ursprünglichen Krankheit. Bitte helft mir. Jeder Tip ist hilfreich.

Danke

Alex
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Harro
Geschrieben am: 28 Jan 2006, 20:00


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Moin Alex,
hab a bisserl gebraucht um dir zu antworten.
QUOTE
Es geht eine leichte Körper-/Rückenbewegung voraus und nach den Anfällen habe ich teilweise tagelang Rückenschmerzen um den Sympathikus herum. Mein Herz spüre ich zwischen den Anfällen nur selten und wenn, dann fühlt es sich wie extrem starkes (aber nicht schnelles) Pochen an oder aber es fühlt sich wie eine "Vorstufe" des Anfalls an, aber der Anfall bleibt aus (als würde sich hinter dem Brustbein oder in der linken Brust etwas bewegen. Was ist das?

Wenn ich das wüsste, gings uns allen besser, dann könnte man dagegen was unternehmen :r

QUOTE
Ein Ruck, ein Zucken auf Brustwarzenhöhe geht durch den Körper, dann, als würde bei mir kurz die Pausetaste gedrückt werden. Dann eine starker Hitzeschub

Yepp, so ähnlich würde ich das auch beschreiben, nur bei mir äussert sich das nicht in einer Tachykardie , sondern so ähnlich wie beim Bigeminus (Doppelschlag des Herzens) und lässt danach ohne Belastung dann wieder nach.(Beim letzen Anfall vorige Woche, hab ich gedacht jetzt gehste hinne)Aber Unkraut vergeht so schnell wohl nich :P

Sag mal, diesen Harn und Darmdrang, hat der schon mal bei dir durchgeschlagen, im wahrsten Sinne des Wortes, also in die Hose?

QUOTE
In den Tagen darauf habe ich immer starke Rückenschmerzen auf Schulterblatthöhe

Meistens dann nur einseitig, gell. Das komische dabei, wenn diese Schmerzen da sind ist auch nix mit einem neuen Anfall.
Erst wenn wieder der "Normalzustand" eintritt, also Entlastung und Schmerzfreiheit, dann kanns wieder losgehen.

Richtig helfen kann ich dir leider nicht, ausser zu sagen du bist nicht so alleine.

Harro ???
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salmex
Geschrieben am: 29 Jan 2006, 14:58


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Danke.

Klar - wenn wir das wüssten... aber vielleicht seid ihr ja weiter als ich und habt wenigstens schon eine Eingrenzung was es überhaupt sein könnte...

Da auch ihr scheinbar hier gelandet seid, hat es also scheinbar auch bei euch etwas mit Bewegung und Rückenschmerzen zu tun. Oder haben wir alle die gleiche Depression? grins

Vorhin hatte ich übrigens auch wieder einen Anfall - und diesmal so zittrig und unterzuckrig, dass ich freiwillig den Betablocker (nur 1,25 milligramm) eingenommen habe. Etwa 45-60 Minuten später hatte ich 90/60 bei 61 Puls. Der niedrigste Puls den ich je gemessen habe... Und jetzt, 6 Stunden später - als wäre nie etwas gewesen, bis auf die Schmerzen zwischen den Schulterblättern.

Ähm - hüstel - ja, also - naja, einmal gabs nen gelben Fleck, aber sonst hab ich es immer noch rechtzeitig geschafft... grins

Richtig - erst wenn man wieder denkt "Das wars. Auf in den Garten zum Rasenmähen" dann kann der nächste Anfall kommen. Naja, anfangs hatte ich das 2-3x täglich. Dank meines Orthopäden hat er die Anfallfrequenz auf 1x in 3-6 Wochen drücken können (mit drei verschiedenen sanften Griffen - falls es interessiert schau ich nach und poste es).

Nicht alleine? Also DAS ist schon mal viel wert. Zu wissen, dass man nicht einen an der Waffel hat oder das Ganze ein Hilfeschrei oder Stress ist.


Also wenn wir nicht alleine sind: Wieviele sind "wir"?

Mit welchem Stichwort kann ich die Suche benutzen um "uns" zu finden?

Gibts bei "uns" auffällige Blutwerte oder Nervenleitgeschwindigkeiten?

Irgend eine Auffälligkeit gegenüber den anderen? Infektanfälligkeit oder was auch immer? Ich nehme alles. Meine Ärzte lechzen quasi nach neuen Hinweisen.

Ich schaue täglich mehrfach hier rein - antworte wann immer du willst.

Grüße
Alex
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anne
Geschrieben am: 29 Jan 2006, 17:18


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Hallo Alex,

ich glaube, "uns" findet man nicht so leicht, weil es eine saublöde Symptomatik ist, mit der man immer irgendwie falsch behandelt wird.
Ich habe es seit gut 30 Jahren, anfangs relativ harmlos, dann immer schlimmer werdend. Ich glaube, ich habe es oben schon mal geschildert.
Zur Zeit habe ich seit gut eineinhalb Jahren ganz massive Angstzustände - ständige Angst vor dem nächsten Anfall. Bin gerade frühpensioniert worden und hänge untätig zu Hause herum - völlig in Angst eingegraben. Davon wird es nicht besser.

Ich bin in der Klinik für manuelle Therapie in Hamm gewesen, wo man Rippenblockierungen diagnostizierte. Diese Diagnose passt bei mir am besten. Da, wo die Schmerzen am schlimmsten werden und wo auch die Anfälle ausgelöst werden, hab ich einen "Scheuermann". Allerdings so wenig, dass Orthopäden meist milde lächelnd sagen, davon könne nichts kommen. Ich denke aber, da ist die Schwachstelle, die zu Muskelverspannungen und Rippenblockierungen führt.

Ich fühle mich immer falsch behandelt. Orthopäden verstehen die Anfälle nicht richtig. Andere Fachärzte schon gar nicht.
Zur Zeit bin ich auf der Psychoschiene. Ich habe zwei Monate Habichtswaldklinik und Psychotherapie hinter mir. Ergebnis: alles ist schlimmer. Meine Anfälle wurden als Panikattacken deklariert. Alles, was ich über Rückenschmerzen und Missempfindungen und natürlich auch das Rucken, Zucken, Holpern, Zittern, Herzrasen erzählte, wurde nicht ernst genommen. Es gehörte in die Kategorie Angst, Angststörung, Panikstörung ... Folglich sagte man mir, ich müsse mein Unbewusstes bearbeiten.
Ich war eigentlich bereit, psychische Ursachen zu akzeptieren - psychische Probleme können ja vielleicht zu hochgezogenen Schultern, Rippenblockierungen etc. führen. Ich nenne es auch jetzt häufiger Panikattacke. Aber ich wollte bitteschön auch die Anfälle und Schmerzen als körperliches Problem anerkannt und behandelt wissen. Man bildet es sich ja nicht ein, egal welche Ursachen es hat. Das ist mir nicht gelungen.
Ich habe mal vor einiger Zeit auf dem Sofa liegend ganz plötzlich Herzrasen bekommen, einen Arzt gerufen. Der "renkte" mich ein, nachdem ich was von Rücken erzählt hatte. Das Herzrasen hörte schlagartig auf, als wenn man einen Schalter umgelegt hätte. Das passt gut zur Theorie von der Blockierung. Und dazu, dass die Anfälle oft durch Haltung/Bewegung ausgelöst werden.

Ein Physiotherapeut hat bei der Krankengymnastik mal von den "Herzwirbeln" gesprochen.

Naja.
Jedenfalls haben "wir" ein Problem, das irgendwie nicht richtig in den Medizinapparat passt.

Liebe Grüße. Anne
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anne
Geschrieben am: 29 Jan 2006, 17:59


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Noch eine Ergänzung:

- ich habe chronische "normale" Rückenschmerzen links von meinem Scheuermann, um die Schulter herum bis vorne in die Brust. Damit komme ich meistens gut klar.
- Blöd wird es, wenn sich alles zwischen die Schulterblätter verschiebt, also mittig wird. Oder eben mal gar nicht weh tut und dann durch eine falsche Bewegung ein Anfall ausgelöst wird. Ich schreibe schon seit Jahren kaum noch einen Text mit der Hand, weil ich dann krumm sitze und es garantiert holpert und ein Anfall droht. An der Tastatur mit zwei Händen ist es nicht so gefährlich...



- Wo spürst Du den Sympatikus? Auf die Idee, dass dieser genervt wird und etwas auslöst bin ich auch gekommen. Das passt ja auch auf die Diagnose Angststörung oder Panikattacke. Hier rastet ja auch das Vegetativum aus.
Ich glaube, dass er durch die Rippenblockierung gestört wird. Aber wenn ich das einem Arzt sage, kann ich sicher sein, blöd oder hilflos angeguckt zu werden...


nochmal Grüße. Anne
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Molle
Geschrieben am: 30 Jan 2006, 18:23


Öfter dabei
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Hallo Anne und Salmex,

ich lese schon eine ganze Weile mit, zufällig, da meine WS-Baustellen meistens weiter unten angelegt sind, bin ich meist im LWS-Forumsbereich.

Diese Geschichte mit dem plötzlich auftretenden Herzrasen, -stolpern und Extraschlägen kenne ich auch. Habe es seit vielen Jahren, mal mehr, mal weniger.
In der letzten Zeit stark vermehrt. Tritt meist in Ruhephasen auf, ist lästig und führt wenn es länger dauert zu einem "Anhüsteln", wobei ich das Gefühl habe, es tropft etwas seitlich in die Lunge. Und das will der Körper "weghusten".


Bei mir wurde vor einigen Jahren ein Präexcitationssyndrom ( oder WPW-Syndrom) festgestellt, eine Erregungsleitungsstörung im Herzen, die - wenn sie nicht ausartet - nicht schlimm ist. Intermittierend ist sie nicht mehr nachweisbar, manchmal muß ich meinen Kaliumhaushalt mit Brausetabletten auffüllen, auch K-mangel führt zu Extrasystolen.

An Medikamenten nehme ich einen Betablocker, den ich je nach Beschwerdebild höher oder tiefer dosiere. Und wenn das Herz vom vegetativen Nervensystem aus dem Takt gebracht wird, hilft manchmal ein Kaltwasserschock. Nicht eiskalt duschen, sonder ein Glas kaltes Wasser schnell trinken.

Ich wünsche Euch alles Gute und wenig Herzklabastern

Molle
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bike-heinz
Geschrieben am: 03 Feb 2006, 18:59


Neu hier
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Hallo,

ich lese eure Mitteilungen seit Monaten, leide an der selben Sache, habe aber zusätzlich bei einem solchen Anfall einen Vorderwandinfarkt und wollte diesen als "Anfall" zu Hause aussitzen. Gott sei dank brachte mich meine Frau in die Klinik. Bei den Untersuchungen wurde bereits ein "alter" Hinterwandinfarkt festgestell - jetzt nach 4 Jahren ist die Sache mit dem Herz wieder i.O. aber die von euch beschriebenen Anfälle - die ja einem Infarkt ähnlich sind, kommen immer wieder - ich habe gelernt etwas damit um zu gehen.
Meine bisher beste Behandlung erfuhr ich in der Schweiz bei einem studierem Arzt für Chiropraktik - Herrn Dr. Widmer - www.chiropraktik.ch - der hat ein super Forum eingerichtet - gebt auf der Suchmaschine mal den Begriff hybermobil ein -
mir ist einiges klar geworden.
Derzeitiger Behandlungsversuch bei Herrn Prof. Dr. Kummer - Arzt für TCM in Kulmbach in Bayer - es geht mir etwas besser - sollte sich Erfolg einstellen, so werde ich mich sofort melden.
Sucht euch einen studierten Arzt für Chiropraktik - diese werden nur in England, Kanada und den USA ausgebildet - sind in Deutschland noch rar!!
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salmex
Geschrieben am: 04 Feb 2006, 11:04


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Guten Morgen Mitleidende!

Habt ihr auch schwächere Anfälle bzw. so phasenweises, unterschwelliges Unwohlsein?

Also ich gestern den Orthopäden gefragt wie man das ganze am besten nennen könnte: Entweder Facettengelenkblockade oder Rippengelenkblockade oder meistens eigentlich beides.

Leider finde ich zu den Stichworten Facetten/Rippengelenkblockade nur Seiten die sich auf Schmerzbehandlung beziehen. Aber einen dauerhaften Schmerz hab ich gar nicht. Habt ihr auch andere Seiten gefunden?

Der Orthopäde versucht jetzt die Brustwirbel zu lockern. Th2/3 kann er mobilisieren, Th 5/6/7/8/9 ist komplett fest und sehr schmerzhaft bei Druck. Ebenso die linken Rippengelenke in diesem Bereich. Rechts ist es nur ein einziges Rippengelenk. Er versucht es zwei Mal die Woche und hatte es im Sommer bereits geschafft, dass alles i.O. war. Dann brach aber die Neuroborreliose hervor, die mindestens ein Jahr, vermutlich aber mehrere Jahre latent im Körper wütete.

Zu den pathogenen Eigenschaften der Borrelien gehört, dass es sie sich gut in fettreichem Gewebe halten können und auch Nerven schädigen. Zudem wurde herausgefunden, dass die Oberfläche der Bakterien vielfach verändert werden kann und einige Rezeptorstellen auf der Oberfläche der Borrelien identisch sind mit Rezeptorstellen auf körpereigenen Zellen und Nerven. Das Immunsystem greift dann irrtümlich auch die eigenen Nervenzellen an. Evtl. ist da ja eine Schädigung eingetreten.

Nach der Borreliosebehandlung (5 Monate stärkste Antibiotika) ist auch das kribbelnde, taube Gefühl links an der Wirbelsäule, Bereich untere BWS nur noch ab und zu mal da. Die Anfälle, die letztes Jahr anfangs einige Male pro Woche auftraten sind auch "nur noch" alle 2-3 Wochen da. Im Sommer, als der Rücken i.O. war, so gut wie gar nicht mehr. Dem entsprechend waren auch "nur" die Borreliosesymptome vorhanden und die Laboruntersuchung in Köln war positiv. Bis dahin hatte ich aber bereits alles überprüft und bereinigt: Haltung, Sitzpositionen, guter Bürostuhl, ergonomische Ausrichtung aller Komponenten, usw usw.

Aber wärend der monatelangen Behandlung ist es wieder schlechter geworden mit dem bereits erwähnten Status jetzt.

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Heinz - ich kann also gut nachvollziehen, dass eine "gute Chiropraktikhand" viel bewirken kann. Osteopathisch und Chinesisch behandelt wurde ich auch. Beckenschiefstand usw. bereinigt, alle Mängel ebenso "gefunden und benannt", aber die Behandlung war halt eher symptomatisch und nicht ursächlich. Einfaches Ausheben oder "Herummobilisieren" hilft nur kurzzeitig im Bereich Wochen bis Monate.

Hat der Rücken etwas mit den Infarkten zu tun (Thrombenbildung) oder war dies durch andere Risikofaktoren ausgelöst? Hat sich das Gefühl beim Vorderwandinfarkt von den "üblichen" Anfällen unterschieden und wodurch? (Wäre eine große Hilfe für uns "Angsthasen")


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Molle - Wie du sicher gelesen hast, hatte ich auch lange Zeit das trockene Hüsteln. Mittlerweile tritt dies nur noch bei Mobilisierungsversuchen auf oder kurz (12-72 Stunden) vor einem Anfall/Übelkeitstag als eindeutige Vorwarnung.

Das WBW-Syndrom habe ich bereits in einem Kardiologie-Forum gefunden. Bei meinen bisherigen 10 EKG´s + Ergo und Dauer (3 davon kurz nach einem Anfall) wurde aber nur ein kompletter Rechtsschenkelblock gefunden. Die, ich sag mal unangenehmen / ungewöhnlichen Gefühle (Vibrieren,Zucken,Krampfen) in der mittleren bis linken Brust sind aber teilweise durch eine besondere Lage in abgeschwächter Form provozierbar. Manchmal reicht es, dass ich auf der rechten Körperseite liege und mich seitlich mit zwei Händen hochdrücke (z.B. gestern so passiert). Lege ich mich wieder hin oder versuche ich das auf der anderen Körperseite gelingt mir das nicht.
Wie "fühlt" sich ein WPW an?
Wie hoch ist dein Kaliumspiegel?
Welchen B-Blocker und wieviel mg?
Spürst du die Extrasystolen oder nur die Aussetzer direkt davor/danach?


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Anne

Den Sympathikus spüre ich zwischen Wirbelsäule und linkem Schulterblatt.

Mach dir nichts aus den Gesichtern der Ärzte. Auch meine Ärzte verstehen es nicht - müssen sie auch nicht. Hauptsache sie tun das, was mir hilft bzw. tun was ich will. Das ist bei einer Borreliose noch viel schlimmer mit den Ärzten. Da wandern manche Betroffene von Arzt zu Arzt und müssen sich heimlich Antibiotika zusammenschnorren, damit genug für eine ausreichende Behandlung zusammenkommen (obwohl Antibiotika so ziemlich die billigsten Medikamente sind). Es gibt nur drei Labore in Deutschland, die die Blutuntersuchungen wirklich beherrschen und nur ein paar Dutzend wirklich gute Ärzte für Langzeitborreliose/chronische Borreliose.

Auch dort wird man gerne auf die Psychoschine geschoben. Klar - jeder von uns hat einen "an der Waffel". Wer diese Anfälle erlebt hat kann das nachvollziehen. Aber es ist mehr eine Folge, als eine Ursache. Die Psyche in Ordnung zu bringen ist sinnvoll, aber nicht alles. Wer 30 Anfälle überlebt hat, der weiß, dass man nicht stirbt und nimmt es irgendwann lockerer. Vor allem wenn man einen "Not-Betablocker", Blutdruckmessgerät und ein Telefon mit programmierter Notrufnummer hat. Trotzdem bleibt Angst oder auch Panik. Ich persönlich ordne inzwischen die Symptome 2-8 Stunden "danach" eher einer Panik, als einer Rücken- oder Herzsache zu. Es ist nicht falsches dabei Angst zu haben. Aber Panik sollte es halt nicht werden. Seit ich mir "Angst erlaube", auch den Ärzten gegenüber, seit dem ist die Panik (meißt) ausgeblieben.

Und das Ende des Anfalls durch Einrenken oder Ausheben oder hinlegen oder Entspannungsbad ist doch der beste Beweis, dass es vom Rücken kommt. Das werden auch die Ärzte gesagt haben, oder?

Schau dir mal diesen Link an: http://www.neuro24.de/vegetatives_nervensystem.htm

Danach wird einem alles viel klarer. Ich hab mich seit Juli nur mit "meinen Krankheiten" beschäftigt und vieles im Borrelioseforum durchdiskutiert. Ich habe nicht Probleme mit Bauchspeicheldrüse, Nieren, Lunge, Herz, Blutdruck, usw - es ist der Grenzstrang der gestört ist und über die Nerven die Steurung der Organe "durcheinander" bringt. Und wenn z.B. die Cortisolausschüttung der Nebenniere aus dem Takt gerät, braucht das System etwa 2 Wochen, bis es wieder richtig eingeschwungen ist und normal funktioniert. Wen wunderts also, dass man auch noch Infekte und Übelkeit und sonst was hat.

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Harro - Erstens: Ja, es tut wunderbar gut, dass es auch andere gibt und man nicht alleine ist. Spätestens nach einem halben Jahr zweifelt man doch an sich selbst (andere sowieso). ABER:es wäre toll, wenn wir für "unser Ding" einen Namen hätten. Wie nennt es denn DEIN Arzt? Auch "Rippengelenkblockade mit Grenzstrangaktivierung"?


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Wenn wir einen "Namen für das Kind" hätten, könnte ich eine kleine Homepage basteln.

1. Damit auch andere wissen, dass sie nicht alleine sind,

2. Werden die Betroffenen aus den verschiedenen Foren (Bandscheibe, Wirbelsäule, Kardiologie, Panik, Psycho) mal "zusammengesammlt"

3. Könnte man sich austauschen bei Befundung, Untersuchungen und hilfreichen "Hausmittelchen" bzw. Behandlungen

Das soll nicht in Konkurrenz treten mit diesem oder anderen Foren mit Wirbelsäulenproblematik. Wir sind hier definitiv richtig, aber der Zusammenhang Wirbelsäule-Rippe-Grenzstrang-herzinfarktähnlicher Anfall ist ja nicht DAS zentrale Thema. Sieht man auch daran, wie schwer es ist "Leidensgenossen" zu finden.

Was haltet ihr davon?

Übrigens - egal wer hier mitliest oder etwas ähnliches kennt oder halt einen Anfall hatte und seine Panik "rausbrüllen - rausschreiben" will - egal ob EDV-Anfänger oder was auch immer - schreibt hier rein - das stört nicht. Ich werde dann mal alles zusammenfassen und einen neuen Thread aufmachen...

Grüße an alle Betroffenen und ein schönes Wochenende

Alex

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Harro
Geschrieben am: 04 Feb 2006, 12:08


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Moin Alex,
QUOTE
es wäre toll, wenn wir für "unser Ding" einen Namen hätten. Wie nennt es denn DEIN Arzt? Auch "Rippengelenkblockade mit Grenzstrangaktivierung"?

:P Schön wär´s, sie nennt es so, "ES" gibt etwas in diesem Bereich, aber "ES" lässt sich nicht genau definieren, rein medizinisch, und für "ES" gibt es auch keine Tests.
Das macht das Ganze ja so schwierig bei der Suche nach Infos, wenn "ES" einen Namen hätte, wäre es für uns auch einfacher (Für die Docs auch). :r

Dieses Unwohlsein ist mir durchaus bekannt, hauptsächlich nach schweren Anfällen( wie vor 2 Wochen), meistens vergeht es so nach 2-3 Tagen, aber diesmal hält es sich länger.

Wünsch dir viel Erfolg bei der Suche

Harro :winke
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