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Komplette Version Wadenkrämpfe

Bandscheiben-Forum > Behandlungsmöglichkeiten für Zuhause
Ralf
Liebe Bandis,

in der Apothekenumschau v. 15. Juli 2005 bin ich auf einen Artikel gestossen, der auch für unsere Probleme einige interessante Tipps enthält:

Wenn Magnesium nicht hilft, muss der Arzt eine andere Ursache ausschließen. Um einen schweren Magnesiummangel auszugleichen, ist eine längerfristige Behandlung erfoderlich, denn der Mineralstoff muss in ausreichender Menge in das Innere der Körperzellen transportiert werden. Es kann einige Wochen dauern, bis die Speicher im Zellinneren wieder ganz gefüllt sind.

Außerdem sollten Sie daran denken, dass nicht nur ein Magnesiummangel hinter den Wadenkrämpfen stecken kann, sondern auch eine Unterversorgung mit Kalium und Kalzium. Wenn Sie zum Beispiel wenig Gemüse und Milchprodukte essen, kann das der Fall sein. Dann ist es möglicherweise sinnvoll, wenn Sie Ihre Ernährung entsprechend umstellen. Um den Mangel schnell zu beseitigen, können Sie ein Präparat einnehmen, das Kalzum, Magnesium und Kalium im richtigen Verhältnis liefert.

Frage:Können meine Wadenkrämpfe auch von den Medikamenten kommen, die ich einnehme?

Dr. Schenk: Das kann durchaus sein. Als Erstes muss man hier an wassertreibende Mittel denken, die zur Blutdrucksenkung eingesetzt werden. Sie beeinflussen den Mineralstoffhaushalt des Körpers. Daneben gibt es zum Beispiel Arzneien gegen erhöhte Blutfette, welche die Wadenkrämpfe auslösen können. Auf keinen Fall sollten Sie aber Präparate absetzen, bei denen Wadenkrämpfe laut Gebrauchsinformation möglich sind. Besser ist es, Sie gehen Ihre Medikamente mit dem behandelnden Arzt durch.

Für den Fall, dass Magnesium bei nächtlichen Wadenkrämpfen nicht anschlägt, ist der Wirkstoff Chininsulfat eine Alternative. Hat der Arzt eine krankheitsbedingte Ursache ausgeschlossen, können Sie ein chininhaltiges Präparat entsprechend seiner Empfehlung verwenden.

Frage:Obwohl ich Magnesium einnehme, habe ich Wadenkrämpfe, vor allem im linken Bein, wenn ich bestimmte Gymnastikübungen mache oder mich körperlich anstrenge.

Dr. Groscurth: Wenn die Beschwerden vorzugsweise bei Belastung und oft nur auf einer Seite aufteten, sollte man auch an eine Verengung der Beinarterien denken. Wenn die Engstelle weiter unten sitzt, kann sich das ausschliesslich in Beschwerden äußern, die sich wie ein Wadenkrapf anfühlen. Lassen Sie das abklären. Die ersten Untersuchungen kann Ihr Hausarzt durchführen. Bestätigt sich der Verdacht, ist eventuell eine weitere Abklärung beim Gefäßspezialisten, einem Angiologen nötig.

Dr. Schenk: Im Prinzip spricht nichts dagegen, ein chininhaltiges Präparat über Jahre einzunehmen. Allerdings sollten Sie eine langfristige Einnahme immer mit Ihrem Arzt besprechen.

Frage: Mein Mann ist Diabetiker und hat seit einiger Zeit nächtliche Wadenkrämpfe. Können sie mit dem Diabetes zu tun haben?

Dr. Groscurth: Das kann durchaus sein. Zum einen scheidet der Körper bei einem schlecht eingestellten Diabetes vermehrt Urin und damit auch Mineralstoffe wie Magnesium aus. Zum anderen können bei einem Diabetes, der über längere Zeit schlecht eingestellt ist, die Nerven geschädigt werden. Ein solcher diabetischer Nervenschaden betrifft sehr häufig die Füße und die Beine. Er äußert sich in Kribbeln und anderen Missempfindungen, die der Patient leicht mit einem Wadenkrampf verwechseln kann. Ich würde Ihrem Mann raten, das Problem bald mit seinem Arzt zu besprechen. Möglicherweise muss die Stoffwechseleinstellung verbessert werden. Sollte ein Nervenschaden die Ursache sein, lässt sich das durch spezielle Untersuchungen herausfinden.

So weit ein paar Gedankenanstösse und Hinweise zu Muskelkrämpfen aus der Apotheken Umschau.

Liebe Grüße

Ralf winke.gif
hoppelhase
Hallo Ralf, hochinteressant das ganze. Ich hab nämlich seit ungefähr einem Monat immer mal einen Krampf in den Zehen. Nur auf der operierten Seite. Sollte ich vielleicht mal nachgehen.
Gruß hoppelhase
Ralf
Huhu Hoppelhase,

auch für mich ergaben sich neue Erkenntnisse und da Krämpfe bei uns Bandis zum täglichen Leben dazugehören, fand ich den Beitrag sehr interessant, da er doch ein paar Ansatzpunkte hergibt.

Liebe Grüße

Ralf winke.gif
Gugelhupf
wink.gif

Ich hatte auch einige Wochen ständig Probleme mit nächtlichen Wadenkrämpfen, die nur auf der rechten Seite auftraten und auch unter ständiger medikamentöser Versorgung mit Vitamin-B- Kombipräparat und hochdosiertem Magnesium nicht in den Griff zu bekommen waren.
Mein Hausarzt verschrieb mir Limptar (chininhaltig) und seit der ersten Einnahme habe ich nachts Ruhe. Sobald ich abends keine davon nehme, sind die Krämpfe allerdings wieder da schulterzuck.gif

Nun ja; da habe ich wohl ein drittes Medikament, dass ich auf Dauer auf eigene Kosten regelmäßig einnehmen muss. Aber es hilft halt prima.

Wer Probleme mit Wadenkrämpfen hat, kann das ohne weiters mal ausprobieren. Das Medikament ist nicht verschreibungspflichtig. Ich empfehle, sich bei Online-Apotheken umzusehen. Vor Ort ist die 30-er Packung mit 17,- Euro nicht gerade billig.
kommissarinrosa
Auch vielleicht gut zu wissen:

Nachdem ich aufgrund meines BSVs operiert wurde und der Ischiasnerv entlastet wurde, waren die nächtlichen Krämpfe am Tag nach der Operation komplett verschwunden!

Der Neurologe sagte: "Der Ischiasnerv sendet Signale an den Muskel, um sich gegen den Druck, den die Bandscheibe erzeugt, zu schützen.."

LG!
Moggalla
wink.gif

nach meiner Vermutung/Erfahrung senden gequetschte Nerven leider Signale, die Wadenkrämpfe auslösen (und nicht nur solche, das können Krämpfe in alle möglichen Muskeln sein)

winke.gif
Bella33
winke.gif Hallo in die Runde!

Ich leide seid meiner Nervenschädigung L5/S1 auch immer, eigentlich täglich, unter Wadenkrämfen und Muskelzucken...man kann es sogar von aussen sehen.

Etwas hilft mir auch Limptar...obwohl die Nebenwirkungen nicht ohne sind und eine Spritzenserie mit Vitamin B12.

Lg Bella
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