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Komplette Version Kann eine feste Spondylodese wieder brechen ?

Bandscheiben-Forum > Spondylodese- (Versteifungs-) Forum > Spondylodese der LWS
stevie
Hallo ,

Ich habe eine fachliche Frage. Kann eine stabile Spondylodese wieder "verschwinden" wenn Sie mal stabil war ?
Ich wurde gerade Revisions-Operiert wg. instabilier Spondylodese. Diese war auch sehr gut zu sehen (CT und während der OP deutliches wackeln)
Jetzt geht es mir besser. Die Ärzte vorher behaupten jedoch die Spondylodese wäre fest gewesen. Vom Schmerzgefühl war das vollkommener Quatsch, da ich
immer wahnsinnige Schmerzen hatte und das jetzt schon besser ist. Aber wo soll die Spondylodese denn hin sein wenn Sie angeblich mal stabil ausgeheilt sein sollte ?
Das widerspricht sich alles und ich denke hier geht´s nur darum seine eigene Fehlleistung zu kaschieren.

Hat hier jemand Ahnung? Wenn´s mal richtig fest ist sollte es doch so bleiben (Es sei denn ich stürz mich irgendwo runter, denn brechen kann alles )?

Bitte um eure Meinungen / Kommentare. Bräuchte Infos hierzu.

Danke,

Stevie
splittersack
Hallo Stevie,

also eine Versteifung die ausgeheilt sein soll, ist ja auch schon verknöchert. War bei dir die Verknöcherung

schon abgeschlossen ? Wie lange ist deine erste Spondy denn her ?

Schrauben können sich ( glaube ich ) lockern.

Da du nach OP nie schmerzfrei warst, könnte es gut sein, dass die Schrauben nie richtig fest waren.

Es werden sich aber bestimmt noch andere melden, die noch mehr Fachwissen haben.

Gruß + gute Besserung
Mike
Ave
Hallo

Prinzipiell ist eine Versteifung mit ausreichender Verknöcherung stabil - vor allem belastungsstabil. zwinker.gif

Nach erfolgter Verknöcherung können bei Bedarf die Fixateure und evtl auch die Schrauben wieder entfernt werden - schließlich hält ja dann das "angebaute" Knochenmaterial alles fest.
Allerdings ist dazu halt wieder ein Eingriff nötig und deswegen lässt man Fixateure und Pedikelschrauben - sofern der Patient damit keine Probleme hat - im Körper.
Dadurch kann es natürlich gelegentlich zu Schraubenlockerungen (die aber bei erfolgreicher Verknöcherung nichts an der Stabilität der Spondy ändern dürften) oder zu Schraubenbrüchen (wg Materialermüdung) kommen.

Lg
Maria
lalilu
Hallo Stevie,

ich hatte vor 4 Wochen ebenfalls eine Re-Spondy. Bei mir waren die beiden linken Schrauben deutlich gelockert. Dadurch hat der Cage sich schon in meinem Wirbel mit Furchen verewigt.
Eine Verknöcherung hatte auch nach einem Jahr nicht statt gefunden. Ich habe hinz und kunz befragt wie es dazu kommen konnte, aber bis heute keine klare Aussage bekommen. Scheinbar ein Teufelskreis. Die Schrauben lockern sich weil keine Verknöcherung statt findet. Und die Verknöcherung kommt nicht, weil die Schrauben immer in Bewegung sind!!!!

Ich bin ganz sicher, dass wenn bei der 1.OP etwas nicht ok war, mir das keiner sagen würde! Und selbst wenn, was hätte man davon?

Wie lange ist Deine Re-Spondy jetzt her? Wie gehts Dir jetzt?

Liebe Grüße
lalilu
Ave
Hallo lalilu

Stevie hatte ja explizit nach einer festen Versteifung gefragt, also einer Versteifung mit abgeschlossener, erfolgreicher Verknöcherung (die Versteifungsoperation ist immer nur der erste Schritt zur eigentlichen Versteifung, die Schrauben und Fixateure fusionieren ja erst einmal nur die Wirbel miteinander, dadurch wird die Bewegung aus dem Segment genommen und das ist für den Körper normalerweise der Startschuss dafür, dass er die betroffene Etage mit Knochenmaterial durchbaut. Erst, wenn dieser Prozess ausreichend vollendet ist, ist die Spondylodese gelungen)

Das lag in Deinem Fall ja nicht vor. Du hattest eine sog. Pseudoarthrose auf Grund einer fehlenden bzw unvollständigen Verknöcherung. Alleine das ist normalerweise schon ein Grund für eine Re-Spondy. Bei Dir lag dann auch noch die Schraubenlockerung vor, von daher war auch die Spondylodese an sich nicht mehr (belastungs)stabil.
Ob die Verknöcherung nicht stattfand, weil die Schrauben locker waren oder die Schrauben locker wurden, weil keine Verknöcherung stattfand - das ist fast so wie die Frage nach dem Huhn und dem Ei zwinker.gif . Ich bin mir sicher, dass Deine Ärzte mehr wissen, als sie sagen...

Ich persönlich denke ja, dass Stevies Spondy nie richtig verknöchert war, dafür würde sein permanenter Schmerz sprechen und eben die aufgetretene Instabilität der Versteifung.
Leider ist es nicht so selten, dass Ärzte meinen, alles wäre "bombenfest", wenn der Patient mit Cage, Pedikelschrauben und Fixateuren versorgt ist - oft wird auf die Verknöcherung wenig Wert gelegt.
Könnte mir durchaus vorstellen, dass es in Stevies Fall evtl auch so gewesen sein könnte.

Mir selbst ist es ja passiert, dass mich mein NCH zwecks Verknöcherungskontrolle in die Radiologie zum Röntgen geschickt hatte. Anstatt mir die Bilder gleich auszuhändigen, wurde ich dann noch zu einem Radiologen zitiert, der mir meine RöBis erklären wollte. stirnklopf.gif (interessanterweise hatte der da zum ersten Mal entdeckt, dass ich einen Gleitwirbel habe - den hatte der Blindfisch vorher nie gesehen...) Jedenfalls laberte der mir ein Ohr ab (Osteochondrose und blablabla), da unterbrach ich ihn und meinte, das würde ich alles wissen, mich würde nur interessieren, wie die Verknöcherung voran ginge. Da starrte der mich völlig verständnislos an und meinte "Wie Verknöcherung?" Also erklärte ich ihm das mit den Bienchen und den Blümchen, äh nein, das mit der Spondy und der Verknöcherung natürlich, da guggt der noch blöder und meinte: "Da braucht doch nichts zu verknöchern, dafür haben Sie doch die Schrauben und Fixateure im Rücken". nein.gif stirnklopf.gif
Ja ne is klar.... Ich konnte da auch nicht meinen Mund halten, hab ihm die RöBis aus der Hand genommen und geantwortet "Ja und deswegen sind Sie nur Radiologe" hab mich umgedreht und bin gegangen.

Aber leider kann einem das eben nicht nur bei Radiologen passieren, sondern auch bei Neurochirurgen/Wirbelsäulenspezialisten.

@Stevie: Warst Du nach der 1. Versteifungs-Op alle 6 Monate bei der Veknöcherungskontrolle bzw haben Dir die Ärzte das gesagt, dass Du das überprüfen lassen sollst?

Lg
Maria
lalilu
Hallo Ave, hallo Stevie,

@Ave:
Danke für den Hinweis.
Mir ist natürlich klar, dass mein Fall "etwas" an der Frage von Stevie vorbei geht. Da ich jedoch auch eine Re-Spondy hinter mir habe, vorrangig wegen Osteochondrose, bin ich neugierig wie es anderen danach ergeht. Und welche Erfahrungen sie gemacht haben. Warum sich da bei mir was gelockert hat, sehe ich inzwischen nicht mehr so pessimistisch. Ich sage mir für mich, dass mein Körper mit dem vielen Fremdmaterial nicht klar kam. tongue.gif Vielleicht waren es ja "Montagsschrauben"
Ansonsten war ja bei mir nach der OP alles ok, es ging mir gut. s. auch mein Profil.

@Stevie:
Noch einmal die Frage, wann war Deine Re-Spondy und wie ist es inzwischen bei Dir? Kannst Du schon einschätzen ob es Dir jetzt besser geht?
Würde mich freuen, wenn Du Deine Erfahrungen mitteilst.

Liebe Grüße
lalilu
stevie
Hallo Zusammen,

Vielen Dank für die Antworten. Diese bestätigen mir meine Meinung: Da war nie etwas richtig fest.

Ich frage dies, weil ich eine Horror-Geschichte hinter mir habe, und diese noch nicht ausgestanden ist.

Zuerst das positive: Ich habe vor 5 Monaten eine dorsoventrale Spondylodese L5-S1 in Langensteinbach gemacht bekommen. Revision aufgrund
Pseudoarthrose. Intraoperativ sah man dann auch das alles locker war, alles hat gewackelt.
Dort wurde mir wirklich gut geholfen. Die OP war super, wirklich Qualitätsmedizin. Kein Vergleich zu dem war ich vorher in Homburg/Saar erleben musste.

Jetzt geht es mir besser als in den ganzen letzten vier Jahren zusammen. Natürlich braucht das alles noch seine Zeit, aber wenigstens langsam und die Richtung stimmt.
Ich hatte fast vier Jahre permanent Schmerzen und konnte nicht mal mehr in den Supermarkt gehen. Wenn ich´s getan habe konnte ich vor Schmerz 2 Tage nicht mehr schlafen. Die letzten 3 Jahre habe ich fast nur im Liegen verbracht.

Nun das unerfreuliche. Ich bin natürlich seit über 3 Jahren nicht mehr in der Lage zu arbeiten. L5-S1 ist einfach bei jeder Bewegung, sitzen, autofahren beteiligt. Ich konnte nichts mehr machen und habe nach nur 30 Minuten wahnsinnsschmerzen bekommen. Nicht nur schlimm genug das mich die Uniklinik Homburg schlecht operiert hatte, auch die Nachbehandlung war quasi nicht vorhanden und ich wurde als Psycho abgestempelt. Nicht genug wurde ich auch dort begutachtet für meine BU- Versicherung. Ergebnis: voll arbeitsfähig, stabile Spondylodese. Alle meine Schmerzen und Probleme wurden ignoriert. Mir wurde noch empfohlen die Schrauben entfernen zu lassen. Das haben die dann auch noch getan. Wieder eine OP verkauft.
Mit unerträglichen Schmerzen wollte ich weiterhin wissen was mit mir los ist. -> Behandlung abgelehnt.

Jetzt endlich konnte man mir in Langensteinbach sagen was ich habe. Pseudoarthrose, völlig instabil. Revision dringendst erforderlich.

Meine Versicherung zahlt seit 3 Jahren nicht und ich muss vor Gericht ziehen.

Hat irgendjemand evtl. Tipps oder Links/Verweise bzgl. BU wg. instabiler Spondylodese / Pseudoarthrose ?
andreas49
hi stevi
entschuldige das ich mich einklinge
ich hab da mal eine frage
hat denn dein bu-versicherung schon gezahlt ?
gruß
andreas
stevie
Nein, hat seit 3 Jahren nicht gezahlt. Angeblich umfangreich geprüft und dann Leistung abgelehnt.
An meiner Berufs- und Erwerbsunfähigkeit in den letzen, fast vier Jahren bestand für mich kein Zweifel. Ich hatte nur noch Schmerzen und niemand
hat mir geholfen. Kein Arzt wollte mich diagnostizieren, ich wurde als prima operiert und psycho abgestempelt. Habe Schmerztherapie, Psychotherapie und
zuletzt eine Schmerzpumpe empfohlen bekommen.

Glücklicherweise bin ich nach Langensteinbach. Dort wurde innerhalb 3 Tagen eine eindeutige Pseudoarthrose diagnostiziert, welche sofort operiert werden muss.

Seit dieser Revision geht es mir erstmals etwas besser. Jedoch ist´s noch ein langer Weg und da meine Versicherung nur gezahlt werden will und nicht zahlt
habe ich nicht nur gesundheitliche Probleme.
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