Bandscheiben-Forum

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> Club der glücklichen Nicht-Operierten
Höckibär
Geschrieben am: 08 Jun 2005, 17:11


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Hallo Hoppelhase,

wie recht du doch hast! Es mag zwar ein wirklich großer Kraftakt sein, aber hinterher merkt man dann schon, dass es sich gelohnt hat.
Klar ist es wichtig, dass man sich schont, und es gibt gewiss auch Situationen, wo die Couch :bank der beste Freund ist, aber ich habe für mich festgestellt, dass es meinem Körper wesentlich besser bekommt, wenn er ein kleines bisschen gefordert wird und deshalb tue ich das immer dann, wenn ich mich dazu in der Lage fühle.

Früher hatte ich für solche Sachen wie regelmäßigen Sport oder konsequente Entspannungsübungen keine Zeit. Heute nehme ich sie mir einfach!

Gruß
Andreas :sonne
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Höckibär
Geschrieben am: 16 Jun 2005, 13:45


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:winke Hallo Ihr Lieben,

nachdem ich immer wieder lese, dass hier etliche Bandis erfolgreich operiert worden sind, andererseits aber auch eine Vielzahl von Beiträgen hier vorhanden sind von Bandis, denen es schon mal ziemlich dreckig ging, die es aber durch konservative Therapien geschafft haben, nun wieder schmerzfrei bzw. zumindest zeitweise schmerzfrei zu sein, kam mir der Gedanke, dass man vielleicht analog zum Club der glücklich Operierten einen Club der glücklich Nicht-Operierten-Thread schafft, wo die Betroffenen schildern, wie sie ihren momentanen positiven Zustand erreicht haben.

Das macht nämlich gewiss auch denen Mut, die sich mit den Schmerzen eines frischen BSV o.ä. quälen und denen es momentan nicht so gut geht, weil sie sehen können, dass es sowohl mit als auch ohne OP ein Lichtlein am Ende des Tunnels geben kann.

Lieben Gruß und eine schmerzarme Zeit wünscht
Andreas :sonne
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lea
Geschrieben am: 21 Jun 2005, 09:22


Öfter dabei
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Hallo,
also ich finde die Idee super und wundere mich, wo die ganzen Glücklichen sind. Wahrscheinlich lesen sie nicht mehr in diesem Forum, weil es ihnen so gut geht. Aber kann es sein, dass hier nur schmerzgeplagte und operierte lesen und schreiben? Ich hoffe nicht, denn ich bin ganz neugierig auf positive "konservative" Berichte. Ich bin auch nicht operiert, aber noch nicht glücklich, obwohl ich fast keine Schmerzen mehr habe und mein PSychotherpeut diese Restschmerzen somatoform nennt. Also die Schmerzen können keiner organischen URsache mehr zugeordnet werden. Umso erfreulicher wäre es, wenn ich hier ein paar positive GEschichten hören könnte, dann würde ich vielleicht meinem Körper auch wieder etwas mehr VErtrauen schenken.
Also eh ich wirr rede hier meine GEschichte, auch wenn ich noch nicht glücklich bin.
Ich habe einen BSV L3/L4 mit riesigem Sequester. Mehrmals hatte ich einen sogenannten Hexenschuss und das letzte MRT hat eben diese VErchlechterung mit Sequester ergeben. Wie gesagt, ich hatte "nur" die Schmerzen im Rücken, nie Ziehen ins Bein oder Gribbeln oder Lähmungen. Alle Reflexe sind immer o.k. gewese, sämtliche Gangarten von Ferse über Zehe konnte ich problemlos. Die Schmerzen waren vergleichsweise schnell im Griff. Aber als ich mich informierte und vom NC aufgeklärt wurde über mögliche Symptome (Blasenschwäche usw.) fing mein Kopf an zu spuken. Ich entwickelte eine Angststörung vor weiteren Rückfällen und Schmerzen, Symptomen und einer möglichen OP. Ich bin in Behandlung und eine Besserung in meiner Psyche ist schon zu spüren, aber eben noch nicht ganz zufrieden stellend.
Was führte zur BEsserung der Schmerzen? Tägliche Gymnastik zu Hause auf dem Teppich, 2x NordicWalken, 1x Rückenschwimmen pro Woche und wo es nur geht mit dem Fahrrad hin fahren. Der Osteopath hat wohl die meiste Arbeit geleistet mit guter BEhandlung und positiven Denken. Einen stationären Aufenthalt zur entgültigen Diagnostik in einer Klinik für manuelle Medizin hat mir gezeigt, dass nicht nur die Muskeln Training brauchen, sondern auch das vegetative NErvensystem, Kneipp ist zu meinem täglichen Freund geworden. Außerdem habe ich Entspannungstechniken erlernt. Rückengerechtes VErhalten im Alltag ist natürlich "Formsache" geworden.
So das wars von einer Nicht operierten, aber noch nicht ganz glücklichen Bandi
Lea
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snoopyreutti
Geschrieben am: 21 Jun 2005, 18:05


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@ Andreas :winke
Auch ich zähle mich zum Club glücklichen Nicht-Operierten Bandis :roll
Deine Aussagen im Zusammenhang mit der Akupunktur kann ich nur bestätigen :up

@Lea :winke
QUOTE
Der Osteopath hat wohl die meiste Arbeit geleistet mit guter BEhandlung und positiven Denken.

Habe auch schon Osteopathie bekommen und damit nur positve Erfahrungen gemacht.
Der Doc bei dem ich die Akupunktursitzungen habe macht nämlich auch Osteopathie

snoopy :sonne
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hoppelhase
Geschrieben am: 21 Jun 2005, 18:07


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Hallo lea, ich denk auch, die denen es gut geht und die wieder voll im normalen Leben stehen, die haben einfach weniger Zeit sich mit dem Forum auseinanderzusetzen. Ich merks doch auch bei mir. Ich werd traurig, wenn ich im Forum lese, wie schlechts manchen geht. Einigen würd ich am ne OP wärmstens empfehlen, kann aber keine Garantie übernehmen, dass es genauso gut wird wie bei mir. Bei vielen würde ne OP aber auch nichts bringen, weil sie danach so Opfermäßig weitermacghen würden, dass es gleich zur nächsten kommt. Man kann halt nie von sich auf andere schließen!
Na und deswegen schreibt man halt weniger und weniger und wohl irgendwann gar nicht mehr. Es ist viel leichter jemand zu bedauern, auf die Mediziner und Medis zu schimpfen, als ihm Feuer unterm Hintern zu machen - gerade weil jeder, der durch die Depressionstiefen einer Vollbandizeit gegangen ist weiß wie blöde und arrogant so manche wohlgemeinte Sprüche ankommen.

Du hast sicher recht mit deiner Frage, wo die ganzen Glücklichen sind. Irgendwo müssen die 90% Erfolgsoperierten laut Statistik ja abbleiben. Und du hast sicher recht: Die brauchen keine Hilfe mehr.

Gruß hoppelhase vom Club der glücklich operierten

PM
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parvus
Geschrieben am: 21 Jun 2005, 21:55


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Hallole @ all,

also dieses Thema wurde nun aber schon recht oft hier behandelt und ist auch allgemein bekannt, dass die erfolgreich operierten meistens erst öfters wieder hier im Forum erscheinen, wenn sie denn wieder verstärkt Probleme bekommen, oder aber Probleme mit Ämtern etc. haben.
Ausserdem denke ich auch, dass die "glücklich operierten" weniger Zeit haben, also wahrscheinlich auch noch einen Beruf nachgehen und nicht lange Krankenzeiten mit sich rumschleppen müssen und zwangsläufig also auch weniger Zeit für´s Forum investieren.

Andererseits gibt es aber genug Beiträge von Mitgliedern zu lesen, die jahrelange erfolgreiche konservative Therapien hinter sich haben und auch darüber positiv schreiben und Anregungen weitergeben (dazu zählen meine Beiträge wohl auch, denn fast 15 Jahre konservativ ist doch absolut ein Erfolg).

Allerdings kommt es aber auch vor dass, nach jahrelanger konservativer Therapie, eine zufriedenstellende Lebensführung auf weitere Zeit nicht gegeben ist und somit auch eine OP, zur Zurückgewinnung von einem Stück Lebensqualität, die bessere Variante zu sein scheint.
Das ist z.B. ein Kriterium zur OP neben den bekannten anderen OP-Indikationen, die sich einfach aus dem Beschwerdebild ergeben.

QUOTE
Bei vielen würde ne OP aber auch nichts bringen, weil sie danach so Opfermäßig weitermacghen würden, dass es gleich zur nächsten kommt. Man kann halt nie von sich auf andere schließen!


Eine Bitte hätte ich jetzt:
Wie ist das zu verstehen :frage kann man dies bitte mal genauer definieren.

Hervorragend ist es für die Bandis, welche nach OP von Erfolg gekrönt sind, aber Euphorie ist nach jahrelanger Beschwerdefreiheit noch nicht einmal gegeben, denn ein Rückschlag kann jeden ereilen.

Auch ich wurde ja in diesem Jahr operiert und war so was von euphorisch. Selbst drei Wochen nach OP noch und wurde aber dann ganz schnell auf den Boden der Tatsache zurückgeholt, leider!

Tatsachen sind wohl auch nicht wegzulegen und darum verstehe ich diesen obigen Satz nicht so ganz :sch

Ich weiß nicht ob hier wirklich Bandis "opfermäßig" von einem BS-Problem zum nächsten geraten.

Danke für´s zulesen und vielleicht auch für die nun folgende Erklärung.

:winke Grüßle @ all parvus


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Kessi
Geschrieben am: 22 Jun 2005, 03:46


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QUOTE (hoppelhase @ 21.06.2005, 18:07)
-
Na und deswegen schreibt man halt weniger und weniger und wohl irgendwann gar nicht mehr. Es ist viel leichter jemand zu bedauern, auf die Mediziner und Medis zu schimpfen, als ihm Feuer unterm Hintern zu machen - gerade weil jeder, der durch die Depressionstiefen einer Vollbandizeit gegangen ist weiß wie blöde und arrogant so manche wohlgemeinte Sprüche ankommen.

Du hast sicher recht mit deiner Frage, wo die ganzen Glücklichen sind. Irgendwo müssen die 90% Erfolgsoperierten laut Statistik ja abbleiben. Und du hast sicher recht: Die brauchen keine Hilfe mehr.


Hallo Hoppelhase,

wie soll man das denn verstehen, was meinst du damit genau?

Ich finde, hier geht es um Aufklärung, Informationen, bestimmt nicht um Bedauern,
viele suchen nach Therapiemöglichkeiten.
Beim Arzt ist nicht immer die Zeit dazu, alles zu erfragen-viele sind danach ratlos,
wer schimpft denn hier auf Mediziner?

Erfogreich operiert- wie definiert man das :kinn , ich denke wenn es keine Komplikationen während und nach der OP gab, sind das die 90% von denen du schreibst
Gibt es Studien, wie es den operierten die nächsten Jahre ergeht, was ist mit Instabilität, Narbenbildung?
Warum sind im Forum so viele mehrmals operiert?

Ich schließe mich Parvus an, ich verstehe deine Aussagen nich so ganz :kinn

Kessi





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hoppelhase
Geschrieben am: 22 Jun 2005, 09:06


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Hallo Kessi, hallo parvus, na da hab ich mich wohl vol in die Nesseln gesetzt:

Ich glaube weiter an die langfristig erfolgreiche OP und auch daran, dass ich selber was dafür tun kann.

Ich war immer das Ich möcht es allen recht machen Mädchen. Die Umstände haben mich gezwungen viele für mich schädliche Arbeiten zu machen. Ich weiß aber heute, dass ich jedes mal selber entschieden und abgewägt habe, was mir wichtiger ist - ich selber oder beliebt zu sein. Jetzt bück ich mich nicht mehr spontan wenn jemandem was runterfällt, lass an der Kasse nicht drei Mann vor, kann den Rasen auch mal wachsen und blühen sehen, stundenlang lesen ohne mich gleich faul zu fühlen - das war mit Opferrolle gemeint.
Wir haben alle völlig verschiedene Lebensumstände - der eine muss unbedingt so schnell möglich wieder ins Berufsleben, die andere hat kleine Kinder, oder muss sich um alte Eltern kümmern - da kann man nicht so total zurückschalten. Ne Bekannte mit BSV hier am Ort hat ne Zugehfrau, ist selber Hausfrau und Kinder sind um die 20. Ich selber leig zwischen den Extremen- deswegen "Man kann nicht von sich auf andere schließen".

Wollte hier niemandem zu nahe treten, halte es nur für wichtig, dass auch mal jemand dazu steht, dass es ihm gut geht.


Ciao, meld mich dann lieber ab,bevor ich noch was verfängliches schreib, machts gut.

Gruß hoppelhase
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Kessi
Geschrieben am: 22 Jun 2005, 13:06


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QUOTE (hoppelhase @ 22.06.2005, 09:06)



Ciao, meld mich dann lieber ab,bevor ich noch was verfängliches schreib, machts gut.


Hallo Hoppelhase,

es ist doch gut, wenn du deine Verhaltensweise geändert hast, nicht mehr zu allem ja sagst.
Wenn es dir gut geht, wünsche ich dir auch, dass es so bleibt- deine jetzt positive Einstellung zu dir selbst, trägt dazu bestimmt einiges bei.

Deine Abmeldung passt nicht ganz dazu- dich wollte hier keiner angreifen.

Gruß Kessi
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parvus
Geschrieben am: 22 Jun 2005, 17:08


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Also Hoppelhase, :B

mal ganz ehrlich, jetzt reagierst Du wohl etwas über :kinn

Du schreibst zu einem Beitrag Deine Meinung und wenn andere ihre Meinung dazu äußern und gleichzeitig Aussagen Deines Beitrages mal etwas genauer definiert haben möchten, da dieser sehr missverständlich ausgelegt werden könnte, so reagierst Du mit einer Abmeldung, also das ist ja wohl, (sorry jetzt) unsinnig!

Wenn Du Dein geschriebenes mal genauer liest und jetzt Deine Definition gegenüberstellst, so muss das auf Anhieb doch von uns Mitgliedern nicht verstanden worden sein. Und eine Erklärung abzugeben, um Missverständnisse gar nicht erst richtig aufkommen zu lassen, das wird doch wohl akzeptabel sein, ohne dabei eine Lawine loszutreten.

Aber ich denke, dass auch allgemein bekannt ist, dass sich niemand einer OP unterzieht mit dem Gedanken hinterher nicht gesünder zu sein als vorher, jedoch vor einer Re-OP ist niemand gefeit und sucht sie sich nicht aus, da können auch manche Lebensumstände sein wie sie wollen.

Ich komme jetzt erst dazu Dir zu antworten, da ich selber soeben beim Neurochirurgen war und die mir vorausgesagte Re-OP nun bestätigt wurde. Auch ich bin also zwar eine zufrieden operierte aber leider nicht erfolgreich gebliebene Bandine, ob ich das nun will oder nicht, so muss ich das hier und jetzt einfach akzeptieren und bin weder auf alle glücklich operierten neidisch oder sonstwas, sondern freue mich schon darauf, mich selber eines Tages hoffentlich auf längere Zeit einreihen zu können.

Zu nahe bist Du niemandem getreten, denn ich lese es weiterhin als Meinungsaustausch und nicht als Kritik.

Allerdings würde ich es nicht passend empfinden wenn Du daraus uns einen Vorwurf machst, dass wir Deine Zeilen etwas genauer erklärt bekommen möchten, um nicht Eigeninterpretationen aufkommen zu lassen.

Ich hoffe und wünsche mir, dass wir jetzt wieder eine gemeinsame Sprache sprechen :z

Schönen Abend wünscht parvus :winke
PM
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