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Komplette Version Wahrscheinliche OP

Bandscheiben-Forum > Operationen
Uschi01
Hallo zusammen,

gestern war ich bei meinem Orthopäden. Er hat sich die alten Befunde angesehen und ich komme demnächst ins MRT.
Seine Vermutung ist, dass mein verknöcherter Sequester im Bereich L5/S1 auf die Nerven drückt und somit der Spinalkanal zu eng geworden ist, weswegen ich zunehmende Schmerzen habe. Das Segment ist fast von selbst versteift. Von daher vermutet er, das ich gar keine Spondy brauche, sondern das nur dieser Sequester entfernt werden müsse. Genaue Diagnose bekomme ich aber erst nach dem MRT.

Nun ist seine Vermnutung, dass man den Sequster entfernt und den Spinalkanal weitet.

Nun brennen mir Fragen im Nacken:

1) Was für eine OP wird das werden
2) Wie lange ist man hinterher krank
3) Ab wann darf man sitzen und Auto fahren
4) Wie erfolgreich ist solch eine OP, was die zukünftige Schmerzbelastung angeht.

Der Zeit habe ich mal wieder seit zwei Monaten Schmerzen. Kann mich kaum länger als 5 Minuten auf den Beinen halten. Im Sitzen sind die Schmerzen am erträglichsten.
paul42
Hallo Uschi01

Zunächst einmal sollte man das anstehende MRT abwarten.

Daraus wird sich ableiten lassen wie man dir durch eine OP helfen kann.

Verständlich das dich Fragen dazu beschäftigen

1) Was für eine OP wird das werden

Es wird eine offene OP werden um den notwendigen Zugang zu schaffen den Sequester zu entfernen und um den Spinalkanal zu erweitern.

2) Wie lange ist man hinterher krank

Es kommt darauf an was du damit meinst.
Der Aufenhalt in der Klinik wird ca. 1 Woche sein.
Nach der OP ist Ruhe und Entspannung angesagt damit sich eine gute Narbe entwicklen kann.

3) Ab wann darf man sitzen und Auto fahren
Das lässt sich schlecht beantworten.
Zum einem hängt es vom Umfang der OP ab und zum anderen hat jeder Arzt dazu eine unterschiedliche Meinung.
Grundsätzlich macht das Sitzen nach einer OP an der WBS nicht besonders viel Spaß und sollte anfangs auf ein Minimum beschränkt werden. Für den Toilettengang und zur Einahme der Mahlzeiten sollte es aber ok sein.
Dein Körper wird dir dazu Rückmeldung geben was er davon hält.
Auf die Signale sollte man unbedingt achten und mit angemessener Bewegung reagieren.

4) Wie erfolgreich ist solch eine OP, was die zukünftige Schmerzbelastung angeht.

Es kommt darauf an in welchen Umfang die OP durchgeführt wird.
Vorrangig geht es dabei für beteiligte Nerven wieder ausreichend Spielraum zu schaffen.

Neben dem Procedere der OP hat auch die Narbenbildung einen ganz wesentlichen Einfluss auf die Zukunft. Es darf sich nur soviel Narbengewebe bilden wie notwendig. Für die ersten 3 Monate sollte man sich schonen und keine Reize oder Manupulation auf das OP- Fenster ausüben.
Massagen und lokale Wärme sind tabu. Das gilt auch für ein Wannenbad.

Das war jetzt nur eine kurze Antwort auf deine Fragen.

Was dich wirklich erwarten wird lässt sich erst nach dem MRT klären.

Aus meiner Sicht ist das Thema Versteifung durchaus noch aktuell.
Es obliegt dem Arzt zu entscheiden ob die bisherige "natürliche Versteifung" ausreicht um das Segment auf Dauer stabil zu halten, oder ob es besser ist die WBK und deren Gefügestellung neu einzurichten, damit beteiligte Nerven in ihrer räumlichen Bedrängung entlastet werden.

alles Gute
paul42
milka135
Hallo Paul,
hierzu kann ich sagen:
Zitat (paul42 @ )
Massagen und lokale Wärme sind tabu. Das gilt auch für ein Wannenbad.

Manche Chirurgen unmittelbar nach einer OP Massage verordnen. In der Hoffnung, dass nicht aus Verklebungen oder Blutkuchen später Narbengewebe wird. Praktisch sollen mit der Massage die Gewebeschichten locker gehalten werden/auseinander gehalten werden. Ich selbst hatte nach meiner 2. Darm-OP auch Massage und solte in den Bauch athem in der Hoffnung das nicht zusammenpappt.

Auch zum Thema Wärme habe ich bisher unterschl. Antworten erhalten. Aber erklär mir mal. Warum Wärme u. feuchte Wärme zur übermäßigen/ungünstigen Narbenbildung führen kann. Sorry bin neugierig zwinker.gif

Liebe Grüße,
Milka
wink.gif
milka135
Hallo Uschi,
ich weis zwar nicht ob deine Orthopäde selbst operiert. Aber ich finde die vorgehensweise - Entlasstung ohne Versteifung (keine Fremdkörper) 1A daumen.gif
Zitat (Uschi01 @ )
das ich gar keine Spondy brauche, sondern das nur dieser Sequester entfernt werden müsse. Genaue Diagnose bekomme ich aber erst nach dem MRT.

Nun ist seine Vermnutung, dass man den Sequster entfernt und den Spinalkanal weitet.


Denn ich kenne Operateure die trotzdem Versteifen würden. Weil, die Gefahr besteht, dass bei so einer OP auch gute Verknöcherungen gelöst werden.

Hattest du schon PRT´s oder Schmerzkatheter?

Liebe Grüße,
Milka wink.gif
Pinguin
Liebe Uschi,

wenn ich auch noch meinen Senf dazu geben darf?

Also mit der Wärme unmittelbar nach der Op, hat paul natürlich recht.
Erstens wegen der Gefahr der Einblutung und zweitens, regt ja Wärme alles an.
Und Hitze wirst Du sicher im op Bereich genügend danach haben.

Nach einer Versteifung/Spondy ist das sitzen mitunter sogar beim Essen untersagt.
Dafür gibt es dann im Kh auch Stehtisch und sogar anschließend bei dr REHA noch.

Aber das fand ich z.B. cool.
Man hat immer einsehen können, was die anderen so aufˋm Teller haben zwinker.gif

Deine Krankschreibung hngt davon ab, was Du beruflich machst und wie sich Deine Genesung entwickelt.
Schweres Heben sollte ziemlich lange vermieden werden.
Das können schon mal 6-12 Wochen sein der länger.

Sicher wirst Du, wenn die Versteifung per OP stattfindet, auch eine Orthese tragen müssen für ca. 6 Wochen, so war es jedenfalls bei mir.
Und wenn ich anstrengende Dinge mache, nutze ich sie manchmal noch heute.
Meine OP war im September 2015.
Bei mir sind aber schwere Dinge relativ zu sehen.

Nun warte aber erst mal das MRT ab.
Ich möchte Dir aber noch ans Herz legen, nicht alleine vom Orthopäden abhängig zu machen, ob und welche OP. Versuch Dir bitte noch eine Zweitmeinung von einem Neurochirurgen einzuholen.
Die sehen die Ws noch mal aus einer ganz anderen Sicht.
Auch die MRT Billder können die anders interpretieren.

Hoffentlich konnte ich Dir noch paar hilfreicheTipps geben.
Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße
Konstanze
Uschi01
Hallo zusammen,

natürlich ist meine Hoffnung immer noch, dass das Segment L5/S1 sich selbst versteift hat, wodurch keine Spondy mehr nötig sein würde.

Alles andere, den Sequester entfernen und Spinalkanal weiten, scheint ja nicht so schlimm zu sein.

Auf das MRT bin ich gespannt.

Ich bin selbständig und kann mir keine lange Ausfallzeit leisten. Ich muss schnell wieder in meinem Büro sitzen können, und Autofahren muss ich auch ziemlich schnell. Ansonsten bekomme ich existentielle Probleme.
milka135
Hallo Uschi,
dazu:
Zitat (Uschi01 @ )
Ich bin selbständig und kann mir keine lange Ausfallzeit leisten. Ich muss schnell wieder in meinem Büro sitzen können, und Autofahren muss ich auch ziemlich schnell. Ansonsten bekomme ich existentielle Probleme.
smhair2.gif nein.gif
kann ich nur sagen.
Hör auf deinen Körper. Denn mit "schnell" biste näml. schnell bei erfolglose OP.

Liebe Grüße
Milka wink.gif
Andreas 2
Zitat (Uschi01 @ )
Hallo zusammen,

natürlich ist meine Hoffnung immer noch, dass das Segment L5/S1 sich selbst versteift hat, wodurch keine Spondy mehr nötig sein würde.

Alles andere, den Sequester entfernen und Spinalkanal weiten, scheint ja nicht so schlimm zu sein.

Auf das MRT bin ich gespannt.

Ich bin selbständig und kann mir keine lange Ausfallzeit leisten. Ich muss schnell wieder in meinem Büro sitzen können, und Autofahren muss ich auch ziemlich schnell. Ansonsten bekomme ich existentielle Probleme.



Hallo Uschi01,

zur Erinnerung,dass ist kein Kindergeburtstag,von wegen nicht so schlimm.

Was soll sich da selber versteifen?rock.gif

Die Wirbelkanäle öffnet sich nicht von selber,da er ist zu gewachsen.

Da kannst Du so vergleichen mit Herzkranzgefäßen die zu sind,da passiert ohne OP nichts mehr.

Las Dir dies mal von einem Arzt erklären.

Gruß & schönen Sonntag.

Andreas 2
paul42
Hallo Uschi

Ich kann mich den Ausführungen von Milka, Konstanze und Andreas nur anschließen.

Ob sich dein Gedanke mit einer OP und dann schnell wieder in Job zurückzukehren bewahrheiten wird, wage ich ehrlich gesagt zu bezweifeln. kinnkratz.gif

Ich will dir nicht zu nahe treten, du bist seit 10 Jahren im Forum.

Deine BS im Segment L5/S1 hast du bereits erfolgreich geschrottet und der Weg auch auf eine natürliche Versteifung zu setzen, hat anscheinend bisher leider auch nicht den gewünschten Erfolg gebracht.

Wenn jetzt seitens der Ärzte aufgrund bestehender Beschwerden eine OP geplant ist das alles andere als ein Spaziergang.
Ohne OP wird sich an der degenerativen Veränderung nix mehr verbessern.
Ein operativer Eingriff an der WBS ist immer eine große OP, weil dort immer ein Bezug zu beteiligten Nerven besteht.
Es gibt nun Mal leider nicht so viel Platz, als das man die Genesung auf die leichte Bahn schieben kann.

Aus meiner Sicht kannst du das alles nicht mehr als unbedeutsam bei Seite schieben, im Gegenteil du gehst ein enormes Risiko ein wenn es dir nur um die Arbeit geht.

Wenn du das nicht in deine Planung berücksichtisgt ist deine berufliche Existens möglicherweise als Unternehmerin gefährdet.

Besorge dir ein Stehpult damit du deine Büroarbeit in einer anderen Körperhaltung ausüben kannst und plane deine Termine so, dass du für Autofahrten genügend Zeit hast auch mal eine Pause einzulegen.

Wenn sich irgendwas postiv yerändern soll, geht das zukünftigt nur wenn du mehr Rücksicht auf dich selbst nimmst.

Ich glaube nicht das dir hier irgendjemand deinen Ehrgeiz in Frage stellen möchte.
Jeder der hier im Forum auf andere Threads antwortet, versucht nur auf seine Art irgendwie zu helfen. zwinker.gif

alles Gute
paul42
Uschi01
Hallo zusammen,

nach drei Monaten wieder heftige Schmerzen, die trotz starker Schmerzmedies und Kortison nicht auszuhalten sind.

Ich war im MRT, mit dem Befund beim Neurochirug, der sagte, es mus nicht operiert werden.

Befund:
MRT LWS nativ vom 05.04.2016
Klinische Angabe:
NPP mit Spinalkanalstenose der LWS.
Technik:
LWS;spine;;STIR;T2;Coronar
LWS;spine; ;TSE;T2;Transversal
LWS;spine;;TSE;T1 ;Sagittal
LWS;spine;;TSE;T2;Sagittal
Befund:
Es liegt die CT-Voruntersuchung vom 17.09.2012 vor.

Kein Nachweis einer Konturunterbrechung der erfassten ,Wirbelkörper BWK 10 bis Os sakrum.
Kein Nachweis einer Wirbelkörperhöhenminderung. Erhaltenes Alignement und Lordose der LWS.
Conus medullaris auf Höhe LWK 1.

Globale Signalminderung aller Bandscheiben in T2w.
BWK 10/11: Facettengelenksarthrose mil geringer Einengung der Neuroforamina bds.
BWK 11/12: Mediane Bandscheibenprotrusion mil ventraler Einengung des Spinalkanals auf 11mm.
LWK 1/2: Rechtsparamediane Bandscheibenprotrusion mil geringer Einengung des Spinalkanals und des rechten Neuroforamens.
LWK 2/3: Geringes Bulging der Bandscheibe.
LWK 3/4: Linksforaminarer Bandscheibenprolaps mit geringer Einengung des Neuroforamens.
LWK 4/5: Medianer Bandscheibenprolaps mit ventraler Einengung des Spinalkanals auf 9 mm.
LWK 5/SWK 1: Das Bandscheibenfach isl weilgehend aufgebraucht. Breitbasige
Bandscheibenprotrusion ohne Pelotierung des Duralsacks. Geringe Einengung der Neuroforamina bds.
Beurteilung: ,
Multisegmenlale Osteochondrose der LWS mil Bandscheibenvorfallen/Protrusionen wie oben
beschrieben. Keine hochgradige spinale Enge.



Ich will aber, das irgendwas passiert, weiß nicht mehr weiter. Ich habe keine Lebensqualität mehr.
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