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Komplette Version 31812 Bad Pyrmont (Reha)

Bandscheiben-Forum > Kliniken und Reha-Kliniken > PLZ - 3 - Kliniken
blinki
Hallo,

in therapeutischer Hinsicht kann ich in Bad Pyrmont die Brunswiek Klinik empfehlen, haben viel Erfahrung, war da schon 3 mal in Reha

Brunswiek-Klinik
Auf der Schanze 5

D-31812 Bad Pyrmont

Telefon:05281 / 616-0

gruss blinki
Ostfriesin
Hallo liebe Bandis,

meine Reha in der Klinik Friedrichshöhe in Bad Pyrmont war ein voller Erfolg.
Hier möchte ich Euch von der Klinik berichten.

Die Klinik Friedrichshöhe ist eine LVA-Klinik, jetzt DRV. Sie kooperiert mit der Klinik Brunswiek, die ca. 800 m entfernt liegt.

Lage:
Friedrichshöhe liegt mitten in Bad Pyrmont. Wer gut zu Fuß ist, geht die 400 m zum Zentrum den Berg runter und auch schnell wieder rauf. Ebenfalls nur einige 100 m entfernt befindet sich die Hufeland-Therme. Ein Luxus-Wellness-Tempel mit großer Saunalandschaft, Solebad und Außenbecken. Von den Zimmern hat man teilweise eine grandiose Aussicht über den Altbau der Klinik hinweg ins Weserbergland.

Gebäude:
Die Klinik befindet sich seit mehreren Jahren im Umbau, der sich auch noch einige Jahre hinziehen wird. Der Altbau (von 1901) wurde restauriert und wird jetzt gerade wieder in Betrieb genommen, dort befinden sich die Räume für psychologische Beratungen, Ernährungsberatung und Gesprächsgruppen. Außerdem soll dort die gesamte Verwaltung einziehen. Der "Neubau" (vermutlich 70er, 80er Jahre) ist als doppeltes Karree angelegt. Eines mit einem bepflanzten Innenhof, dort sind die meisten Patientenzimmer. Alles ist ziemlich angestaubt, dunkel, 70er-jahremäßig. Das andere Karree umspannt zur Zeit die Großbaustelle. Ein Teil der Patientenzimmer geht auf diesen Platz, der in ein paar Jahren sicher sehr schön sein wird. Hier ist der große neue Speisesaal, der während meines Aufenthaltes eingeweiht wurde, im Sommer soll die dazugehörige Terrasse eingeweiht werden. Es wurden mehrere Bäume gepflanzt.
Man merkt dem Gebäudekomplex an, dass über Jahre hinweg immer wieder an- und umgebaut wurde. Es sind lange Wege zu bewältigen, teilweise Umwege, wegen der Bauarbeiten, es ist verwinkelt, unübersichtlich und dunkel. Durch die Hanglage bedingt gibt es auch einige Höhenunterschiede, also viele Treppen. Als ich dort ankam, waren die Wege in der Klinik für mich kaum zu schaffen.
Im Eingangsbereich gibt es ein paar Tische, an denen man sich aufhalten kann, um Zeitung zu lesen oder Karten zu spielen. Im Keller ist eine Cafeteria, und dort stehen Billardtische, und ein Tischtennis. Mich erinnerte das ein bisschen an Partykeller von früher. Nicht besonders einladend, aber man gewöhnt sich dran. Einen Fernsehraum gibt es auch noch. Auch diese Räume sind dringend renovierungsbedürftig, dunkel und angestaubt. Dieser Bereich wird wohl als nächstes umgebaut.
Es gibt eine große Turnhalle, in der die Gymnastikgruppen stattfinden, einen Kraftraum mit Geräten, eine Badeabteilung mit diversen Wärmeanwendungen, Massagen, Bädern und Elektrotherapie, viele Einzeltherapieräume für die Physiotherapeuten. Es gibt den Kreativ-Treff, wo man Gießkeramik anfertigen, Seidentücher färben oder T-Shirts bemalen kann.
Das Haus hat kein eigenes Bewegungsbad, was auch so bleiben soll. Für diese Behandlungen wird man zur Brunswiekklinik gefahren. Das hat mich schon sehr gestört, denn die Hin-und Her Fahrerei war immer etwas gehetzt. Die Fitteren sind meist zu Fuß rübergegangen.

Therapieangebot:
Es konzentriert sich klar auf Patienten mit Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen: Einzelphysiotherapie, Muskelaufbautraining, Wassergymnastik, Ergometertraining, Tai-Chi, Entspannungstraining, Schmerzgruppen, Rückenschule, psychologische Einzelgespräche, Elektrotherapie, Fango, Rotlicht, Massage, Ernährungsberatung. Man musste sich diverse Vorträge anhören, manche waren interessant, viele nicht. Die Physiotherapeuten und Spotlehrer fand ich durchweg kompetent und freundlich. Die Diätassistentinnen sollten noch etwas an sich arbeiten. Die Masseure und Bademeister waren bis auf einen sehr nett und freundlich.

Ärztliche Versorgung:
Ich hatte den Eindruck, dass die Ärzte dort kompetent sind, und dass die Abteilungen kooperativ miteinander umgehen. Es gab aber auch viele unzufriedene Patienten, die sich nicht gut versorgt fühlten.
Ich wurde sehr gründlich untersucht und führte mehrfach lange Gespräche mit "meiner" Ärztin. Ich fühlte mich dort gut aufgehoben und ernst genommen.

Atmosphäre:
Mir fiel als erstes die freundliche, offene Atmosphäre in der Klinik auf, was im Kontrast steht zu dem dunklen, angestaubten Zustand der Räume. Ich wurde sehr freundlich in Empfang genommen. Alle, die dort arbeiteten sind mir freundlich begegnet. Und die Patienten waren freundlich und offen. Als ich ankam, war ich unter den Neuankömmlingen die einzige Frau. Insgesamt waren zu dem Zeitpunkt viel mehr Männer als Frauen in der Klinik. Aber das war wohl Zufall, denn als ich abreiste war das Verhältnis eher halbe halbe.

Patientenzimmer:
Die Zimmer sind eher klein, viele haben einen Balkon (meins hatte keinen). Einige Zimmer sind mit neuen, hellen Möbeln eingerichtet und mit neuen gefliesten Bädern ausgestattet. Ansonsten waren die Zimmer von der Ausstattung genauso angestaubt wie das ganze Gebäude und die Bäder sind größtenteils aus Kunststoffgusselementen angefertigt. Erinnert etwas an Dixiklos. In jedem Zimmer steht ein Fernseher, der auch Radioempfang ermöglicht. Es gibt einige Doppelzimmer, in denen teilweise auch einander fremde Patienten miteinander untergebracht werden. Es gibt für alle Patienten eine gemeinsame Teeküche im Erdgeschoss. Wasserkocher auf den Zimmern sind eigentlich nicht erlaubt, haben aber trotzdem viele dabei.

Soviel zur Klinik Friedrichshöhe.
Einen Bericht über meinen Rehaverlauf schreibe ich ein andermal. Jetzt muss ich erstmal eine Minipause machen zwinker.gif

Hier noch eine "offizielle" Beschreibung:Klick

Viele Grüße
Ute
Gemsi
Ute,
danke vielmals für den Bericht.
Komme Ende April für 3 Wochen nach Bad Pyrmont.

Liebe Grüße
Gemsi

Kapulli
Hallo!

Hier mein Bericht über die Brunswiek-Klinik:

Medizinische Versorgung: Die behandelnde Ärztin hat sich sehr viel Zeit für die Anamnese und Beratung genommen. Ich hatte das Gefühl als Mensch und nicht nur als Patient behandelt zu werden. Da sich meine Symptomatik im Laufe der Reha wieder verstärkt hat, schien sie etwas verunsichert und hat dann von sich aus noch 2 Kollegen zur fachlichen Beratung hinzugezogen.
Den Abschlussbericht hatte ich innerhalb von 2 Tagen nach der Reha im Briefkasten. Auch meinen Korrekturwünschen (es gab ein paar Unstimmigkeiten im Entlassungsbericht) wurde binnen 3 Tagen nachgekommen!

Physikalische Therapien: Die Brunswiek-Klinik bietet eine Vielzahl von rehabilitativen Maßnahmen an. Neben LWS-Gymnastik, Wassergymnastik, Aquajogging, Nordisch Walking, Rückenschule (super!) und Tai Chi als Gruppenangebot, gab es MTT, KG, Tens (ambulant und stationär), Hydrojet, Rotlicht, Interferenz-Strom, Stangerbad, Teil- und Vollbäder etc..
Es wird auch Osteopathie angeboten. Der Physiotherapeut hat eine fundierte Ausbildung (und schult sich weiter!) und hat bei einigen Patienten ziemlich viel bewirken können. Auch bei mir, als sich andere Therapien eher kontraindiziert zeigten.
Der Großteil der Therapeuten war fachlich sehr versiert und auch ziemlich nett.

Psychologische Abteilung: Dort wurde m.E. eher ein Programm abgespult und man hatte, außer beim Leiter nicht unbedingt das Gefühl ernst genommen zu werden.

Ausstattung: In der Regel gibt es Einzelzimmer. Diese sind z.T. noch recht spartanisch ausgestattet, werden aber nach und nach mit neuen Möbeln bestückt. Ich fand es soweit o.k. Die Räumlichkeiten sind sauber und gepflegt.

Reinigungspersonal und Hausservice: Ein absolutes Highlight. Das Reinigungspersonal war wirklich supernett! Wäsche und Deckenwünsche wurden prompt erfüllt. Auch der Hausservice war ziemlich fix. Selbst außerhalb der regulären Dienstzeiten und an den Wochenenden!

Pflegepersonal: Eher durchwachsen. Es gab häufig Klagen von Mitpatienten, dass einige Schwestern morgens nicht einmal den Mund zu einem Gruß aufbekommen würden. Das habe ich selbst nicht so erlebt. Bei mir gab es fachlicherseits eher Befremdlichkeiten. So wollte z.B. eine Schwester weis machen, dass Ibu das Mittel der Wahl bei Nervenschmerzen sei...
Ansonsten habe ich das Pflegepersonal immer als verständnisvoll und bemüht empfunden.

Küche und Speisesaal: Das Essen war o.k. Morgens gab es ein Buffet, welches ich persönlich etwas dürftig und einseitig fand. Mittags gab es i.d.R. 3 verschiedene Mahlzeiten. Trotz Kalorienarmut waren diese wirklich lecker! Abends gab es wieder Brot und Aufschnitt, gepaart mit z.T. undefinierten Salaten. Hier hat mir meine geliebte Rohkost gefehlt.
Da es eine freie Tischeinteilung gab (außer für die Patienten mit erhöhtem Hilfebedarf), kam es im Speisesaal häufig zu unschönen Szenen. Da wurden Plätze freigehalten und jemand musste mit seinem vollen Tablett erst einmal eine Runde drehen um sich setzen zu können.

Freizeitangebote: Es gab eine Vielzahl von hausinternen Möglichkeiten. Neben dem offenen Schwimmen, gab es abends die Möglichkeit die Sauna in der 5 Minuten Fußweg entfernten Weser-Klinik zu nutzen, man konnte sich im Kreativraum austoben oder auch Billiard und Tischtennis spielen. Die Gastronomie vor Ort ist auch sehr zu empfehlen. Ob man nun mal eben nur einen Kaffe trinken möchte, oder abends mal auf ein Bier in die Kneipe. Des weiteren liegt hinter der Klinik ein sehr schöner Park, wo bei schönem Wetter Liegen rausgestellt wurden und man es sich gemütlich machen konnte.

Mitpatienten: Tja, die kann man sich leider nicht aussuchen! Es gab wirklich viele sympathische Menschen dort. Leider auch übelste Meckerköppe und Lästerschwestern. Es wurde sich z.T. über ganz junge Patienten lustig gemacht ("alles nur Simulanten, die sollen mal wieder arbeiten gehen etc."). Es gab wenig Rücksichtnahme untereinander. So war es z.B. abends auf den Balkonen sehr laut, so dass die Nachtschwestern ab und an eingreifen mussten. Mein Zimmer lag zum Glück ziemlich ruhig, so dass ich davon nicht allzuviel mitbekommen habe.

Mein Fazit: Therapeutisch kann ich die Klinik wirklich empfehlen, auch wenn sich bei mir keine Besserung der Symptomatik eingestellt hat, konnte ich doch einiges für mich mitnehmen. Die Patienten mit denen ich Kontakt hatte, waren alle durchaus zufrieden und würden dort noch einmal hinfahren.

L.G. Kapulli

joggeli
Hallo Kapulli,

danke für Deinen ausführlichen bericht.

Schade, dass Dir der Aufenthalt nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat.

Wünsch Dir alles Gute

LG

joggeli
Kapulli
Hallo Joggeli!

Danke für die guten Wünsche. Tja, eine gute Klinik macht halt noch keinen Therapieerfolg. Aber es wird schon irgendwann werden...

L.G. Kapulli smilie_bank.gif
Gila
Hallo...:-)

die letzten Einträge zu dieser Klinik sind ja schon etwas älter...war vielleicht aktuell jemand dort??

Ich habe gestern den Bescheid für diese Klinik bekommen und warte nun auf den Aufnahmetermin ph34r.gif
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Übersetzt und modifiziert von Fantome et David, Lafter