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Komplette Version BSV in BWS 6/7 7/8 8/9 9/10 Morbus Scheurmann

Bandscheiben-Forum > BWS-Forum
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Equi62
Hallo,

seit ein paar Tagen weiß ich nun, daß auch ich wohl Bandscheibenvorfälle in der Brustwirbelsäule habe. Bin aber wissensmäßig noch gänzlich am Anfang der Materie, sowohl was Wissen, das Verstehen (die ganzen Fachwörter) und auch das Verinnerlichen anbelangt.
Ich schlage mich schon länger mit gewissen gesundheitlichen Problemen herum, hatte es aber lange erfolgreich geschafft mich davor zu drücken damit mal los zu gehen.
Im Oktober wurde es dann aber doch so deutlich und Unangenehm, daß ich gefühlt mal los musste.

Vorhandene Symptome:
Druckgefühl und Schmerzen in Höhe der Magenkuhle, manchmal auch hinter dem Brustbein. Zum Teil für mich so gefühlt auch dumpf in den Rücken strahlend. Zeitweilig dort auch, eher flächig, „brennend“ zwischen und im unteren Bereich der Schulterblätter.
Das ganze auch recht temperaturabhängig. Wenn ich Kälte oder Zug, vor allem in den Rücken bekomme, werden die Symptome deutlich kräftiger. Ich trage sehr viel aktive Wärmepads um die Region zwischen den Schulterblättern zu wärmen, das mindert die Symptome zumindest etwas.
Zudem hatte ich ein Gefühl, oft mächtiges Sodbrennen und Völlegefühl zu haben. Durch die Einnahme von Riopan und Konsorten konnte ich es etwas bedämpfen, aber nicht wegbekommen. Wobei, eine gewisse Empfindlichkeit mienes Magen schon immer vorlag.
Zudem habe ich ein Gefühl, als wenn der Brustkorb von unten innen bedrückt, eingeengt wird. Ein Gefühl, nicht richtig „frei“ atmen zu können.
Des weiteren hatte ich in der Vergangenheit manchmal Reflux beim Liegen, der manchmal entsprechende Hustenanfälle erzeugte, da wohl was in die Luftröhre gelangt war.
Zudem manchmal kribbeln in den Händen.
Des öfteren habe ich Herzklopfen, besonders im Liegen auf einer Seite. Ständige Abgeschlagenheit, regelrechte Saft- und Kraftlosigkeit. Und allgemeine, verminderte Konzentrations- und Merkfähgkeit.
Beim Hausarzt wurde Blut- und Urintest und EKG gemacht, keine Auffälligkeiten. Sollte hochdosiert Protonenpumpenhemmer nehmen, dann würde das wohl wieder weggehen.
Nach 2 Wochen keine Besserung, es wurde gefühlt sogar noch schlechter. Wir einigten uns dann auf eine Überweisung ins KH um das abklären zu lassen.
Dort wurde dann auf der Internistischen das entsprechende Programm abgefahren. Röntgen Thorax, CT Abdomen, Schluckröntgen, Magen- und Darmspiegelung, mehrere Ultraschall, EKG… Gefunden wurde einzig ein 3cm langer Bruch im Zwerchfell, ansonsten keinerlei Auffälligkeiten. Daß meine Symptome von diesem Bruch her kommen, wurde kategorisch von mehreren Ärzten und einem Chirurgen ausgeschlossen. Ich solle mal in mich gehen und versuchen heraus zu bekommen und anzunehmen, daß es aus meinem Kopf käme, miich mal mit dem Gedanken an eine psychosomatische Behandlung anfreunden.

Bin dann wieder zum HA und nochmals Alles mit ihm besprochen.
Er gab mir dann eine Überweisung zu einem niedergelassenen Chirurgen. Dem habe ich nur kurz meine Symptome beschrieben und er hat mich zum Röntgen der HWS und BWS geschickt. Er hat sich die Bilder dann zusammen mit mir angesehen, etwas von einem Vorfall in der HWS gemurmelt und mir dann eine Überweisung zum MRT der BWS gegeben. Dann würden wir sehen, wo meine Probleme herkommen.


Ergebnis der Kernspintomogrphie der BWS vom 01.12.2016:

Technik: sagittal T1 und T2 gew., coronar T2 gew. mit FS., axial T2 gew.

Befund und Beurteilung:

Deutlich verstärkte Kyphosierung der BWS bei s-formiger Torsionsskoliose.

Die knöchernen Strukturen zeigen zum Teil unregelmäßige Sklerosierungen der Wirbelkörper Deck und Abschlussplatten mit einem verminderten Höhentiefenindex, unregelmäßigen Sklerosierungen der Wirbelkörper Deck und Abschlussplatten und kleineren Schmorl'schen Knorpelknötchen im Sinne eines Morbus Scheuermann.

Die Bandscheiben D11/12 und D10/11 zeigen nur flache dorsale Protrusionen ohne wesentliche
Kompression.

Bei D9/10 ist ein sehr deutlicher rechts exzentrischer Prolaps dargestellt der das Myelon verlagert und etwas komprimiert. Innerhalb des Myelons sind noch keine Ödeme oder Zeichen einer Myelomalazie nachzuweisen, der dorsale Reserveraum auch noch nicht verstrichen. Die Bandscheibe ist etwas nach kranial umgeschlagen.

Kräftige Protrusion in Höhe D8/9 mit flacher Duralsackpelottierung. Bei D7/8 ist eine kleinere, links der Mitte betonte Prolabierung dargestellt. die ebenfalls bis an das Myelon heranreicht und dieses etwas pelottiert.
Protrusionen wiederum bei D6/7 und geringer D5/6 und ebenso D1/2. Die Facettgelenke weisen verstärkte Sklerosierungen und Randkantenausziehungen auf, keine höhergradigen Osteophyten. Das Myelon und der Spinalkanal sind ohne primäre Raumforderungen oder Fehlbildungen abgebildet.

Zusammenfassend:
Bei Aufbaustörung der Wirbelsäule im Sinne eines Morbus Scheuermann deutliche Prolabierung bei D9/10 rechts mit Myelon Verlagerung und Kompression, noch ohne Ödeme, etwas kleinere jedoch ebenfalls deutliche Prolabierung D7/8. Kräftige Protrusion D8/9. etwas geringer D6/7 und deutlich geringer in den übrigen Etagen, wie oben beschrieben. S-förmige Torsionsfehlstellung mit verstärkter Kyphosierun.


Ich nehme zur Zeit Amitryptilin, 25-50mg. Ist zwar ein trizyklisches Antidepressivum, was niederigdosiert aber auch als Schmerzmittel eingesetzt wird. Zudem hilft es recht gut zum Schlafen. Zudem Meloxicam 7,5mg.
Bei akutem Bedarf auch noch mal eine 400-er IBU. Schmerzmäßig ist es für mich (noch) im Rahmen. Als schlimmer emfinde ich die anderen Symptome.

Ich habe nächste Woche einen Termin bei einem Orthopäden.
Vom Chirurgen habe ich 6 x Krankengymnastik verschrieben bekommen, er wäre dann soweit „fertig“ mit mir. Und weg war er.
Eine Doppelstunde KG habe ich vorgestern gehabt.

Zudem bekam ich vom HA dann und auf besondere Nachfrage eine Überweisung zu einem Neurochirugen. Da suche ich aber noch was Geeignetes.
Habe, da ich vom vom Niederrhein stamme, evtl. die Ambulanz des St. Anna Hospitals in Herne im Auge da die wohl auch recht viele BWS-Operationen durchführen und somit ein gewisser Erfahrungswert vorliegen sollte? Bin mir da aber noch nicht sicher.

Ich suche erstmal eine Aufklärung, was mit mir da überhaupt ist, was ich nun machen soll, was mir helfen könnte. Von allen bisherigen Ärzten habe ich so gut wie nichts zu hören bekommen. Meine bisherige Erfahrung bei allen Ärtzten: Die 5 Minuten sind um, und Tschüß und weg. Wahrscheinlich sind da auch wohl Welche mit diesem Thema in gewisser Weise überfordert.

Ich denke das war erstmals nur ein kurzer Abriss vorab, werde auch noch versuchen ein paar Bilder hinzuzufügen.

Vorab schon mal einen lieben Dank an Forumsbetreiber und Helfer und selbstverständlich allen weiteren Schreibern hier. Hab mir hier schon einige Punkte rauslesen können.

Viele Grüße

Martin
Equi62
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Equi62
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Equi62
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Equi62
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Marie2
Lieber Equi62,

ich möchte mal versuchen dir zu antworten.
Ich befinde mich gerade im KH und habe grausige Internetverbindung und nur mit Handy. Deine Bilder konnte ich noch nicht anschauen....

Morbus Scheuermann ist eine Grunderkrankung der WS, die gar nicht so selten ist. Man geht davon aus das die vorderen WK-Anteile in der Entwicklung langsamer wachsen als die hinteren...dadurch bilden sich sog. Keilwirbel aus und es kommt zu der Hyperkyphose (vermehrter Eundrücken). Dazu bilden sich eben diese Schmorl Knoten durch den ungleichmäßigen Wachstum der WK. Das sind diese kleinen Unterbrechungen im WK (kl Löchle an Grund bzw Deckplatten).
Wie gesagt...den Scheuermann hattest du somit sicherlich schon in der Jugend. Er ist nicht selten...KANN dann aber im Erwachsenenalter zu Beschwerden führen...Muss aber nicht. Diese Beschwerden sind meist jedoch muskulär etc..da durch die Fehlhaltung (vermehrter "Buckel", Kopfblick meist richtung Boden, vorhängende Schultern etc.) bestimmte Muskelgruppen eher verkürzt (Brustmuskulatur) und andere eben verlängert sind).
Die Fehlhaltung geht mit der Zeit auch auf die Knochen...dadurch werden dann die vorderen WK-Anteile immer mehr belastet und es kann sein das der Körper dieser Mehrbelastung mit zusätzlichen Knochenanbauten (Spondylophyten, Randzacken...) versucht entgegenzuwirken....Mit der Zeit KANN die Hyperkyphose dann z.b verknöchern und "rigide" (also steif....nicht mehr flexibel) werden.
Deshalb ist es grundsätzlich wichtig bei Scheuermann etwas gegen das Ungleichgewicht der Muskeln zu tun. Physiotherapie, Krankengymnastik....je nach Krümmungsgrad (nur durch eine WS-Ganzaufnahme festzustellen) auch mit Korsetttherapie z.b.
Wie alt bist du denn?
Seid wann hast du deine Beschwerden?

Soviel erst mal kurz zum Scheuermann. Wie gesagt...dieses Grundleiden ist nicht selten und wird z.b auch durch schlechte Haltung begünstigt (man geht jedoch von einer genetischen Veranlagung mit aus). Viele Scheuermänner haben keine bis geringe Beschwerden....und meist durch das muskuläre Ungleichgewicht.
Der Scheiermann allein ist keine schlimme Diagnose....Man muss aber am Ball bleiben und an sich arbeiten (Physio, MTT etc.)

Bandscheibenvorfälle in der BWS sind eine Rarität....sehr sehr selten. Da die BWS der WS-Abschnitt ist, der am wenigsten beweglich ist und ja auch durch die Rippen u.b mitstabilisiert ist.
Scheuermann jedoch "begünstigt" BSV in der BWS...da ja auf den vorderen WK Anteilen vermehrt Druck herscht und durch die Hyperkyphose die BS (Bandscheibe) eher nach hinten rausrutscht.
Zudem kann die BS auch in die sog. Schmorl Knoten an Grund und Deckplatten einbrechen....wodurch es auch eher zu verschmälerten Zwischenwirbelabständen kommt...was eine Osteochondrose fördert.
Doch wie gesagt....das alles wäre eig noch gar nicht so dramatisch.

Ich wollte dir zuerst einmal ein wenig Grundinformation mit auf den Weg geben.

Nun versuch ich mal deinen Befund etwas zu übersetzen:
Zusammenfassend: 
Bei Aufbaustörung der Wirbelsäule im Sinne eines Morbus Scheuermann (hab ich oben schon etwas erklärt) deutliche Prolabierung bei D9/10 (deutlicher Vorfall der Bandscheibe zwischen 9. und 10. Wirbelkörper) rechts mit Myelon Verlagerung und Kompression (rechtsseitig mit Rückenmarksverlagerung und druck....oben ist noch beschrieben das dein Rückenmark aber noch genug Platz zum ausweicjen nach hinten hätte, wenn ich mich jetzt nicht irre.... zum Verständnis:das Rückenmark ist die Verlängerung des Gehirns sozusagen...es ist von Rückenmarkshäuten/Hirnhäuten umgeben, gehört also zum zentralem Nervensysthem und ist für die Kommunikation zwischen zahlreicher Funktionen vom Hirn zu den Gliedmaßen z.b (auch Organe u.a) und anderstrum zuständig. Das Rückenmark selbst ist wie ein Schmetterling aufgebaut. Mit Vorderhörner (motorisch...Bewegung) und Hinterhörner (Sensibilität, Gefühl) . Google einfach mal nach Rückenmark.... um das Rückenmark sind zum Schutz verschiedene Häute und der sog. Subarachinodalraum...mit Hirnwasser gefüllter Raum...wodurch das Rückenmark z.b auch vor Druck oder Erschütterung geschützt wird. Bei dir scheint der Bandscheibenvorfall somit den vorderen Raum aufzubrauchen und etwas gegen den Rückenmarksschlauch zu drücken und es somit weiter nach hinten zu verlagern, wo aber noch genug flüssigkeitsgefüllter Raum ist und es somit noch etwas weiter ausweichen könnte...)
noch ohne Ödeme (das ist sehr gut. Wäre ein Ödem o.ä sichtbar würde das heißen das dein Rückenmark selbst schon einen Schaden erlitten hätte...ein Schaden direkt im Rückenmark ist meist nicht mehr komplett reversibel),
etwas kleinere jedoch ebenfalls deutliche Prolabierung D7/8.(zwischen 7. und 8. Brustwirbelkörper hast du ebenfalls einen deutlichen BSV, jedoch etwas kleiner) Kräftige Protrusion D8/9.( zwischen 8. und 9. BWK hast du eine Vorwölbung...D.h der Faserring der Bandscheibe ist jier noch intakt...doch den BS-Kern drückt es dagegen an den Rand...)
etwas geringer D6/7 (auch zwischen 6. und 7. BWK, aber weniger)
und deutlich geringer in den übrigen Etagen, wie oben beschrieben.
S-förmige Torsionsfehlstellung mit verstärkter Kyphosierung (S-förmige...sprich doppelbogige wie s form Drehfehlstellung mit verstärktem Rundrücken...heißt der Scheuermann mit Begleitskoliose die doppelbogig ist und teilsweise auch die einzelnen Wirbelkörper in ihrer Statik zueinander etwas verdreht sind)

Du hast somit einen echt ausgeprägten Befund! Gut ist aber das dein Rückenmark "noch" keinen Schaden genommen hat.
Deine Schmerzen und Probleme mit z.b Magen etc...lassen sich eher durch Nervenwurzelreizungen erklären....bei jedem WS Segment kommen Nerven aus dem Rückenmark (pro Seite 2, vorderer Nerv und hinterer Nerv, die sich dann pro Seite zum sog. Spinalganglion vereinigen. Das gehört dann auch zum vegetativem Nervensysthem...und versorgt in der BWS auch die Organe (Magen, Herz etc...) deshalb klagen z.b einige mit BWS Blockierungen über Herzrasen, Magendruck usw... In der HWS versorgen diese Nerven vorrangig Arme (auch Atmung)..und in der LWS vor allem die Beine (und noch Blase und Darm).
Dieses Systjem ist sehr komplex. Hier kommt es eben darauf an ob das Rückenmark selbst mit seinen Nerven geschädigt ist (was bei dir aber noch nicht der Fall ist....dann könnten bei Schaden in HWS und BWS genauso Funktionen für Beine, Blase, Darm etc. ausfallen....oder eben die Nerven die aus dem Rückenmark schon draußen sind und sich dann vereinigen....dann sind es Funktionseinschränkungen einem bestimmtem Dermatom zugehörig (kannst du googeln) mit ganz charakteristischen Schmerzen und Problemen....das betrifft dann das periphere Nervensysthem....und in der BWS kann es eben da auch zu Problemen oder Schmerzen ....

Schreibe ggf. gleich weiter....Schwesterndurchgang ist gerade...

P.s: Entschuldige die Tippfehler. Wie gesagt schreib mit Handy und bin im KH.
LG

Marie2
milka135
Hallo Equi62,
herzlich Willkommen im Club der Selten. BSV in der BWS sind wirklich selten. Aber auch habe mir davon einige gegönnt. zwinker.gif
Auch meine drücken auf´s Rückenmark. Im Nov. 2016 wurde mir auch ein BSV in Höhe Th1/2 von hinten operiert. Ein weiterer mit OP-Indikation sitzt hin Höhe Th11/12 seit 2010. Aber ich habe noch weitere BSV in der BWS.

Wurde mal bei dir neurol. geschaut ob du übermobilität bist.
Denn Hypermobilität kann auch zu BSV´s und vorzeitigen Verschleiß führen.

Zitat (Equi62 @ )
Zudem manchmal kribbeln in den Händen.

Deine Handbeschwerden kommen aber, wenn sie von der Wirbelsäule kommen solten. Dann aber von Halswirbelsäule.

Das dir als Schmerzmittel ein AD verordnet wurden ist. Ist Klasse! Denn BWS kann mit Herzbeschwerden einhergehen. Denn Herzbeschwerden - auch sie nur funktionel sind führen bei manchen zur Angst.

Das du eine Überweisung zum NC hast ist 1A.

Liebe Grüße,
Milka wink.gif
Equi62
Liebe Marie2,

Zitat
ich möchte mal versuchen dir zu antworten

Das versuche ich seit einigen Stunden auch. Ich habe das Gefühl, mir wollen aber einfach keine wirklich geeignete Worte hierzu einfallen, die wiedergeben könnten was ich meine:

Von mir einen ganz, ganz lieben und herzlichen Dank für deinen Beitrag, deine so ausführliche Erklärung der Diagnose und deine Nachfragen.

Danke.

Das hat mir schon sehr weitergeholfen, auch eben beim Verstehen und zudem auch ein gutes Gefühl gegeben.
Es tut mir gut mich mit gleichartig Betroffenen austauschen zu können. Vielleicht gerade jetzt so am Anfang und vor Tatsachen gestellt, hilft mir das schon sehr weiter.

Ich bin von Bj. 62 > 54 Jahre.

Seit wann ich diese Beschwerden habe, kann ich ehrlich gesagt nicht mal mehr so genau sagen. Irgendwie hampel ich aber schon seit Jahren damit rum.
Vor 6 Jahren bin ich schon mal per Notarzt und Rettungswagen mit Verdacht auf Herzinfarkt in die kardiologische Abteilung eines KH eingeliefert worden. Ich hatte an diesem Tag extremes Herzstolpern, Herzrasen und auch eben dieses Engegefühl in der Brust, dies ist sozusagen chronisch. Dort wurde ich kardiologisch auf links gedreht, es war aber nichts findbar. Alles blitzblank sauber, keinerlei Ablagerungen oder sonstwas.
Auch dort gab es schon Andeutungen, daß da was aus meinem Kopf kommen könnte. Letztendlich wurde ich o.B. entlassen.
Ich hatte zu der Zeit wohl einen auffälligen Alkoholkonsum und es wurde mir nahegelegt, dran zu arbeiten. Da war wohl was dran.
Seit gut 5 Jahren habe ich nichts mehr getrunken. In den ersten 2,3 Jahren wurde es dann auch tatsächlich besser, seit 2,3 Jahren geht es gefühlt aber wieder abwärts.

In den Jahren danach wurden noch mehrere EKG gemacht und abgehört, auch da gab es nichts weiter Auffälliges. Wie auch eben bei meinen letzten Untersuchungen.
Deutlich mehr wurde es in den letzten Monaten. Habe mich, wie schon geschrieben, noch lange erfolgreich gedrückt explizit deswegen loszugehen.

Wobei, dieser Druck und Schmerzen in der Magenkuhle eigentlich ständig vorhanden waren und es manchmal zudem im Rücken schmerzte, da hat sich was verändert. Der Schmerz im Rücken ist jetzt eher chronisch und der vorne dafür weniger geworden, teilweise fällt er mir nicht mal mehr bewusst auf, ist aber noch da.
Deshalb lief es bei der letzten Einweisung vom HA auch auf die internistische Seite hinaus.
Ich will an dieser Stelle nicht abstreiten, daß sich das aber auch durch diesen neuen Befund in meinem Kopf was verändert haben könnte. Diesbezüglich bin ich da offen.

Ich weiß ja, zumindest (noch) nicht, ob meine Symptome wirklich von der Wirbelsäule kommen könnten oder kommen. Im Netz habe ich einige wenige Hinweise finden können, wo auch derlei oder zumindest sehr ähnliche Probleme vorlagen, die auch wohl BWS bedingt waren oder sind. Fand das schon sehr interessant. Auch wie so Manche als Hypochonder abgestempelt wurden.


Zitat
Entschuldige die Tippfehler. Wie gesagt schreib mit Handy und bin im KH.

Du, viel mehr Fehler schaffe ich spielend leicht am PC mit Tastatur und von zu Hause aus. (s.o.) zwinker.gif
Ich finde das beeindruckend, daß du überhaupt solche Texte auf so einem „Miniding“ überblicken und schreiben kannst und es sogar aus einem Krankenhaus heraus.

Wie geht es dir denn zur Zeit? Bist du "wegen Rücken" dort?


Mit einem lieben Gruß und Dank

Martin
Equi62
Hallo Milka135,

auch dir einen ganz lieben Dank für deine Rückmeldung und dein Interesse.

Zitat
Wurde mal bei dir neurol. geschaut ob du übermobilität bist

Darüber habe ich keinerlei Informationen. Ich habe am Do. erstmal einen Termin beim Ortho, mal sehen was der sagt und ob ich da weitere Informationen bekomme.
Zudem schaue ich noch nach fachlich kompetenter Seite seitens Neurochirurgie. Einen Besuch beim Neurologen habe ich aber auch noch im Hinterstübchen.
Deinen Hinweis werde ich in Erinnerung behalten und nachfragen, bin da für jeden Hinweis dankbar.

Zitat
Deine Handbeschwerden kommen aber, wenn sie von der Wirbelsäule kommen solten. Dann aber von Halswirbelsäule.

Der Neurologe murmelte beim Betrachten des Röntgenbildes der HWS etwas von (mindestens) einem Vorfall. Ging aber nicht weiter darauf ein. Beim Betrachten der BWS rang er wohl um Worte und meinte nur, „Sie sind doch grad erstmal etwas über 50.“
Ich habe dann erstmal gedacht, daß eben die BWS die Ursache sein kann. War in dem Moment aber auch so perplex, daß ich nicht mal nachfragen konnte.
Die HWS war so wie er sich anhörte wohl nicht so schlimm dran.
Obwohl, seit einigen Tagen ringt auch dort anscheinend irgendetwas nach Aufmerksamkeit. Auch dort kann also durchaus noch ein Problem liegen.
Ich kann aber auch nicht beurteilen, ob man auf den MRT-Bildern was erkennen könnte, da manche ja anscheinend bis zum Altaswirbel hochreichen, werd da mal nachfragen.

Zumindest hilft mir das AD schlaftechnisch sehr gut. Als wirksames Antidepressivum sind sie wohl eher unterdosiert, da wären laut Aussage meines HA eher Dosen von 75-150mg angesagt. Ich nehme standartmäßig 25mg.
Es wirkt wohl bis einer gewissen Dosis schmerzlindernd, eine Erhöhung der Menge bringt dann in dieser Richtung wohl auch nichts nennenswertes mehr.
Ich hoffe, denn mal, daß ich möglichst dabei bleiben kann und es nicht schlimmer wird. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Auch dir einen lieben Dank für deine Rückmeldug.

Martin
Equi62
Hallo,

gestern war ich denn dann das erste Mal in meinem Leben bei einem ortsansässigen Orthopäden.

Er hat sich wirklich hochgradig Mühe gegeben, mir auch nicht nur eine einzige Sekunde meiner Lebenszeit mehr zu rauben als unbedingt nötig.

Ich habe ihm meine Symptome und bisherigen Verlauf vorgetragen, ihm den Bericht des Radiologen in gedruckter Form übergeben und erwähnt, daß ich auch wohl alle bisherigen Unterlagen, wie Röntgenbilder von HWS und BWS, CT, MRT... auf Disk und auf Stick dabei hätte.

Er hat sich den gedruckten Befund durchgelesen und mich aufgefordert meinen Oberkörper frei zu machen. Meinen Rücken hat er sich dann im Stand, vor-, nach hinten und zu den Seiten gebeugt angesehen. Zudem ein paar Stellen seitlich der betroffenen Wirbel angeklopft und gefragt, ob das weh täte. Hat es nicht.
Ok, wieder anziehen.
Zumindest war er jetzt der erste Arzt, der sich meinen Rücken mal so in Natura angesehen hat.

Dann kam ein erstklassiger Vortrag, wie gut eine Stoßwellentherapie wirken würde. Könnte ich auch gleich bei vorne an der Anmeldung buchen, läge bei 50 Euro pro Sitzung. So 3,4,5 Sitzungen, dann wäre meine Beschwerden bestimmt gleich viel weniger, wenn nicht sogar weg.

Und schon stand er im nächsten Zimmer, Tür zu.
Ok. Jo, denn. Gefühlt waren es 5 Min. Incl. Vortrag.

Zudem bekam ich einen Antrag für meine KK (gesetzlich) mit 50 Einheiten RehaSport binnen 18 Monaten.
Hab mir die Genehmigung der KK auch schon eingeholt und habe auch eine bestimmt Anlaufstelle im Auge und werde dort mal nachfragen und es mir ansehen.

Soviel zu meinem ersten Orthopäden-Erlebnis und meinem bisherigen Weiterkommen.

Vorletzte Nacht hatte ich beim Liegen auf der rechten Seite erstmals Ameisen"beißen" im linken Oberschenkel außen und linke Handinnenseite im unteren Bereich.
Hab dann mal Rücken und rechts liegen vorgezogen. Letzte Nacht war nichts.


Ich wünsche allen eine gute und möglichst beschwerdearme Zeit.
Und denen die es mögen, frohe Weihnachten

Martin
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