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Komplette Version Berufsunfähigkeit- Umschulung

Bandscheiben-Forum > Berufsgenossenschaft
Mrs. Jinx
Hallo,

nach einem unverschuldeten Wegeunfall ( Arbeitsunfall) bin ich leider berufsunfähig. Das ist gutachterlich bestätigt und auch von der BG anerkannt. Derzeit beziehe ich noch Verletztengeld, bin in regelmäßiger ärztlicher und therapeutischer Behandlung und bin weiterhin arbeitsunfähig. Um beruflich irgendwann wieder Fuß fassen zu können, werde ich eine Umschulung machen müssen. Hierzu stellen sich mir ein paar Fragen, auf die ich bisher noch keine Antwort gefunden habe:

Wie läuft eine Umschulung ab?

Sitzt man 5 Tage/ Woche, x- Stunden in der Schule oder im Betrieb? Was passiert, wenn man körperlich nicht dazu in der Lage ist, weil beispielsweise 2 Stunden sitzen große Probleme bereiten?

Was würde passieren, wenn man eine Umschulung aufgrund von Verletzungsfolgen nicht durchhält?

Die Umschulungsmaßnahmen sind ja in der Regel auf 2 Jahre ausgelegt. Wie kann dann eine Umschulung in einem "artfremden" Beruf, dessen reguläre Ausbildungszeit 3 Jahre umfassen würde, funktionieren? Kann jemand mit kognitiven Störungen eine solche Umschulung überhaupt schaffen?

Vielleicht kann hier jemand Licht in mein Dunkel bringen?

Vielen Dank.

Liebe Grüße

HWSkaputt
badfirst
Hallo Mrs. Jinx,

also zu der Umschulung kann ich folgendes schreiben, da ich selber vor einem Jahr eine zum Bürokaufmann gemacht habe.

Man sitzt ja nicht an einem Stück in der Umschulungsstätte es sind ja Pausen dazwischen, bei mir ging sie 2 Jahre mit einem Praktikum von 6 Monaten kurz vor ende.
Die 6 Monate Praktikum sind nicht zu Vergleichen mit einer "normalen" Ausbildung, man kriegt meiner Ansicht nach nicht die Qualifikation vermittelt, was man spätestens dann auch merkt wenn Betriebe lieber für die "normalen" auszubildenden entscheiden.
Man kann die Umschulung in einem BfW machen oder extern, BfW heißt ja 5 Tage in der Einrichtung und WE zuhause.
Ich habe mir lieber eine Umschulungsstätte in meiner nähe gesucht, ich wollte ja nicht mein Leben so derbe durcheinander bringen, und bin auch nicht wirklich ein Fan davon woanders zu Übernachten.

Ich habe auch die Probleme, das ich nicht lange sitzen,stehen und gehen und das alles eigentlich im wechsel sein sollte, naja wie bei vielen anderen Bandscheiben betroffenen.

Schafft man die Umschulung nicht ist es eben so, und am ende hat man unter Umständen nichts.

Naja auch mit Abschluss ist es schwer unter zu kommen, zumindest in dem Bereich wo ich die Umschulung gemacht habe, überlagert und dann noch das Manko das man die einschränkungen hat, das sieht eher schlecht aus (die erfahrung habe ich gemacht).

Meine Karriere habe ich notgedrungen als Servicekraft auf Teilzeit fortgeführt, mehr als 3 Stunden könnte ich das auch nicht machen, aber besser das erst mal als nichts.

Ich hoffe es hilft ein wenig!

Schöne Grüße
Mrs. Jinx
Hallo badfirst,

vielen Dank für deine Antwort!

Deine Schilderungen bestätigen meine Gedanken. Auch ich befürchte trotz Umschulung schlecht vermittelbar zu sein. Ich kann natürlich auch die Arbeitgeberseite verstehen, wenn sie lieber gesunde Menschen mit "normaler" Ausbildung einstellen wollen als gehnadicapte Umschüler. Das Wissen ist allerdings ziemlich frustrierend. Aber gut, unsereins muss einfach das Beste aus der Situation machen und jammern hlft ja auch nicht weiter.

Ziemlich sicher bin ich, dass ich zum jetztigen Zeitpunkt einer Umschulung leider noch nicht gewachsen bin. Zumal ja auch nochmal eine OP ansteht, die mich ja dann erstmal wieder total zurück werfen würde. Und zu den "körperlichen" Problemen kommen ja noch kognitive Einschränkungen durch meine Unfall hinzu. Ich werde wohl tatsächlich erstmal Erwerbsunfähigkeits-/ Erwerbsminderungsrente beantragen müssen.

Auch fällt mir der Gedanke nicht wieder in meinem "geliebten" Job arbeiten zu können, immernoch schwer.

Für mich käme auch nur eine wohnortnahe Umschulung in Frage. Ich habe zuhause Verpflichtungen, denen ich nachkommen muss. Mal ganz davon abgesehen fühle ich mich zuhause bei meiner Familie am wohlsten.

Zu was wurdest du denn umgeschult? Hast du Vorkenntnisse aufgrund deines früheren Berufes in die Umschulung mitnehmen können?

Dir alles Gute!

Liebe Grüße

Mrs. Jinx
badfirst
Hallo Mrs. Jinx!!

Man darf sich nur nicht zu sehr darein steigern in dem Gedanken das man nichts bekommt, oder die Gedanken was für Schmerzen man haben könnte.

Also von 20 Umschülern haben ca. 8 einen Job bekommen, naja vielleicht zählt man auch zu denen die was bekommen.

Ich habe eine Umschulung zum Bürokaufmann gemacht, und komme aus der Pflege, also nichts Berufs übergreifendes.

Es wird geprüft ob die es erst mit einer Umschulung oder ähnliches Probieren, als Reha vor Rente.

Dir auch alles gute und viel Erfolg.

Schöne Grüße
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