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Komplette Version HWS-OP

Bandscheiben-Forum > Operationen
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Mausebein
Hallo, ich war beim Neurochirurgen und es wurde mir angeraten, mich einer OP der Bandscheiben C 5/6 und C6/7 zu unterziehen,
da ich neben Therapieresistenz starke Schmerzen im rechten Arm bis in die Finger und einen Kraftverlust im linken Arm habe.
Ich bin seit Jahren in Behandlung. Nach einem Schleudertrauma im November 2005 haben sich meine Beschwerden massiv verschlechtert, so dass auch chronische Kopfschmerzen und Bewegungseinschränkungen nach links ( vorher nur rechts), sowie Ausstrahlungen in die linke Gesichtshälfte dazu kamen. Seit dem bin ich ständig in physiotherapeutischer Behandlung und mache auch Reha-Sport. Nichts hilft wirklich. Ich habe große Angst vor einer OP, aber der Neurochirurg sagte, da die Vorfälle medial liegen, ist die Gefahr einer Querschnittslähmung durch eine "falsche" Bewegung gegeben ist. Eine OP sei daher dringend und baldigst anzuraten.
Wer hat sich einer solchen OP schon unterzogen? Wer kann mir einen Rat geben?
Danke Mausebein schulterzuck.gif
Eumel1979
Hallo und herzlich Willkommen hier!

Das hört sich ja nicht so toll an bei Dir!

Habe auf dem Gebiet HWS-OP keinerlei Erfahrungen.

Aber ich persönlich würde bei Deinen Beschwerden schon über eine OP nachdenken. Falls jemand "nur" Schmerzen hat, bin ich persönlich der Meinung, dass man es durchaus ohne OP versuchen sollte, liegen allerdings Lähmungen/Ausfallerscheinungen usw. vor, sollte man durchaus eine OP in Erwägung ziehen. Wenn Du Zweifel hast, solltest Du Dir unbedingt eine Zweitmeinung bei einem weiteren NC einholen. Wichtig ist das Vertrauen in den möglichen Operateur. Du mußt überzeugt davon sein.

Was hast Du denn bisher außer KG schon probiert?

Bei welchen Ärzten bist Du asnsonten in Behandlung

Hier wird bestimmt noch der ein oder andere etwas schreiben. Keiner kann Dir zu einer OP oder dagegen raten. Die Entscheidung mußt letztendlich immer Du alleine treffen...

Erst mal alles Gute
LG Eumel
wi-ro
Hallo Mausebein,

erstmal herzlich willkommen im Forum wink.gif

wann ist eine OP-Indikation gegeben:

- wenn Schmerzen auch trotz Medis das Lebensgefühl stark Einschränken.
- wnn neurologische Ausfallerscheinungen wie Taubheitsgefühl, Abeisdenlaufen oder Lähmungserscheinungen vorhanden sind.

Hat Dir denn der NC erklärt was und wie operiert werden soll ?
warst Du schon bei einem Neurologen ? der kann messen ob und wie stark Deine Nerven bedrängt sind.
Hast Du auch Austrahlungen (wie Muskelkater) in den Beinen

Gerald winke.gif
Mausebein
Hallo, Eumel,
danke für die schnelle Antwort. Ich bin bei mehreren Ärzten parallel in Behandlung:
Orthopäde, welcher mir andauernd Krankengymnastik, Strom, Manuelle Thrapie und Schmerzmittel verordnet. Auch Quaddeln gehört zu seinen Therapieversuchen. Sämtliches hält nur kurz an und ich bin in jedem Quartal vorstellig.
Ebenfalls seit dem Unfall bin ich beim Neurologen (wegen der ständigen Kopfschmerzen) in Behandlung, der verschiedene Tabletten und Spritzen probiert, was ebenfalls nur kurz oder gar nicht hilft. Vor kurzem habe ich einen Ohrenarzt konsultieren müssen wegen Druckgefühl und Ohrgeräuschen, der dann auch die HWS als Ursache erwog.
Ich selber mache wie erwähnt Reha-Sport, Wärmebehandlungen, TENS-Gerät anwenden und progressive Muskelentspannung.
Ich habe seit Jahren die Beschwerden, nun sind der starke Schmerz im rechten Ellenbogengelenk und Probleme beim Greifen dazu gekommen und eben die Kraftverringerung im linken Arm, was von dem Vorfall C5/6 rührt.
Weil ich solche Angst vor der OP habe, habe ich noch einen Termin bei einem anderen Neurochirurgen vereinbart. Da will ich mir dann eine zweite Meinung einholen. Der erste Neurochirurg war der Professor des Unfallkrankenhauses Berlin, ein Spezialist aud diesem Gebiet. Der zweite ist dann aus dem Virchowklinikum Berlin. Bin gespannt, was der dazu meint.
Liebe Grüße
Mausebein

wi-ro
Hallo,

hat man Dir denn schon gesagt was und iwe operiert werden soll ?

Gerald winke.gif
Mausebein
Hallo, Gerald,
ja, meine Lebensqualität ist eingeschränkt, ich habe oft Kopfschmerzen, ständig Nackenschmerzen und -verspannungen und renne laufend zur Physiotherapie. Das ist sehr belastend, denn nach der Arbeit möchte man sich eigentlich anderen Dingen widmen, als solchen.
Beruflich als Erzieherin ist es auch nicht einfach, wenn man Kinder heben und tragen muss bzw. bei den Großen nervlich sehr gefordert wird, das bei andauernden Kopfschmerzen. Meine rechte Hand ist in der Greiffähigkeit oft eingeschränkt, wodurch man als Rechtshänder doch gehändikäpt ist. Der Kraftverlust links fällt mir überwiegend beim Rehasport bei Kraftübungen auf.
Das Ameisenlaufen und Kribbeln im der rechten Hand und im Nacken habe ich seit Jahren. Der Neurochirug hat eine beginnende Myleopathie festgestellt. Der mediale Vorfall ist für ihn eine zwingende Indikation, wegen der Gefahr einer Querschnittslähmung, die ohne Vorwarnung durch eine "falsche" Bewegung ausgelöst werden könnte. Der MRT-Befund ist aktuell vom 12.2.08.
EMG wurde vor 1 1/2 Jahren gemacht, war aber zu der Zeit noch nicht auffällig.
Ich habe auch Beschwerden im linken Bein, also Kribbeln bis in die Großzehe und manchmal knicke ich im Knie weg, hatte das aber bisher nicht mit der HWS in Verbindung gebracht, kann das auch daher rühren?
Gruß Astrid
Mausebein
Hey, Gerald,
also die OP soll vorn vorne erfolgen. Der Professor hat mir das so erklärt: Das Bandscheibenfach C5/6 und C6/7 sollen beräumt werden und die Randzacken der Wirbelkörper abgetragen werden. Dann wird ein Bandscheibenersatz eingesetzt. Die stationäre Nachsorge beträgt etwa 1 Woche.
Gruß Mausebein
wi-ro
Hallo,

Zitat
Ich habe auch Beschwerden im linken Bein, also Kribbeln bis in die Großzehe und manchmal knicke ich im Knie weg, hatte das aber bisher nicht mit der HWS in Verbindung gebracht, kann das auch daher rühren?


da die Nerven für die Beine im Rückenmark der HWS aussen verlaufen, könnte es sein, das Deine Beschwerden in den Beinen damit zu tun haben. Deshalb meine Frage nach einem Neurologen.

Wenn eine "beginnende Myleopathie" vorhanden ist, sollte eine OP nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden.

Zitat
Dann wird ein Bandscheibenersatz eingesetzt


hat er von einer Prothese oder von einem Cage gesprochen ?

Gerald winke.gif
Mausebein
rolleyes.gif Hallo, Gerald,
ich weiß nicht genau ob es ein Cage oder Bandscheibenersatz war, ich war so perplex, dass die OP ansteht, dass ich nicht mehr genau weiß, was er gesagt hat. Wenn ich drüber nachdenke, war es glaube ich ein Cage. Also, da war ein Plakat mit ganz vielen verschieden ..... an der Wand. Es war aber alles in englisch beschrieben und da bin ich nicht so sattelfest, schon gar nicht medizinisch. schulterzuck.gif
Gruß Mausebein
isab
Hallo Mausebein,

vor der OP brauchst Du keine Angst zu haben,
im OP bist Du in den besten Händen.

Bedingt durch mittig liegende Bandscheiben-
vorfälle haben sich mit der Zeit Verknöcherungen
gebildet, welche Rückenmark und Nervenwurzeln
bedrängen.

Diese Verknöcherungen bekommt man nicht mit
konservativer Therapie in den Griff, der Rücken-
markskanal wird mit der Zeit immer enger und die
Beschwerden werden immer schlimmer.

Bei mir wurde eine Spondylodese von C 4 bis
C 7 gemacht, jetzt fast 4 Monate nach der 3. OP
wird es langsam besser.

Hole Dir noch eine 2. Meinung.

Ich wünsche Dir alles Gute.

LG Isab wink.gif
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