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Komplette Version Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

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Juergen73
Moin Benn,

Zitat
Ob eine Umschulung in meinem Fall Sinn macht, würde eine zweiwöchige Berufsfindung/ Arbeitserprobung im BfW Stassfurt nötig sein.

Ruf doch dort einfach mal an. Die werden dich mit Sicherheit dort auch beraten.

Zitat
Weiterhin schlug er mir vor erst einmal eine medizinische Reha zu machen um die Erwerbsfähigkeit festzustellen.

Das ist auch eine gute Idee. Allerdings befürworte ich eine stationäre Reha was bei dir ja z.Z. unmöglich ist.
Benn
Hallo Jürgen,

die Berufsfindungs und Arbeitserprobung im BfW läuft über die RV.
Das sagt auch das BfW. Ich habe noch Kontakt zu meinem Leher.
Wenn die medizinische Reha ambulant stattfindet bin ich sofort dabei.
Vielleicht wird die ambulante Reha genehmigt. Meine Stellung und die Gründe kennen die Reha Berater ja jetzt.
Auf jeden Fall geht es weiter und das ist positiv.
Ich werde auf jeden fall berichten wie es weiter geht.

Danke für die Antwort
Gruß Benn
paul42
Hallo Benn wink.gif

beim Gespräch mit der RV hast du richtig gut dagegen gehalten. smilie_boxen.gif

Es gibt also durchaus eine Rechtsgrundlage für einen Neustart. zwinker.gif

Den Versuch erstmal noch eine med. Reha zu versuchen finde ich auch gut, denn das verschafft dir Zeit für berufliche Neuorientierung.

Die RV wird vermutlich eine ambulante Reha viel eher unstützen, zumal stationäre Reha zu deutlichen höheren Kosten seitens der RV führt.

Auf jeder web Seite eines BfW, kannst du deren Umschulungsangebot zu unterschiedlichen Berufen einsehen die durch die RV gefördert werden.

Gleichzeitig solltest du auch nebenbei prüfen ob andere freie Bildungsträger gleichwertige Umschulungen anbieten, die mit der RV abrechnen dürfen.

viele Grüße
paul42
Benn
Hallo Paul42,

der Kontakt hier im Forum und die vorbereiteten Fragen für das Beratungsgespräch haben mir echt geholfen . Danke!!! klatsch.gif
Man fühlt sich damit auch sicherer im Beratungsgespräch.
Ich werde die Zeit nutzen und mich jetzt beruflich Neuorientieren.
Kontakt zum BfW habe ich immer noch da ich freundschaftlichen Kontakt zu meinem Zeichenlehrer habe. Wir haben uns während der Qualifizierung echt gut verstanden und halten den Kontakt aufrecht.

Jetzt habe ich noch das Problem mit dem Arbeitgeber.
Ich bin noch bis einschließlich 18.11.2022 krank geschrieben. Zu dem Arbeitgeber kann ich sowieso nicht mehr.
Wenn ich mir beim nächsten Arztbesuch attestieren lasse das Arbeitsverhältnis auf ärztlichen Rat zu beenden.? (Formular vom Arbeitsamt)
Somit dürfte ich eigentlich keine Sperre erhalten.
Dann wäre ich albeitslos und trotzdem würde die RV die bewilligten LTA ausführen. (laut Berater)
Was ist dann eigentlich wenn ich aufgrund der vor kurzem festgestellten Schäden an den Schultern oder aufgrund der vor kurzem festgestellten Wirbelsäulenschäden im Bereich HWS/ BWS längere Zeit durch eine evtl. OP ausfalle?
Bekomme ich das Arbeitslosengeld weiter oder bekomme ich kein Arbeitslosengeld aufgrund der Tatsache das ich nicht vermittelbar bin?
Ich habe erst am 28.11.2022 einen Termin beim Neurochirurgenmit der Auswertung der MRT Bilder. Also kann ich jetzt noch nicht sagen was mir der Neurochirurg vorschlägt.
Kennst Du dich auf diesem Gebiet auch aus?

Gruß Benn


karin59
Hallo,
Ich denke, wenn Du im KG-Bezug (heißt das Geld von der Kasse beziehst) , kannst Du Dich vom AG kündigen lassen, da gibts dann keine Sperre,
Der AG hat in diesem Fall keinen Nutzen von Dir, im Gegenteil. Er muss Deinen Platz für Dich frei halten. Mit einer Kündigung ist der Platz vergabefrei.
Ich hoffe, dass mir jetzt kein Fehler unterlaufen ist.
Aber das lässt sich ja sicher nachlesen.
Benn
Hallo Karin59

wie ja bekannt ist stehe ich mit dem Arbeitgeber "etwas" auf Kriegsfuß.
Ich muss irgendwie versuchen aus der Sache rauszukommen und mich auf die Neuorientierung konzentrieren.
Ich muss noch etwas recherchieren was am Besten ist.
Danke für Deine Antwort.
Gruß Benn
paul42
Hallo Benn wink.gif

Du siehst, wie man seine Verhandlungsposition ganz wesentlich stärken und beeinflussen kann, wenn man auch ungefähr weiß, wie sich die rechtlichen Grundlagen darstellen.

Ein Dozent von mir meinte mal, „Gesetze sind für die Menschen geschrieben worden, die sie auch lesen.“

Behaupten kann man zunächst erstmal alles, nur bei einer Klage vor Gericht, trägt der Kläger dann aber auch die Beweispflicht gegenüber der Beklagten.

Du kannst ja anhand deiner Arbeitsnachweise belegen, wie deine Aufgaben verteilt waren.

Der Reha Berater hat dir bereits indirekt signalisiert, dass für dich Anspruch weiterhin besteht und das Arbeitsverhältnis als unzumutbar zu bewerten ist.

Ich wusste gar nicht dass das Arbeitsamt dafür ein Formular hat, um ein Arbeitsverhältnis auch auf ärztlichem Rat zu beenden. smhair2.gif

In deiner Situation, würde ich mir keinen Kopf machen, dass hier eine Sanktionierung ausgesprochen wird. Vermutlich ist das sogar der leichtere Weg, als auf die Kündigung durch den AG zu warten. kinnkratz.gif

Die eigene Kündigung aus gesundheitlichen Gründen, ist durchaus ein wichtiger Grund und darf dir nicht zum Nachteil ausgelegt werden.

Sicher dich dazu vorab durch deine Rechtsberatung nochmal ab.

Wie du schon sagst, der AG steht auf dem Kriegspfad und hat vermutlich Scheu, dass er möglicherweise die Eingliederungshilfe zumindest anteilig zurück erstatten muss.

Ein AG ist durchaus auch berechtigt während einer Arbeitsunfähigkeit das Arbeitsverhältnis zu kündigen, wenn er es begründen kann.

Es liegt schließlich nicht in deiner Verantwortung, dass sich der AG nicht an die Eingliederung gemäß Vereinbarung gehalten hat.

Die Mühlen der Ämter arbeiten relativ langsam, also besteht genug Zeit erstmal die Aussage des NC am 18.11. abzuwarten.

Wenn sich deine gesundheitliche Situation nach einer geplanten Reha verschlechtert hat, wäre zusätzlich ein Antrag auf Verschlechterung zur Feststellung des Grades der Behinderung beim Versorgungsamt zu stellen.- Das dient auch zur Vorbereitung solltest du Widerspruch einlegen müssen.

Wer arbeitssuchend ist und aufgrund von Krankheit nicht vermittelbar ist, hat dennoch Anspruch auf Leistungsbezug.

Man muss jetzt unterscheiden, welche Leistung du derzeit erhältst, denn nach dem 1. Jahr endet bereits der Anspruch auf ALG I .
Dafür hättest du aber drei Jahre ununterbrochen arbeiten müssen.
Nach 1 Jahr rutscht man gleich wieder in ALG II.

Vermutlich erhältst du also eher derzeit das Krankengeld auf dein Gehalt.

Ohne Kündigung durch den AG, zahlt die KK ab Woche 7, das Krankengeld für 78 Wochen, danach erfolgt die sog. Aussteuerung und der Leistungsbezug wird durch das JobCenter fortgesetzt.

Bei Arbeistunfällen sieht das nochmal anders aus. Hier zahlen die KK auf Anordnung der Berufsgenossenschaft, das sog Verletzengeld.

Während einer Umschulung erhält man Übergangsgeld, hier wär dann wieder die RV als Leistungsträger zuständig.

Wenn man innerhalb einer Umschulungsmaßnahme länger als 14 Tage am Stück dauerhaft arbeitsunfähig erkrankt, wird die Maßnahme eigentlich als " für gescheitert" durch den Leistungsträger erklärt.

Damit erlischt aber nicht der rechtliche Anspruch es nochmal anders zu versuchen, denn § 2 SGB IX ist hier weiterhin die wirksame Rechtsgrundlage.

Sichere dich dazu immer vorab durch deine Rechtsberatung nochmal ab, wie du deine Argumentation plausibel vorträgst.

viele Grüße

paul42
Benn
Hallo Paul42,

danke für die ausführliche Schilderung und die wertvollen Tipps!!!!
Du hast absolut Recht das die Gesetze für Menschen geschrieben wurden, die sie auch lesen!
Der Reha Berater der Rentenversicherung hatte vor einigen Monaten telefonisch mitgeteilt das wahrscheinlich irgendwann die RV das Arbeitsverhältnis beendet aus gesundheitlichen Gründen.
Aber bisher hat sich diesbezüglich die RV bei mir nicht gemeldet.
Sollte ich bis zum 18.11.2022 keinen Bescheid haben werde ich beim Termin bei meiner Cirurgin danach fragen ob meine Cirurgin das Formular zur Beendigung eines Beschäftigungsverhältnisses aus gesundheitlichen Gründen ausfüllt und unterschreibt.
Damit würde ich dann zum Arbeitsamt fahren und den weiteren Werdegang absprechen.
Vorher informiere ich mich natürlich noch bei meinem Rechtsbeistand.
Wer nicht kämpft hat schon verloren. Also Krönchen richten und weiter!

Gruß Benn
paul42
Hallo Benn wink.gif ,

ich glaube persönlich nicht, dass sich die RV bis 18 Nov. schon mit einem neuen Bescheid zurück meldet.

Besorge dir zunächst das Formular zur Aufhebung des Arbeitsverhältnis.
Lass das durch deine unterschiedlichen Ärzte ruhig mehrfach bestätigen.

Es geht ja nicht nur um die körperliche Einschränkung, sondern aufgrund der zerrüttetetenden Situation ist das mittlerweile auch eine emotional starke seelische Belastung geworden. roechel.gif

Das Formular sollte die RV auch vorab einer Kündigung auch erhalten, damit hier Konsenz, gegenüber dem AG besteht.

Eigentlich wäre es dann die Aufgabe der RV, die Wiedereingliederung aus gesundheitlichen Gründen zu beenden.

Wenn die RV das bereits ja schon angekündigt hatte, gilt es auch langsam mal zu handeln. arschtritt.gif

Ansonsten kannst du es auch machen.

Dem Kündigungsschreiben legst nur eine Kopie für den AG anbei.
!!! Nie Originale aushändigen, wenn es nicht formal nicht anders vorgeben ist.

Vorab der Kündigung muss noch geprüft werden, wie die Vereinbarungsklauseln bzgl. der Kündigung vertraglich geregelt sind.

Eventuell ergeben sich aus dem Arbeitsvertrag auch noch Ansprüche bzgl. einer Abfindung. kinnkratz.gif

Eine Aufforderung dazu darf aber nicht gleichzeitig in der Kündigung stehen, sondern eventuelle Ansprüche sollten dann unabhängig davon im Anschluss zusätzlich schriftlich erfolgen.

Das Arbeistamt würde ich z.B erst dann informieren, sobald dir die Kündigsbestätigung seitens des AG persönlich auch schriftlich vorliegt.

Wenn da einer meckert, kannste gleich vortragen, dass die nächste Umschulung bereits schon in Absprache mit der RV in Planung ist.
Zumindest läuft ein Antrag auf ambulante Reha.

Das AA ist eigentlich derzeit überhaupt noch nicht zuständig für dich, sondern erbringt ersatzweise den Leistungsbezug, erst auf erfolgten Antrag.

Dafür bedarf es aber erstmal der Kündigung.

Viele Grüße
paul42
Juergen73
Hallo,

so weit wie ich weiß sollte man sich die schriftliche Erlaubnis besorgen das man ohne irgendwelche Nachteile kündigen kann.
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Übersetzt und modifiziert von Fantome et David, Lafter