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Bandscheiben-Forum > Behandlungsmöglichkeiten für Zuhause
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Hermine
Hallo Kreuzweise,

danke - ja, es liegt mir sehr am Herzen mit kleinen Dingen hier anderen zu helfen und auch somit vielleicht ein bisschen helfen kann aufzuzeigen wie wichtig ist es ist dass trotz aller Behandlungen und Therapien die intensive Mitarbeit des Betroffenen welche auch sein alltägliches Leben betrifft ist !

LG
hoppelhase
Hallo,
zu Metallicat. Jeder ehrliche Mensch hat irgendwie mal Tiefpunkte erlebt. Beim einen ists die Bandscheibe, andere haben Knieprobleme oder auch was mit dem Darm. Ab einem gewissen Alter und Lebenserfahrung kann man da schon Verständnis voraussetzen. Also ich fordere mein Gegenüber einfach auf einen Stellungswechsel vorzunehmen.
Gruß Ines
Trixi
Hallo Hermine winke.gif

Das kann ich nur bestätigen.War jetzt zur Kur und habe zur Schmerzbewältigung Thai Chie kennen gelernt.Und siehe da habe daran Freude gefunden und nicht mehr so an die schmerzen gedacht.Man muß selber aktiv werden.Gehe jetzt auch einmal die woche walken mit Stöcken.Befreit ungemein und man tut sich was gutes.

Gruß Trixi zwinker.gif
Hermine
Huhu trixi,

ja das ist wirklich das A und O selber aktiv zu werden anstatt zu hause zu sitzen, sich einzubuddeln, die Schmerezn zu "pflegen" und darauf zu warten dass es durch die Medis allein besser wird - man muss sich wirklich versuchen abzulenken durch Aktivität und irgendwas geht immer, man muss nur wollen. (meine Meinung)

Die Rehas etc. setzen ja auch darauf, nicht umsonst ist man meist den ganzen Tag "beschäftigt" und es werden soviele "Kurse" angeboten ...natürlich auch mit dem Hintergrund dass man Gefallen daran findet und es zu Hause weiter macht.

Schön dass Du auch was gefunden hast was Dir Spaß macht und was Dich ablenkt ..... macht wirklich viel aus!

Weiter so smilie_up.gif

LG
Hermine
Just
Eines meiner Lieblingsthemen, da muss ich mich ja auch mal wieder zu Wort melden - lang, lang ist's her zwinker.gif

Die von Hermine geposteten Ziele der Schmerzliga kann ich mehr oder weniger alle unterschreiben.
Ich führe allerdings kein Buch, was mir gut tut behalte ich logischerweise bei, das muss ich nicht extra aufschreiben.

Die Bandscheibenvorfälle haben mich damals vom hohen Ross des Gesunden runtergeholt, waren vielleicht auch eine "heilsame" Lehre.
Ich habe mich neu orientieren und mir neue, realistisch erreichbare Ziele stecken müssen.
Auch im früheren Leben war ich bemüht, mich zu verbessern - geistig und körperlich - dasselbe galt und gilt nun erst recht - ich will nicht abhängig von irgendwas oder irgendwem werden.

Dummerweise hat sich mit den eingetretenen körperlichen Einschränkungen auch der innere Schweinehund verlagert - die Überwindungsschwelle ist höher geworden.
Der Kampf gegen ihn wird schwerer, aber er lohnt sich umso mehr, denn heute weiss ich Erfolge wesentlich mehr zu würdigen, wie als "Gesunder" - damals wurden die so nebenbei mitgenommen.
Heute sind sie viel mehr wert, damals stand mein Lebensgerüst auf vier dicken Pfosten, heute sind es viele dünne - und je mehr dazu kommen, umso stabiler wird es.

Der "Spassfaktor" ist zum "Kampffaktor" mutiert - aber der Sieg macht länger glücklich ...
Süßnase
Hallöchen,

bis auf einige Depri-Sofa-Versteck-mich-Tage, klappt das managen ganz gut! zwinker.gif

SEHR hilfreich zur Schmerzbewältigung hab ich meinen Hundiwuff erlebt: er MUSS Bewegung haben, also auch automatisch das Frauchen (selbst wenn es sehr weh tut), er bringt mich jeden Tag zum Lachen biggrin.gif , er ist immer da, auch wenn mein Männe mal sehr lange arbeitet, bin ich NIE alleine, er hört sich meine Sorgen an, ohne zu murren UND er ist soooo NIEDLICH und flauschig und knuddelich

Hier mein Schmerzmanager auf vier Pfötchen, mein Lhamobärchen:

user posted image

LG

Süßnase
joggeli
Zitat (Hermine @ Mittwoch, 04.Juli 2007, 16:19 Uhr)
Ich weiss selbst wie schlimm es ist wenn die Psyche nicht mehr mitspielt und der ganze Körper fängt bei Ärger und Stress an sich zu wehren - er schickt seine Warnsignale und auf die sollte man achten ...... hier gehört allerdings auch zu dass man sich selbst sehr kritisch beobachtet und in sich hineinhört warum es jetzt "so dolle Schmerzt" ....... sind es die organischen Beschwerden oder spielt die Seele mir einen Streich weil ich mich z.B. so geärgert habe oder enttäuscht wurde oder einfach mit mir selber nicht wirklich zufrieden bin. kinnkratz.gif (ich mache das oft so und meist stellt sich heraus dass meine Psyche Druck macht)

Liebe Grüsse

Hallo Hermine,

ich hab grad den Beitrag gelesen und kann Dir nur zustimmen.

Ich weiss für mich auch, dass bei mir die Schmerzen oft mit psychischen Problemen einhergehen. Heut z.B. war ich im Geschäft, einen Besuch machen, da ich aktuell noch krankgeschrieben bin und ab Monatg wieder stundenweise anfange.

Wurde sehr nettbegrüsst, dass man mir nicht grad um den Hals fällt, kann ich ja nachvollziehen, aber als eine Kollegin, mit der ich mich immer sehr gut verstanden habe - auch auf privater Ebene - einfach nur zu mir sagt: "ach hallo, wie gehts Dir? da war ich schon etwas deprimiert, grad von ihr hätte ich was anderes erwartet.
Und promt hab ich auf dem Heimweg gemerkt, wie die Muskelspannung zunimmt und die Schmerzen wieder langsam kommen und ich mir schon GEdanken mache, wie das wohl wird, wenn ich mit ihr arbeiten muss.

Ich versuch mich da zwar wieder runterzuholen und mir zu sagen, dass wird schon, aber einfach ist das nicht.


Was machst du in solchen Situationen?

Schönen Tag

Joggeli
Hermine
Huhu Joggeli,

es ist wirklich so dass man in Stresssituationen und auch wenn man Sorgen und Probleme hat (was ja nun eindeutig psychicher Stress ist) unbewusst die Muskeln anspannt (mir geht es z.B. auch ft so nach bestimmten Psychotherapeutischen Gesprächen, wenn es recht antrengend für mich ist) da habe ich den nächsten Tag relegrecht durch die Anspannungen Muskelkater, genauso ist es wenn ich Sorgen und Probleme habe - ich spanne wohl meinen Körper unter dem psychichen Druck dermaßen an dass ich es den nächsten Tag merke, manchmal Nachts schon und vorallem werden meine Schmerzen auch dadurch noch schlimmer.

Ja, was mache ich dann..... ich habe eine tolle Entspannungs CD die höre ich mir dann über meinen Discman an - sprich, ich scuhe mir einen ort wo ich die nächste 1/2 - 3/4 Std. wirklich nicht gestört werde, stecke mir die Ohrstöpsel in die Ohren., lege mich entspannt hin und höre mir diese CD an und versuche mich nur auf die Worte zu konzentrieren - meist "nicke ich sogar dabei ein", wenn sie zu Ende ist bin ich auch gleich "wieder da", bleibe dann noch etwas liegen, recke und strecke mich und danach geht es schon wieder besser.

Auch habe ich mir angewöhnt Tagebuch zu schreiben wo ich auch dann solche Sachen reinschreibe, die ich gerade erlebt hab und die mich belasten (danach geht es mir auch schon etwas besser) oder ich rufe eine gute Freundin an und spreche mit ihr darüber oder mit jemandem dem ich vertraue und der gerade zu Hause.

LG
Hermine
Claudia1971
Ein liebes Hallo!

Vielleicht kann ich auch einen kleinen Tip geben.

Da ich ja selber wegen einer anderen Erkrankung schon Jahrelang ekelhafte Schmerzen aushalten musste, leider auch zwangsläufig damit zurecht kommen musste, ihn wohl für immer ertragen zu müssen, habe ich mir irgendwann diese Strategie angewöhnt:

Ich mache die Augen zu, konzentriere mich darauf ruhig und tief zu atmen, und sage mir immer wieder langsam innerlich: "Der Schmerz ist keine Bedrohung, Claudia. Schmerz ist keine Bedrohung. Es ist nur ein Signal deines Körpers, aber er bringt dich nicht um. Der Schmerz ist ganz normal und geht wieder vorbei. Schmerz ist ganz normal und gehört zum Leben dazu. Der Schmerz ist keine Bedrohung, Claudia..."

Mag ein bisschen befremdlich klingen, wenn man das nüchtern liest, aber mir hilft es immer wieder. Allerdings muss ich mir das für viele lange Minuten zureden, bis ich die - ich nenne es für mich immer - "Schmerzpanik" ganz allmählich los werde. Dann ist es aber auch wirklich deutlich erträglicher. Der Schmerz ist nicht vollkommen weg, aber irgendwie anders... weniger bedrohlich.

Nur zur Erklärung: Mit "Schmerzpanik" meine ich diesen fiesen Zustand, wenn man merkt, dass man es nun in Kürze absolut nicht mehr aushält und sich mit beginnender Panik fragt, was man denn jetzt um Himmels Willen tun soll, um nicht das Heulbild der Schmerzskala nach Außen hin darzustellen, während man innerlich bereits die gesamte Bude kurz und klein geschlagen und die Tapeten von den Wänden gekratzt hat. Oder, wenn man das Heulbild bereits erreicht hat...
Mit der Zeit habe ich gelernt, diese Strategie schon vor dem Heulbild anzuwenden, und vor allem weniger Zeit zu brauchen, um mich selber (und damit für eine gewisse Zeit auch den Schmerz) beruhigt zu haben.
Mit ein bisschen Übung kriegt man das sogar dann hin, wenn man nicht ungestört ist, sondern z.B. in der Öffentlichkeit, im Job, usw. Notfalls mal für ein paar Minuten auf dem Klo verschwinden. *zwinker*

Es lohnt, es einfach mal auszuprobieren.
Man möchte nicht meinen, wie groß die Macht der Selbstsuggestion manchmal sein kann.

Liebe Grüße.
Claudia.

Thomass
@ Ralf : Danke dass ihr das Thema unter "Wichtig" abgelegt habt streicheln.gif mir persönlich ist es wirklich sehr wichtig dass es viele, viele lesen und auch beherzigen sollten ![/QUOTE]

Zitat (hoppelhase @ )
Hallo hermine, finde dein Thema auch super.
Ablenkung, das hat schon meine Oma immer geraten.
Ich merke es ja selber auch bei mir. Wenn ich regelmäßig Sport mache, ich formulier lieber : mich bewege, Sport klingt immer so wild , dann gehts mir richtig einwandfrei. Wenn dann auch noch der Kopf mit dem Vorbereiten von Lesungen oder der Idee für ein neues Buch beschäftigt ist, dann läuft es bestens.

Dass das nicht bei jedem funktioniert, allein schon wegen der Schmerzintensität, das ist ja klar. Aber kleinere Probleme kann man da gut im Griff behalten.

Ab und an geht es aber einfach nicht, da ist man einfach nicht gut drauf, niedergeschlagen, beruflich oder privat gibts Ärger und Sorgen. Dann ziehts auch gleich mal an der OP-Stelle, das ISG spielt wieder verrückt und der große Zeh kribbelt.
Ich hab inzwischen gemerkt, dass es dann das Beste ist dazu zu stehen, auch mal laut zu sagen: "Mir gehts nicht gut. - Ich hab es satt" Am besten natürlich zu einem Ansprechpartner, notfalls auch zu sich selber.

Gruß Ines


Zitat (Hermine @ )
Hallo Ihr lieben,

ich meine dass es jedem trotz allem auch mal Telefonservice für Immobilienmakler zusteht sich hängen zu lassen und auch mal nicht stark zu sein - das gehört natürlich genauso dazu wie alles andere auch - nur dsa hängenlassen und auch mal jammern darf nicht zum Dauerzustand werden und da kommt man manchmal schneller hin als einem lieb ist.

Also - immer das richtige Maß behalten  zwinker.gif 

Auch sollte man sich ruhig mal zurückziehen wenn es einem nicht so gut geht - sich eien Auszeit nehmen von allem ....ich sage immer gerne ...... einfach mal richtig vor sich hinleiden (tut manchmal auch gut) - aber auch hier heisst es ..... auch schnell wieder daraus kommen und sich an sein Schmermanagment halten - auch wenn es mal schwer fällt - Schwächen zu lassen gehören auch dazu ..... aber immer im Rahmen  zwinker.gif

Naja und Schmerzen, Psyche und Beschwerden unter einen Hut kriegen - oft nicht einfach - hier sollte man auch Hilfe annehmen wenn es alleine nicht mehr geht.

Ich weiss selbst wie schlimm es ist wenn die Psyche nicht mehr mitspielt und der ganze Körper fängt bei Ärger und Stress an sich zu wehren - er schickt seine Warnsignale und auf die sollte man achten ...... hier gehört allerdings auch zu dass man sich selbst sehr kritisch beobachtet und in sich hineinhört warum es jetzt "so dolle Schmerzt" ....... sind es die organischen Beschwerden oder spielt die Seele mir einen Streich weil ich mich z.B. so geärgert habe oder enttäuscht wurde  oder einfach mit mir selber nicht wirklich zufrieden bin. kinnkratz.gif (ich mache das oft so und meist stellt sich heraus dass meine Psyche Druck macht)

Liebe Grüsse


Das Geühl kenn ich nur zu gut! Sobald ich Stress bekomme, merkt das auch mein Körper. Ich setze mich zusätzlich unter Druck...man sollte darauf achten und das auf jeden Fall vermeiden, wenn es geht!
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