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Komplette Version Bandscheibenmatraze auf Kosten der Krankenkasse

Bandscheiben-Forum > Behandlungsmöglichkeiten für Zuhause
marco29
Hallo,

ich wollte gerne von euch Bandis in Erfahrung bringen was ich alles von einer Krankenkasse erstattet bekomme um meine Bandscheibe zu schonen.

Kann ich zum Beispiel eine Bandscheibenmatraze auf Kosten der Krankenkasse beantragen und was gibt es noch für Hilfsmittel was die Krankenkasse erstattet was meine Bandscheibenprobleme lindert.

Wäre sehr dankbar über Eure Anregungen und Hilfreiche Tipps.

P.S. Ich wünsche alle Bandis auf diesen Weg gute Besserung und gibt uns Gott die Kraft unsere Schmerzen zu bekämpfen.
R'Mark
Guten Morgen Marco,

eine Bandscheiben-Matratze in dem Sinn gibt es nicht, höchstens körperunterstützende
Schlafsysteme und richtige Nackenstützkissen kinnkratz.gif
Ich kenne derzeit keine gesetzliche Krankenkasse, die noch einen Zuschuss bezahlt !
Wie alt ist dem deine Schlafunterlage und aus was besteht die. Vielleicht kann
man hier provesorisch für gewisse Zeit etwas manipulieren für den körpergerechten Schlaf.
Da es um persönliche Daten geht kannst mich ja mal anmailen.

Einen schönen Tag smilie_up.gif R'Mark
Harro
Moin Marco,
hatte gestern schon was zu diesem Thema geschrieben.
Schau mal HIER nach.
Von der Krankenkasse bekommst du nichts, aber du kannst es unter gewissen Bedingungen von der Steuer absetzen.

Viele Grüsse Harro
maeusi
Du versuchst jetzt aber auf Biegen und Brechen Geld zu sparen oder zu bekommen? Kam mir gerade nur in den Sinn...ist ja fast wie die Brust-OP beim Finanzamt einzureichen :-)

Alles Gute

maeusi
R'Mark
Aber hallo Maeusi,

schlechter Vergleich smilie_auslachen.gif
Gemobbt wird hier auch nicht - O D E R ?

L.G. R'Mark
Bobbylein
Hallo Marko!

Es gibt wohl keine Möglichkeit, die kosten bei der KK einzureichen und auch beim Finanzamt sieht es wohl eher schlecht aus.

Gesunden Schlaf muß man sich selber finanzieren, so ist es nun mal!

Liebe Grüße von Bobby

marco29
Danke für eure Hilfe. Wer von euch Bandis hat für seinen Rücken schon Hilfsmittel gekauft und was hat er an Erfahrungen mit der KK gemacht.

Wäre über eure Erfahrungsberichte sehr dankbar.
Markus
Hi

Ich habe ja ein gutes Jahrzent in der Hilfsmittelversorgernbanche zugebracht (da kann man herrlich sein Kreuz zerschroten bei) und kann da ein klein wenig zu sagen.

Also, ich habe ein paar spezielle Fälle gehabt in denen die KK (gesetzliche) die Kosten für eine spezielle Matratze aufgrund Wirbelsäulenerkrankung/Schädigung übernommen hat. Das ist aber nicht ganz einfach.

Zum einen muss die Matratze zunächsteinmal im Hilfsmittelkatalog der KK eine Hilfsmittelpositionsnummer haben und damit als Hilfsmittel anerkannt sein. Diese HimiNr. haben nur sehr wenige Matratzen da, wie hier schon angemerkt wurde, der schlafkomfort selbst bezahlt werden muss.

Mit HimiNr werden nur Matratzen versehen, welche im Antidecubitusbereich Verwendung finden. Zur Erklärung: Decubitus sind vereinfacht gesagt die Stellen wo ein Bettlägriger Pat. "durchgelegen" ist. Hierfür, bzw. dagegen gibt es spezielle Lagerungs- und/oder Matratzen/-systeme.

Einige Matratzen sind auch im orthopädischen Sektor sehr gut einsetzbar wie z.B. die TEMPUR Matratze von Gefinix.

Genau die konnte ich in einigen Wirbelsäulenfällen über die KK zum Einsatz bringen.

Dafür benötigt man zum einen, natürlich eine Verordnung vom Doc, welche am besten auch gleich eine "heftige" Diagnose beinhaltet, zum anderen muss der Versorger (meist Sanitätshaus) einen begründeteten Kostenvoranschlag beid er KK einreichen. D.h. nicht einfach VO mit Kostenvoranschlag, sondern eben eine plausible, stichhaltige und ausführliche Begründung wieso gerade diese Matratze in diesem Fall ZWINGEND notwendig ist.

Es sind in der Regel immer PAtienten die bereits ein Krankenpflegebett, bzw. elektr. Einlegerahmen hatten und damit schon bei der KK als "schwerer Verlauf" gekennzeichnet sind.

GGf. wird von seiten der KK noch der MDK hinzugezogen und deshalb sollte man sich im Vorfeld schon sicher sein das alles stimmig und begründet ist. Denn ist man erst mal bei der KK aufgefallen als Antragsteller ohne richtigen Grund, dann hat man beim KK Sachbearbeiter oft danach nen schweren Stand.

Hilfsmittel die bei Wirbelsäulenpatienten durchaus hilfreich sein können und über die KK per VO zu bekommen sind, sind unter anderem:

- Greifzange (zum Aufheben runtergefallener Sachen und anziehen)
- Toilettensitzerhöhung oder -gestell (nicht tief sitzen)
- Pflegebett oder Einlegerahmen, höhenverstellnbar (bes. nach Versteifung in Korsettzeit)
- Stehstuh (nicht sitzen)

Heuer wird man bei jedem Hilfsmittel aber mit Gebühr mit zur Kasse gebeten, das nur so am Rande.

Auch sollte man sich im Vorfeld klar sein ob einem das Hilfsmittel auch wirklich hilft. Matratze z.B. testen (ans Sanitätshaus wenden) usw.

In erster Linie ist bei Matratzen aber der Betroffene selbst gefragt. Das was ich oben zum Besten gab betrifft EINZELFÄLLE und bei der KK sind dies auch sogenannte Einzelfallentscheidungen !

Grüßle
Markus
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