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Komplette Version BSV L5-S1 mit Metrx System operiert

Bandscheiben-Forum > Erfolgreich operiert
Christine85
Hallo liebe Bandis wink.gif
ich lasse nun auch mal hier etwas von mir hören.
Zuerst mal eine zusammenfassung meiner Leidesngeschichte:
2009 bekam ich starke schmerzen im Rücken ohne ausstrahlungen in die Beine oder ins Gesäß, nach einer Woche zweckloser Behandlungsversuche wurde ein MRT gemacht und es wurde ein BSV L5-S1 festgestellt.Ich wurde mit Spritzen, Cortisionstoßtherapie und Physiotherapie behandelt und die schmerzen waren komplett rückläufig.
2011 dann wieder starke Rückenschmerzen und zusätlich ausstrahlung in die rechte Gesäßhälfte.Erneut ein MRT weiterhin der gleiche BSV nichts neues dabei gleiche Behandlungsstrategie allerdings dauerte es diesmal auch deutlich länger bis ich wieder "Fit" war.
Diese Jahr im Mai dann der große Schlag die schmerzen die ich bekam waren unerträglich und strahlten bis in den Unterschenkel des rechten Beines.Mein Ortopäde ist letztes Jahr in Rente gegangen und so musste ich zu einer neuen Orthopädin.Diese versuchte auch zuerst die altbewährte Methode Spritzen, Physio und Cortisonstoßtherapie.Als das nichts brachte wurde ich für 8 Tage zur stationären Schmerztherapie eingewiesen.Diese half mir auch sehr gut mit Sacralen Spritzen und PD´s und viel viel Physio, Geräte und Massagen.Danach war ich dann noch zwei wochen Krank geschrieben und durfte dann wieder arbeiten.Insgesamt habe ich dann 2 wochen gearbeitet und dann hatte ich regulär Urlaub.Schon in den zwei wochen bemerkte ich leichte schmerzen dachte jedoch das sei normal denn das was die mir gespritzt hatten baut sich ja auch irgendwann ab. stirnklopf.gif Wie dumm ich war denn von meinem Urlaub hatte ich vielleicht die ersten drei Tage etwas dann waren die schmerzen wieder genauso unerträglich wie im Mai.Am letzten Urlaubstga dann wieder zur Orthopädin die dann zu mir sagte es hilft nur noch eine OP.Das wollte ich allerdings noch nicht habe mir dann allerdings einen Termin in der Klinik links vom Rhein geben lassen um mal zu hören was der Neurochirurg mir empfehlen würde.
An dieser Stelle noch mal ein ganz dickes Lob an die Praxis in der Klinik.
Ich bekam innerhalb von 2 Tagen einen Termin und mein behandelnder Arzt dort hat sich mega Zeit genommen für mich ich war etwa 40 minuten nur im Sprechzimmer.Er hat sich alle meine Befunde die ich mitgebracht habe genau angeschaut und mich viel gefragt und mir auch mit einer Engelsgeduld zugehört als ich ihm mein Leid klagte
Er sagte dann das es nur ein kleiner Bandscheibenvorfall sei aber dieser halt genau auf den Nerv drückt und mir das diese schmerzen bereitet.Er wollte nicht sofort eine OP sondern wololte es erst einmal mit PRT spritzen versuchen und machte mir sofort 3 Termine klar.
Nach der ersten PRT waren die schmerzen von 100% runter auf 60% und ich fühlte mich wie neugeboren endlich weniger schmerzen.Leider hielt es nur für 2-3 Tage an.Ich bekam die nächste PRT und es war genauso.Vor der 3. PRT hatte ich dann noch einen Termin bei dem Arzt eigentlich um die Unterlagen für die Reha auszufüllen die ich nach den Spritzen machen sollte.Leider kam es gar nicht soweit denn als ich ihm sagte das ich immer noch diese unerträglichen schmerzen habe hat er mir die OP empfohlen.Nach meinem akuten Leidensweg der ja nun schon von Mai bis September ging habe ich auch sofort zugestimmt weil ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe.Es war ja kein Leben mehr ich war nur noch zu Hause in Stufenbettlage auf der Couch weil alles andere noch größere Schmerzen bedeutete.
Am 23.09. war es dann endlich soweit und ich kam in die Klinik.
Ich wurde mit dem Metrx System operiert für alle die sich nichts darunter vorstellen können hier ein Link mit einem Video dazu:
http://www.youtube.com/watch?v=4cZgqJcITVw
Ich war 2 Stunden im Land der Träume.Dann bin ich wieder wach geworden und es ging mir blendend.Ich hatte KEINE schmerzen mehr, nur ein leichtes zwicken von der Wundnaht her aber kein vergleich mehr zu dem was ich vorher hatte.Ich durfte 5 Stunden nach OP wieder aufstehen,ich hatte keinerlei Übelkeitz oder Schwindel ich habe mich gefühlt als wenn ich Bäume ausreissen könnte!!!
Mein behandelnder Arzt, der mich auch operiert hat, kam dann abends zu mir und brachte mir ein kleines Geschenk mit
In einem kleinen Döschen überreichte er mir grinsend meine Bandscheibenteilchen.Ich dachte zuerst er hätte da was vertauscht wei das sah nicht gerade nach einem wie vorher angekündigten kleinen BSV aus.Er erklärte mir dann das dieser mini BSV nur ein Pfropf war und als sie diesen in der OP entfernten hätte sich dann eine menge Material explosionsartig aus dem Faserringriss rausgedrückt und das hätten sie ja schließlich auch entfernen müssen.Ich fragte ihn dann mal was passiert wäre wenn ich mich nicht operieren lassen hätte.Er sagte auf dauer wäre der Faserring noch weiter gerissen und ich hätte definitiv Lähmungen gehabt bei der menge die da ausgetreten wäre. smhair2.gif
Leider darf ich das noch nicht soll mich noch viel schonen wenig bis gar nicht sitzen nur liegen oder halt stehen und gehen aber auch nur wenig.
rolleyes.gif aber ich bin ja eine brave Patientin
Nun ist die OP zwei wochen her es geht mir super ich habe keine schmerzen mehr, benötige dementsprechend auch keinerlei Schmerzmittel mehr.Klar muss ich mich immer noch schonen aber ich mache wieder was eben möglich ist im haushalt und ich sage heute schon das ich diesen 23.09. zu meinem zweiten Geburtstag erkläre.Ich darf 4 Wochen noch kein Auto fahren und muss mich schonen danach noch in Reha und dann darf ich endlich wieder anfangen zu Arbeiten im Hamburger Modell.
Ich fühle mich immer noch sehr gut aufgehoben bei dem Neurochirurgen auch schon während des Klinikaufenthaltes.
Mein Fazit:
Ich würde mich wenn es denn noch einmal nötig wird jederzeit wieder bei diesem Arzt unters Messer legen aber nur wenn es wirklich nötig ist.Ich bin glücklich und dankbar das ich endlich wieder ein Leben habe, keine schmerzen mehr, raus gehen können und auch wieder im Haushalt etwas tun zu können.

So nun habe ich aber genug geschrieben falls noch fragen bestehen einfach schreiben ich beantworte diese dann schnellstmöglich.
Harro
Moin moin,
ich finde es immer wieder interessant das uns neue Therapieverfahren präsentiert werden,
Nur wäre der Nachweis wo, von wem und welche Kasse dieses bezahlt hat Spitze.

Denn
Zitat
Wenn die Verfahren auch mit minimaler Gewebetraumatisierung arbeiten, so besteht doch letztendlich Unklarheit über ihre Wirksamkeit, Sicherheit und Kosteneffektivität im Vergleich zum mikrochirurgischen Standardverfahren.
Dabei ist zu beobachten, dass die Entwicklung immer neuer minimal-invasiver Verfahren und I oder die Weiterentwicklung bereits existierender Methoden eine hohe Priorität in den einschlägigen Fachgesellschaften haben  (vgl. 17th Annual
Meeting 01 the International Intradiscal Therapy Society"); IITS = International Intradiscal Therapy Society;
dt.: Internationale Gesellschaft lür Intradiskaie Therapie).

Über die Medien d.h., in erster Linie über das Internet - werden minimal-invasive Verfahren zur Behandlung des Bandscheibenvorfalls intensiv beworben und vor allem von Privatkliniken angeboten.
Die Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen wird variabel gehandhabt.


entnommen hier: http://portal.dimdi.de/de/hta/hta_berichte..._bericht_de.pdf

Sagt aus das es keine Kassenleistung ist und nur von privaten Kliniken angeboten wird oder Fallweise eventuell von der GKV übernommen wird.

Könntest du uns bitte darüber etwas aufklären? biggrin.gif
Wäre Klasse

LG Harro winke.gif
Christine85
Hallo Harro wink.gif
also um euch alle noch ein wenig zu informieren dieses besagte Metrx Verfahren wird angeboten in der Klinik links vom Rhein in Köln-Rodenkirchen.Eigentlich ist es auch keine richtige Klinik sondern ein großes Gebäude mit einer Bettenstation und mehreren Facharztpraxen unter anderem eine Praxis für Wirbelsäulenchirurgie mit 4 Ärzten, mein behandelnder und operrierender Arzt war Dr. Meinhardt. Die Klinik ist auch eine Privatklinik allerdings haben sie auch Verträge mit der DAK und der TK diese Patienten werden dort also auch ohne Probleme behandelt.Ich selbst bin auch "nur" bei der TK und wurde wirklich super behandelt hatte bei Terminen nur kurze Wartezeiten, das längste war einmal eine halbe Stunde, der Arzt den ich hatte hat sich immer viel Zeit genommen und Verständniss gezeigt.Die Termine habe ich immer zeitnah bekommen also alles in allem man fühlt sich als sei man Privat Patient obwohl ich nur Kassen Patient bin.
Ich habe zwar eine Zusatzversicherung diese hat sich allerdings geweigert dort in Kraft zu treten.
Ich hoffe ich konnte so ein wenig weiterhelfen.
Christine85
Hallo liebe Bandis wink.gif
heute wollte ich noch mal kurz schreiben wie bei mir der weitere Verlauf so ist zwinker.gif
Nach der OP waren ja noch sechs Wochen schonzeit angesagt, ich bekam leichte Krankengymnastik eine sogenannte D1 Reha ( um kurz zu erläutern eine D1 Reha bedeutet Physio, Massagen, Wärmebehandlung und Gerätenutzung jeweils 10 mal eine stunde), die mir auch sehr gut tat.Ab dem 25.11. habe ich dann mit der Wiedereingliederung angefangen.Zuerst für 2 wochen drei Stunden und dann für 2 Wochen 6 stunden.Es hat alles wunderbar geklappt hatte keinerlei beschwerden und wurde von meinen super Arbeitskollegen auch mega unterstützt!!!Seit dem 23.12. bin ich wieder voll am arbeiten.Mir geht es gut ich bin immer noch teilweise überrrascht wenn man manch alltägliche dinge tut, wie z.b. aufstehen oder duschen, das ich keinerlei schmerzen mehr habe und alles soweit wieder klappt.Kar bekomme ich auch immer noch viel unterstützung von meinem Mann, meinen Freunden und meinen Arbeitskollegen so das ich nichts schweres mehr heben muss aber ich bin glücklich.Nun bin ich seit 2 wochen am Sporten mit den Physiotherapeuten (die Praxis in der ich bin hat oben eine Mukki Bude in der man immer von einem Physio Therapeuten betreut wird) und ich achte auch sehr darauf mich an das rückengerechte Verhalten zu gewöhnen (klappt leider noch nicht immer, aus dem Affekt heraus bewegt man sich dann doch noch mal ab und zu falsch schulterzuck.gif) und es klappt immer besser.
Ich bin überglücklich und unendlich dankbar diese schmerzen endlich los zu sein und würde immer wieder diese Entscheidung treffen nach meinem Leidensweg.

So ich hoffe ich kann einigen Mut machen!
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