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Komplette Version HWS (Berufskrankheit 2109)

Bandscheiben-Forum > Berufsgenossenschaft
dieter273
Hallo zusammen,

ich habe mich heute im Forum angemeldet und hätte folgende Frage an euch:
Bei einer Breischluck- Röntgenaufnahme wegen Schluckbeschwerden wurde folgendes festgestellt.
Erhebliche ventrale Spangenbildung C2-C4 mit Impression des Pharynx von dorsal.
Auf Hochdeutsch wird mir durch die Spangenbildung die Speiseröhre eingedrückt. Eine OP wurde mir
abgeraten,da die Nerven der Stimmbänder beschädigt werden können. Meine Frage wäre: Da die Spangenbildung
wohl durch jahrelanges Überkopfarbeiten entstanden wäre, lohnt es sich eine Anerkennung der Berufskrankheit 2109
zu beantragen? Und hat jemand mit dem Thema erfahrung?

Vielen Dank im voraus
Harro
Moin moin Dieter,
du kannst versuchen das als Berufskrankheit anerkennen zu lassen,
aber du musst dich darauf einstellen das es ein harter Wege sein wird.
Solche Fälle landen meist vor dem Gericht.

Liebe Grüße Harro winke.gif

PS. Verschoben ins Forum Berufsgenossenschaft
Busch38
Hallo,

als 2109 nicht.
Da die nur Tragen auf der Schulter beinhaltet.

Musst die Liste mal durchgehen.

Ansonsten evtl. neue BK, das wäre ein langer Weg, es muss auch entsprechend viele gleiche Fälle geben.

Gruss
dieter273
Hallo Harro, Hallo Busch38,
habe folgenden Text gefunden.

Es geht nicht um die Zuordnung einer Erkrankung in die Berufskrankheitenverordnung ( BKV ),
sondern um die Prüfung der Ursächlichkeiten der Beschwerden. In der Rechtssprechung wird
das so formuliert: Es muss das typische Krankheitsbild der Berufskrankheit vorliegen und dieses
muss im Sinne der unfallrechtlichen Kausalitätslehre wesentlich auf die berufliche Tätigkeit
zurückzuführen sein.
Die berufliche Tätigkeit muss dann einer mechanischen Einwirkung ( Ziffer 21.ff der BKV )
zugeordnet werden. Hier sind Überkopfarbeiten nicht explizit genannt, würden dann aber als
besondere Belastung der HWS gelten,die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das
Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können.
Verschiedene Ärzte sagten mir, das es an dem jahrzehnte langen Überkopfarbeiten läge.
Mir ist auch bekannt, das BK2109 das tragen von Schweinehälften bei Metzger beinhaltet. (zB.)
Die Frage ist ob sich die BG darauf einlässt.
Alles Gute
Harro
Moin moin Dieter,
Zitat
Die Frage ist ob sich die BG darauf einlässt.

tja das ist die Frage, mir hat man damals gesagt, obwohl jahrzehntelanges Arbeiten
mit geneigtem und überstrecktem Kopf vorhanden war, zusätzlich noch häufiges einsetiges tragen
von Lasten über 50kg, die Chancen stehen extrem schlecht.
Und da ich schon gegen die DRV am kämpfen war wollte ich da keine 2te Front aufmachen.
Ob sie sich darauf einlässt erfährts du wenn du den Antrag stellst.

Ich wünsch dir viel Erfolg.

LG Harro winke.gif
Sabine1968
Hallo,
Ich bezweifle dass Du damit durchkommst.Mir sagte man die knöchernen Anbauten entstehen durch Überlastung, Kopfhaltung am Bildschirm. Damit wäre es auch eine Berufskrankheit.

Mein Vater hat aber die gleichen Anbauten angeblich von zu harter körperlicher Arbeit und meine Oma hatte das auch, vom vielen Stehen als Lehrerin.

Die Ärzte wissen im Grunde nicht wer es warum bekommt und sagen irgendwas, weil der Patient gerne einen Grund möchte.

Sabine
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