Hilfe - Suche - Mitglieder - Kalender
Komplette Version Berufsgenossenschaft gibt Gutachten in Auftrag...

Bandscheiben-Forum > Berufsgenossenschaft
proshot
Hallo Leute,
es kommt wieder Bewegung in die Angelegenheit meiner Lebensgefährtin. Zur Info, hier eine Schilderung des Sachverhaltes aus einem früheren Post.




Meine Freundin wurde am 23.6.2005 aufgrund eines Bandscheibenvorfalls zw. c 5 und c 6 mit rechtsseitiger Spinalkanaleinengung, Schulterschmerzen, Arm- und Handlähmungserscheinungen in der neurochirugischen Abteilung des Bitburger Krankenhauses operiert und bekam einen Titan-Gage anstelle der Bandscheibe eingesetzt. Die OP verlief hervorragend und sie die Beschwerden in der Hand und in Arm waren danach schlagartig verschwunden. Lediglich die rechte Schulter schmerzte weiter, dies war ihren eigenen Angaben zufolge jedoch zu ertragen und der Arzt hatte ihr vor der OP erklärt das die Schulterschmerzen wahrscheinlich bleiben würden mit viel Glück jedoch auch vergehen könnten. wink.gif

Auf Drängen des Arztes begann sie am 5.9 mit der Wiedereingliederung in ihrem Beruf als Maschinenführerin in einer Fabrik. Dies sollte für 14 Tage zunächst drei Stunden am Tag und dann für weitere 14 Tage sechs Stunden am Tag geschehen, ehe sie wieder voll arbeiten sollte.

Nun geschah jedoch am Montag dem 12.9 der GAU! Auf dem Weg zur Spätschicht verursachte sie aus Unachtsamkeit bei regnerischen Wetter einen schweren Auffahrunfall bei dem ihr BMW 320 einen Totalschaden erlitt. Aufgrund des Unfallbildes kann man von einer geschätzten Aufprallgeschwindigkeit von 30-40 km/h ausgehen.

Dies ist jedoch nicht die schlimmste Folge des Unfalles. Da sie über starke Schmerzen klagte am vergangenen Donnerstag brachte ich sie zu dem behandelden Neurochirugen nach Bitburg bei einer Röntgenuntersuchung kam das ganze Ausmaß des Unfalles ans Tageslicht:

Bedingt durch die Wucht des Aufpralls und das anschließende Vorschnellen des Kopfes kam es zu einem Gage-Einbruch in den Wirbel c 6 bei dem der Gage zu ¾ eingebrochen ist und nunmehr c5 und c6 nur noch ca. 2 mm Abstand voneinander haben. heul.gif

Das ganze sieht nun fast genau so aus wie vor der OP wenn man die Röntgenbilder betrachtet und es ist überdeutlich zu erkennen, wie der Gage eingebrochen ist.

Mit dem Linieal nachgemessen waren die bei Wirbel vorher schön gleichmäßig ca 8-10 mm auseinander und nun sind es nur noch ca. 2 mm an der Vorderseite.

Auf Nachfrage beim Arzt, was zu tun sei sagte dieser, dass man bei seinem früheren Arbeitgeber dem Trierer Brüderkrankenhaus in den seltensten Fällen bei Gageeinbruch nachoperiert habe. Er könne sich allerdings gut vorstellen bei meiner Lebensgefährtin dennoch erneut zu operieren falls die Beschwerden sich verschlimmern würden. stirnklopf.gif stirnklopf.gif

Allerdings müsste er dann ein Stück Knochen aus dem Beckenkamm entnehmen um den Einbruch in c6 aufzufüllen und das Gage exakt zu palzieren. Im Anschluss daran müssten c5 und c6 noch mittels einer Titanplatte zusätzlich fixiert und stabilisiert werden, damit alles richtig zusammen heilt.
[/COLOR]


Für mich sieht es nun so aus, als ob die BGN verzweifelt eine Möglichkeit sucht, um sich vor ihrer Leistungspflicht zu drücken, denn es soll nun Gutachterlich nach den Gesichtspunkten der gesetzlichen Unfallversicherung geklärt werden, ob der Einbruch des eingesetzten Titangages in den darunterliegenden Halswirbel, eine direkte Folge des Auffahrunfalles auf dem Weg zur Arbeit ist.

In ihrem Schreiben schlägt die BG drei Gutachter vor, lässt jedoch zunächst die Möglichkeit offen, einen eigenen Gutachter zu benennen, der jedoch mindestens die Qualifikation der vorgeschlagenen Gutachter aufweisen muss!

Im Anhang stelle ich mal einen Scan dieses Schreibens hier ein. Sagt mir bitte mal was ihr davon haltet?
Natürlich würden wir gerne einen eigenen Gutachter benennen, denn es ist mir schon klar, dass die Gutachter meist zu Gunsten dessen entscheiden, der sie beauftragt. Frei nach dem Motto: "Dessen Brot ich freße, dessen Lied ich singe!"

Wenn ihr uns einen Patienten freundlichen Gutachter in unserer Nähe nennen könntet, wäre das sehr hilfreich!


Anlage
user posted image[/IMG]
user posted image[/IMG]
HWS77
Hallo proshot!

Das ist meines Erachtens mal wieder typisch BG! vogel.gif

Und du hast es genau richtig erkannt:

QUOTE (proshot @ 19.10.2006, 12:40)
Für mich sieht es nun so aus, als ob die BGN verzweifelt eine Möglichkeit sucht, um sich vor ihrer Leistungspflicht zu drücken, denn es soll nun Gutachterlich nach den Gesichtspunkten der gesetzlichen Unfallversicherung geklärt werden, ob der Einbruch des eingesetzten Titangages in den darunterliegenden Halswirbel, eine direkte Folge des Auffahrunfalles auf dem Weg zur Arbeit ist.

In ihrem Schreiben schlägt die BG drei Gutachter vor, lässt jedoch zunächst die Möglichkeit offen, einen eigenen Gutachter zu benennen, der jedoch mindestens die Qualifikation der vorgeschlagenen Gutachter aufweisen muss!

Im Anhang stelle ich mal einen Scan dieses Schreibens hier ein. Sagt mir bitte mal was ihr davon haltet?
Natürlich würden wir gerne einen eigenen Gutachter benennen, denn es ist mir schon klar, dass die Gutachter meist zu Gunsten dessen entscheiden, der sie beauftragt. Frei nach dem Motto: "Dessen Brot ich freße, dessen Lied ich singe!"


So wie du das alles schilderst, hört sich das für mich (als Laie) schon so an, als ob der Einbruch eine unmittelbare Folge des Unfalls ist. Denn vor dem Unfall war ja wohl alles soweit o.k.

Zu den von der BG vorgeschlagenen Gutachtern:

im Forum für Unfallopfer sind diese Namen schon des öfteren Gesprächsthema gewesen. Vor allem der Prof. Wentzensen und die BGU Ludwigshafen sind dabei sehr negativ beschrieben worden. Ich habe dir im Folgenden mal einige Links eingesetzt, da kannst du mehr darüber lesen. Oder gib dann auf der Seite mal bei der Suche rechts oben die Namen der Gutachter ein, da wirst du bestimmt noch mehr finden.

http://www.unfallopfer.de/modules.php?op=m...ic=1029&forum=4

http://www.unfallopfer.de/modules.php?op=m...ic=3292&forum=4

http://www.unfallopfer.de/modules.php?op=m...c=3169&forum=11

http://www.unfallopfer.de/modules.php?op=m...ic=2855&forum=4

Bei allem was IMB (= Institut für medizinische Begutachtung) heißt, solltet ihr sehr vorsichtig sein und ggf. sofort ablehnen!!! Auch hierzu findest du in oben genanntem Forum einige Postings. Ich habe auch schon sehr schlechte Erfahrungen mit einem IMB-Gutachter gemacht!

Ich würde an eurer Stelle auf jeden Fall versuchen, einen eigenen Gutachter zu benennen. Das ist euer gutes Recht, von dem ihr Gebrauch machen solltet. Was ist denn mit dem behandelnden Arzt? Habt ihr zu dem ein gutes und vertrauensvolles Verhältnis? Dann könntet ihr entweder ihn fragen, ob er ein Gutachten erstellen würde (manchmal - zwar nur in seltenen Fällen - wird auch der behandelnde Arzt als Gutachter zugelassen). Oder fragt ihn, ob er euch nicht Namen von geeigneten Gutachtern nennen kann. kinnkratz.gif

Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig weiterhelfen.

Alles Gute natürlich auch für deine Lebensgefährtin!

Gruß
HWS wink.gif
proshot
..den behandelden Arzt frage ich am Montag, da er derzeit auf Fortbildung ist.

Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zu Dr. Veit Engst.


cu
Panthercham
Hallo Proshot,
ujujuj, das ist eine Sache vor der ich auch riesen Angst habe,
fahre jeden Tag 30 KM zum Dienst und schaue mehr in den Rückspiegel als früher.
Was passiert bei einem Unfall mit dem Hals, Implantat etc, die Gedanken hat sicher jeder Bandi.
Da es sich um einen Wegeunfall handelt nutzen die meist Gutachter.
Da gibt es sicherlich keinen Weg vorbei.
Nutzt man den Gutachter nicht könntet ihr versuchen einen eigenen Gutachter zu bestimmen wie es HWS schon schrieb, aber ein Gutachten muss gemacht werden, sonst können sie die Zahlungen verweigern.
Stellt sich beim Gutachten die gleiche Diagnose heraus geht alles seinen Weg.
Operieren tun die Gutachter ja nicht wink.gif.

Gute Besserung und viel Erfolg

Markus
Dies ist eine "Lo-Fi"-Version unseres Inhalts. Zur kompletten Version mit mehr Informationen, Formatierungen und Bildern bitte hier klicken .
Invision Power Board © 2001-2021 Invision Power Services, Inc.
Angepasst von Shaun Harrison
Übersetzt und modifiziert von Fantome et David, Lafter