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Komplette Version Rechtssituation beim Autofahren

Bandscheiben-Forum > Kreuz und Querbeet > Auto/Motorrad und Verkehr
ertyde
Darf man ein Fahrzeug führen, wenn man z.B. wie in meinem Fall zweimal täglich Tillidin zu 50mg und zweimal Dichlorfenac zu 75mg einnimmt. Habe gehört, dass es eine rechtliche Grauzone ist.
Generell kann einem ein Polizist nicht verbieten, in das Fahrzeug einzusteigen. Was aber ist los, wenn es zu einem Unfall kommt?

Wäre dankbar für Antworten,
mfG,
Chris.
.Sophia_
Hallo Chris,

habe diesbezüglich mal mit meinem Hausarzt gesprochen wegen Einnahme von 2x 100mg Tilidin und Novalgin er meinte, wenn ich mich fit und in der Lage dazu fühle wäre gegen das Autofahren nichts einzuwenden.
Mehr kann ich dir dazu leider auch nicht sagen.

Liebe Grüße
Sophia
Ronja
Hi,

ich hatte vor vielen Jahren die Thematik bei der Schmerztherapie - dahin musste ich mit dem Auto fahren.
Der Arzt dort hat folgende Aussage gemacht:
Solange ein Schmerzmittel oder auch Opiat regelmäßig eingenommen wird, ist dagegen in der Regel nichts einzuwenden.
Nur Einzeldosen sind wohl sehr problematisch.
Wenn du Bedenken hast, dann versuche es dir schriftlich vom Arzt geben zu lassen, dass du mit deiner Medikation fahren darfst.

LG, Ronja
mombi
Hallo Chris,

mein Hausarzt hat es mir damals nach der 2. OP untersagt, mit diesen Medikamenten selbst zu fahren.
Ich habe es auch eingesehen, da ich mich auch nicht voll Fahrtauglich gefühlt habe.

LG Mombi
Jürgen73
Moin,

klick,
ist zwar schon etwas älter der Thread aber an der Rechtssituation dürfte sich nichts geändert haben.
Kater Oskar
Hallo und Guten Tag,

Ich kenne es auch so, dass man zu Beginn einer BtM-Einnahme oft mit Nebenwirkungen zu kämpfen hat. Ist das Medikament gut eingestellt, gewöhnt sich der Körper dran. Trotzdem ist es wohl immer ein Glücksspiel, da der Gesetzgeber das Fahren bei medizinisch verordneten BtM zwar nicht ausdrücklich verbietet, wenn aber was passiert, wird eine Untersuchung eingeleitet und im Einzelfall entschieden.

Allerdings sollte man auch bedenken, dass zur Fahrtauglichkeit auch das körperliche Wohlbefinden gehört, so dass man auch mit Schmerzen fahruntauglich sein kann. Dann kann man dann drüber nachdenken, ob die Schmerzen oder die Einnahme von Medikamenten das größere Übel sind.

Gerade in Bezug auf die Freigabe des Cannabis bei medizinischer Notwendigkeit, kam auch die Diskussion wieder auf, wie es mit dem Führerschein ist.

Dazu

hier

ein Artikel, welcher auch auf andere BtM anzuwenden sein dürfte.

LG, Kater Oskar
Pimbo71
Guten Morgen

Wegen diversen Medikamenten (Benzos und Opiaten) darf ich NICHT mehr am Strassenverkehr teilnehmen. Auch Fahrradfahren auf öffentlichen Strassen sei nicht zu empfehlen.

Ist halt immer abzuwägen, was sinnvoll ist. Seit ich vor 4 Jahren mein Auto abgeben musste, bin ich zwar nicht mehr so mobil, kann aber dafür mit den Schmerzen besser umgehen sprich, ich kann auch mal ein Reserve-Medikament einnehmen, ohne "Schlechtes Gewissen".


Mir hat jedoch der Arzt gesagt, dass wenn denn etwas passiert und die merken, dass ich unter BTM fahre, könnte es Folgen für mich haben. Also lasse ich lieber die Finger davon.


Liebe Grüsse
Pimbo
cecile.verne
Hallo

es IST eine Grauzone, denn wenn man sich an das Medikament gewöhnt hat, sind meist die Nebenwirkungen gering und man schläft auch nicht mehr als normal am Steuer.
Was andererseits zu beachten ist: wenn jemand sehr starke Schmerzen hat und am Strassenverkehr teilnimmt ist er auch nicht verkehrstauglich. Da sagt aber die Polizei nichts!!!

LG Cécile
Kater Oskar
Hallo und Guten Abend,

Nun, genau DAS

Zitat
wenn jemand sehr starke Schmerzen hat und am Strassenverkehr teilnimmt ist er auch nicht verkehrstauglich.


ist ja im Gesetz, hier in der Fahrerlaubnisverordnung, konkret geregelt, in der es um die geistige und körperliche Eignung geht.Dabei geht es eben auch um Einschränkungen in Bezug auf Erkrankungen und auch um Schmerzen.

Nur SO

Zitat
Da sagt aber die Polizei nichts!!!


kann man das wohl nicht sehen.

Bekommt die Polizei mit, dass jemand Einschränkungen hat, wird man ihm die Weiterfahrt untersagen und ggf. auch Maßnahmen zur Überprüfung der Fahreignung einleiten.

Nur, es ist eben auch nicht so einfach, jemanden nach zu weisen, dass er unter Schmerzen gefahren ist, wenn es der Fahrzeugführer nicht selbst angibt, so z.B. bei nem Unfall.

Drogen, Alkohol oder Medikamente sind (meist) einfacher nach zu weisen.Da gibt es meist körperliche Anzeichen oder Ausfallerscheinungen aber eben auch Test's in Bezug auf techn. Prüfgeräte (z.B. Alcomat) oder chem. Test in Form von Rauschgiftvortest's, welche letztendlich zur Blutentnahme führen.

LG, Kater Oskar
murmel
Hallöchen Ihr da wink.gif
Da Pimbo 71 in der Schweiz lebt, sind die Gesetze dort noch strenger! Wie in Deutschland


Mit freundlichen Grüßen murmel smilie_bank.gif
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