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Komplette Version Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Bandscheiben-Forum > Rentenversicherungsträger
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Benn
Hallo Paul42,

danke für die sehr umfassende und informative Antwort.
Das Verhältnis ist so zerstört das ich absolut nicht mehr arbeiten kann. Die Ärzte raten mir ebenfalls davon ab mich weiterhin dem Mobbing des Arbeitgebers auszusetzen.
Der Arbeitgeber hat mich sozusagen als Einnahmequelle benutzt indem er die Arbeitsplatzeinrichtung und die Eingliederungshilfe kassiert hat ohne mir eine Chance zu geben. Jetzt will er mich loswerden ohne sich die Hände schmutzig zu machen.
Wir mussten Arbeitszeitnachweise schreiben was wir jeden Tag und wie lange gearbeitet haben. Anhand der Arbeitszeitnachweise ist ersichtlich das die Tätigkeit nicht wie versprochen und Vertraglich vereinbart leidensgerecht gewesen ist.
Das Integrationsamt möchte die Arbeitszeitnachweise nicht sehen. Der RV habe ich die Arbeitszeitnachweise zukommen lasen, aber leider interessiert sich die RV dafür auch nicht.
Ich habe ebenfalls mehrfach bei der RV und dem Integrationsamt schriftlich nachgefragt welche Bedingungen der Arbeitgeber erfüllen musste um die Eingliederungshilfe der RV und die Arbeitsplatzeinrichtung des Integrationsamtes zu erhalten.
Daraufhin habe ich keine Information erhalten.
Ich habe eine Anwältin für Sozialrecht über meine Rechtsschutzversicherung beauftragt gegen den Bescheid des Integrationsamtes (2,5 Stunden ) Widerspruch einzulegen.
Wenn ich aber arbeitslos werde ist der Widerspruch auch hinfällig da das Arbeitsverhältnis ja nicht mehr existiert.
Wie ist das mit dem Verwaltungsakt gmeint?
Weiterhin habe ich am 03.11.2022 ein telefonisches Beratungsgespräch mit meinem Reha Berater der RV. Mal sehen was er mir anbietet.
Beim letzten Beratungsgespräch wurde mir gesagt das mein Budget ausgeschöpft ist und für mich nur noch eine Vermittlung in Frage kommt.
Aber eine Vermittlung bringt mich nicht weiter!

Gruß Benn
karin59
Hallo Ben,
Ich gebe Paul recht mit seinen Aussagen. Vieles sind auch meine Gedanken, die ich vorab schon hatte, nur die Formulierung stoppte mich aus. Das sind Themen, wo man nur richtige und belegbare Aussagen machen sollte.
Mein Kenntisstand ist da nicht so 100%,
Und solange man keine Rente bezieht, ist die RV zuständig.

Dein Anfahrtweg von 70km ist doch aber schon immer bekannt. Selbst wenn man es als Hin und Rückweg bedenkt.
Mir wurde damals im AA gesagt, dass ein Anfahrtsweg von 50km einfach einem gesunden Arbeitnehmer für eine Vollzeit zumutet.
Wenn das allgemein gültig wäre, dann würdest Du gar keine Umschulung genehmigt bekommen, wenn ich das richtig sehe.

Allerdings ist die Lage bei Dir so, dass wenn es mein Problem wäre, ich mich kündigen lassen würde.
Für ein befriedigendes Arbeitsverhältnis fehlte mir da das Vertrauen.
Das zieht dann wieder Kreise bis in das persönliche Umfeld. Willst Du das ?

Der Schritt, einen neuen Berufszweig zu finden, ist schwer, besonders wenn man sich wiederfindet bei der Arbeit.
Ich hänge noch heute an meinem erlernten Beruf, den ich aus unterschiedlichen Situationen nicht mehr ausüben kann.

Für eine neue Berufung hatte ich zu wenige Voraussetzungen und so habe ich mich in Feldern ohne Ausbildung umgeschaut.
Du musst Dich fragen Was kann und will ich erreichen?
Auch Arbeit ohne Ausbildung muss gemacht werden. So sehe ich das mit der Zeit. Es ist deshalb nicht eine abwertende Arbeit.
Das ist eine gesellschaftliche Frage. Man wird überall gewertet.
Und mit Handycap bidt Du eben nicht 100% . Wird zwar überall laut abgewiegelt. Aber wenns drauf ankommt findet sich immer ein : Aber

paul42
Hallo Benn

Der Begriff Verwaltungsakt ist recht vielseitig zu verstehen und es kommt immer darauf an, wer Ansprechpartner ist.
klick
Im Wesentlichen wird hier geprüft, ob die rechtswirksame Bescheidung einer Behörde gegenüber einer dritten Person , also gegenüber dir, verwaltungsrechtlich innerhalb der behördlichen Vorgänge korrekt bearbeitet wurde.

Das sich der AG anscheinend bereichert hat, muss man von deiner gesundheitlichen Situation sicherlich völlig inhaltlich trennen.
Hier wäre auch die Leistungstelle der RV der bessere Ansprechparntner als nur die Rehaberatung.

Mit den bisherigen Maßnahmen, die bisher gefördert wurden ist die Wiedereingliederung nach SGB IX jedenjalls nicht erfolgreich abgeschlossen.
klick mich

viele Grüße
paul42
Benn
Hallo Karin59,
Hallo Paul42,

danke für die interessanten Antworten zu meiner Problematik.
Ich beziehe keine Rente von der RV. Ich erhalte nur eine kleine Unfallrente der BG nach einem Arbeitsunfall.
Erwerbsminderungsrente bei der RV hatte ich 2014 beantragt, die 2018 am Landessozialgericht Halle abgelehnt wurde.
Ich hatte mir vor kurzem das von der RV erstellte Leistungsbild meiner Person zukommen lassen.
Dieses Leistungsbild entspricht absolut nicht meinem Leistungsvermögen. (fast Olympiatauglich)
Da sich durch die zuletzt ausgeübte nicht leidensgerechte Tätigkeit verschlechtert hat war ich aufgrund der Mitteilungspflicht verpflichtet dies der BG mitzueilen.
Der Mitarbeiter der BG machte umgehend einen Hausbesuch um über die Problematik zu sprechen.
Der Mitarbeiter der BG hat mit dem Kopf geschüttelt als er das Leistungsbild der RV über meine person gesehen hat. (einfacher Zettel mit Kreuzchen)
Die Bg hatte 2017 ein zertifiziertes Leistungsbild (EFL Test) meiner Person erstellen lassen das etwas ganz Anderes aussagt.
Der Mitarbeiter der BG will sich schriftlich an die RV werden in Bezug auf die LTA.
Wegen dem Verwaltungsakt spreche ich nächste Woche mit meiner Anwältin. Warum wurde das nicht von meiner Anwältin vorgeschlagen??
Ja ich wurde aufgrund der nicht leidensgerechten Tätigkeit während der sechsmonatigen Eingliederung krank und trotzden hat der Arbeitgeber den vollen Eingliederungszuschuss erhalten!
Anscheinend ist die Eingliederung für die RV doch abgeschlossen.
Das mit dem Arbeitgeber ist kompliziert. Ich habe 12 Jahre mit der Frau des Arbeitgebers in einer Firma gearbeitet.
Mit dem Arbeitgeber war ich 30 Jahre befreundet.
Auf jeden Fall kann ich dort nicht mehr arbeiten, das ist auch die Meinung des Mitarbeiters der BG.
Aber ohne Unterstützung der RV wird es schwierig.

Gruß Benn

paul42
Hallo Benn,

Ich denke, man muss hier wirklich genau diffenrenzieren.

Aus meiner Sicht sind das 3 verschiedene Baustellen. kinnkratz.gif

1. Arbeitsmittel, die du nicht nutzen kannst/ konntest.

2. ein zerüttetes Arbeitsverhältnis, weil der AG seine Vereinbarung nicht eingehalten hat.

3. die nicht erfolgreiche Rehabiltation in das Arbeitsleben.

Die Eingliederungshilfe steht dem AG zu um die Stelle zu finanzieren.

Ein gutes Pferd springt immer nur so hoch, wie es muss schulterzuck.gif und du kannst nicht erwarten

dass sich ein Anwalt da voll rein hängt.

Da sind die Anwälte bei den Sozialverbänden z.T. deutlich engagierter, weil die unabhängig vom Streitwert arbeiten.

Das was einem so erzählt wird sollte man immer selber versuchen zu verstehen.
Grundlage ist meist eine gesetzliche Reglung, daher die Verweise zu den Quellen.

Bei deinen Befunden zur WBS hätte die RV, bzw. der med. Dienst aus meiner Sicht eigentlich frühzeitig erkennen müssen, das eine dauerhaft sitzende Tätigkeit als Zeichner nicht unbedingt geeignet ist.
Zusätzlich hast du keine Chance erhalten, weil dich der AG ja völlig anders eingesetzt hat, wie eigentlich vereinbart.

Dem Grundsatz nach war die Entscheidung eine Ausbildung als Zeichner zu fördern, vermutlich falsch, da du die Tätigkeit aus gesundheitlichen. Gründen nicht in Vollzeit ausüben kannst.

Hier sollte durchaus abgeklärt werden, ob ein Verwaltungsakt erfolgreich sein könnte.

Den wirtschaftlichen Schaden hat die RV selber zu verantworten und nicht du.
Wie die RV ihre Eingliederungshilfe vom AG zurück holt ist auch nicht deine Aufgabe.

Ich stell die Frage in den Raum.
Hast du mit der Zusatzausbildung, Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt?

So wie ich es verstanden habe, bist du nur an einer betriebsorientierten speziellen software ausgebidet worden.

Rein theoretisch, kannst du erneut Antrag auf LTA stellen, weil die Vorausetzungen für LTA nach SGB IX weiterhin bestehen.

viele Grüße

paul42
Benn
Hallo Paul42,

danke für die Antwort.
Den Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bei der Deutschen Rentenversicherung habe ich erneut am 15.07.2022 gestellt.
Am 12.09.2022 habe ich den Bescheid über die Bewilligung von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben dem Grunde nach von der Deutschen Rentenversicherung erhalten.
Am 13.09.2022 habe ich einen Bescheid erhalten das die Deutsche Rentenversicherung Leistungen zur Erhaltung des Arbeitsplatzes als Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben in Aussicht stellt.
Ich soll Kontakt zum Arbeitgeber aufnehmen und die Möglichkeit einer betrieblichen Umsetzung besprechen.
Dies habe ich schriftlich beim Arbeitgeber getan.
Antwort:
Es besteht keine Möglichkeit einen Arbeitsplatz durch eine innerbetriebliche Umsetzung zu stellen.
Daran ändert auch die Tatsache eines Eingliederungszuschusses nichts.
Meine Anwältin hat dies der Deutschen Rentenversicherung schriftlich mitgeteilt.
Weiterhin hat meine Anwältin auf den Bescheid vom 12.09.2022 hingewiesen und die Deutsche Rentenversicherung gebeten, andere Leistungen zu bewilligen.
Seitdem hat sich die Deutsche Rentenversicherung nicht gemeldt.
Nur einen Brief mit dem Termin zum telefonischen Beratungsgespräch am 03.11.2022 habe ich erhalten.

Gruß Benn
paul42
Halllo Benn,

aus meiner Sicht hast du bisher alles richtig gemacht.
Dir liegen ja bereits die aktuellen Bescheide der DRV vor.

Die Leistungen der Wiedereingliederung hat ja der AG aus verschiedenen Gründen ja nicht erbracht, also geht es um LTA dem Grundsatz nach.

Mach dir eine Liste mit Fragen für das Telefonat.

In erster Linie hast du ein Mitspracherecht, was im Rahmen einer beruflichen Umorientierung für dich passen könnte.

Den Trumpf des Verwaltungsaktes solltest du keinesfalls vorab als Gegenargument ansprechen, sondern erstmal abwarten was man dir erzählt.

Das wird ja vermutlich nur ein Gespräch mit der Rehaberatung, wie bereits beschieden, es besteht Anspruch mit dem Bescheid vom 12.9. 2022 dem Grundsatz nach.

Viel Erfolg daumen.gif

paul42
Benn
Hallo Paul 42,

danke für die Antwort und die hilfreichen Hinweise.
Die Liste mit Fragen für das Telefonat werde ich vorbereiten.
Auf den Verwaltungsakt habe ich meine Anwältin am heutigen Tag telefonisch angesprochen. Die Anwältin konnte damit nichts anfangen und hat gesagt das wir das Gespräch mit dem Reha Berater abwarten müssen. schulterzuck.gif
Ich kann mir das nur so erklären das die Anwältin Kosten sparen muss bei der Rechtsschutzversicherung.
Aber bei mir geht es um die Zukunft und eine berufliche Chance.
Ich bin schon ein bisschen enttäuscht von der Rechtsschutzversicherung das es immer nur um Geld geht.
Wäre es möglich mir genau zu erläutern was in meinem Fall zu tun ist beim Verwaltungsakt?
Ich möchte keinen Fehler machen und mir dadurch die berufliche Chance verderben.

Gruß Benn


paul42
Hallo Benn,

führe erstmal das Gespräch, was dir die RV anbietet.

Es geht dem Grundsatz nach, um dich und deine Zukunft, wie die du wieder Chance auf einem Arbeitsmarkt erhälst.

Auf Grundlage des Gespräches wird die RV sicherlich erneut schriftlich entscheiden.

Du musst morgen zunächst nur plausibel darstellen, dass die betriebliche Wiedereingliederung offentsichtlich durch fehlendes Bemühen seitens des AG gescheitert ist.

Was gefördert wurde, war halt nur eine spezielle berufliche, rein betriebsorientierte Weiterqualifizirerung, aber damit ist dir die Aussicht auf dem Arbeitsmarkt nur sehr eingeschränkt möglich.

Das Thema Verwaltungsakt wird erst dann interessant, wenn die RV erneut deine Anträge ablehnt.

Viel Erfolg daumen.gif

paul42
Benn
Hallo Paul42,

wie angekündigt hatte ich am heutigen Tag die telefonische Beratung durch den Reha Berater der Deutschen Rentenversicherung.
Der Reha Berater hat mir mitgeteilt das er nur noch für das Beratungsgespräch für mich zuständig ist da seit 01.11.2022 ein neuer Reha Berater für mein Gebiet zuständig ist.
Zur Arbeitszeitreduzierung auf 2,5 Stunden sagte der Reha Berater das dies eine Umwandlung von einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit in einen Minijob wäre!
Durch die LTA-Bewilligung habe ich eine handlungsfähige Rechtsgrundlage gegenüber der Rentenversicherung, falls die Tätigkeit beim Arbeitgeber nicht fortgesetzt wird.
Da die Fronten so verhärtet sind macht es bestimmt keinen Sinn dort weiter zu arbeiten.
Der Reha Berater sagte das es eventuell sinnvoll wäre mit dem neuen Reha Berater über einen eventuellen Neustart zu sprechen.
Er schlug mir vor eine IMA zu absolvieren. Daraufhin sagte ich ihm das ich dies schon 2011 hatte und es mich nicht weiter bringen wird.
Ich habe den Reha Berater dann gefragt, ob mir eine Umschulung in einen anerkannten Beruf zusteht, da ich bisher keine Umschulung, sondern nur eine Anpassungsqualifizierung hatte. Und mit der Anpassungsqualifizierung habe ich keine Chance auf dem Arbeitsmarkt.
Da fing der Reha Berater an rum zu eiern und sagte das ich mir doch bei der Anpassungsqualifizierung auch fachliches Wissen aneignen konnte.
Ich fragte wieder ob mir keine Umschulung zusteht.
Ob eine Umschulung in meinem Fall Sinn macht, würde eine zweiwöchige Berufsfindung/ Arbeitserprobung im BfW Stassfurt nötig sein.
Weiterhin schlug er mir vor erst einmal eine medizinische Reha zu machen um die Erwerbsfähigkeit festzustellen.
Daraufhin habe ich dem Reha Berater gesagt das ich gern bereit bin eine medizinische Reha zu machen wenn die Reha ambulant und Wohnortnah ist. Die letzte Reha 2009 konnte ich auch teilstationär und Wohnortnah machen. Diese Reha Einrichtung gibt es noch.
Dabei geht es mir darum Abends zu Hause zu sein und meine über 80 jährigen Eltern die gegenüber wohnen halt zu geben.
Ein weiterer Grund ist das bei meinem Hund ein Tumor festgestellt wurde der im November operiert wird.
Mein Hund ist immer an meiner Seite gewesen und ist es auch jetzt noch wenn es mir schlecht geht. Er hat mich immer zur Bewegung animiert was mir sehr gut tut. Es ist das ehrlichte Geschöpf das ich kenne. Ich habe dem Reha Berater gesagt das ich weder meine Eltern noch meinen Hund die immer für mich da waren in dieser Situation wochenlang allein lassen werde.
Entweder ambulante Reha oder ich beantrage erst keine Reha.
Der Reha Berater sagte das die Entscheidung ob ambulant oder stationär der medizinische Dienst der Rentenversicherung entscheidet.
Der Reha Berater sagte das er die gesprächsinformationen an den neuen Reha Berater weitergibt.
Ich habe dann um eine Persönliches Gespräch mit dem neuen Reha Berater gebeten. Ich bekomme einen Termin für ein persönliches gespräch zugeschickt.
Ich soll mich bis dahin entscheiden ob ich eine medizinische Reha (ambulant) oder die zweiwöchige Berufsfindungs und Arbeitserprobung machen möchte.
Meine Entscheidung sol ich dann dem neuen Reha Berater mitteilen und den weiteren Ablauf besprechen.
Eigentlich doch positiv verlaufen das Gespräch.

Gruss Benn




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