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Komplette Version Hurra ich hab´s geschafft (BK 2108)

Bandscheiben-Forum > Berufsgenossenschaft
haensel
hallo Gemeinde,
am Samstag habe ich Post vom SG Augsburg erhalten. Die KUVB hat nach 10 Jahren und 9 Monaten meine arbeitstechnischen Voraussetztungen anerkannt.
Jetzt müssen wir uns nur noch über die MdE einigen. Ich war über 20 Jahre im Rettungsdienst tätig und habe schon nach 8 1/2 Jahren einen BSV bekommen.
Dieser Zeitraum spricht natürlich gegen die erforderliche Langjährigkeit von 10 Jahren aber durch detailierte Berechnung meiner Belastungen konnte ich schon
in diesem Zeitraum über 55% meiner Lebensarbeitsdosis nachweisen und damit war die KUVB zufrieden. Jetzt warten wir wieviel Prozent die KUVB bietet.
badfirst
Hallo Haensel, winke.gif

herzlichen Glückwunsch zu dem gewonnenen Kampf, hoffe das der Rest auch noch zu deiner Zufriedenheit läuft!! daumen.gif

Dann weiß ich wenigstens das nicht alles Aussichtslos ist wenn man ab und an auch was positives liest, das heißt
ich habe auch noch ungefähr 6 Jahre bis ich vielleicht mal da hin komme, dürfte auch dieses Jahr meine erste Verhandlung
haben, aber mal überraschen lassen.

Schöne Grüße

badfirst

PS: wenn es irgendwann mal Veröffentlicht wird oder etwas Schriftliches darüber gibt, wäre es vielleicht schön das Urteil mal zu Lesen??
haensel
hallo badfirst,
ich denke, dass sich die BG auf kein Urteil einlässt., denn in diesem Bereich Rettungsdienst, Pflege usw. gibt es nur sehr wenig Urteile.
Der neurologische Gutachter von der BG hat mir eine MdE von 40% gegeben, die aber die BG noch nicht akzeptieren möchte. Ich habe aber durch meinen Anwalt mitteilen lassen,
dass ich notfalls bis zum BSG gehe. Ein Urteil wäre für die BG nicht von Vorteil, da sich sonst andere BS-geschädigte mit "meinem Urteil" Verfahrensvorteil ausrechnen könnten.
Aber ich halte das wie unser Altkanzler: das muß man aussitzen.
Helmut 45
Hallo haensel,

ich selbst habe für meine Spondylodese L3/L4 mit 2 weiteren BS-Vorfällen, je 1 drüber und 1 drunter, nur 20 % MdE zugestanden bekommen. Zur Zeit läuft allerdings ein Verschlimmerungsantrag nach den Ablehnungen der BG beim SG Köln. Ausgang offen.

Ich will dir nicht unbedingt die Hoffnung auf 40 % MdE nehmen, aber ich glaube nicht, dass nicht, dass dir das SG diese MdE zugestehen wird. Die KUVB m.E. erst recht nicht!

Andererseits verstehe ich nicht, was das für ein neurologischer Gutachter der BG (oder KUVB?) war, der 40 % MdE vorgeschlagen hat und was die KUVB dann ablehnt. Das war doch ein eigener Gutachter! Wer soll denn dann sonst noch begutachten und zu einer niedrigeren MdE kommen, die von der KUVB akzeptiert wird?

Leider ersehe ich in deinem Profil nur 3 Bandscheibenoperationen, was auf das aktuelle Krankheitsbild keine Rückschlüsse ziehen lässt. Oder hast du darüber woanders geschrieben?

Grüße von
Helmut
haensel
hallo Helmut,
die KUVB hat dem SG vorgeschlagen, einen versierten Gutachter zur entgültigen Bestimmung der MdE zu bestimmen. Der chir. Gutachter der BG hat mir 20% gegeben (diese Begutachtung hätte ich auch am Telefon machen können), der neuro. Gutachter 40%. Momentan ist das SG nur als "Vermittler" zwischen uns tätig, da die BG ein Urteil scheut weil es im Rettungsdienst nur sehr wenige bis gar kein Urteil zur BK 2108 gibt. Da der neuro. GA, die Auswirkungen meiner drei operierten BSV und den 4. BSV den ich mit Krankengymnastik im Griff habe, durch seine umfangreiche Untersuchungen festgestellt hat und mir 40% gegen hat, habe ich dem SG unmißverständlich erklärt, dass ich jeden Prozentpunkt unter 40 bis zum BSG einklagen werde.
Helmut 45
Hallo haensel,

ist es richtig, wenn ich es so verstehe, dass das neurologische Gutachten vom SG veranlasst wurde? Im Regelfall hält sich das Gericht an solche Gutachten. Obwohl mich das mit den 40 % schon etwas verwundern würde. Vor allem glaube ich nicht, dass die KUVB bereits in 1. Instanz vor einer Verhandlung klein beigeben wird.

Ein Problem ist es aber auch noch, dass auch mit einem positiven Urteil für dich das Verfahren wahrscheinlich noch nicht beendet sein wird. Sollte das SG dir die 40 % MdE zugestehen, wird die KUVB in Berufung gehen. Aber vielleicht hast du Glück. Ich wünsche es dir!

Damit, dass die Berufsgenossenschaften Angst vor für sie negativen Urteilen haben, hast du schon recht. Ich habe es selbst erlebt, dass ich meine BK 2108 erst unmittelbar vor der Verhandlung vor dem LSG Essen von der BG Bau anerkannt wurde. Die BG konnte nicht mehr anders, weil alle Fakten für mich sprachen und ein Urteil nur positiv für mich sein konnte.

Zur BK 2108 gibt es ganz selten positive Urteile. In meinem Beruf habe ich überhaupt keines gefunden. Das heißt aber nicht, dass es keine Anerkennungen gibt. Wenn anerkannt wird, dann nur, wenn es nicht mehr anders geht und vor allem vor einem Urteil. Die meist sehr ausführlichen Urteilsbegründungen wären eine zu große Hilfestellung für ähnliche Fälle.

Grüße von
Helmut
haensel
hallo Helmut,
nachdem die BG zum Wiederholtenmal meine Anerkennung abgelehnt hat, habe ich beim SG Klage eingereicht und meine Berechnung mitgeliefert. Das SG gab meine Berechnung mit dem Vermerk "Umfangreich und nachvollziehbar" an die BG weiter. Die BG sah es dann genauso und hat die arbeitstechnischen Voraussetzung anerkannt. Die Gutachten mit 20% und 40%, von der BG veranlasst, waren der BG zu unterschiedlich und deshalb hat sie dem SG vorgeschlagen, dass das SG einen versierten Gutachter zur erneuten MdE-bestimmung beauftrage.
Das, wie Du schreibst, sehe ich auch so und es gäbe ein Aktenzeichen das andere Kollegen in ihrem Rechtsstreit verwenden können :

"Damit, dass die Berufsgenossenschaften Angst vor für sie negativen Urteilen haben, hast du schon recht. Ich habe es selbst erlebt, dass ich meine BK 2108 erst unmittelbar vor der Verhandlung vor dem LSG Essen von der BG Bau anerkannt wurde. Die BG konnte nicht mehr anders, weil alle Fakten für mich sprachen und ein Urteil nur positiv für mich sein konnte.

Zur BK 2108 gibt es ganz selten positive Urteile. In meinem Beruf habe ich überhaupt keines gefunden. Das heißt aber nicht, dass es keine Anerkennungen gibt. Wenn anerkannt wird, dann nur, wenn es nicht mehr anders geht und vor allem vor einem Urteil. Die meist sehr ausführlichen Urteilsbegründungen wären eine zu große Hilfestellung für ähnliche Fälle."

Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich die 40% bekomme.
Ich melde mich selbstverständlich wenn ich was neues weiß.
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