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Komplette Version OP am 21.1.13

Bandscheiben-Forum > Erfolgreich operiert
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AnnyOne
Hallo zusammen,

nun bin ich wieder Zuhause und kann von meiner OP berichten.

Ich habe die OP im Klinikum Kirchheim/Teck durchführen lassen und wurde vom Chefarzt Dr. Zeisberger operiert. Bisher habe ich nur sehr gutes von ihm gehört und kann das bestätigen.

Ich bin am Sonntag Abend "angereist" und konnte mein altes Zimmer beziehen. Meine Zimmernachbarin von Donnerstag war auch noch da, was sehr angenehm für mich war. Leider musste ich zur Aufnahme erst in die Notaufnahme. Dort wurde mir auch gleich ein Zugang gelegt. Leider klappte das nicht gut. Es floss recht viel Blut und ich wurde sehr nervös.
Nach einer etwas unruhigen Nacht, ging es am Montag morgen sofort los. Wecken um halb 7, hübsche Strümpfe und Hemdchen anziehen, 7 Uhr Beruhigungstablette und 7.30 Uhr in den OP. Verkabelt worden, heitere Geschichten der Nachtschicht angehört (es war verdammt glatt auf den Straßen, viele Brüche). Dann kam der Narkosearzt und schickte mich sehr nett und vertrauenserweckend schlafen.

Aufgewacht bin ich gegen 10. leider etwas panisch, da ich noch den Tubus im Hals hatte. Der wurde sofort entfernt und es ging in den Aufwachraum. Dort hab ich gleich was gegen die Schmerzen bekommen. Die Schmerzen waren ganz andere als sonst. Die gewohnten Rückenschmerzen hatte ich nicht mehr und ich war selbst verwundert, dass ich mit gestreckten Beinen auf dem Rücken liegen konnte. Ein Wunder angel.gif
Die Beine wurden mir trotzdem gleich etwas höher gelegt.

1h später konnte ich auf Station gebracht werden. Und ja, ich musste gleich mal. Leider dürfte ich nicht aufstehen und es musste eine Bettpfanne her. Zum Glück verließ meine Zimmernachbarin in der Zeit das Zimmer und es dauerte etwas, aber dann war ich doppelt erleichtert... Mittags kam der Chefarzt meinte die OP sei gut verlaufen. Er hat während der OP gesehen, dass der BSV wohl konservativ nicht hätte behandelt werden können - wie er es mir schon prophezeit hat.

Abends durfte ich aufstehen und mit Hilfe eines Gehwagens zur Toilette. Da war ich glücklich, das mein Kreislauf das mitmachte.

Am nächsten Tag ging es mir super. Der Physio kam und machte mit mir Übungen. Von der Seite wurde ich auch super betreut, bekam Tipps zum richtigen aufstehen und Übungen im liegen gezeigt.

Mittwoch Nacht wurde es mir wegen der Schmerzmittel schlecht. Ich beschloss keine mehr zu nehmen. Der Arzt war 2x täglich da und hat nur dann statt 3 tramal und 8 Novalgin nur noch 2 ibus aufgeschrien. Die reichten auch sehr gut. Die Schmerzen halten sich in Grenzen.

Seit Donnerstag kann ich ohne Gehwagens laufen. Soll noch eine Bandage bekommen. Leider scheint das Sanitätshaus nicht so auf Zack zu sein.

Freitag war eine sehr nette Dame vom Sozialdienst da, die alle wegen AHB klärte. Ich möchte die AHB ambulant machen und muss leider nach Stuttgart. Wenn das mit dem Fahrdienst klappt, sollte es kein Problem sein. Wenn nicht, muss ich neu überlegen. Hat da jemand von euch Erfahrung? Ich trau mir nicht zu die ca. 45 min selber zu fahren.

Heute war ich 45 min am Stück auf den Beinen. Das war wohl zu viel. In der Ruhe liegt die Kraft, das muss noch unbedingt in meinen Kopf. Ich bin gespannt, mit wieviel Belastung die AHB losgeht.

Immerhin geht es seit Mai 2012 das erste mal aufwärts. Nur ab zu zieht es etwas im Bein. Das geht wohl hoffentlich noch weg.

Ich freu mich und habe in Hinterkopf etwas Angst, weil alles so glatt gelaufen ist....

Viele Grüße
Anny
P.J.72
Hallo
Alles Gute zur erfolgreichen Op.
Lass es langsam angehen.
Werde Montag operiert ( Versteifung HWS). Morgen gehts los. Manoman.
So jetzt Spieleabend mit den Kindern.
Alles Gute für die weiteren Tage und Wochen.
Lg Petra
violac01
Hi,

schön, dass du die OP gut übersstanden hast.

Hast du den Ratgeber für das Verhalten nach OP schon gelesen?:

http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=50119

Wegen der AHB, solltest du sehr vorsichtig sein, auf keinen Fall so früh. Schieb es solange raus wie möglich und haben sie zum sitzen nichts gesagt?

45 min sitzen ... FAhrzeit ist nicht gut, da beim sitzen die BS stark belastet ist.

Bei meiner Reha durften 70 % der Patienten, die operiert wurden gar nicht sitzen, nicht mal beim essen... die Ärzte handhaben es wohl verschieden, aber wenn du es unterlässt bist du auf der sicheren Seite.
AnnyOne
Hi violac,

ja den Leitfaden kenn ich. Trotzdem vielen dank fürs verlinken.
Du hast recht, dass 45 min sitzen nicht drin sind grad. Ich hab grad geduscht und schon nach 20 min stehen gemerkt, dass es anstrengend wird. Ich muss morgen eh zu meinem Hausarzt und bekomm ja morgen auch erst Bescheid wann die AHB losgeht. Vielleicht macht es auch Sinn, dass ich die nächsten 2 Wochen hier zu einem Physio geh und dann erst nach Stuttgart. Weiß jemand, ob sowas möglich ist?

Mein Freund hat mir die Matratze ausm Bett aufs Sofa gelegt, damit ich nicht so allein bin und mich auch nicht immer ins tiefe Bett quälen muss.

Heute Nacht hab ich mich - wohl aus Gewohnheit und dank fehlender Schmerzen auf den Bauch gedreht. Das möchte ich vermeiden. Hat jemand Erfahrung mit einem Seitenschläferkissen?

Liebe Grüße
Anny
violac01
Hi,

AHB kann man glaube bis zu 4 o 6 Wochen nach der OP noch machen.

Entweder fragst du deine KK oder hier meldet sich noch jemand der es genau weiß... es gibt da einige zwinker.gif

Warum willst du nicht eine stationäre AHB machen, wäre doch bei der Entfernung sicher günstiger kinnkratz.gif und stressfreier?
parvus
Hallole winke.gif

Eine AHB erfolgt im Anschluss an eine KH-Behandlung oder einer ambulanten OP, wenn eine Weiterbehandlung erforderlich wird und sollte innerhalb von 14 Tagen angetreten sein.

mehr Info, bitte anklicken!

Gruß parvus winke.gif
Harro
Moin moin,
eine AHB wird in der Regel innerhalb 14 Tagen angetreten, kann aber auch nach richterlichen Urteil
Zitat
Die Anerkennung als A n s c h l u s s h e i l b e h a n d l u n g gilt unter der Voraussetzung, dass die Behandlung spätestens vor Ablauf von vier Wochen nach Abschluss der Akutbehandlung begonnen wird.

bis zu 4 Wochen danach angetreten werden.
Die 14 Tage Regel ist also keine starre Frist, es kommt immer auf die Art der Erkrankung und der Behandlung an.

Grüssle Harro winke.gif
parvus
Hallole winke.gif

Code
[B]es kommt immer auf die Art der Erkrankung und der Behandlung an.[/B]


Nach einer Chemotherapie z.B. die u.U. auch mal 6-10 Wochen dauern könnte, kann diese AHB auch erst später noch Geltung finden, da dann erst die Behandlungsreihe auch einigermaßen abgeschlossen ist.

Einzelfallentscheidung durch den Kostenträger, der eh vorher diese Maßnahme bewilligen muss!

Die klassische AHB-Form bei BS-OP/KH-Aufenthalte wird wohl eher bei der vorgegebenen starren Frist von 14 Tagen bleiben und wohl keinen Aufschub erwirken, eher dann eine Umwandlung zur Reha mit sich ziehen, die in der Behandlunsgform ja gleich ist, nur eben später angetreten werden kann, wenn man nach BS-OP/-Behandlung noch nicht ahb-/rehafähig ist.

Viele Operateure stehen einer allzufrühen Mobilsierung, die ja in der AHB stattfindet, nicht positiv entgegen.

Um aber in seinem Fall darüber eine korrekte Auskunft zu erlangen, sollte man die zuständige Stelle (KK oder DRV) befragen.

Auf jedenfall, alles Gute für Deine Genesung und, wie Du so schön schreibst, in der Ruhe liegt die Kraft winke.gif parvus
AnnyOne
Hallo,

So, da melde ich mich mal wieder. Es gab noch ganz schön Hick-Hack mit der AHB. Die aus Stuttgart waren der Meinung, dass ich 2 Wochen nach der OP sehr wohl in der Lage dazu wäre selbst zu fahren. In Stoßzeiten wird eine Fahrt ca. 1h dauern. Ich hab mich mit meinem Hausarzt in Verbindung gesetzt und der meinte, dass es nicht zu verantworten sei. Also wieder Kontakt zum sozialen Dienst im KH aufgenommen. Die Dame wollte sich dann um eine Bescheinigung vom Chefarzt kümmern, die bestätigt, dass ich nicht selber fahren kann. Der ist wohl aus allen Wolken gefallen, als er hörte, wie lang ich da sitzen müsse und meinte, dass es keine Behandlung gäbe, die diese Belastung wieder wett macht. Jetzt geht's also doch zur stationären AHB.

Leider ist die hier "nebenan" nicht möglich, weil die auch keinen Vertrag mit dem Kostenträger haben. In Bad Urach gabs keinen zeitnahen Termin, also muss ich in den Schwarzwald: Waldachtal. Die Meinungen darüber gehen leider etwas auseinander im Netz. Die meisten beschweren sich über ältere Zimmerausstattung und fehlende Aufzüge. Solang die therapeutische Betreuung gut ist, ist das für mich nebensächlich. Über die Therapeuten hab ich mehr gutes gehört. Vielleicht kann noch jemand was dazu sagen?

Bin gespannt. Das viele Liegen geht mir langsam auf den Senkel. Gestern musste zum Spritzen für die Immuntherapie zum Hautarzt. Nach dem Spritzen bin ich während der 30 minütigen Wartezeit nur gesessen, weil ich nicht auf die Zeit geachtet hatte. Es war zwar anstrengend, aber ich hatte keine Schmerzen. Dank meiner Bandage kann ich auch nich krumm sitzen. Abends meinte ich dann, ich könnt kurz in die Knie gehen und mir die Pizza aus dem Gefrierfach unterm Kühlschrank rausholen.... Jajaja (ich höre schon Stimmen tongue.gif ). Heute gibts wohl die Quittung. Ich hab wieder Schmerzen. Aber immerhin sind es andere Schmerzen als vor der OP. Es zieht zwar ins Bein, aber irgendwie anders. Kann's nicht beschreiben. Und die Wunde tut etwas weh, obwohl die Fäden am Mittwoch schon rauskamen.

Am 11.2. geht's übrigens dann mit der AHB los. Ein Tag zu spät, aber die Dame vom sozialen Dienst meinte, dass sie das ohne Problem durchbekommt. Vielleicht bleibt es doch spannend smhair2.gif

Grüße vom Sofa, auf dem meine Matratze liegt
Anny
warenandi
Huhu wink.gif

Glückwunsch zur erfolgreichen OP.
Ist doch echt ein irres Gefühle keine Schmerzen mehr zu haben was?!? smilie_up.gif

Zu deiner AHB....

Nur ein kleiner Tip.
Wenn es dir irgendwie möglich ist diese stationär zu machen, mache es.
Du gönnst so deinem Körper viel mehr Ruhe. Und die braucht er jetzt auch!
So fährst du jeden Morgen hin, machst deine Behandlungen ( die nicht alle hintereinander sein werden ) und hast zwischendurch ne Menge Pause drin. Was machst du in der Zeit?
SITZEN und warten. Und sitzen ist jetzt absolut nicht gut für Dich. Bist du stationär dort, hast du ein eigenes Zimmer wo du dich hinlegen kannst und ausruhen kannst. Ist verdammt viel wert.
Ich selber wollte auch ambulant machen.
Die REHA ist von mir bloß etwa ne halbe Stunde Autofahrt.
Habe mich dazu überreden lassen das vollstationär zu machen.
Habe mich doch öfter hingelegt als ich gedacht hätte.
Mir hat es super getan und meine OP ist jetzt 7 Monate und 3 Tage her und die AHB habe ich nach 2 Wochen angetreten für 4 Wochen.
Aber WE bin ich trotzdem nach Hause gefahren da ja keine Behandlung war.

Mache auf der AHB nicht zuviel. Wenn DU der Meinung bist es reicht mit dieser und jener Übung sage es dem Therapeuten/in. Es wird dir niemand den Kopf abreißen.

Alles Gute.
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