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Komplette Version Bitte um Einschätzung Lyrica vs. Antelepsin

Bandscheiben-Forum > Medikamente
creed-71
Hallo zusammen,

ich bin ein wenig ratlos und würde mich freuen, wenn ich von Euch einen Rat bekäme.

Meine Beschwerden im Bereich L4/5 und L5/S1 sind wieder stärker geworden. Habe jetzt wieder 2 x PRT in Abstand von 2 Wochen bekommen.

Die Schmerzen sind eigentlich erträglich. Taube Zehen, Knie und dieses verdammte Zucken in den Beinen ist das Problem, und macht mich fast irre.
Zuletzt kam ich immer mit 4mg Antelepsin klar.

Nun bin ich bei einem Neurologen, der das Antelepsin unbedingt absetzen möchte, und es durch Amitriptylin ersetzen will.
Inzwischen bin ich bei 1 mg Antelepsin und 50 mg Amitriptylin angekommen, aber der Effekt der Linderung bleibt aus.

Nun bin ich gestern wieder in der Praxis gewesen und habe kund getan, dass der gewünschte Effekt eben ausbleibt.
Das Amitriptylin soll ich umgehend absetzen, aber das 1 mg Antelepsin erstmal weiter nehmen. Zusätz hat er mir Lyrica ausgeschrieben, dass ich mit 25 mg am Abend einnehmen soll. Bei Bedarf könnte ich es ohne weiteres auf 150 mg hochdosieren.

Ich habe mir mal die Nebenwirkungen des Lyrica angesehen, was im Netz auch bestätigt wird. Das liest sich nicht gut, und daher möchte ich es eigentlich nicht nehmen.

Statt dessen frage ich mich warum ich mein „geliebtes“ Antelepsin nicht einfach weiter nehmen kann. Die Tageshöchstdosis liegt bei 8 mg. Ich war zuletzt gerade mal bei der Hälfte.

Von Antelepsin ist nahezu nichts zu finden, was auf eine Abhängigkeit des Medikaments bei dauerhafter Einnahme hinweist. Jedoch ist das Netz voll mit Erfahrungsberichten, die die Nebenwirkungen von Lyrica beschreiben.

Könnt Ihr mir einen Rat geben?
Ich wäre Euch sehr dankbar.
Jürgen73
Hallo Jörg,

schon mal über einen Versuch bei einem Schmerztherapeuten nachgedacht?

So als Laie weiß man auch gar nicht über die Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten bescheid.

Und auf eine Apotheke die auf diese Gegenanzeigen hinweisen kann, würde ich mich auch nicht mehr verlassen.

Da hat meine Frau sehr schlechte Erfahrungen mitgemacht.
creed-71
Hallo Jürgen,

daran hatte ich schon gedacht, und war auch der Meinung der Neurologe würde mit mir diesen Weg gehen. Aber er scheint mit mir nicht so recht etwas anfangen zu können. Anders kann ich mir das Verschreiben dieses Medikaments nicht erklären. Ich fühle mich bei ihm wie eine „Laborratte“. Nach dem Motto „wir probieren das mal“

Ich lese ständig, dass das Lyrica unter Beobachtung des behandelnden Arztes erfolgen soll, und ich soll es einfach so nehmen, und nach Bedarf hochdosieren. Das ist für mich der falsche Weg.

Am 10.05. wird ein aktuelles MRT unter Beigabe von Kontrastmittel gemacht.
Dann hoffe ich erklärt zu bekommen, wie es in mir aussieht.

Spätestens dann werde ich mal nach einen Schmerztherapeuten suchen...
fungirl
Hallo Creed 71
Ich nehme Pregabalin , das ist wie Lyrica da ist der Inhaltsstoff Pregabalin.

1. Die ersten Tage fühlt man sich wirklich komisch mit dem Medikament , schlechtes Sehen, leichter Schwindel, einige Sachen von den Nebenwirkungen.
Aber danach geht es. Nur ich finde das es bei mir überhaupt nicht gut anschlägt.

Dieser Vorschlag mit dem Pregabalin kam von einem Schmerztherapeuten in Verbindung mit Tilidin. Und ich soll langsam immer höher dosieren bis zu 150 mg. ist etwas anders in der Dosierung wie Lyrica.
Ich weiss auch noch nicht ob ich das will, obwohl ich mich nicht verrückt mache wenn im Internet was zu Medikamten geschrieben wird. Da schreibt kaum einer dem es gut damit geht. Meistens geht man ja ins Netz wenn es einem nicht so gut damit geht und man will wissen wie es dem anderen geht und dann kommen schnell solche Bewertungen und Kommentare zustande.

Keines der stärkeren Medikamente ob Opiate oder Lyrica oder eben das Antidepressiva Amitryptillin ist ohne Nebenwirkung. Dein Medikament kenne ich nicht. Aber wenn es dir gut tut lass es Dir weiterverschreiben.
Vielleicht liegt es auch daran das dein Arzt das nicht mehr darf.
Mein Hausarzt darf mir Z.B. kein Lyrica verschreiben sondern nur Pregabalin , weil das etwa 400 Euro günstiger ist.

Harke da mal genau nach.
Und zu Abschätzungen von Nebenwirkungen durch die Apotheke hat Jürgen schon recht, darauf kann man sich nicht verlassen. Bei mir wird alles eingetragen und ich habe ein Antihistaminkum verschrieben bekommen, frage extra noch nach ob sich das mit den anderen Medikamten verträgt. Da sagt die Apothekerin dann hätten wir einen roten Warnhinweis.
Ich nehme das Medikament bekomme kaum Luft und habe schreckliches Herzrasen über Tage. Da sagt mit mein HA die Tabletten vertragen sich ganz und gar nicht mit meinen Opiaten.
Toll

L.G.
Ingrid
Salmeika
Hallo,

Jeder reagiert anders auf Medikamente. Ich zb habe frühe 300mg Pregablin am Tag genommen, momentan leider mehr, aber habe keinerlei Nebenwirkungen. Lese da ehrlich gesagt auch nie nach, damit ich nicht daran denke.

Nur bei Wechselwirkungen pass ich auf, da hat mir ein Arzt mal was verschrieben, was sich mir den anderen nicht verträgt. Das eine setzt Dopamin frei, das andere stopt es sozusagen...

Wie gesagt, Pregablin hochstdosis laut meinen Arzt, den ich vertraue, kann man bis zu 600mg hochdosieren. Er meinte unter anderem auch, dass Abhängigkeiten gerade bei psychisch kranken Menschen eher eine Rolle spielt, als bei nicht psychisch nicht kranken Menschen. Ich würde nicht zuviel nachlesen, dass muss alles bei dir nicht eintreten. Würde an deiner Stelle mal die 25mg probieren und abwarten. Ich denke du kannst es auch auch weglassen wenn es so reinnallert bei dir.

Liebe Grüße
Salmeika
cecile.verne
7Hallo

so wie ich nachgelesen habe, ist das Antelepsin ein Medikament mit dem Wirkstoff aus der Benzodiazepin-Gruppe, leider hochgradiges Abhängigkeitspotential. Benzo's sollten nicht länger als wenige Tage am Stück eingenommen werden, sonst hat sich der Körper schon daran gewöhnt und verlangt es dann dauernd weiter...

Pregabalin (Lyrica ist der Name des ersten Medikamentes mit dem Wirkstoff Pregabalin, also identisch mit dem Generikum Pregabalin) kann bis zur Höchstdosis von 600 mg /24 Std. eingenommen werden, wobei diese Dosis dann schon eine Hammerdosis ist.

Das Medikament muss langsam eingeschlichen werden, Nebenwirkungen können jedes Mal bei Dosiserhöhung wieder erneut auftreten, verschwinden aber meist nach ein paar Tagen.
Die Dosis von 25 mg ist die Einstiegsdosis, die kaum irgend welche positiven Wirkungen auf Deine Beschwerden ausrichten kann, also fast homöopathisch zwinker.gif . Erst wenn Du langsam Aufdosieren kannst, also 2 x 25 mg, dann 2x 50 mg, 2 x 75 mg, alles immer in Schritten von einer Woche ist nach 2-4 Wochen mit einer Beeinflussung der Beschwerden zu rechnen.

Ich nehme aktuell wegen starken Nervenschmerzen im Arm und Finger 150 mg morgens, 50 mg mittags und 150 mg abends ein. Damit sind die Nervenschmerzen zu 90 - 95 % in Schach gehalten. Nebenwirkungen habe ich keine. Aufdosiert ab 2x 75mg habe ich es in Absprache mit dem Arzt selber, einfach bis die Schmerzen soweit unterdrückt wurden, wie es für mich erträglich geworden ist.

Der Schmerztherapeut sagte mir, dass sehr viele Menschen, auch mit Epilepsie, diese Medikament lebenslänglich einnehmen müssen und damit eine gute Lebensqualität haben. Die Langszeitnebenwirkungen sind sehr klein, hin und wieder mal ein Blutcheck reichen. Nur bei Patienten mit psychischen Erkrankungen braucht es eine engere ärztliche Begleitung.

Lg Cécile
creed-71
Hallo zusammen, und vielen Dank für Eure Antworten.

Ich habe auch Pregabalin bekommen. Die Schachtel liegt unangetastet noch im Schrank. Habe mich noch nicht getraut es zu nehmen. Was mir aber erst heute aufgefallen ist, dass das Amitriptylin vermehrtes Schwitzen erzeugt. Dies habe ich im Netz gelesen, und wäre bis heute nicht darauf gekommen.

Mir fällt nur auf, dass ich in letzter Zeit bei kleinsten Anstrengungen förmlich schweißgebadet bin. Erst heute war es wieder sehr extrem.
Ich bin im Außendienst als Vertriebler tätig, und war heute bei einem Kunden.
Dort musste ich in einem zugegeben warmen Produktionsbetrieb eine Vorführung unserer Produkte durchführen. Innerhalb weniger Minuten war mein Oberhemd und Unterhemd total durchgeschwitzt. Das Wasser lief mir förmlich aus dem Kopf und Oberkörper, und ich kam kaum nach mir den Schweiß aus dem Gesicht, Nacken und den Haaren zu wischen.

Das ist eine sehr unangenehme Situation, die ich nicht das erste Mal so extrem hatte.
Mein Kollege, der mit dabei war, fragte mich ob es mir nicht gut gehen würde.
Ich beobachte das Schwitzen schon länger, habe es aber bisher nicht mit diesem Medikament in Verbindung gebracht.

Schon vor der Einnahme hatte ich schon Schwitzattaken, wenn es etwas stressig wurde, oder ich in eine Situation kam, in der ich unsicher war.
Das Amitriptylin verstärkt diesen Effekt offenbar noch.

Daher werde ich das Medikament sofort absetzen, so wie es mir der Neurologe geraten hat. Eine wirkliche Linderung konnte ich eh bisher nicht feststellen, außer das ich besser schlafen kann.

Ich habe mir einen Schmerztherpeuten ausgesucht, den ich mich mal vorstellen möchte. Vielleicht kann er helfen. Die Indikation für eine OP ist für mich derzeit nicht gegeben - trotz der tauben Zehen, und des rechten Knies.

Dennoch geht es mir im Moment ziemlich schlecht, und die Schwitzattaken machen es nicht einfacher.

Vielleicht nehme ich das Pregabalin ja doch mal.

Da ich derzeit unter Einfluss von 2x PRT Behandlung stehe, sind die Schmerzen jedoch erträglich. Nur das unkontrollierte Zucken in den Beinen ist sehr nervig, und lässt mich schlecht schlafen.

Zudem mache ich mir Gedanken wie es mit dem Auto fahren ist, wenn ich das Pregabalin nehme?!
Ich verdiene quasi mein Geld mit dem Auto, weil ich ja damit zum Kunden muss.

Könnt Ihr etwas zur Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit sagen?
maeranha
Hallo,
genau da liegt das Zeug bei mir auch, unangetastet im Schrank
Erfahrungen Amytriptilin dto.
Habe gute Erfahrungen mit CBD gemacht, aber nicht die Spielzeugvariante in D. Da musste nach NL
Und gegen chronische Schmerzen gibts in NL auch noch was besseres....
Gruß
Peter
creed-71
Hallo zusammen,

ich bin nun aus Verzweiflung doch bei Pregabalin gelandet.
Karfreitag habe ich am Abend 25 mg genommen, und dachte „hmm, gar nicht so schlecht“. Beschwerden wurden unmittelbar besser und ich war schon voll Euphorie endlich das richtige Medikament gefunden zu haben.

Bis zum nächsten Mittwoch war alles super. Jeden Abend 25 mg.
Donnerstag hatte ich dann das Gefühl ich hätte keine Medikamente genommen. In der folgenden Nacht hatte ich den schlimmsten Krampf im linken Unterschenkel, der sich bis in den Fuß zog - so schlimme Schmerzen hatte sehr lange nicht mehr heul.gif

Also am Freitagabend die Dosis auf 50 mg erhöht.
Die folgende Nacht ein Krampf im rechten Bein. Nicht so schlimm wie der in der Nacht davor, aber dennoch sehr unangenehm.

Gestern Morgen dann 25 mg und Abends 50 mg genommen.
Schon am Tag fühlte ich mich neben der Spur. Auch Auto fahren hätte ich mich nicht getraut.

Am Abend Ging es mit den 50 mg schon besser. In der Nacht keinen Krampf.

Heute morgen 25 mg, kurz danach wurde mir speiübel und ich fühlte mich wie 3 Flaschen Bier intus.

Ich habe dann beschlossen das Teufelszeug umgehend wieder abzusetzen. Das Medikament geht leider gar nicht.

Heute Abend habe ich wieder 2 mg Antelepsin genommen.
Es geht mir vergleichsweise sehr gut. Den Rest wird die kommende Nacht zeigen müssen, aber das Pregabalin nehme ich nicht mehr. Da steht man völlig neben sich.

Antelepsin soll hochgradiges Suchpotenzial haben, hat Pregabalin aber auch.
Nur habe ich Antelepsin schon über 10 Jahre genommen und keinerlei Probleme damit gehabt.

Ich werde versuchen mich mit Antelepsin zu arrangieren, und hatte am Ende nur 50% der Tagesdosis zu mir genommen...
Swar
Hallo,
Mir wurde auch Lyrika gegeben, obwohl mir eine Infiltration versprochen wurde.
Selber viel gelesen und mein Hausarzt meinte auch, das Mittel kann, muß nicht greifen und er sehe es eher als letztes Mittel, wenn man keine Ahnung/Lust hat, weiter nach dem Grund zu suchen......und verschreibt es mir nicht.





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