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Komplette Version Lyrica - welche Dosierung, wie lange ?

Bandscheiben-Forum > Medikamente
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Pauline69
Hallo zusammen und guten Abend,

am 19.10. bin ich an der Halswirbelsäule operiert worden. Ich habe 2 Cages bekommen, C5-C7.
Unmittelbar nach der Operation brannten mir die Handaußenseiten beider Hände, so als wären die Händen außen komplett aufgeschürft.
Zuerst wurde es, noch im Krankenhaus, mit einer 3tägigen Kortison Stoßtherapie behandelt. Das brachte jedoch keinen Erfolg.
Daraufhin wurde mir vom Neurochirurgen aus dem Krankenhaus empfohlen, Lyrica „für ein paar Monate einzudosieren“.
Da ich zu dem Zeitpunkt schon aus dem Krankenhaus entlassen war, verordnete es mir meine Orthopäde. Dosierung: 2x täglich 75mg.

Kurz danach begann ich eine ambulante Reha.
Das sich das Brennen nach 14 Tagen nicht verbessert hatte, sollte ich das Lyrica stufenweise um 0,25mg erhöhen. Wir versuchten es mit 2x 100mg, mit 2x 125mg, doch erst bei 2x150mg stellte sich eine akzeptable Besserung ein.

Nun hatte ich gestern einen Kontrolltermin bei meinem Orthopäden. Er war über die 2x 150mg etwas verwundert. Er meinte, die Dosis wäre schon recht stark und dass die durchschnittliche Dosis 2x 75mg wäre.
Die Neurologin in der Reha meinte, ich müsse damit rechnen, es einige Monate zu nehmen, mein Orthopäde würde am liebsten, bereits im nächsten Monat, eine Reduzierung der Dosis versuchen.

Was sind Eure Erfahrungen mit der Höhe der Dosierung, mit dem Zeitraum der Einnahme und Eure Erfahrungen im allgemeinen?

Besten Dank und liebe Grüße
Pauline
Jürgen73
Moin Paulina,

deine Dosis ist durchaus noch im normalen Bereich. Klick.
Hier nach wäre sogar die doppelte Dosis täglich erlaubt.

Du solltest aber an die Nebenwirkungen denken und vor allem darfst du das Medi nicht selbstständig absetzen.

Lyrica muß ausgeschlichen werden.
Pauline69
Hallo Jürgen,

Zuerst einmal vielen Dank für Deine Antwort.

Ja, ich bin mir durchaus darüber bewußt, dass meine Dosis noch im normalen Bereich liegt.
Allerdings scheinen sich die Ärzte im allgemeinen darüber nicht ganz einig zu sein.
Die Orthopädin in der Reha ging mit mir den Weg der Erhöhung.
Der Chefarzt der Orthopädie in der Reha fand die Dosierung auch schon recht hoch, er betonte, DAS wären schon keine Bonbons mehr.
Der neurologische Chefarzt der Reha verlor kein Wort darüber.

Meine Frage beruhte vielmehr auf die Erfahrungen, die jemand selbst mit dem Medikament gemacht hat, wie lange er/sie es genommen hat, in welcher Dosierung und in welchen Schritten ausgeschlichen wurde.
Und, wie lange das runterdosieren gedauert hat.

Vielen Dank und liebe Grüße
Pauline
cecile.verne
Hallo Pauline

die Dosis von 300mg/24 Std ist gerade die halbe Dosis der Maximaldosis von 600mg!

Ich habe eine ganz ähnliche Symptomatik nach Vorfall und Myelopathie C4-6, OP am 27.2.18. Ich erhielt das Pregabalin (Lyrica) schon 10 Tage vor der OP, da reichten mir 2 x 75mg ebenfalls aus um die Nervenschmerzen einigermassen in Schach zu halten.
Auch nach der OP reichten sie noch aus, dann kam nach 3 Monaten der erste Versuch, es zu reduzieren. Leider scheiterte der Versuch kläglich und die vorherige Dosierung von 2 x 75mg half nicht mehr. Also wurde auch aufdosiert bis auf 2 x 150mg, mit der die Nervenschmerzen im Arm mehrheitlich in Schach gehalten werden können.

Der Schmerzspezialist sagte mir, dass man nun mal mehrere Monate so weiterfahren müsse. Es gebe keine Regel, die besagt, nach genau wie viel Zeit ein Reduktionsversuch gelingen wird. Er habe viele Patienten, die dieses Medikament lebenslänglich nehmen müssen um die Schmerzen in Schach zu halten.

Erst vor ein paar Tagen studierte ich dran rum, eine Reduktion zu versuchen, verwarf den Gedanken aber postwendend wieder, denn sehr häufig, immer kurz bevor die nächste Dosis fällig wird, sticht es wieder stark im Nervenverlauf von oberhalb Ellbogen bis zu Daumen und Zeigefinger.

Ich würde Dir raten, entweder dem Neurologenrat oder aber dem Rat eines Schmerztherapeuten zu folgen, die Aussage des Orthopäden ist in meinen Augen nicht richtig. Ist ja auch nicht gerade seine Domaine, Langzeitnervenschädigungen zu behandeln!

Lg Cécile
Pauline69
Liebe Cécile,

ganz herzlichen Dank für Deine Amtwort.
Ich sehe das eigentlich genauso wie Du !
Ich werde erst einmal abwarten und dann die Empfehlung des Neurologen befolgen.

Liebe Grüße
Pauline
Pauline69
Hallo Cécile, hallo zusammen,

wie oben schon geschrieben, habe ich seit der OP, Ende Oktober, Probleme mit neuropathischen Schmerzen, gegen die ich 2x täglich 150mg Lyrica nehme, bzw. nahm.
Wir (Orthopäde und mein Einverständnis) hatten vor knapp 2 Wochen versucht, Lyrica auf 2x100mg zu reduzieren. Zuerst dachte ich, super das klappt, keine Veränderung. Doch nach 5 Tagen kamen das Brennen an den Handaußenseiten und deutliche Armschmerzen zurück.

Da ich beides vor der OP nicht hatte, würde mich nun doch mal interessieren, was da bei der OP wohl passiert ist und wie gut oder schlecht die Chancen stehen, das irgendwann mal wieder loszuwerden.
Denn auch meine Schwäche im Arm will nicht so richtig wieder werden schulterzuck.gif vor allem der Trizeps macht noch richtig schlapp, das war allerdings auch vor der Operation der Fall, also hier keine Veränderung, leider eben auch keine Verbesserung.

Der Operateur sagte nach einem neuen MRT im Januar, alles perfekt, nichts übersehen, alles frei. Zufrieden war er nicht so ganz mit dem Ergebnis nach knapp 3 Monaten, aber außer einem erneuten MRT fiel ihm (scheinbar) auch nichts ein.

Habe jetzt nochmal einen Termin beim Neurologen. Wird der etwas finden ?

Vielleicht könnt Ihr mir dazu etwas sagen oder aus Euren Erfahrungen berichten ?

Danke und liebe Grüße
Pauline
cecile.verne
Liebe Pauline

genau dasselbe habe ich nun bereits 2 x erlebt! Jedes Mal nach einem Absetzversuch des Pregabalin musste ich es wieder aufdosieren und erst noch höher als vor dem Absetzversuch.

Mein Neurochirurge meinte, dass bei mir die grosse Myelopathie schuld an der Sache sei. Jetzt genau 1 Jahr nach der OP entwickeln sich die Schmerzen mit reduziertem Pregabalin genau wie vor der OP..... Noch bestehen Chancen, dass sich das verbessern wird, sie sind aber bereits deutlich geschwunden würde heissen, dass ich wahrscheinlich wohl lebenslang Pregabalin nehmen muss um schmerzarm zu leben.

LG Cécile
maeranha
Hallo Cecile,
was mich einmal interessieren würde, hat das Zeugs keine Nebenwirkungen ?
Und wenn ja, welche ?
Man hat mir das auch verschrieben aber aufgrund Erfahrungen mit anderem Zeugs scheue ich mich gewaltig da auch noch rein zu tapsen.....
Mit freundlichen Grüßen
Peter
cecile.verne
Hallo Peter

es ist, so wie ich das aus der Arbeit auch bei einem Neurologen kenne, ein sehr gut verträgliches Mittel, dass eigentlich langzeitig wenig bis keine Schäden verursacht. Es wird nicht nur bei Nervenschmerzen eingesetzt, sondern auch bei Epilepsie (ebenfalls lebenslange Einnahme) oder als Medikament bei Menschen mit bipolarer Persönlichkeit. Also ein sehr grosses Einsatzgebiet für einen einzigen Wirkstoff. Da sind zig...Tausend...Millionen Menschen die es täglich einnehmen.

Es ist immer individuell, was ein Körper mit einem Medikament macht. Deshalb müsstest Du es mal über längere Zeit einnehmen (mehrere Wochen bis Monate) und schauen, ob Du ev. Nebenwirkungen hast und wie viel Nutzen es Dir bringt (...in der richtigen Dosierung! 2 x 75 mg reicht für viele Patienten mit Nervenschädigung bei weitem nicht!). Es ist ein sich herantasten, wie hoch die individuelle Menge ist die hilft ohne Nebenwirkungen auszulösen (wie schon im Dezember geschrieben, die Maximaldosis ist 600mg pro 24 Std).
Wichtig ist das langsame einschleichen der Medikamentenmenge und das Wissen, dass die Wirkung nicht sofort, sondern oft erst nach mehreren Wochen eintritt, umso mehr, wenn die Einsteigdosis sehr niedrigdosiert ist.

Lg Cécile
Stein
Hallo Cecile,
danke für deine private Nachricht.
Hallo Peter,
Ob es einen hilft oder nicht und ob es Nebenwirkungen gibt oder nicht, muss wohl jeder selber ausprobieren. Ich bin sehr niedrig angefangen, habe langsam gesteuert und hatte am 3. Tag schon ein Gesicht wie keine Ahnung was, sehr geschwollen Augen und Wangen! Das verging dann so ziemlich noch am gleichen Tag. Ich habe aber leider sämtliche Nebenwirkungen gehabt und es war am Ende für mich nicht mehr tragbar. Bis ich es ausgeschliche hatte, vergingen 7-8Wochen und ich lag mehr von den Nebenwirkungen an der Ecke wie von meinen eigentlichen Schmerzen. Das gleiche mit Cymbalta, eigentlich noch schlimmer wie Lyrics. Nun hatte ich Gabapentin mal verordnet bekommen aber habe es nicht geschafft sie zu nehmen, zu groß war die Angst. Was ich schlimm fand, das die Nebenwirkungen erst ab 3Tage bis 1Woche oder noch später auftratem ud man das Medikament, nicht einfach weg lassen kann sondern erst Ausschleichen muss. Bei Cymbalta, nahm ich die geringste Dosis und konnte nicht Ausschleichen und musste quasi einen kalten Entzug machen, hölle. Nicht jeder reagiert so, wer mit klar kommt, ist zu beneiden.
Gruß
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