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Komplette Version Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Bandscheiben-Forum > Rentenversicherungsträger
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Benn
Hallo,

ich möchte in diesem Beitrag schildern wie es bei mir seit dem letzten Beitrag weiter gegangen ist.
Wie bereits geschildert, habe ich am 04.11.2019 bis zum 22.06.2020 eine Maßnahme (Berufliches Training- Integrationsmaßnahme mit Trainingscharakter im BfW absolviert.
Aus gesundheitlichen Gründen betrug das Zeitfenster maximal 5 Stunden am Tag.
Während der Maßnahme habe ich mehrere Praktikas in verschiedenen Berufsfeldern absolviert die mir sehr bei der Entscheidung geholfen haben.
Ich habe durch mehrere Praktikas in einem Betrieb die Möglichkeit erhalten durch eine Qualifizierung in dem Betrieb übernommen zu werden.
Der Geschäftsführer ist ein Bekannter von mir wo ich vor der Maßnahme einen Minijob erledigt habe.
In dem Betrieb sollte ich im Zeitfenster von 5 Stunden täglich leichte leidensgerechte Arbeiten im Wechsel mit dem Erstellen von technischen Zeichnen erledigen.
Ich hätte sehr gern eine Umschulung als Technischer Produkt Designer absolviert.
Leider haben die Ärzte dies aus gesundheitlichen Gründen nicht genehmigt. Ich halte eine ganztägige Ausbildung über 27 Monate nicht aus. traurig2.gif
Also habe ich im Rahmen der LTA von der RV eine individuelle berufliche Anpassungsqualifizierung im Bereich technisches Zeichnen/technisches Produktdesign vom 23.06.2020 bis zum 22.06.2021 im BfW absolviert.
Das lief so ab das ich drei Tage pro Woche im Betrieb leichte Tätigkeiten ausführen sollte und an zwei Tagen im BfW das technische Zeichnen und den Umgang mit den Zeichenprogrammen Inventor 2021 Professional und Tenado Metall 3D erlernen sollte.
Der tägliche Zeitrahmen betrug natürlich aus gesundheitlichen Gründen maximal 5 Stunden.
Dank Corona musste ich ab etwa November bis zum 22.06.2021 online unterrichtet werden das das BfW geschlossen war.
Deshalb habe ich mir für 700 € ein gebrauchtes Workbook gekauft damit ich zu Hause mit den Zeichenprogrammen arbeiten konnte.
Natürlich war es nicht möglich in dieser kurzen Zeit den Umgang mit den Zeichenprogrammen komplett zu erlernen.
Aber ich war zufrieden was ich im BfW während dieser Zeit vermittelt bekommen habe. Großes Kompliment an die Mitarbeiter des BfW!!!!
Ab dem 23.06.2021 wurde ich im Betrieb als Arbeitsvorbereiter mit zeichentechnischen Aufgaben für 5 Stunden täglich eingestellt.
Da ich mit einem Schwerbehinderten Menschen gleichgestellt bin wurde der Arbeitsplatz (technisches Zeichnen) vom Integrationsamt gefördert. (Schreibtisch und Stuhl leidensgerecht, Computer, Bildschirm und das Zeichenprogramm Tenado Metall 3 D)
Es wurde vereinbahrt das ich mindestens 60% technisches Zeichnen erledigen muss um die Förderung zu erhalten.
Der Betrieb bestätigte die 60%.
Ich habe vorab mit meinem Lehrer vom BfW vereinbahrt das er mit mir zusammen den Arbeitsplatz als technischer Zeichner im Betrieb bestellt und einrichtet.
Leider hat mir der Betrieb nicht die Möglichkeit gegeben den Arbeitsplatz zu bestellen und mit meinem Lehrer einzurichten.
Der Arbeitsplatz wurde von einem anderen technischen Zeichner der hin wieder für den Betrieb arbeitet komplett eingerichtet.
Leider wurde ich dabei nicht berücksichtigt und nicht eingewiesen.
In den ersten Monaten hat nur der andere technische Zeichner an meinem Arbeitsplatz gearbeitet.
In dieser Zeit habe ich alle möglichen Arbeiten im Betrieb erledigen müssen , außer Zeichnen.
Dadurch hatte ich natürlich auch den nötigen Wechsel der Arbeitshaltungen nicht, wodurch sich mein Gesundheitszustand zusehens verschlechterte.
Dies teilte ich natürlich auch dem Geschäftsführer mit der daraufhin sagte das es im Moment wichtigeres gibt als das ich am Computer spiele.
Zum ersten mal saß ich am 24.09.2021an meinem Arbeitsplatz und sollte ganz schnell eine Zeichnung(Fluchttreppen) erstellen. Der Geschäftsführer ist nach etwa 20 Minuten gekommen und wollte die Zeichnung incl. Sägeliste haben.
Ich habe dann gesagt das es nicht so schnell geht. Daraufhin sagte er das er mit dem Aufreißen auf den Beton schneller ist als ich am Computer.
Mitte Oktober saß ich zum zweiten Mal an meinem Arbeitsplatz und sollte für eine Werkstatt eines Paketdienstes in Hannover eine Stahlbühne für die Lüftungstechnik ohne jegliche Maße konstruieren und zeichnen.
Das geht natürlich nicht.
Wie es aussieht wollte mich der Geschäftsführer nur vorführen.
Ich habe also seit 23.06.2021 im Betrieb maximal 10 Stunden als technischer Zeichner gearbeitet.
Ich musste dann wieder andere Tätigkeiten im Betrieb erledigen wodurch sich meine Rückenprobleme weiter verschlechterten.
Seit dem 22.11.2021 war ich deswegen krank geschrieben. Seit dem 06.12.2021 bin ich an Corona erkrankt, aber die Rückenbeschwerden sind immer noch da.
Als ich noch im Betrieb gewesen bin habe ich dem Geschäftsführer gesagt das sich mein Zustand verschlechtert hat und ich am Montag mal zu Arzt muss.
Daraufhin sagte er was er mir getan hat und er nicht bereit ist die Förderung der Rentenversicherung und der Integrationsamtes zurück zu zahlen!
Von Juni bis Dezember bekommt der Betrieb etwa 1000€ monatlich für mich.
Es geht nur um das Geld!!
Darufhin sagte ich ihm das wir es so hätten machen müssen wie es mit dem Integrationsamt vereinbahrt gewesen ist!!!
Ich habe natürlich die RV über die Verschlechterung meines Gesundheitszustandes und die Gründe im November aktuell schriftlich zwei Mal informiert.
Leider habe ich keine schriftliche Antwort erhalten.
Vor kurzem bekam ich einen Anruf von der Reha Beraterin das die Briefe angekommen sind.
Natürlich habe ich gesagt das diese Tätigkeit in der Form nicht leidensgerecht ist und ich nicht wieder dort arbeiten werde.
Leider habe ich keinerlei Informationen von der RV wie ich mich verhalten soll.
Ich bin gespannt ob der Betrieb irgendetwas zurückzahlen muss.
Ich hoffe nicht das für mich die LTA MAßnahme beendet ist und der Betrieb behält zu Unrecht die Förderung und den für mich eingerichteten Arbeitsplatz.
Dann stehe ich vor dem nichts und der Arbeitgeber lacht sich kaputt.
Das würde ich nicht ertragen.
Hat Jemand etwas Ähnliches erlebt?

Gruss Benn




blumi
Hi Benni,
das ist ja wirklich völlig daneben, was dein Arbeitgeber mit dir gemacht hat! Da hättest du schon viel früher intervenieren müssen.

Ganz wichtig: mach bitte alles schriftlich und lasse dir alles schriftlich geben!
Nachher will es niemand gewesen sein. Und niemand will dir etwas zugesagt haben. Wahrscheinlich hast du dann " freiwillig" die nicht leidensgerechte Arbeit durchgeführt.

Du darfst dich darauf nicht einlassen. Du siehst ja, auf was es dann hinaus laufen wird. Und letztlich bist du der gelackmeierte und die Firma lacht sich ins Faustchen.

Ich hoffe nur, dass das Amt denen ausreichend Stress macht und dich erneut unterstützt.

LG, Elke
Benn
Hallo Elke,

danke für die Antwort.
Natürlich hätte ich viel früher intervenieren müssen. Aber da der Geschäftsführer ein Bekannter von mir ist habe ich an das Gute geglaubt und wollte den Job nicht gefährden. Das ging leider soweit bis sich der Körper mit Schmerzen gemeldet hat und mich zur Vernunft gezwungen hat.
Ich habe telefonisch mit meiner Reha Beraterin gesprochen und den Fall geschildert.
Es wurde mir gesagt das ich mich natürlich weiter krank schreiben lassen soll so lange ich die Rückenbeschwerden habe.
Die Reha Beraterin sagte das es wahrscheinlich für die Rentenversicherung nicht möglich sein wird die Förderung der RV vom Arbeitgeber zurück zu fordern.Die RV kann nach ihren Angaben den Arbeitgeber nicht dazu zwingen das ich nur leidensgerechte Arbeiten machen darf wenn auch andere Tätigkeiten zum wirtschaftlichen Überleben des Unternehmens notwendig sind.
Natürlich habe ich darauf hingewiesen das im Arbeitsvertrag steht das ich als Arbeitsvorbereiter mit zeichentechnischen Aufgaben eingestellt und gefördert bin. Diese Tätigkeiten konnte ich aber nur sehr gering bis gar nicht ausüben.
Aber sie will sich noch einmal mit dem Arbeitgeber unterhalten.
Die Reha Beraterin sagte ich soo mich auch an das Integrationsamt wenden und die Situation schildern. Das Integrationsamt hat die Förderung des Arbeitsplatzes speziell für mich unter genauen Auflagen für den Arbeitgeber geleistet.
Ich habe dann beim zuständigen Integrationsamt angerufen und den Fall geschildert.
Ich soll mich noch einmal nach der Corona Erkrankung melden um einen Termin für Anfang Januar für ein persönliches Gespräch im Integrationsamt zu vereinbahren.
Mich ärgert das Ganze total da ich viel Geld in Computer (700 € ) und viele Bücher und Lehrmaterial (300 €) investiert habe was ich nicht wieder bekomme.
Von der Zeit die ich zum lernen des Zeichenprogramms zu Hause verbracht habe ganz zu schweigen. So ein Zeichenprogramm ist schon sehr anspruchsvoll, besonders für einen über 50 jährigen der lange aus der Schule raus ist.
Wer die Umschulung im BfW zum technischen Produktdesigner macht der bekommt einen mehrmonatigen Vorbereitungslehrgang um dies überhaupt zu schaffen.
Den Vorbereitungslehrgang hatte ich nicht.
Trotzdem habe ich mich voll dahinter geklemmt.
Um so bitterer ist es wenn man dann das erlernte im Betrieb nicht anwenden darf, sondern nur andere Tätigkeiten machen muss.
Ich hoffe das ich nicht leer ausgehe und ich vielleicht noch im Rahmen der LTA eine Chance bekomme. (natürlich nicht in diesem betrieb)
Ich weis nicht wann die LTA als abgeschlossen gelten?

Gruss Benn
karin59
Hallo Benn,

Ich habe vor Jahren Ähnliches erlebt. Zum Ende wurde der Vertrag gekündigt, betriebsbedingt wie es hiess.
Ob die Zuschüsse der RV rückgezahlt wurden, weiss ich nicht.
Ich war damals sehr zukunftslos und gefangen in Depris, sodass ich zum Kämpfen keine Kraft hatte.
Zum Ende unseres Lehrganges der TaA hatte nur Einer das Glück,einen Job zu bekommen, wo auch die Aussichtauf Weiterbeschäftigung bestand.
Nicht in jedem Fall natürlich durch die Angebote der Arbeitswelt., aber doch für meinen Geschmack zuviel.
Ich hab für mich die Erfahrung gemacht, dass Praxis und Theorie eben einen Riesenabstand haben.
Menschen mit durch Krankheit bedingten Einschränkungen haben sehr oft dadurch auch psychische Probleme, die die Kraft rauben, sich stark zu machen.
Das ist etwas, was theoretisch gut nachvollziehbar ist, aber in der Praxis hinterherhängt, weil das viel hinterfragt werden muss und sich diese Zeit kaum Jemand nimmt. Und schon gar kein , zumindest wenige Arbeitgeber. Die brauchen junge , gesunde unverbrauchte Mitarbeiter.
Für den Rest bleiben dann die ungeliebten minderwertigen Arbeiten, die aber schlecht bezahlt trotzdem gemacht werden müssen.
Nach meinem Lehrgang und dem Ende /Auslaufen von ALG1 und KG habe ich schlussendlich eine Arbeit angenommen, die ich laut Krankheitsbild nicht ausführen sollte. Einfach weil keine besseren Angebote da waren und ich nicht Hartz-Empfänger sein wollte, aber auch nicht zu Hause sitzen.
Ich denke, dass es Vielen so geht .
Ich habe viel gehört und mit Vielen gesprochen und mir meine Meinung daraus gebildet.
Jedem, der das Glück hat, entsprechende Arbeit zu bekommen und dauerhaft auszuführen, wünsche ich Glück und freue mich für ihn. Schade nur, dass es nicht die Mehrheit ist.
Unsere Gesellschaft ist nur auf Leistung und Geld ausgerichtet.
Benn
Hallo Karin,

es ist traurig aber anscheinend gängige Praxis in Deutschland Menschen mit krankheitsbedingten Einschränkungen nur so lange zu beschäftigen so lange es Förderung gibt.
Bei mir war es auch so das die Anforderungen zum Ende der Förderungen höher und der Ton rauher wurde.
Ich habe dem Geschäftsführer gesagt das ich aufgrund der bekannten gesundheitlichen Einschränkungen nach dem Wegfall der Förderung nicht mehr oder schneller arbeiten kann!
Man kann sich bemühen wie man will und auch über die Grenzen des körperlich möglichen hinausgehen, wenn die Förderung wegfällt.......
Mit dem Satz das unsere Gesellschaft nur auf Leistung und Geld ausgerichtet ist hast du absolut Recht!

Gruss Benn
Benn
Hallo,

ich möchte Euch über den aktuellen Stand meines Kampfes für Gerechtigkeit informieren.
Aufgrund der noch bestehenden Rückenbeschwerden bin ich vorerst bis 18.02.2022 krank geschrieben.
Wie ich bereits berichtet hatte habe ich die Rentenversicherung seit Anfang November schriftlich in drei Schreiben darüber inforrmiert das sich die jetzige Tätigkeit nicht wie vom Arbeitgeber versprochen leidensgerecht für mich ist.
Anfang diesen Jahres hat sich meine Reha Beraterin telefonisch bei mir gemeldet und gefragt ob ich mir vorstellen kann nach der Krankheit weiter in dem Betrieb zu arbeiten.
Daraufhin habe ich der Reha Beraterin gesagt das sich aufgrund der nicht leidensgerechten Tätigkeit im Betrieb mein Gesundheitszustand verschlechtert hat und ich mir nicht vorstellen kann weiter dort zu arbeiten.
Es ist an der Verschlechterung meines Gesundheitszustandes eindeutig zu erkennen das die Tätigkeit nicht leidensgerecht vom Arbeitgeber gestaltet wird.
Weiterhin fragte ich die Reha Beraterin wer die Verantwortung für die Verschlechterung meines Gesundheitszustandes übernimmt wenn ich nach der Krankheit im Betrieb weiter arbeite. Darauf hat die Reha Beraterin nicht geantwortet.
Die Reha Beraterin sagte dann das die Rentenversicherung mit LTA noch in der Pflicht ist und wir sehen müssen was wir weiter machen.
Da ich im Moment Arbeitsunfähig bin und nicht gekündigt kann die Rentenversicherung im Moment nur mit dem Arbeitgeber sprechen das der mich entlässt aufgrund der Tatsache das ich die Tätigkeit gesundheitsbedingt in Zukunft nicht mehr ausführen kann.
Das macht mir Kopfschmerzen weil ich ja nicht weiß wie es dann weiter geht.
Offiziell würde ich dann eine Sperre bekommen beim Arbeitsamt falls mir überhaupt etwas zusteht.
Vor der Anpassungsqualifizierung hatte ich nur einen Minijob.
Die Reha Beraterin der Rentenversicherung will sich am 25.01.2022 telefonisch bei mir melden was sie mit dem Arbeitgeber vereinahrt hat.
Das Problem ist das meine Reha Beraterin am 26.01.2022 in Rente geht!
Ich habe mich auch beim Integrationsamt die den Arbeitsplatz gefördert haben informiert.
Gestern habe ich folgendes Schreiben ans Integrationsamt gesendet:

Das Integrationsamt hat der Firma ............ die Austattung eines zeichentechnischen Arbeitsplatzes für meine Person prozentual gefördert.
Welche Bedingungen wurden zwischen dem Integrationsamt und der Firma ............. vereinbart damit das Integrationsamt die Kosten der Förderung für meinen Arbeitsplatz übernimmt?
Das wäre wichtig um überprüfen zu können ob die Firma ............... die Bedingungen der Förderung durch das Integrationsamt erfüllt hat.
Wenn ich mich richtig erinnere sagte Frau ........ das ich mindestens etwa 40% zeichentechnische Aufgaben am geförderten Arbeitsplatz erledigen soll.
Den von Ihnen geförderten Arbeitsplatz habe zum ersten Mal am Ende des Monats September 2021 für wenige Stunden gesehen da andere Tätigkeiten wichtiger gewesen sind.
Die benötigten technischen Zeichnungen in diesem Zeitraum hat eine andere Person gezeichnet.
Vom 23.06.2021 bis zu dem Tag als ich wegen der nicht leidensgerechten Tätigkeit am 22.11.2021 aufgrund massiver Rückenbeschwerden arbeitsunfähig geworden bin habe ich etwa 10 Sunden (etwa 1,6% anstatt mindestens 40%) an dem vom Integrationsamt geförderten Arbeitsplatz arbeiten dürfen.
Die Firma ............ hat mir nachweisbar nicht die im Arbeitsvertrag festgehaltene für mich leidensgerechte Tätigkeit zur Verfügung gestellt. Im Arbeitsvertrag steht als Tätigkeit: Arbeitsvorbereiter mit zeichentechnischen Aufgaben.
Anhand der Rechnerdaten kann ermittelt werden wann und wie lange ich am Rechner an meinem Arbeitsplatz gearbeitet habe.
Durch die nicht leidensgerechte Tätigkeit hat sich mein Gesundheitszustand immer weiter verschlechtert.
Bis zuletzt hatte ich gehofft das Herr ........ es ermöglicht das es ein für mich leidensgerechter und damit langfristiger Arbeitsplatz wird.
Leider hat sich diese Hoffnung nicht erfüllt denn das Streben nach Profit war wieder wichtiger als Rücksicht auf meinen Gesundheitszustand zu nehmen.
Ohne die von der Berufsgenossenschaft Holz und Metall nach einem Arbeitsunfall verordneten Maßnahmen monatliche Deblockierungen und Spritzen des Rückens und die wöchentlichen physiotherapeutischen Maßnahmen wäre ich schon viel früher wegen massiver Rückenbeschwerden arbeitsunfähig ausgefallen.
Das sich mein Gesundheitszustand verschlechtert hat und warum habe ich der Rentenversicherung in Schreiben am 06.11.2021, am 23.11.2021 und am 26.12.2021 mitgeteilt.
Aufgrund der nicht leidensgerechten Tätigkeit hat sich mein Gesundheitszustand verschlechtert so das ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage sein werde diese nie leidensgerecht gewesene Tätigkeit (wie beschrieben) bei Firma ...... nach meiner Arbeitsunfähigkeit wieder aufzunehmen.
Meine Reha Beraterin der Rentenversicherung will mit Herrn ......... besprechen das Herr ......... das Arbeitsverhältnis kündigen soll.
Meine Reha Beraterin der Rentenversicherung will mich am 25.01.2022 telefonisch kontaktieren um mir mitzuteilen was sie mit Herrn ............ besprochen hat.
Am Nachmittag des 25.01.2022 habe ich dann ein Gespräch mit Herrn ............ in der Firma.
Darf der Herr ...... mich während der Arbeitsunfähigkeit kündigen oder muss er mit der Kündigung warten bis ich wieder Arbeitsfähig bin?
Oder muss Herr ......... mit der Kündigung warten bis medizinisch Belegt wurde das ich diese Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann?
Mir gegenüber wäre es ungerecht mich während der Arbeitsunfähigkeit zu kündigen da ich aufgrund der nicht leidensgerechten Tätigkeit bei Firma........... arbeitsunfähig geworden bin.
Wäre die Tätigkeit bei Firma.......... leidensgerecht für mich gewesen, dann wäre ich der Tätigkeit auch weiter nachgegangen.
So zwingt mich mein Gesundheitszustand zu diesem Schritt!
Laut der Mitarbeiterin des Integrationsfachdienstes liegt es in Ihrem Ermessen ob das Integrationsamt den Antrag von der Firma ...... auf Kündigung genehmigt oder nicht.
Das wäre ganz wichtig für mich zu wissen da ich nicht weis ob ich überhaupt einen Anspruch auf Arbeitslosengeld oder ähnliches habe.
Was passiert eigentlich mit den geförderten Geräten "meines" Arbeitsplatzes?
Es wäre schön wenn ich wenigstens eine Lizenz von Tenado Metall 3 D bekommen könnte um das Programm weiter zu erlernen da ich ja bei der Firma.... nicht die Möglichkeit dazu hatte.
Wenn das nicht möglich ist dann wäre die einjährige Anpassungsqualifizierung im BfW umsonst gewesen.
Das würde mich schon betroffen mach da ich mir extra zum Erlernen im BfW privat einen Rechner und viele Bücher im Wert von etwa 1000€ gekauft habe um das Zeichenprogramm zu erlernen.

Hat jemand im Forum etwas Ähnliches erlebt und kann mir Tipps geben wie ich mich verhalten soll?

Gruß Benn
Benn
Hallo,

ich möchte Euch wieder auf den neusten Stand meines kampfes für Gerechtigkeit informieren.
Gesundheitlich bin ich aktuell noch Krank geschrieben.
Der Arbeitgeber hat einen Antrag auf Zustimmung zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses beim Integrationsamt gestellt.
Ich habe eine Kopie vom Antrag des Arbeitgebers und einen Fragebogen zur Zustimmung vom Integrationsamt erhalten.
Als ich die Tätigkeiten gelesen habe die der Arbeitgeber aufgeführt hat ist mir die Luft weggeblieben. Es wurden nur die leisten Tätigkeiten erwähnt!
Der Kündigungssachverhalt des Arbeitgebers hat mich sprachlos gemacht!!!
Hier der Kündigungssachverhalt:
Wir haben versucht Herrn einen leidensgerechten Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Laut Herrn war dies nicht der Fall.
Es sind komplizierte, zwischenmenschliche Gräben entstanden, die in einem kleinen Unternehmen wie unserem, große Probleme darstellen.Es ist nicht möglich das Beschäftigungsverhältnis auf dieser Grundlage weiterzuführen.
Herr möchte nach Ablauf seines Urlaubes die Firma auf eigenen Wunsch verlassen. vogel.gif (habe ich nie gesagt)
Im Antrag hat der Arbeitgeber bei der Frage ob der Arbeitsplatz mit öffentlichen Mitteln gefördert wurde nein angekreuzt!!!!
Der Arbeitgeber hat aber Eingliederungshilfe der RV erhalten, die Qualifizierungsmaßnahme im BfW für 1 Jahr und die Einrichtung eines Zeichentechnischen Arbeitsplatzes durch das Integrationsamt der mehrere tausend Euro gekostet hat erhalten.
Ich habe dem Antrag natürlich nicht zugestimmt und auf einem Zusatzblatt dem Integrationsamt die Fehler und Unwahrheiten des Arbeitgebers erläutert. Daraufhin hat mir das Integrationsamt einen Termin für eine Einigungsverhandlung am 18.07.2022 im Unternehmen des Arbeitgebers zukommen lassen. In dem Schreiben war auch eine Stellungnahme des Arbeitgebers zur Situation mit wiederum vielen Unwahrheiten in Bezug auf meine Person und dem Ablauf während der Tätigkeit.
Die wollen mich mit allen Mitteln los werden und die gesamten Förderungen behalten.
Das Problem ist weil die Firma die gesamte Förderung des Arbeitsplatzes und die Qualifizierung kassiert hat sagt die Rentenversicherung das in meine Person nichts mehr investiert wird, sondern es nur noch um eine Vermittlung geht.
Die Qualifizierungsmaßnahme war aber konkret auf die Bedürfnisse der Firma ausgelegt.
Ich habe vor dem Termin am Montag Angst einen Fehler zu machen und jegliche Chancen im Berufsleben zu verlieren.
Definitiv war der Arbeitsplatz nicht leidensgerecht.
Hat Jemand schon einmal so etwas erlebt und kann mir vielleicht Tipps geben wie ich mich richtig verhalte?
Gruß Benn
karin59
Hallo Benn,
Tja, da hast Du ja mächtig ins Klo...... gegriffen .

Ich denke in dem Fall ist es das Beste, sich kündigen zu lassen.
Die DRV wird sich diese Förderungen sicher vom AG zurückzahlen lassen, zumindest hoffe ich das .
Je nachdem, was zur Persönlichen vom AG kommt, würde ich reagieren.
Alles andere kostet nur viel Kraft, wo Du am Ende den Kürzeren ziehst.
Es sei denn, Du willst und kannst diese aufbringen.

In jedem Fall ist aus meiner Sicht keine Grundlage mehr da für ein vernünftiges Miteinander .
Zieh das Beste für Dich raus und sieh nach vorn.

Mach Dich schon jetzt auf Suche !!
Und freunde Dich mit dem Gedanken an eine andere Beschäftigung an .
Benn
Hallo Karin 59,

du hast absolut Recht indem was Du geschrieben hast.

Beim Einigungsgespräch am 18.07.2022 zwischen dem Arbeitgeber, Integrationsamt und meiner Person ist nichts herausgekommen.
Als der Arbeitgeber gehört hat das er wahrscheinlich eine Abfindung zahlen muss, hat der den Antrag auf Kündigung zurückgezogen.
Dies habe ich eine Woche später schriftlich vom Integrationsamt erhalten.
Wiederum zwei Wochen später Hat der Arbeitgeber eine Änderung des Arbeitsvertrages beim Integrationsamt beantragt.
Der Arbeitgeber hat beantragt die tägliche Arbeitszeit von 5 Stunden auf 2,5 Stunden zu reduzieren.
Dem habe ich natürlich nicht zugestimmt da ich eine tägliche Fahrtstrecke von 70km für 2,5 Stunden zurücklegen muss.
Nach vie Wochen hat das Integrationsamt entschieden dem Arbeitgeber Recht zu geben und einer Arbeitszeitreduzierung auf 2,5 Stunden zuzustimmen.
Begründung: Es ist dem Integrationsamt bewusst das die Arbeitszeitreduzierung auf 2,5 Stunden bei einer täglichen Fahrtstrecke von 70km nicht wirtschaftlich ist Damit ist keine Zumutbarkeit der angebotenen Stelle gegeben.
Zwar sprechen für die Interessen von Herrn am Erhalt des Arbeitsplatzes sein Lebensalter, die Art und Schwere seiner Behinderung sowie die erschwerten Vermittlungsaussichten auf dem Arbeitsmarkt.
Dem steht aber das Interesse des Arbeitgebere an der Beendigung des Arbeitsverhältnisses entgegen, da die Auftragslage keine zeitlich höhere zeichentechnische Tätigkeit hergibt.

Dagegen habe ich Widerspruch eingelegt.
Dann wollte die RV eine Umsetzung im Betrieb fördern. Das hat der Arbeitgeber abgelehnt.
Der Reha Berater will mit mir ein telefonisches Beratungsgespräch führen.
Die RV hat LTA dem Grunde nach bewilligt aber nichts konkretes geäußert.
Der ganze Ärger hat auch dazu geführt das sich die Schmerzen verstärkt haben und ich noch mehr Schmerzmittel nehmen musste.
Beim letzten MRT am 06.10.2022 wurden weitere Wirbelsäulenschäden HWS und BWS festgestellt.
Momentan bin ich vorerst noch krank geschrieben. Ich wurde von meiner Chirurgin zum Orthopäden und zum Neurochirurgen überwiesen. Hab aber noch keine Termine bekommen.
En Bekannter hat mir geraten falls mich die Ärztin nicht mehr krank schreiben sollte das die Ärztin ein Schreiben zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses auf ärztlichen Rat ausstellen soll. Sonst bekomme ich eine Sperre beim Arbeitsamt.
Wie soll das ablaufen falls ich beim Arbeitsamt lande? Ich bekomme Arbeitslosengeld. Und was ist wenn der Neurochirurg operieren muss und ich dann zur Reha muss.... Was bekomme ich für finanzielle Mittel. Ich weiß nicht ob ich vom Arbeitsamt etwas bekomme wenn ich nicht arbeitsfähig bin. Es ist eine schwieige existenzielle Situation.
Kann Jemand sagen was ich bekomme wenn dieser Fall eintrifft?
Oder kann mir Jemand einen Rat geben wie ich mich in dieser Situation am Besten verhalten sollte.
Über Rarschläge und Erfahrungen bin ich sehr dankbar.

Gruß Benn

Falls es
paul42
Hallo Benn,

rein theoretisch könntest du auch im homeoffice zeichnen, um dir die Wegstrecke zu sparen.

Außerdem könnte dir der Chef somit keine anderen körperlich schweren Arbeiten mehr aufdrücken.

Eine Kündigung ist rechtlich trotz Krankschreibung durchaus möglich, wenn der AG dadurch betriebswirtschaftliche Probleme begründen kann.

Erfolgt die Kündigung aus betriebswirtschaftlichen Gründen, kann das Arbeitsamt keine Sperre oder Sanktionen verhängen.

Ich glaube, dass hier einfach zuviel Vertrauen zerstört wurde.

Die Frage sollte aber nebenbei sein, macht dich das langsfristig zufrieden, in einem solchen angespannten Verhältnis tätig zu sein?

Das zweite sind die Arbeitsmittel, die gefördert wurden.

Wenn sich der AG nicht an den Kosten für Arbeitsmittel beteiligt hat, ist das eigentlich dein persönliches Eigentum und nicht Bestandteil des Firmeninventars.

Bisher hat die RV nur eine " Weiterqualifierung" als Zeichner gefördert ohne aber einen anerkannten beruflichen Abschluss zu ermöglichen.

Mit der Ausbildung hast du als Zeichner auf dem Arbeitsmarkt vermutlich kaum vergleichbare Chancen und außerdem ist der berufliche Weg überhaupt nicht leidensgerecht.

Der Med Dienst der RV hat hier aus meiner Sicht, viel zur voreillig eine völlig unangemesssene Maßnahme gefördert, weil der ständige Haltungwechsel kaum möglich ist.
Damit ist der Beruf als technischer Zeichner eigentlich grundsätzlich nicht leidensgerecht.

Ich finde, du solltest nochmal mit den SoVD reden und die Möglichkeit zu einen Verwaltungsakt erörtern.

Die RV hat dir ja gesagt, dass die sie weiterhin als Leistungsträger in der Pflicht stehen. und die Teilhabe am Arbeitsleben nicht abgeschlosssen ist.

viele Grüße

paul42
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