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Komplette Version Lohnt sich ein Widerspruch ?

Bandscheiben-Forum > Versorgungsamt/Schwerbehinderung
HundKatzeMaus
Hallo zusammen,

ich habe letzte Woche den Bescheid zu meinem Antrag bekommen - es sind 20 % herausgekommen.

Ich wurde im März 2016 an LWK3/4 versteift, habe in beiden Füssen Arthrose und ein chronisches Schmerzsyndrom.
In dem Bescheid wurden nur die Versteifung und die Arthrose berücksichtigt, das Schmerzsyndrom nicht.
Mein grösstes Problem sind aber die chronischen Schmerzen, diese schränken mich im Alltag ein - gehen, stehen, sitzen, heben, usw. Psychische Probleme habe ich wegen meinen chronischen Schmerzen nicht.

Werden die Einschränkunen aufgrund von Schmerzen bei der Bewertung berücksichtigt oder geht es nur um die rein "mechanischen" Einschränkungen ?

Ich brauche eigentlich im Moment keinen Grad der Schwerbehinderung, da aber in den nächsten Jahren wahrscheinlich noch anderen Beschwerden und Einschränkungen dazu kommen werden, ist mein langfristiges Ziel 2 Jahre früher in Rente zu gehen und dazu brauche ich einen Grad der Schwerbehinderung von 50%.

Lohnt sich der Aufwand eines Widerspruchs (Mitglied im VDK bin ich) oder soll ich warten bis sich bei mir einen Grund für einen Verschlechterungsantrag einstellt ?

Über eure Erfahrungen und Tipps freue ich mich.

Liebe Grüße,
HundKatzeMaus

Andreas 2
Hallo,

einen Einspruch lohnt sich immer,da kann man nichts falsch machen.

Aber mit GdB 50 wirst Du es schwer haben bei Deiner Op Vorgeschichte.

GdB 20 ist eindeutig zu gering.

Schmerzsyndrom wurde bei mir auch nicht bewertet obwohl ich Tramal & Oyxgesikt nehme

und dreimal versteift wurde.

Da kommt es immer auf den Gutachter vom MDK an.

Mit dem Schmerzsyndron das ist so eine Sache,

die kann man ja nicht sehen.

Da ist es immer wichtig einen Schmerztherapeuten ( Arzt ) an seiner

Seite zu haben.

Wenn du im VDK bist bitte doch da im Hilfe diesbezüglich.

Gruß

Andreas 2
HundKatzeMaus
Hallo Andreas,

danke für deinen Zuspruch. Mir ist klar, dass ich jezt keine 50% bekommen, die möchte ich langfristig erreichen, da ich mir sicher bin, dass noch das eine oder andere Problem dazu kommt.....

Einen Schmerztherapeuten habe, er hat auch seine Stellungnahme abgegeben.

Ich werde dann doch mal einen Termin beim VDK machen.

Grüße,
HundKatzeMaus
milka135
Hallo HundKatzeMause,
diese Scheiße ist, dass Amt deine Versteifung bzw.: deine WS-Veränderungen als Ursachhe deine Schmerzen mit Ihren Folgen usw. sieht und nur die WS bewertet.

Außergewöhnliche Schmerzstärken können einen Einzel-GdB erhalten. Nur sag ich´s mal so, mir ist langsam unklar. Was der sozialmedische Dienst unter außergewöhnliche Schmerzen versteht. Ich habe trotz neurog.-Blasen.-Darmentleerungsstörung usw. für meine WS-Veränderungen einen Einzel-GdB von 10 bekommen. Meine Knie bekomme ich nicht anerkannt. Obwohl ich durch X-Beine & Co. fortschritten Kniearthose habe und eigentlich immer Reizkniee (Kniegelenksergüsse,...) habe.

Wenn du wegen deinen Füssen nur gelegentlich in Behandlung bist - selbst wenn du schon operiert dort wurden bist. Geht, dass Amt davon aus, dass du nur gelegentliche Fussbeschwerden hast.

Was Schmerzen bedeuten. weis ich auch. Bin in schmerztherapeutischer Behandlung, psychol. Mibetreuung und ja, ich habe mich wegen meiner verminderten Belastbarkeit in Folgen meines hirnorganischen Psychosyndrom, Mißempfindungen und Schmerzen aufgesucht.
Dank der psychiatrischen Mitbetreuung bin ich zumind. gelassener gewurden. Die psychiatrische Mitbetreuung und Selbsthilfegruppe hat mir die Erleuchtung gebracht. Mir zugestatten, dass ich das Achtsamtskeitstraining zulassen muss und leben muss. Sonst komme ich immer über meine Grenze.

Ursprünglich wolte mir, dass Amt nur einen Gesamt-GdB von 30% für alles geben. (Siehe zusetzl. mein Profil - was nicht vollständig ist!) Ich bin dann vor´s SG und LSG. Nach 5 Gerichtsverfahren bin ich mit einem Gesamt-GdB von )0% heraus. Es gab Gutachter vom Gericht die Merkzeichen empfohlen haben. Aber weil, dass das Amt nicht wolte. vogel.gif Wurden mir die Merkzeichen G u. B nicht gegeben

Ja, unser System ist meist kränker als wir. Sorry, Bandi´s ich musste mal meine Ironie heraushängen lassen. sonne.gif

Hast du einen festen Schmerztherapeuten, Psychol., oder zumind. einen Neurologen und/oder Neurochirurgen? Was haben deine Ärzte ans Amt geschrieben?
Bist du bei der elektronischen Patientenquittung registiert? (So, kannst einfachsten Therapien (Medikamente, Physiotherapie,...) und Arztbehandlungen nachweisen!)

Liebe Grüße,
Milka
HundKatzeMaus
Hallo zusammen,

sorry für meine späte Antwort, aber wie viele andere hat mich eine Erkältung flach gelegt.
Ich war heute deshalb bei meinem Hausarzt und habe mit ihm auch die Einstufung besprochen. Er ist der Meinung, dass 20% zu wenig sind und dass das Schmerzsyndrom berücksichtigt werden muss. Er hat mir empfohlen Widerspruch einzulegen und mich dazu nochmal mit meinem Schmerztherapeuten abzustimmen.

Milka - in psychologischer Behandlung bin ich nicht, einen festen Schmerztherapeuten habe ich. Die Berichte des Neurologen, des Orthopäden und meines Neurochirurgen hatte ich alle dem Antrag beigefügt.
Bei der elektronischen Patientenquittung bin ich nicht registriert, ich habe aber alle Berichte, die es so gibt, bei mir zu Hause.

Also auf in den Kampf, morgen rufe ich beim VDK an.

Liebe Grüße,
HundKatzeMaus
karin59
Hallo ,

also ich finde 20 doch recht wenig. Aber bis 50 ist ein weiter Weg.

Ich habe mit Spondy, Hüft-TEPs , Arthrose , Depris einen Grad von 40. Mehr war nicht drin , auch nicht als Mitglied des VdK und auch nicht nach Widersprüchen einschl. SG .
Laut VdK fehlt nur ein kleiner Schritt bei mir, aber er fehlt eben

Bei meinem Mann wurde des Schmerzsyndrom auch erst später mit beachtet .
Er begann mit 30 und mit jeder neuen größeren Diagnose haben wir einen erneuten Antrag gestellt. Inzwischen hat er 60 zuerkannt bekommen.

Beide GdB wurden unbefristet zuerkannt.
Der Jens 1969
Hallo HundKatzeMaus,

ich bin 3 mal an L5/S1 operiert (nicht versteift), habe eine schlechte Impingement-OP an der rechten Schulter hinter mir, dadurch einen verschobenen Atlas, 2 BSV in der HWS, Tinnitus rechts und diverse psychische Defizite. Mittlerweile habe ich einen GdB von 40. Aber der Weg dahin war steinig. Ohne den VdK hätte ich das nicht geschafft. Das Versorgungsamt hat jedes mal erst bei Klageandrohung eingelenkt. So ist halt deren Taktik, den schon kranken Menschen noch weicher kochen.
Im Moment beschäftige ich mich mit der Gleichstellung, die mir das AA aber verweigert, da ich ja "nur" einen befristeten Arbeitsvertrag habe, der aber nächsten Monat in unbefristet gewandelt werden soll. Ich übergebe das alles dem VdK, die sind hier echt gut.

Also, Widerspruch lohnt sich immer. Du hast nix zu verlieren.

VLG, Jens
HundKatzeMaus
Hallo zusammen,

ich habe am jetzt 07. März einen Termin beim VDK, mal schaun was die sagen frage.gif

Gruß HundKatzeMaus
HundKatzeMaus
Hallo zusammen,

zur Info - ich habe jetzt zusammen mir den VDK Widerspruch eingegelegt.

Bei meinem Beratungstermin habe ich mit dem Rechtsanwalt vereinbart, dass ich noch einen Termin bei meinem Schmerztherapeuten abzuwarten, um zu schauen was dieser meint.
Der Schmerztherapeut hat das Schreiben des Versorgungsamtes nur kurz überflogen, gelacht und gesagt, ich soll Widerspruch einlegen und auf ihn verweisen.

So und jetzt heißt es wieder warten......

Schöne Ostern wink.gif

HundKatzeMaus
HundKatzeMaus
Hallo zusammen,

lange hat es gedauert bis mein Widerspruch bearbeitet wurde.
Ich bin am Freitag aus meinem Urlaub zurück gekommen und habe die Post vom Versorgungsamt gleich angesehen - das hätte ich bleiben lassen sollen, die ganze Erholung vom Urlaub ist zum Teufel ..... mein Widerspruch wurde abgelehnt, es bleibt bei 20 %.
Es wurde wieder nur auf die "mechanischen" Einschränkungen eingegangen, mit der Versteifung wurde ja alles reapiert und ich habe jetzt keine großen Einschränkungen mehr. Der Bericht vom Schmerztherapheut, der beim Widerspruch dazugekommen ist, wurde bei der Einstufung nicht berücksichtigt, da chronische Schmerzen nicht zu einer Funktionseinschränkung führen. Warum muss ich dann immer wieder Pausen einelgen wenn ich zu lange am Schreibtisch gesessen bin oder zu lange körperlich gearbeitet habe ... kopfklatsch.gif
Mir bleibt jetzt nur der Klageweg offen, den ich aber nicht gehen werde. Früher oder später kommt eh irgendetwas anderes dazu und werde ich einen Verschlimmerungsantrag stellen.

Grüße,
HundKatzeMaus
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