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Komplette Version 07740 klinik universitätsklinikum jena

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soldatenfrau
hallo wink.gif

ich möchte an dieser stelle von meinem aufenthalt und meinen eindrücken von der neurochirurgische station der friedrich-schiller-uni in jena berichten.

nachdem bei mir sämtliche konservative therapien nicht mehr halfen, sollte ich ende märz zur op in diese klinik. zuvor war ich bereits einige male ambulant dort gewesen um mich behandeln zu lassen. schon an dieser stelle lief einiges schief...

bei dem gespräch zur op vorbereitung wurde mit mir ein termin ende märz vereinbart. ich sollte einen tag vorher nochmal anrufen. bei diesem telefonat wurde mir dann mitgeteilt, dass die op verschoben werden mußte. ich sollte von nun an auf einen morgendlichen anruf warten, in welchem man mir mitteilen würde, wann ich nun operiert werden solle.. das allein fand ich schon ziemlich beknackt rock.gif nach gefühlten monaten kam am 7.april der anruf dass ich am 8. erst einmal zur aufnahme kommen sollte. diese fand dann auf dem flur der station statt, wo jeder zuhören konnte. ausserdem konnte ich den arzt kaum verstehen (augenscheinlich war er inder-grundsätzlich kein problem!). die aufnahme streckte sich insgesamt-durchgeführt von insges. 5personen welche abwechslnd kamen-über etwa 4stunden. ich mußte die gesamte zeit auf dem flur sitzen (wo das so gut ging mit nppl5/s1 zwinker.gif) weil in "meinem" bett noch wer anders lag.

die op verlief soweit gut. die nachbetreuung (stationär) war der reinste horror. ich mußte mehrmals klingeln-bei schweren schmerzen-damit überhaupt mal jemand kam. und selbst dann war es keine garantie dafür, schmerzmittel zu bekommen. es wurde schlichtweg vergessen hammer.gif
es ist mir durchaus klar, dass das pflegepersonal überlastet ist und es mit sicherheit auch pat. mit schwereren gesundheitlichen problemen gibt-bin schliesslich selbst krankenschwester. aber das fand ich einfach nur vogel.gif
da ich gründonnerstag operiert wurde, war ich über ostern in der klinik. die sation war bis ostermontag so überbelegt, dass die pat. auf den fluren bzw. in den vorzimmern lagen -SCHWERKRANK. mir ist klar wie der andrang entsteht- es ist trotz allem unfassbar für mich.

weiterhin wurde ich kurz vor entlassung in ein anderes zimmer verfrachtet(ohne bad-das war über den flur. eigentlich als bad für menschen mit rollstuhl o.ä. gedacht, war es wohl eher der lagerraum) .

zur visite erschien jeden tag ein anderer arzt. fragen wurden nur teilweise-wenn überhaupt- beantwortet. im entlassungsbrief standen dann auch nur sachen drin, die einfach nicht stimmten: z.b. habe ich physiotherapie erhalten (wohl im tiefschlaf), ich hätte keine schmerzen mehr (dabei hab ich neben meiner festen medi's tgl. oft bedarf eingeholt) usw.

insgesamt war ich froh, dass ich nach hause durfte. übrigens zu früh-wegen der überbelegung.

ich find es einfach nur schade.. wie gesagt, bin selbst krankenschwester und mache bestimmt
(selbstverständlich) auch fehler. aber das war einfach zu viel!

ich hoffe, andere machen nicht so negative erfahrungen dort.



joggeli
Hallo soldatenfreu,

schön, dass Du Deine Eindrücke hier niederschreibst - ist immer wieder ne Hilfe für andere.

Hab Deinen Beitrag mal zur PLZ 0 verschoben zwinker.gif

Zitat
bin schliesslich selbst krankenschwester

Das bin ich auch - ging es Dir nicht auch immer so, dass man sich grad bei Patienten, die auch vom Fach sind/waren, doppelt so genau geschaut hast, dass alles läuft? Grad weil sie ja hinter die Kulissen schauen können.
Ich hab das eigentlich nie bewusst gemacht - aber irgendwie kam das automatisch - einmal beim Chefanästhesisten ne Leitung gelegt - man hab ich geschwitzt roll.gif

Dir weiterhin alles Gute

joggeli
soldatenfrau
hallo joggeli wink.gif

es mag schon sein, dass wenn man vom fach ist doppelt hinschaut. aber ist das nicht schlimm, dass man das überhaupt muss?! was ist mit denen die keine ahnung haben.. müssen die sich etwa alles gefallen lassen? ich habe oft den eindruck das es so ist kinnkratz.gif


ich werde versuchen, nach und nach, alle kliniken hier aufzuführen (in denen ich erfahrungen gemacht habe-als patient natürlich zwinker.gif ). in der hoffnung, andere erleben nicht das gleiche.
ich find es immer schlimm genug, dass man ins krankenhaus muss. deshalb sollte die zeit dort doch
gut verlaufen...


winke.gif
joggeli
Huhu soldatenfrau,

Zitat
aber ist das nicht schlimm, dass man das überhaupt muss?!


Ja da stimm ich Dir völlig zu!!

Zitat
was ist mit denen die keine ahnung haben.. müssen die sich etwa alles gefallen lassen? ich habe oft den eindruck das es so ist


Nein sicher müssen die sich nicht alles gefallen lassen - aber man hat schon mehr Vorteile, wenn man vom Fach ist und Ahnung hat - traurig, dass es so ist, aber eben.

Wünsch dir alles Gute

joggeli
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