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Komplette Version Gleichgestellt mit schwerbehinderten Menschen

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Benn
Hallo,
ich habe mehrere Bandscheibenschäden und einen GdB von 30 %.
Durch einen Arbeitsunfall habe ich eine MDE von 20% worauf ich eine kleine Rente beziehe.
Nach dem Arbeitsunfall 2008 bin ich dann 2010 in der REHA Abteilung der Agentur für Arbeit gelandet.
Die Reha Abteilung der Agentur für Arbeit hat nichts für mich getan außer Druck ausüben.
Ich habe mir dann 2012 selbst eine Firma gesucht wo ich eine berufliche Eingliederung als Hausmeister für sechs Stunden machen konnte.
Die Berufsgenossenschaft hat diese Eingliederung finanziert.
Während dieser Eingliederung musste ich feststellen das keine Rücksicht auf meine körperlichen Einschränkungen genommen wurde.
So habe ich mit zusammengebissenen Zähnen wegen Schmerzen versucht den Job zu bekommen.
Leider habe ich es nur ein Jahr ausgehalten, da ich dann den nächsten Bandscheibenschaden dazubekommen hatte.
Ich wurde dann vorzeitig von der Firma aus betriebsbedingten Gründen entlassen, obwohl ich Krank gewesen bin.
Betriebsbedingt deshalb damit die Firma die Eingliederungsförderung nicht zurückzahlen muss.
Nach der Krankheit 2014 musste ich wieder zur Agentur für Arbeit.
Jetzt war ich aber nicht mehr die REHA Abteilung zuständig, sondern die normale Arbeitsvermittlung für gesunde Menschen!
Als ich fragte warum bekam ich die Antwort das ich länger als ein Jahr gearbeitet habe und somit zu den gesunden Menschen zähle.
Natürlich wurde von der Agentur für Arbeit nichts getan, nur Druck ausgeübt und ich wurde genötigt einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente bei der Rentenversicherung zu stellen. Das habe ich dann auch 2014 getan.
Das Klageverfahren endete 2018 vor dem Landessozialgericht in Halle mit einer Niederlage.
Da ich betriebsbedingt gekündigt wurde wird davon ausgegangen das ich noch 6 Stunden als Hausmeister arbeiten kann.
Und das trotz EFL Test und mehreren Gutachten die etwas anderes aussagen.
Zweimal nach kurzer Zeit musste ich eine Berufsfindungsmaßnahme beim BfW aus gesundheitlichen Gründen abbrechen. (2010. 2017)
Ich habe im Gerichtssaal den Vertreter der Rentenversicherung gefragt was ich arbeiten soll. Der Richter antwortete darauf das die
Rentenversicherung nicht verpflichtet ist eine Tätigkeit zu nennen.
Nach der Niederlage habe ich gleich Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bei der Rentenversicherung beantragt. Diese wurden nach kurzer Zeit abgelehnt. Im Moment läuft das Widerspruchsverfahren gegen die Ablehnung der LTA.
Gleichzeitig habe ich im November 2018 einen Gleichstellungsantrag bei der Agentur für Arbeit gestellt.
Dieser Antrag wurde im Februar 2019 genehmigt. Ich bin jetzt mit einem schwerbehinderten Menschen gleichgestellt.
Laut Agentur für Arbeit ist jetzt wieder die REHA Abteilung für mich zuständig.
Laut Einladungsschreiben zum Termin ist die Mitarbeiterin (gleiche wie damals)der REHA Abteilung nicht sehr erfreut das ich wieder in der REHA Abteilung gelandet bin. Sie hat in dem Schreiben auch gleich Druck gemacht indem sie alle Bewerbungsbemühungen der letzten Zeit sehen will.
Das ist schwer da nicht eimal die letzte Arbeitsvermittlerin wusste als was ich mich bewerben könnte.
Da ich seit 2016 keine Leistungen von der Agentur für Arbeit mehr beziehe habe ich mir für drei Stunden täglich einen Minijob gesucht um überhaupt überleben zu können. (leichte Hausmeistertätigkeiten)
Von den 450 € bezahle ich 17 € Rentenversicherung und die Krankenversicherungsbeiträge von 175 € selbst.
Hat jemand so etwas schon erlebt von der REHA Abteilung der Agentur für Arbeit und kann mir vielleicht sagen was auf mich zukommt und auf was ich achten muss?
Welche Rechte habe ich als Gleichgestellter bei der REHA Abteilung?
Welche Pflichten hat die REHA Abteilung mir gegenüber?

Gruss Benn





Jürgen73
Hallo Benn,

so geht es leider vielen so in deiner Situation.

Mach dich mal hier schlau.
paul42
Hallo Benn wink.gif

Deine Aufregung kann ich zwar gut verstehen, aber ich rate dir zur Gelassenheit.

Ich würde dir empfehlen in das SGB IX zu schauen. Klick mich
Das ist für dich wichtig mal die ganzen Paragraphen zu lesen, weil es dich halt betrifft und du so viel besser beurteilen kannst, was die anderen versuchen dir einzureden.

Das muss man erstmal etwas aufdröseln.

Für das Widerspruchsverfahren mit der DRV zur LTA, könntest du dir Unterstützung beim VdK einholen.
Sollte der Widerspruch keinen Erfolg haben, besteht nur der Weg der Klage innerhalb der Frist.
Für so einen Schritt vor dem Sozialgerecht brauchst du rechtlichen Beistand.

Außergerichtlich bleibt noch die Beantragung eines Verwaltungsaktes.
Du kannst den Antrag aber auch nochmal zu einem anderem Zeitpunkt stellen.

Wenn die Rente nicht bewilligt wurde, muss doch eine Möglichkeit zur LTA bestehen.
Dich kann keiner zwingen als Hausmeister bis 6 Std. tätig zu sein.

Festgestellt wurde nur, dass du im erlernten Beruf nicht mehr in Vollzeit arbeitsfähig bist.
Die Aussage des Richters ist schmerzhaft, aber leider korrekt.
Niemand wird für dich den passenden Job raussuchen der für dich aufgrund von dauerhaften Einschränkungen machbar ist.
Der med. Dienst der DRV prüft nur, ob es dann leidensgerecht ist und er als Leistungsträger die Kosten trägt.
Du kannst am Besten für dich einschätzen, wo du deine Stärken und Talente siehst um jetzt nochmal etwas berufliches Neues anzufangen.

So leid es mir tut, aber dein Baujahr hängt dir schon langsam im Nacken, wenn es einen Neustart geben soll dann jetzt.

Wenn du im BFW warst, kennst du das grundsätzliche Angebot sicherlich schon, wie man sich in den verschiedenen Bereichen beruflich neu orientieren könnte.
Zitat

Welche Rechte habe ich als Gleichgestellter bei der REHA Abteilung?

Die Antwort bezogen auf die Agentur für Arbeit lautet keine.
Die Gleichstellung sagt nur aus, dass man dich dort in der Abt. für Schwerbehinderte führt, weil das Versorgungsamt mal einen Grad der Behinderung festgestellt hat den die Agentur für Arbeit auf Antrag anerkannt hat.( siehe auch noch mal ins SGB IX)
Rechte im Zusammenhang mit Gleichstellung entstehen nur durch ein Arbeitsverhältnis mit dem AG.
Mit Gleichstellung aufgrund des GdB besteht die Möglichkeit das steuerlich geltend zu machen und bei Kündigung bedarf es der Zustimmung des Integrationsamtes.
Mehr Urlaubsanspruch oder Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis bestehen durch die Gleichstellung aber nicht.
Die Feststellung des Grades der Behinderung bedeutet aber auch, dass die DRV als zukünftiger Leistungsträger zuständig ist, wenn ein Rentenantrag zunächst abgelehnt wurde.
Es geht immer um die Teilhabe in der Gesellschaft aufgrund dauerhafter Einbußen, Abwendung von weiterer Verschlechterung .oder halt auch um berufliche Neuorientierung.

Zitat
Welche Pflichten hat die REHA Abteilung mir gegenüber?

Meinem Kenntnisstand nach, sucht die Fallbetreuung der Arge regelmäßig nach möglichen Stellenangeboten für dich.
Glaub bloß nicht, dass das da jemand med. Kenntnisse hat um deine Situation zu verstehen.

Im laufenden Verfahren zur DRV sind die auch gar nicht zuständig dich zu treiben, jedoch bist immer zur Mitwirkung verpflichtet, weil ja immer das Mittel der Leistungskürzung im Raume steht.

Die Sätze in den Briefen klingen immer hart, als wäre man das Letzte arschtritt.gif , aber das sind Textbausteine also nimm es nicht persönlich. zwinker.gif
Wenn du keine Eingliederungsvereinbarung mit der Arge unterzeichnet hast, aus der hervor geht, dass Bewerbungsbemühungen nachgewiesen werden müssen, bist du nicht zum Nachweis verpflichtet.
Zunächst bedarf es einer Bescheidung, seitens der DRV zum laufenden Widerspruchsverfahren.

Wenn du Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben beantragt hast, solltest du wieder ins Gesetz schauen. SGB IX ab Kapitel 10, § 49 ff

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten LTA zu gestalten.
Damit musste dich aber beschäftigen und die Paragraphen kennen, damit du mitreden kannst, was du dir selber vorstellst.

Die prüfen dann auf Antrag, ob sie die Kosten übernehmen
Nur weil du derzeit keine Bewerbungen nachweisen kannst, solltest du betonen, dass aufgrund des laufenden Verfahrens noch keine Entscheidung möglich ist.

Dann brauchst du aber Argumente, wie du dir Zukunft vorstellst.
Die wollen dann schon wissen was du möchtest. smhair2.gif
Ansonsten prüfst du für dich, ob ein Stellenangebot für dich leidensgerecht erscheint wenn sie dir was anbieten können.
Keine Sorge, die Arge reißt dir deswegen nicht den Kopf ab.
Es ist immer besser, wenn du vortragen kannst, was du möchtest, anstatt man dir sagt wo es lang geht.

Viele Grüße
paul42
Sandoma
Hallo Benn,
Paul hat dir ja schon einige Dinge erklärt.
Wenn ich deinen Fall so lese, sind mir einig Dinge unklar (bin selbst Reha-Beraterin bei der Agentur zwinker.gif )

Dein Eingliederungszuschuss wurde von der Berufsgenossenschaft finanziert. Daher gehe ich davon aus, dass deine Erkrankung als Berufskrankheit anerkannt wurde. Ist das richtig?

Da du schon 15 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt hast, ist die Rentenversicherung für deine Rehabilitation zuständig. Ist das richtig?

Die Agentur für Arbeit ist in den beiden oben genannten Fällen nur "Gehilfe" der anderen Rehabilitationsträger und nur für deine Vermittlung in Arbeit zuständig, nicht für die "Teilhabe am Arbeitsleben" ist Form von Umschulungen etc.

Schwerbehinderte werden in vielen Agenturen von der Reha-Abteilung betreut, aber nur zur Vermittlung. Besondere Vorteile hast du da nicht. Das hat Paul ja schon geschrieben. Es gibt allerdings einen höheren/längeren Eingliederungszuschuss.

Wenn ich da richtig verstanden habe, dann beziehst du keine Leistungen vom Jobcenter/der ARGE. Warum nicht? Es ist immer sinnvoll aufgrund der Krankenversicherung.

Dein Schreiben von der Agentur ist wirklich ein Schreiben mit Textbausteinen. Da wird kein Druck ausgeübt. Wenn du keine Leistungen vom der Agentur (Arbeitslosengeld) bzw. vom Jobcenter (Hartz IV bzw. Arbeitslosengeld II) beziehst, bist du sowieso nur Ratsuchender und hast keine Sanktionen oder Druck zu befürchten.

Bist du derzeit arbeitsunfähig geschrieben?

Bei Fragen schreib mir gerne eine PN

Viele Grüße
Silke
Benn
Hallo Paul,

danke für die hilfreichen und umfangreichen Informationen.
Hilfe beim jahrelangen Kampf gegen Ämter und Behörden habe ich bereits durch den SoVD .
Stellenangebote habe ich von der Agentur für Arbeit seit 2010 genau 3 Stück erhalten!
Das letzte Stellenangebot lautete" Leitplankenmontage Bundesweit mit LKW fahren".
Der Rat zur Gelassenheit ist wichtig.
Ich habe schon oft feststellen müssen das sich durch Stress mein Gesundheitszustand sehr verschlechtert hat.

Danke.
Viele Grüße
Benn
Benn
Hallo Silke,

danke für die Antwort.
Der Eingliederungszuschuss wurde von der Berufsgenossenschaft bezahlt, da ich einen anerkannten Arbeitsunfall hatte. Eine Berufskrankheit wurde nicht anerkannt.
Eigentlich ist die Rentenversicherung für die berufliche Rehabilitation zuständig. Leider wird im Moment nochmal geprüft ob nicht doch die Berufsgenossenschaft nochmals zuständig ist.
Ich bin im Moment nicht arbeitsunfähig geschieben.
Das Problem ist das ich einen leidensgerechten Arbeitsplatz benötige, den aber nicht finde mit meinen Voraussetzungen.
Ich kann nicht lange sitzen, nicht lange gehen und nicht lange stehen. ich benötige unbedingt den Wechsel!
Weil ich nicht lange sitzen kann musste ich auch zwei Mal die Berufsorientierung beim BfW abbrechen.
Paul hat Recht das so langsam mein Alter eine wichtigere Rolle spielt.
Ich kämpfe schon 10 Jahre . 10 Jahre Gutachten, Untersuchungen, Widersprüche, Klagen, Sozialgerichte, EFL Tests, Eingliederungsversuche..........
Teilweise ist es bei Maßnahmen so das es nur darum geht das die Mitarbeiter ihr Geld mit uns verdienen, was aus den betroffenen Teilnehmern wird ist uninteressant.
Morgen um 11.30 habe ich den Termin in der Reha Abteilung der Agentur für Arbeit.
Ich bin gespannt wie der Termin abläuft.
Ich werde versuchen wie Paul geschrieben hat gelassen zu bleiben.

Viele Grüße
Benn
karin59
Hallo ,

Ich muss aus leidvoller Erfahrung sagen , dass ich bei der AFA nur verwaltet wurde.
Ich hätte, damals leider meine Kündigung vor der OP erhalten. In der Zeit der Arbeitslosigkeit habe ich, bis auf eine Maßnahme TaA , nicht eine Vermittlung erhalten. Meine Voraussetzungen durch die Krankheit , meine Ausbildung und das Alter waren so ungünstig, dass der Mitarbeiter dort keine Vorschläge für angebracht hielt. Das Einzige was mir immer auf den Weg gegeben wurde,war : Sie sind arbeitslos, da haben Sie Zeit sich eine passende Arbeit zu suchen. Ihr kennt das ja Alle : eine machbare Arbeit im Wechsel gehen , Stehen und Sitzen, sowie keine Arbeit über Kopf oder auf Leitern, dazu noch witterungsunabhängig !
Das Ende vom Lied : Nach vielem Suchen nach Möglichkeiten arbeite ich nun in einer Küche, weil ich sonst nur noch den Ausweg Hartz hätte.
Und meine Lehre daraus ist sich nicht auf Ämter zu verlassen. Recht haben und Recht bekommen sind sehr unterschiedlich Paar Schuhe.
paul42
Hallo Benn,

ich möchte noch was ergänzen.

Gelassenheit ist wichtig, weil die Mühlen der Ämter ganz langsam mahlen.

So wie ich dich verstehe, wird die LTA derzeit nicht bewilligt, weil die Zuständigkeit ungeklärt im Raume steht.
DRV oder BG smilie_boxen.gif

Das heißt, grundsätzlich besteht schon eine Möglichkeit zur beruflichen Neuorientierung für dich.

Wer das am Ende bezahlt ist erstmal egal, viel wichtiger ist dass du weißt was du in den nächsten Jahren beruflich machen möchtest. kinnkratz.gif

Eine Umschulung mit neuem anerkanntem Berufsabschluss ist das Mittel der Wahl.
Du schraubst doch keine Leitplanken mehr an. hammer.gif

Du musst dir die Frage stellen, was für die Zukunft aus deiner Sicht leidensgerecht wäre.

Du wirst dich auch dabei ertappen, dass die körperliche Bereitschaft sich einzusetzen nicht mehr die gleiche ist, wie vor 30 Jahren.
Jetzt brauchst du aber einen Plan für die nächsten 20 Jahre.

Sicherlich kann ich auch nachvollvollziehen, dass der Versuch zur Rente viel mobilisiert hat, aber dafür geht‘s dir anscheinend aus deren Einschätzung zu gut.

Ich würde dir empfehlen im laufenden Verfahren auch einen Antrag bei der BG auf LTA zu stellen.
Du kannst grundsätzlich soviele Anträge stellen wie du möchtest.
Es geht immer nur um Antrag und Bewilligung mit darauf folgendem Bescheid, dessen Rechtsfolgen und Fristen.

Einer von beiden Versicherer steht als Kostenträger in der Pflicht, und sobald entschieden ist, brauchst du aber einen Plan.
Leg einfach jeden den Negativbescheid des Anderen vor und lass die doch untereinander streiten.
Spiel doch die Behörden gegeneinander aus und bleib gelassen.

Das wird interssant, smilie_boxen.gif wenn du gleich zwei negative Bescheide dem Gericht vorlegen kannst.

Ich kann die Einschätzung der DRV schon verstehen, da es sich ja um einen Arbeitsunfall gehandelt hat.
Deine BG hat ein Jahr Leistungen zur Eingliederung erbracht und ist somit eigentlich raus, aber weil es halt nicht erfolgreich war, ist somit zu Prüfen, ob die Verantwortung zur beruflichen Rehabilitation noch nicht erfüllt wurde.
Hierzu sollte genau geprüft werden, ob noch Ansprüche gegenüber der BG bestehen und das leichteste ist der Antrag auf LTA

Leistungsansprüche gegenüber dem Kostenträger bestehen nicht mehr, wenn man durchgängig ein Jahr lang, sozialversicherungspflichtige Beiträge entrichtet hat.

Länger gewährt die DRV auch keine finanzielle Eingliederungshilfe und ist vermutlich somit nun zuständig, weil die BG die Leistung ja anscheinend erbracht hat.
Die DRV müsste im Widerspruchsverfahren im Bescheid erneut erklären, warum sie nicht zuständig ist.

Ungefähr im Juni und Januar beginnen die Umschulungen und bis dahin solltest du ne Vorstellung haben was beruflich geht oder interessant wäre.

Die meisten anerkannten Umschulungsberufe enden nach 2 Jahren Ausbildung mit Abschlussprüfung vor der Industrie und Handelskammer (IHK).

Das heißt du stehst mit 52 als Berufsfrischling dem Arbeitsmarkt frühestens wieder zur Verfügung, aber dir gehst in der Zeit wirtschaftlich viel besser.

Die Ausbildungskosten werden übernommen und du erhälst Übergangsgeld, welches sich nach deinen letzten Einkommen im erlernten Beruf richtet.

Da du beruflich schon zu lange raus bist, wird auf deinen Antrag hin, die damalige Vergütung auf die allg. tarifliche Ortsüblichkeit angepasst und somit das Übergangsgeld ermittelt.

Wenn die Umschulung eine längere Abwesenheit von zu Hause von 10 Std. überschreitet, hast du zusätzlich Anspruch auf eine tägliche Verpflegungspausschale.
Zusätzlich werden auch die Fahrtkosten auf Antrag anerkannt.

Was ich dir auch noch empfehlen würde, eine Umschulung nicht über das BFW zu machen, sondern nach freien zertifizierten Bildungsträgern zu suchen, die Umschulungsmaßnahmen mit Berufsabschluss anbieten und mit dem Leistungsträger abrechnen können.
Ich war mal bei einen Tag der offenen Tür im BFW, aber ich hatte das Gefühl das ist ne Klinik für schwer Erziehbare.
Für jemanden der ganz genau weiß, wo es lang gehen soll, ist es aus meiner Einschätzung nach, ein BFW nicht der geeignete Bildungsträger.
Die med. Verknüpfung ist viel zu groß um sich auf das Wesentliche, nämlich dem Inhalt der Ausbildung zu widmen.

Mach dich mal schlau und wenn du Fragen hast, dann melde dich wieder.

viele Grüße
paul42
Sandoma
Hallo Benn,
ich hoffe, du hattest eine nette Beraterin/einen netten Berater.
Das Grundproblem, wie ich es aus meiner Tätigkeit kenne, ist wirklich, dass die Rentenversicherung in vielen Fällen auch dann EU-Rente ablehnt, wenn jeder vernünftige Mensch das nicht nachvollziehen kann.
Ich hatte mal einen Kunden, da schrieb die Rentenversicherung wirklich als Berufsziel "Pförtner Nebeneingang", weil die tätigkeit als Pförtner zu belastend war.
Zur Agentur für Arbeit müssen immer alle. Wenn die Krankenversicherung nicht mehr zahlt (ausgesteuert), die Rentenversicherung die EU-Rente abgelehnt hat, die Berufsgenossenschaft sich mal wieder zurückzieht ....
Ich muss da auch mal eine Lanze für meine Kolleginnen und Kollegen brechen. Wir in der Reha-Abteilung sind wirklich bei der "Agentur für Alle", innerhalb der Agentur nicht sehr beliebt, weil wir schlechte Vermittlungszahlen haben.
Ich berate: Jugendliche Lernbehinderte, geistig und körperlich behinderte Jugendliche und ihre Eltern, psychisch Kranke jeden Alters (sehr viele Jugendliche inzwischen), Ratsuchende die meinen aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten zu können, natürlich auch Bandis, aber auch MS-Kranke, Schlaganfallpatienten ... und alle, die wo anders keine Hilfe mehr bekommen (s. oben) Als Vollzeitkraft hat man bis zu 250 Kunden - und die meisten Schicksale gehen einem schon nahe.
Ich will keine Tüte Mitleid grins1.gif , aber vielleicht dient es dem Verständnis.
Ich glaube, viele von uns würden gerne mehr helfen, aber die Zeit fehlt. Und häufig auch der richtige Arbeitsplatz. Ich darf halt auch nur das fördern, was "leidensgerecht" ist. Und gerade jüngere Menschen (eben auch Bandis, die noch keine 15 Jahre bei der DRV eingezahlt haben) haben zusätzlich zur körperlichen Erkrankung noch verständlicherweise viele existenzielle Ängste. Na, Ihr kennt das.

Viele Grüße
Silke
Benn
Hallo Silke,

leider bin ich an die selbe Mitarbeiterin in der Reha Abteilung der Agentur für Arbeit geraten die bereits 2012 für mich zuständig gewessen ist.
Die Mitarbeiterin war nicht sehr begeistert mich wieder in der Reha Abteilung zu sehen, und so hat sie mich dann auch behandelt.
Teilweise wurde sie bei dem Gespräch sehr laut wenn etwas nicht nach ihrem Willen abgelaufen ist oder ich eine Frage oder einen Einwand hatte.
Natürlich habe ich meine Lautstärke dann auch erhöht.
Ich habe die Mitarbeiterin dann gefragt warum ich in neun Jahren nur 3 Stellenangebote von der Agentur für Arbeit erhalten habe.
Darauf hat sie nicht geantwortet, sondern mir nach kurzem Suchen ein Stellenangebot vorgelegt.
Ich soll mich auf diese Stelle innerhalb von 3 Tagen bewerben. Ist zwar keine leidensgerechte Tätigkeit aber was soll es.
Natürlich werde ich mich auf diese Stelle innerhalb von 3 Tagen bewerben.
Sie wollte mich natürlich mit Sanktionen unter Druck setzen.
Ich habe der Mitarbeiterin dann erklärt das ich keinerlei Leistungen von der Agentur für Arbeit erhalte und meine Rentenversicherungsbeiträge und Krankenversicherungsbeiträge selbst von meinem Minijobgehalt bezahle.
Dann hat die Mitarbeiterin die Eingliederungsvereinbarung geschrieben und mir vorgelegt zum unterschreiben.
Da ich damit nicht einverstanden gewesen bin habe ich die Eingliederungsvereinbarung natürlich nicht unterschrieben.
Daraufhin wurde mir die Eingliederungsvereinbarung mitgegeben.
Zun Schluss sagte die Mitarbeiterin in einem zynischen Ton das ich so lange der Antrag zur Teilhabe am Arbeitsleben bei der Rentenversicherung läuft ich von der Agentur für Arbeit keine Reisekosten zu Vorstellungsgesprächen, keine Kosten für Bewerbungen (Bewerbungsmappen) erhalte und der evt. Arbeitgeber keine Zuschüsse von der Agentur für Arbeit erhält.
Ist das rechtlich in Ordnung?

Viele Grüße
Benn

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