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Komplette Version Seit August 2009 Schmerzfrei

Bandscheiben-Forum > Erfolgreich operiert
aibe
Seit gegrüßt,

Seit knapp 17 Monaten bin ich nun stolzer dreifacher Besitzer der Freedom Lumbar Disc, und wollte Leidensgefährten ein wenig davon berichten.
1999, ich war zu diesem Zeitpunkt 16 Jahre alt, wurde bei mir ein zweifacher Bandscheibenvorfall mehr oder weniger durch Zufall diagnostiziert. Es betraf die Bandscheiben L4-L5 und L5-S1. Wie genau es zu dem Vorfall kam, ist bis heute ungewiss. Zur damaligen Zeit besuchte ich sogar eine Sportschule, war also rein physisch in ausgezeichneter Verfassung, den doppelten Prolaps mal aussen vor gelassen...
Anfänglich nahm ich an diversen orthopädischen Behandlungen Teil, welche mir aber nicht wirklich halfen. Da ich keine akuten Schmerzen, bzw. irgendwelche neurologischen Ausfallerscheinungen hatte, entschied ich mich es hin zu nehmen, was bis auf alle paar Monate auftretende, recht unangenehme "Schmerzausschläge", auch ganz gut funktionierte. Ich trieb weiterhin Sport bzw. machte sogar Kraftsport.
So ging das für die nächsten 10 Jahre auch recht gut.
Anfang 2009 dann allerdings, hatte ich vermehrt Probleme, welche in ihren Auswirkungen recht linear zunahmen. Kurz: Ich kroch bis in den August hinein ziemlich auf dem Zahnfleisch. Im Zuge dieser Odyssee trat auch noch ein dritter Prolaps zu Tage. Von da an waren also L3-S1 mehr oder weniger hinüber.
Nach diversen Konsultationen, sowohl orthopädischer, als auch neurochirurgischer Natur - und der täglichen Einnahme von Tilidin - teilte man mir mit, dass als letztes Mittel nur noch eine Spondylodese in Frage käme und ich mich trotz meines Alters (ich war zu der Zeit knapp 26) wohl damit abfinden müsse.
Da ich durch den Leidensweg meines Vaters (schwerer Unfall 1984 -> alle 4 Jahre Bandscheiben OPs -> 1997 Versteifung -> lebenslang Capros) ein wenig vorbelastet war, konnte ich mich nicht so recht mit der Tatsache abfinden und suchte im Netz nach Alternativen, und wurde fündig.
Im Mai 2009 erhielt die Freedom Lumbar Disc ihre CE-Zertifizierung für den europäischen Raum. Durch ein paar Zufälle fand ich sogar einen Arzt, der diese Prothese implantiert und wohl auch bei diversen Studien diese betreffend beteiligt war. Also rief ich Prof. Dr. Dr. Burkhart Riscke an, und bekam auch gleich einen Termin in der ersten Augustwoche im DRK Klinikum Westend für eine ambulante Sprechstunde, welche zwar selbst bezahlt werden musste, aber das hat sich auf jeden Fall gelohnt. Prof. Rischke nahm sich ausserordentlich viel Zeit, sah schon nach kurzem anhand meiner MRT-Aufnahmen was mir fehlt bzw. was mir wohl Schmerzen bereiten würde und traf mit allem was er sagte den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf, - Anbei sei erwähnt das diverse andere Neurochirurgen zuweilen der Meinung waren es bestehe überhaupt kein Handlungsbedarf!!! - anschliessend erklärte er mir sehr ausführlich den Verlauf des Eingriffs, was auf mich zukäme etc. Alles in allem untermauerte er die Hoffnungen welche ich wieder geschöpft hatte. Eine Aufwandspauschale in Höhe von 700€ musste noch entrichtet werden, den Rest übernahm komplett die Krankenkasse. Am 10. August wurde ich dann im DRK Klinikum Westend stationär aufgenommen, am 11. August fand die OP statt, welche etwa 5 Stunden in Anspruch nahm. Am Abend des selben Tages konnte ich die ersten vorsichtigen Schritte tätigen. Das einzige was mir noch weh tat, war die etwa 12 cm lange Narbe welche sich seit da an von meinem Bauchnabel in Richtung Süden erstreckt. Nach einer Woche wurde ich entlassen. Ein Reha machte ich nicht, da ich das nicht wollte.
Ich schonte mich die nächsten 3 Monate, weitere 3 Monate später begann ich wieder mit Kraftsportübungen im Fitnessstudio, begann wieder zu Joggen und wagte mich nach und nach wieder an weitere Sportarten. Etwa 7 Monate nach der OP hatte ich eine Nachsorgeuntersuchung. Alles sah sehr gut aus, mein Befinden war ebenfalls bestens.
Mittlerweile habe ich im Grunde keine Probleme mehr. Natürlich zwickt es hin und wieder mal, aber das ist nicht der Rede wert. Alles in allem wurde meine Lebensqualität nach knapp 10jährigen Einschränkungen nahezu komplett wieder hergestellt. Ich hoffe dass das auch so bleibt!

Ich möchte hiermit nochmal Prof. Rischke danken, auch dafür, das er weiterhin mit Rat und Tat bei Bedarf aushilft! Mittlerweile ist er übrigens in einer Privatpraxis in Winterthur tätig.
Also allen, denen Ähnliches bevorsteht kann ich diesen Mann nur wärmstens empfehlen. Spätestens wenn man ihn das erste mal trifft, weiss man wovon ich rede!

Finden kann man hier: http://www.spine-center-rischke.ch/

Liebe Grüße


parvus
Hallole winke.gif

danke für den Mutmachbericht klatsch.gif

Ich wünsche Dir weiterhin, dass es nur bei gelegentlichen "Zwicken und Zwacken" bleibt und Deine OP-Erfahrung weiterhin so gut abläuft smilie_up.gif

Alles Gute winke.gif parvus
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Angepasst von Shaun Harrison
Übersetzt und modifiziert von Fantome et David, Lafter