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Komplette Version LWS Versteifung? Prothese?

Bandscheiben-Forum > Spondylodese- (Versteifungs-) Forum > Spondylodese der LWS
Mara
Hallo zusammen
Hab mich hier schon ein bisschen reingelesen, deshalb dachte ich dass ich ja mal nachfragen kann ob mir jemand was raten kann.
Ich bin 27 Jahrealt habe 3 BSV-Vorfälle (3/4-4/5-5S1), lähmungserscheinungen erneut nach OP bei 5S1, 2 OPs habe ich schon hinter mir: 4/5rechts und 5S1links, (in den letzten 3 Jahren)
Nach der 2.OP ging eigentlich erstmal alles glatt; Lähmung Ausfall alles weg , nur Schmerzen hatte ich noch aber es war besser.

Nun habe ich wieder seit 4 Monaten Dauerschmerzen seit 4 Wochen ist auch mein ganzes linkes Bein+Zehen taub, kann links nicht mehr richtig gehen deswegen hinke ich leider etwas, was in meinem Alter nicht so angenehm ist.
Langsam bin ich echt total gefrustet, dauernd Schmerzen dass man heulen könnte, nachts kaum Schlaf, wenn dann auch nur mit Opiaten also totalen Hemmern dass geht doch auf Dauer auch nicht.
Bin bei einem Schmerztherapeuten der meint: Die Lähmung links wird wohl bleiben oder es könnte noch etwas mehr werden aber bei ihrem Rücken kann man nichts mehr machen. Das einzige was er macht sind Opiate, Blockaden (OK hilft für 1-2 Tage gegen die Schmerzen) aber wie geht es weiter?? (Bedenken, hat er bei der Dosis an Medikamenten anscheinend nicht, ich schon)

Weiß einfach nicht mehr weiter, habe jetzt von einem Arzt den Rat bekommen wegen einer künstlichen Bandscheibe. Das Verfahren ist aber noch sehr neu und wird erst ab Alter 35 angewandt (lt. einem Artikel im I-net)

Wer kann mir helfen oder hat ähnliche Erfahrungen?? Auch für Ärzte Empfehlungen bin ich dankbar

Freue mich über Antworten
Liebe Grüße Mara
winke.gif [FONT=Arial][COLOR=blue]
Heidemarie
Hallo Mara,

Ich mache genau wie Du diesen von Dor beschribenen Leidensweg durch. Man hat mir das Bandscheibenfach L4/5 S1 verblockt mit einem Implantat. Vor 14 Tagen habe ich noch eine zusätzliche Versteifungs Op. mit einer WSi Verschráubung bekommen. Ich habe höllische Schmerzen, auch in den beiden Beinen, besonders links. Der Neurologe hatte eine Polyneuropathie bei mir festgestellt, die nicht von einem Diabetes mellitus herkommt. Auch ich nehme Morphium 2 x 100 mg ein, dazu noch die ganzen anderen starken Mittel. Wenn es gar nicht mehr geht bei Dir, dann wende Dich an einem Spezialisten und lasse Dich beraten, hole aber auch mehrere Meinungen dazu ein. Eine Verblockung ist etwas endgültiges. Auf jeden Fall besteht die Hoffnung hierbei, dass eine Besserung eintreten kann, aber leider auch nicht muss.

Heidemarie
Ralf
Hallo Mara,

herzlich willkommen bei uns Bandis.

Meines Wissens nach wird eine künstliche Bandscheibe lediglich in einem Fach eingesetzt. Nebenbei ist diese OP an der LWS nicht gerade von Erfolg gekrönt, während es an der HWS mittlerweile gute Erfolge zu verzeichnen gibt.

Hier mal zusammengefasst die Suchergebnisse zu künstlichen Bandscheiben, die bei uns im Forum schon mal angesprochen wurden.

Suchergebnisse

Meiner Meinung nach solltest Du die Finger davon lassen, es gibt leider zu viele Negativmeldungen darüber.

Wünsche Dir alles Gute und mehr Gesundheit.

Liebe Grüße

Ralf winke.gif
Mara
Hi Ralf
Danke für deine Antwort, auch wenn sie mich nicht gerade aufmuntert. (kannst du aber nichts dafür) hatte mir halt Hoffnungen gemacht
Die Prothese bzw. Versteifung ist mir von den den Ärzten so ungefähr als die letzte Chance, was zu verändern geraten worden (es gibt hier aber auch nur ein Krankenhaus, die auf dem Gebiet schon etwas Erfahrung haben)
Die Andeutung: bleibt halt so-da muss mann sich mit abfinden-Ihr Rücken ist halt halt sehr angegriffen usw. höre ich sehr oft, vor allem spüre ich es ja an den Schmerzen rolleyes.gif

Soll ich mich wirklich mit einem hinkenden Fuss abfinden mit 27 Jahren frage.gif

Was kann man dann noch machen machen?

Kenne mich auch in dem Beeich "was man machen kann" zu wenig aus, suche einfach nur Hilfe.

Im Internet gibt es schon Infos, Kliniken usw. nur stehen oft Berichte von Ärzten drin aber wie kommt man an die ran (ohne Geld zuhaben od. Privatpatient zu sein)

Hinschreiben?

Für Anregungen oder Adressen bin ich immer dankbar
Ganz liebe Grüße mara smile.gif
barbara57
Hi,

QUOTE
Soll ich mich wirklich mit einem hinkenden Fuss abfinden mit 27 Jahren?
Ich würde sagen nein. Vor allem nicht mit 27. Bin selbst 29, also auch nicht gerade alt. Was sagt denn Dein Orthopäde dazu?

Kriegst Du Krankengymnastik? Wenn nicht, dann versuch selbst, Deinen Fuß wieder in Gang zu kriegen. (Zehengang, auf einem Bein stehen). Das klingt prima, ich weiß. roechel.gif Bei mir war es nur eine Op wg. einer Lähmung, und die Lähmung hat sich gebessert (ähnlich wie bei Dir zuerst).

Wenn das schon mal funktioniert hat, warum sollte es jetzt nicht gehen? Existiert ein aktuelles MRT oder CT von Deiner LWS? Will sagen: weißt Du, was da im Moment los ist?

Viele Grüsse,
Barbara

Mara
Hi Barbara
Habe aktuelle MRT Bilder, man sieht darauf auch wieder 2 Rezidiv vorfälle, aber irgendwie auch Narbengewebe.
Bei nochmal einer OP gehts mit der Stabilität nicht mehr, meinte der Neuruchirurg, er hatte eine Verschraubung vorgeschlagen, aber es wären 8 Schrauben nötig und der Erfolg der OP ist nicht gesichert.

Krankengynastik mache ich selber, bekomme immer mal wieder ein neues Rezept, ist zur Zeit von der Übernahme her aber eher schwierig; Die Physiotherapeutin meint allerdings mit den Schmerzen kann man eine konservative Thera nicht mehr machen, die Zehenheber schwäche geht nicht mehr weg. Versuche es aber trotzdem immer wieder.

Es hat sich ja erst 7 Monate nach der OP so verschlechtert, Die Schmerzen warn schon länger aber die Ausfälle sind recht neu.
Nur, wielange soll man solche Dauerschmerzen aushalten, der Schlaf wird beeinträchtig keine ruhige Nacht (Durchschlafen konnte ich schon lange nicht mehr).

Ich hab Kinder halt sehr gerne, da ist für mich wirklich schlimm wenn ich nichts mehr heben darf. sad.gif

Was mir gut gegen die Schmerzen geholfen hat war Lymphdrainagen in der (AHB) Reha nach der 2.OP. Soviel ich weiß wird das aber von den Kassen nicht übernommen, selber zahlen kann ich mir z.Z nicht leisten.
Aber als Tipp: sonst168.gif es hilft oft bei Schmerzen, Rückenproblemen, Verspannung; durch die Vorfälle usw. verspannt sich ja auch der restliche Rücken, [B]

Danke für die Mail
liebe güße bis bald mara
winke.gif
Mara
Nachtrag: Hab noch eine Frage? frage.gif

Wer kann mir kurz erklären was => myleographische kompression des Duralsackes [B] und -Spondyolose- bedeutet stand beim MRT dabei, die Wörter alleine wären mir janoch klar aber zusammen?

Danke
Liebe Grüße
Mara[COLOR=blue]
barbara57
Hi,
QUOTE
Das Rückenmark (Myelon) sowie die hieraus hervorgehenden Nervenwurzeln schwimmen in einem flüssigkeitsgefüllten sackartigen Gebilde ("Duralsack")

Ich würde sagen: auf der Aufnahme ist zu erkennen, daß Deine Nerven bedrängt werden. (Daß man das immer so kompliziert schreiben muß!)
QUOTE
Als Spondylose (Spondylopathie) werden degenerative (= verschleißbedingte) Veränderungen an der (knöchernen) Wirbelsäule bezeichnet.
(Tippfehler?)

Nicht verzagen, Google fragen.

Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende,
Barbara
Ralf
Hi Mara,

was spricht denn gegen eine ganz normale OP? Abfinden sollte man sich damit nicht.

Printe hat auch mehrere Vorfälle in der LWS operiert bekommen, bekommt jetzt sogar ein Baby und ist seit Anfang des Jahres nach eigenem Bekunden schmerzfrei.

Deine Diagnose ist ein wenig merkwürdig. Allein das Wort "myleographische" sagt ja eigentlich aus, daß eine Myelographie gemacht wurde. Ansonsten hat Barbara das schon richtig geschrieben.

Warst Du schon mal bei einem Schmerztherapeuten, damit Du schmerztechnisch richtig eingestellt wirst? Erst wenn Du keine Schmerzen mehr hast, macht Krankengymnastik Sinn.

Liebe Grüße

Ralf winke.gif
Printe
Hallo Mara,
wie Ralf schon schreibt, habe ich eine ähnliche Geschichte hinter mir, wie die, die Du gerade erlebst.
Ich bin nun 29 Jahre alt und hatte von 2000 bis 2002 vier Bandscheiben OP`s hinter mich gebracht. Bei mir sind eigentlich alle BS in der der LWS betroffen.
Es sind verschiedenen Dinge bei mir gemacht worden (Schmerztherapie, OP, KG, SCS-Gerät, PDA-Dauerkatheter usw.). Was nun letztendlich geholfen hat, weiß ich nicht. Nach den OP`s ging`s mir zumeist besser. Im Anschluss an die letzte OP (Nov. 2002) wurde ich in eine Orthese (Ganzkörperkorsett) gesteckt und musste damit 3 Monate rumlaufen. Das war zwar nicht gerade angenehm, hatte aber den Effekt, dass sich die ganzen Wirbelsäulenstrukuren beruhigen konnten und ich ganz langsam und gezielt mit einem Muskelaufbau beginnen konnte, ohne, dass ich mir im "Alltag" wieder etwas "kaputt" mache. Ich denke, dass gerade die Dinge, die im letzten Jahr gelaufen sind, letztlich zum Erfolg geführt haben.
Bandscheibenprothesen bei mehreren Vorfällen in so jungen Jahren, wie bei uns einzusetzten ist - laut "verantwortungsvoller Fachleute" - nicht gerechtfertigt.
Man sollte nicht vergessen, dass diese ganzen künstlichen Verfahren noch nicht ausgereift und mit sehr, sehr vielen "Ungereimtheiten" behaftet sind.
Eingebaut ist das Ding schnell, aber wenn es dann nicht besser, oder sogar schlechter wird, dann ist es eine "Einbahnstraße", aus der es kein Zurück mehr gibt.
Da wäre ich sehr, sehr vorsichtig. Mein behandelnder Neurochirurg hier in Aachen hat mich immer davor gewarnt und verfolgte die Strategie, immer nur die notwendigsten Stellen zu operieren (d.h. ausschließlich das Bandscheibenmaterial in den Etagen zu beseitigen, wo ganz offenlichtlich Nerven "abgeklemmt" wurden, ohne Einsatz von "Fremdkörpern").
Auch ein SCS-Gerät wurde bei mir ausprobiert (allerdings leider ohne Erfolg).
Ich kann Dir wirklich nur raten, dass Du sehr vorsichtig auf vielversprechende OP-Methoden reagieren solltest. Ich bin selber 2 Jahre mehr oder weniger hinkend durch die Gegend gelaufen, oft ging das Laufen auch gar nicht und ich habe hier wochenlang gelegen bzw. in der Klinik. Es war eine üble Zeit und ich habe immer gehofft: "Wann kommt den endlich DIE Lösung", das kann doch nicht sein, dass ich nun X Spezialisten auf dem Gebiet befragt habe und immer noch hier mit diesen erbärmlichen Schmerzen und Ausfällen im Bein liege.....!
Rückblickend bin ich den "Spezialisten", die mir zum Abwarten geraten haben heute sehr, sehr dankbar. Heute kann ich sagen, dass ich komplett schmerzfrei bin. Medikamente nehme ich nun schon seit Februar diesen Jahres gar keine mehr.
Ich kann sportlich wieder eine Menge machen. Auch das Sitzen (was lange Zeit ein Ding der Unmöglichkeit war) ist wieder gut möglich.
Eigentlich führe ich inzwischen wieder ein ganz normales und altersgerechtes Leben.
Der Rücken spielt dabei kaum eine Rolle. Klar, ich versuche mich im Alltag rückengerecht zu verhalten und auch jetzt während meiner Schwangerschaft (bin nun im 8. Monat wink.gif ) gelten einige andere "Regeln" (z.B. bei der Schwangerschaftsgymnastik oder der Geburtsvorbereitung) als bei "ungeschädigten" Frauen. Aber es sind wirklich Einschränkungen, mit denen man sehr gut leben kann.
Wenn man bedenkt, dass mein Körper es inzwischen schafft mit so vielen Kilos, die nun durch die SS hinzugekommen sind, mehr "schmerzfrei" klar zu kommen, dann bin ich wirklich sicher, dass alles auf einem sehr guten Weg ist.
Nun habe ich für Dich sicher kein Patentrezept. Das ist klar! Zumal ja jeder Fall auch anders liegt. Dennoch will ich Dir einfach raten, allen operativen Eingriffen sehr kritisch gegenüber zu stehen. Besonders, wenn es sich um künstliche Bandscheiben bzw. Versteifungs-OP`s handelt. Man darf Dein Alter bei der Geschichte nicht vergessen. Die Wirbelsäule sollte Dich ja noch etliche Jahrzehnte "tragen". Niemand kann Dir sagen, wie die Materialeigenschaften des "eingebrachten" Materials in einem bzw. 5 oder 10 oder 20 Jahren reagieren. Bei den künstlichen BS können Abnutzungserscheinungen auftreten, die Dinger können sich lösen und weitere Schäden in der WS-Verursachen u.s.w.! Bei den Versteifungs-OP`s besteht die Gefahr, dass Stäbe brechen bzw. die darüberliegenden BS (bei Dir dann schon in der BWS) kaputt gehen, da die Statik derart verändert wird, dass in den höhrern Etagen eine größere Belastung auftritt, die neue Schäden verursacht.
Vielleicht ist es Dir möglich ein SCS-Gerät auszuprobieren. Das wäre ev. eine Option, von den starken Medikamenten runterzukommen (einfach mal als Suchwort hier im Forum eingeben). Wenn Du dann die Schmerzen irgendwie in den Griff bekommen hast, wäre es unbedingt notwendig, mit ganz vorsichtiger KG loszulegen.
Dazu könntest Du eine Reha machen (vorsicht bei der Auswahl der Kliniken, es sollte eine hochspezialisierte Wirbelsäulenklinik in Deinem Falle sein....alles andere hat keinen Sinn und kann Deine Lage u.U. noch verschlimmern) oder eben regelmäßige ambulante und gute KG......!
Ansonsten kann ich Dir wirklich nur raten - auch wenn`s verdammt hart ist - Geduld aufzubringen und vielleicht noch mal bei Spezialisten vorstellig zu werden (unsere Aachener Neurochirurgie kann ich persönlich sehr empfehlen biggrin.gif ), die vielleicht Deine Rezidiv-Vorfälle beseitigen.....! Damit wäre der physikalische Dauerdruck auf die Nerven ja erstmal weg und diese könnten sich erholen (übrigens hieß es bei mir auch von Zeit zu Zeit, dass das taube Gefühl im Fuß bleibt.....ich habe heute NICHTS mehr smile.gif .....also, abwarten und keine Angst!!!!).
Ich wünsche Dir auf jeden Fall von Herzen gute Besserung und liebe Grüße
Printe
winke.gif
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Angepasst von Shaun Harrison
Übersetzt und modifiziert von Fantome et David, Lafter