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Bandscheiben-Forum > Spondylodese- (Versteifungs-) Forum > Spondylodese der LWS
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Thomas
Hallo smile.gif

meiner Mutter wurde vorgeschlagen, "eine dorsale Fusion mittels Fixateur interne und Cages von LW2 bis LW5 zu machen" (Uni Klinik Freiburg, Neurozentrum, Prof.Dr. Zentner, Dr.Scheufler, Dr. Vougiouskas). Was genau muß ich mir darunter vorstellen ?

Da sie bereits 2 Operationen hinter sich hat, bin ich nun etwas skeptisch, was den Operationserfolg bzw. dessen Aussicht angeht.

Meine Frage an euch: Welche Klinik hat im Bereich LWS-Versteifungen einen guten Ruf bzw. welche Kliniken sind darauf spezialisiert. Von der Uni Freiburg weiß ich es nicht, wie gut die darin sind. Morgen haben wir ein persönliches Gespräch mit dem Facharzt.

Würde mich über eure Antworten sehr freuen.

herzliche Grüße,

Thomas
Thomas
wollte die Frage nochmals nach oben bringen, da ich mir nicht sicher bin, ob diese Operationsmethode meiner Mutter helfen kann, bzw. die Beschwerden lindern kann.
Sobald wir diese Woche beim Schmerztherapeuten waren, werde ich die CT-Bilder noch zu Prof .Dr.Gilsbach schicken (auf Printe schiel smile.gif) Der wollte diese, zusätzlich noch zu den normalen Röntgenbildern, sehen. Mal sehen, ob die Ärzte in Aachen zu demselben Ergebnis kommen.

gruss,

Thomas
Ralf
Hallo Thomas,

sehe Deine Frage heute erst.

Bei Deiner Mutter soll also die Wirbelsäule von L2 bis L5 mit Stangen verstrebt werden. Die Stangen werden bei L2 und L5 verschraubt, jeweils links und rechts neben der Wirbelsäule - dorsal - zum Rücken hin. Die Cages werden zwischen die Wirbel gesetzt und werden von dem Knochenspan, welcher in der Regel zusätzlich eingesetzt wird, umwuchert und bilden hinterher eine Einheit mit den entweder Titan-Cages oder auch Kunststoff-Cages. (Hoffe, daß alles richtig beschrieben ist)

Was hat denn das Gespräch ergeben, welches Ihr geführt habt?

Ob eine solche Versteifung der Weisheit letzter Schluß ist, muß jeder für sich und vor allen Dingen mit mehreren Ärztemeinungen entscheiden.

So wie ich gehört habe, sind die Ärzte in Freiburg für die Leistungen in der Wirbelsäulenchirurgie bekannt. Jedoch näheres kann ich Dir auch nicht dazu sagen.

Was letztendlich für Deine Mutter das Beste ist, kann man als Laie und vor allen Dingen ohne Bilder und Befunde nicht sagen. Sie sollte sich aber im Klaren sein, daß es eine endgültige Lösung ist, ob sie danach schmerzfrei ist, kann man auch nicht garantieren.

Wenn nichts mehr geht, ist es sicherlich eine richtige Entscheidung.

Ich wünsche Deiner Mutter viel Glück bei der richtigen Entscheidung und Dir viel Geduld für die weiteren Arztgänge, Euch beiden viel Gesundheit.

Wäre schön, wenn Du uns weiterhin berichten würdest.

Liebe Grüße

Ralf winke.gif
Inka
Hallo Thomas,

aus eigener Erfahrung kann ch da nichts dazu sagen. Aber in der Reha habe ich eine Frau kennengelernt, die in der Klinik in Langensteinbach (grober Umkreis Karlsruhe) von L1 - L5 versteift wurde. Die Ärzte in der Reha waren total begeistert, wie das gemacht wurde und sie selber auch. Sie kam schon 10 Tage nach der OP zur Reha, und hat praktisch alles mitmachen könne, von der Wassergymnastik bis zur MTT.

Vielleicht findest Du ja im Internet noch nähere Infos über die Klinik, sonst kann ich sie gerne auch nochmal fragen, am Sonntag telefoniere ich mit ihr. Kannst mir ja kurz Bescheid geben, ob Interesse besteht.

Liebe Grüße

winke.gif Inka
Hansi
biggrin.gif

Hallo Thomas,

in der Uni-Klinik Freiburg hat Prof. Dr. Weber einen sehr guten Namen was Bandis angeht. Auch Prof. Dr. Hehne sofern er noch an der Uni-Klinik ist.
Zu Langensteinbach: Das ist bei Karlsruhe heißt Kalrsbad-Langensteinach liegt hinter Karlsruhe in Richtung Pforzheim. Es ist nach Karlsruhe die erste Ausfahrt. Hier wurde zum Beispiel auch Wolfgang Schäuble damals nach dem Attentat auf ihn operiert. Hat auch einen recht guten Namen.
Langensteinbach > Langensteinbach

Langensteinbach ist verknüpft mit der Uni-Klinik Heidelberg
Aber Deine Mutter sollte sich die Frage stellen ob Versteifung der letzten Weisheit Schluss ist. Eventuell gibt es noch eine andere Möglichkeit. Sie soll nicht lockerlassen und noch andere Ärzte befragen.
Hoffe ich konnte dir ein bischen weiterhelfen.

Hansi m.B. sonne.gif winke.gif smilie_troest.gif
Thomas
vielen Dank euch allen für die vielen Informationen smile.gif

in Freiburg hatten wir bei unserem zweiten Besuch mit Dr. Schäufler, Neurochirurgie, gesprochen. Die Namen Prof. Dr. Weber oder Prof.Dr. Hehne sagen mir jetzt nichts, meinst du die Orthopädie ? Das kuriose daran war, das wir aufgrund unseres ersten Besuches einen Brief bekamen, in der der Termin für die OP genannt wurde. Wir gingen dann nochmals hin, um überhaupt mal zu fragen, was genau denn geplant sei, weil dies im ersten Gespräch überhaupt nicht zur Sprache kam.

Dr. Schäufler fragte uns dann zuerst, warum wir nochmals gekommen sind, schon seltsam, oder ? Er erklärte das dann so in etwa, wie Ralf das hier wiedergegeben hat. Schmerzfreiheit von ca. 60-70 % sagte er uns, davon könne man ausgehen.
Allerdings habe ich so meine Zweifel, das ging mir irgendwie viel zu schnell. Die Beurteilung erfolgte aufgrund von MRT Aufnahmen und einer CT-Diagnostik. Er untersuchte meine Mutter auch nicht mehr, oder fragte nach, wie sich die aktuellen Beschwerden denn momentan äußerten.

Jetzt warte ich noch auf den Bescheid von Prof.Dr.Gilsbach aus Aachen. Eventuell werde ich mich auch nochmals in Langensteinbach kundig machen. Von Prof.Dr.Harms habe ich auch schon einiges gehört.

liebe Grüße,

Thomas
Ralf
Hallo Thomas,

so wie das Gespräch gelaufen ist, wäre ich auch skeptisch. Ihr macht das genau richtig und holt zunächst mehrere Meinungen ein. Übrigens finde ich persönlich 60-70 % nicht gerade sehr viel, das heißt umgekehrt 30-40% geht daneben sad.gif

Alles Gute und berichte weiter!

Liebe Grüße

Ralf
Thomas
hallo,

wir hatten uns ja parallel auch noch in Aachen erkundigt, Neurochirurgie, Prof.Dr. Gilsbach, von dem ich hier im Forum schon viel Gutes gehört habe. Ich hatte eine Kopie des Schreibens der Uni Freiburg mit der geplanten OP beigelegt.

Letzte Woche haben wir nun eine Antwort bekommen. In dem Schreiben können sich die Aachener Chirurgen der geplanten Fusion von L2-L5 nicht anschließen. Sie schätzen das Risiko, daß bei dieser Langstreckenfusion eine Nervenwurzel verletzt wird, für hoch ein. Sie haben uns angeboten, meine Mutter stationär aufzunehmen, zur Anlage eine Testgipses und weiteren Tests, um die Ursache herauszufinden.

So siehts aus. Ich habe darauf hin dort angerufen und für Mitte Januar einen Termin vereinbart. Ich verspreche mir dort eigentlich sehr viel, da die Aachener einen seriösen Eindruck machen und nicht sofort operieren, sondern erstmal schauen, was eigentlich los ist. In Freiburg ging mir das einfach zu schnell, nur anhand von den Bildern eine solch schwerwiegende OP zu machen, das kam mir schon etwas komisch vor.
Ich habe das Gefühl, in Aachen geht man gründlicher vor, ich hoffe, ich täusche mich nicht, und das es die richtige Entscheidung war.

Euch allen wünsche ich frohe Weihnachten und einen
guten Start ins neue Jahr.

herzliche Grüße,

Thomas
Printe
Hi Thomas,
ich hoffe, dass Du im Klinikum die gleichen guten Erfahrungen gemacht hast, wie ich!!!!
Die Variante mit dem Gips stand bei mir auch an. Allerdings stellte ich dann durch andere Untersuchungen recht schnell heraus, wo das Problem lag.....!
Ich drücke Euch ganz feste die Daumen, dass alles gut geht und alles bei Euch genauso gut ausgeht, wie bei mir biggrin.gif
Herzliche Grüße und gute Besserung für Deine Mutter
Printe
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P.S.: Ich antworte erst jetzt, da ich nicht mehr so oft hier auf der Page bin. Wenn Du noch Fragen hast oder ich Euch irgendwie hier in Aachen etwas helfen soll, dann melde Dich am besten per E-Mail!!!!
biggrin.gif winke.gif
Thomas
der Aufenthalt in Aachen hat leider nicht das gebracht, was wir uns erhofft hatten. Nach der stationären Aufnahme bekam meine Mutter zunächst Infiltrationen, die, wie ich es schon vermutet hatte, keine Wirkung zeigten.
Am darauffolgenden Tag wurde ein Testgips angelegt. Damit wurde sozusagen eine Stabilisierungs-OP simuliert. Auch dieser Gips brachte keine neuen Erkenntnisse. Meine Mutter meinte zwar, es sei etwas besser, vor allem auch stabiler, aber aufgrund des enganliegenden Gipses, der auch überall drückte, konnte meine Mutter die Beschwerden nicht genau zuordnen, bzw. eine eindeutige Besserung diagnostizieren.

Aufgrund dieser Voruntersuchungen haben die Aachener Ärzte sich gegen einen Eingriff entschieden, und wir sind so wieder nach Hause, wie wir gekommen waren.

Insgesamt verblieb aber dennoch ein positiver Eindruck zurück. Die Versorgung und Betreuung durch die Schwestern und Pfleger war prima. Nur hatte ich oft das Gefühl, das den Ärzten sehr wenig Zeit blieb, um sich um die Patienten zu kümmern. Prof. Dr. Gilsbach haben wir in den 10 Tagen nur einmal für 5 min. zu Gesicht bekommen.

Zwischenzeitlich hatte meine Mutter für ca. 4 Wochen das Durogesic Pflaster genommen. Die anfänglichen Nebenwirkungen waren wirklich heftig (Erbrechen, Übelkeit, Appetitlosigkeit). Die Nebenwirkungen ließen dann etwas nach, ohne wirklich ganz zu verschwinden, und es ging dann auch etwas besser. Nachdem Sie aber ein paar Kilo Gewicht verloren hatte, haben wir das Pflaster wieder abgesetzt.
Sie hält sich jetzt mit Schmerztabletten über Wasser, denn Anfang April wird sie stationär im Uniklinikum Freiburg aufgenommen und ein paar Tage später wird sie dann operiert. Ich glaube, Sie hat nun alle Möglichkeiten versucht, und ich hoffe jetzt einfach, das die OP eine deutliche Verbesserung bringt. Glücklicherweise hat meine Mutter bei Ihrem Physiotherapeuten eine Frau kennengelernt, die ebenfalls im Uniklinikum Freiburg versteift wurde. Die OP ist zwar schon ein paar Jahre her, aber Sie war und ist bestens zufrieden. Das macht Mut.

Wollte das nur mal berichten.

liebe Grüsse,

Thomas
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