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Bandscheiben-Forum > Medikamente
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urico94
Hallo Zusammen,

ich habe vor 1,5 Monate mal einen Beitrag über meinen Bandscheibenvorfall an der HWS C6 gepostet.
Nun wollte ich zu meinem weiteren Verlauf einfach gerne eure Meinung oder Erfahrungen von euch austauschen.

Ich nehme eine Pille morgens und abends 75mg Pregabalin (Lyrica) hat jemand Erfahrung mit diesem Medikament?
Ich nehme es seit Anfang Februar und der Arzt sagte mir ich kann es ohne Probleme weiter nehmen, allerdings habe ich Angst vor Langzeit Nebenwirkungen..

Dann kann ich Verbesserung sehen, dass ich mittlerweile zwei Tage in der Woche habe, die wirklich gut sind, aber ich falle immer wieder zurück in die schlechten Tage mit Schmerzen. Fühle mich also, als würde ich mittlerweile in einer Endlosschleife befinden.
Ich hatte vor zwei Wochen ein neues MRT nach 1,5 Monaten zum letzten und es zeigte das gleiche Bild mit minimaler Verbesserung. Der Arzt sagte mir, dass er davon überzeugt ist, dass mein Körper es von selbst schaffen kann und ich die OP nicht brauche, sowas aber natürlich Zeit braucht. Ich sollte mich bei ihm melden, wenn die Schmerzen wieder für mehrere Tage unerträglich werden, dann könnte man über die OP doch nochmal sprechen.

Hat jemand in dem Bereich Erfahrung? Wie lange hat es bei euch gedauert, bis ihr wirklich schmerzfrei ward und wieder alles machen konntet?

Des Weiteren sagt mir der Arzt seit 4 Monaten (angefangen hat das Ganze Anfang Dezember 2019), dass ich erstmal keine Übungen, Physio oder sonstiges machen soll, da der Schmerz dafür noch zu stark ist. Ich sitze also zu Hause und mache seitdem gar nichts. Allerdings verstehe ich dann nicht, wie es besser werden kann, wenn man nur Medikamente nimmt, aber nichts physisch dagegen unternimmt.
Kennt sich da jemand aus?

Sorry für die vielen Fragen. Ich hoffe ihr könnt mir bei der einen oder anderen Frage weiterhelfen.
Danke im Voraus!

Liebe Grüße

Urico smile.gif
Pauline69
Hallo Urico,

ich kann Dir nur bezüglich des Pregabalin etwas weiterhelfen.

Ich habe es 10 Monate genommen. Zuerst auch nur 2x täglich 75mg, zum Schluss morgens 150mg und abends 250mg, sollte dann noch erhöht werden auf abends 300mg plus Amitryptillin.

Das Medikament ist für den Langzeitgebrauch gemacht. Es wirkt auch erst richtig nach 3-4 Wochen.
Die Nebenwirkungen, die Du jetzt hast, sollten also solange nicht stärker werden, solange die Dosis nicht erhöht wird. Die Dosis, die Du jetzt nimmst, ist noch gering.

Inwiefern sich ein Bandscheibenvorfall an der HWS zurückbilden kann, weiß ich nicht.
Aber, wenn Du eine kleine Verbesserung bereits hast, scheinen die Chancen gut zu stehen.
Es kommt auch darauf an, ob „nur“ der Bandscheibenvorfall das Problem ist oder ob es noch weitere, knöcherne Ursachen für Deinen Schmerzen gibt. Die können sich nämlich nicht von alleine zurückbilden.

Viele Grüße, Pauline
murmel
Hallöchen urico94 wink.gif


Bei der Reha sollte ich auch Lyrica einnehmen aber die Nebenwirkungen ,ich war ganz neben mir! Hatte die Termine verschlafen und stand neben mir. Bei den Anwendungen hatten wir eine Psychologin/Neurologin die sofort das Medikamente absetzte wegen der Nebenwirkungen sollte mich beim Stationsarzt melden das es abgesetzt wurde,
Damals der Kommentar vom Arzt sie haben doch dann keine
Schmerzen Wäre Arbeitsfähig entglassen worden. Lies dir genau den Packungszettel durch was du alles nicht mehr darfst!
Hat man bei dir schon ein MRT und eine Nervenleitgeschwindigkeit gemessen (EMG)?
Was für eine Fachrichtung hat dein behandelnder Arzt? rolleyes.gif

Na dann warte ich er’s mal auf deine Antwort!

Mit freundlichen Grüßen murmel smilie_bank.gif
urico94
Hallo Pauline und Hallo Murmel,

vielen Dank für eure Rückmeldungen.

Ich spüre auf jeden Fall eine Verbesserung, aber ich hab Angst, dass es nur den Tabletten geschuldet ist, dass ich mich besser fühle und wenn ich jetzt anfange, natürlich mit Absprache des Arztes die Dosis zu verringern langsam bis ich sie endgültig weglassen kann, dass die Schmerzen wieder zurück kommen..

Soweit ich weiß hat der Arzt ''nur'' von einem Bandscheibenvorfall gesprochen.

Ja, ich habe sogar schon zwei MRT's bekommen im Abstand von 1,5 Monate mit einer minimalen Verbesserung. Nervengleitgeschwindigkeit wurde bei mir aber nicht gemessen.

Mein Arzt ist Neurochirug.

Liebe Grüße
Urico
Carpenter
Hallo Urico,

Du hattest im Februar von einer Prt-Injektion geschrieben, hast Du nicht noch weitere erhalten? Ich hatte ich letzten Sommer insgesamt fünf Injektionen an C6/7, zu Beginn auch keine bis sehr wenig Verbesserung, eine gute Wirkung gab es ab der dritten. Ich hatte zuvor monatelang starke ausstrahlende Schmerzen in den rechten Arm.

Bei mir hält die Wirkung bis heute gut an. Ich muss nur etwas aufpassen, den Arm nicht zu stark zu belasten. Zum Beispiel habe ich in letzter Zeit viel gestrickt und genäht, das rächt sich, da habe ich jetzt seit einigen Tagen wieder eine Pause eingelegt. Bei mir habe ich die Beobachtung gemacht, dass die Angst vor dem Schmerz zu weiterer Verspannung führt umd damit den Schmerz verstärkt. Und ich walke sehr regelmäßig und mache Yoga. Das ist sehr hilfreich. Dazu Wärme und die Nutzung eines Tens/Ems-Gerätes. Bei uns kann man es sich verschreiben lassen.

Ansonsten denke ich, dass eine gute Physiotherapie gut für Dich wäre, damit Du eine Anleitung für tägliche eigene Übungen hast. Und eine Osteopathehandlung hatte ich häufiger, ich finde, sie kann Symptome durchaus mildern. Eine Reha hielte ich auch für angesagt. Ich weiß nur nicht, ob derzeit wegen des Coronavirus etwas möglich ist, aber von der Antragstellung bis zum Termin vergeht ja auch geraume Zeit.

Nur Mut und noch etwas Geduld mit Deinem Körper,

liebe Grüße von Carmen
Pauline69
Hallo urico,

Pregabalin, also Lyrica, nimmt man nicht kurzzeitig ein, sondern eher über Monate oder Jahre oder manchmal auch für immer.
Warum denkst Du bereits an eine Reduzierung des Medikaments?

Natürlich behandelt diese Art von Medikamenten nur die Symptome, die Nervenschmerzen, aber genau dafür ist es da. Es ist kein Medikament das heilt, wie beispielsweise eine Antibiotikum, sondern symptomatisch behandelt wie Schmerztabletten.
Setzt Du es jetzt ab oder reduziert die Dosis, werden wahrscheinlich die Schmerzen zurückkommen
Erst wenn Du über viele Monate komplett schmerzfrei gewesen bist, könnte man über eine vorsichtige Dosisreduktion nachdenken.

Was hat Die denn Dein Arzt dazu gesagt und geraten?

Liebe Grüße, Pauline
urico94
Hallo Carmen und Hallo Pauline,

bzgl. der PRT Spritze hatte der Arzt mir nur eine verschrieben. Warum nur eine, kann ich leider nicht sagen.

Ich versuche jeden Tag einen größeren Spaziergang zu machen und mache zu Hause ein paar Übungen zur Verbesserung
meiner Körperhaltung, da dies unter anderem eine Ursache für den Bandscheibenvorfall war.
Durch den Tag komme ich von den Schmerzen her auch meist zurecht, die größten Probleme habe ich in der Nacht.

Nach einigen Stunden werde ich wach und wälze mich Bett, da ich keine Position finde, die schmerzfrei ist.
Dann stehe ich meist auf, mach mir einen Tee und ein wärme Kissen und lese ein bisschen.
Dann gehe ich nach eine halben Stunde bis Stunde wieder ins Bett. Manchmal ist es dann gut oder ich
wiederhole diese Prozedur. Wieso sieht es bei euch aus mit dem Schlafen? Habt ihr ähnliche Probleme oder nicht?

Nach Physio wollte ich auch Ausschau halten, sobald sich die Corona Krise etwas legt und man jemanden erreichen kann.

Ich hatte bei Lyrica über eine Reduzierung nachgedacht, da ich was Medikamente angeht immer sehr skeptisch bin. Ich habe Angst,
dass es negative Langzeitauswirkungen hat, wenn man über so einen langen Zeitraum so ein starkes Medikament nimmt.
Der Arzt selber hat mir auch geraten das Medikament weiter zu nehmen. Habe jetzt noch eine Packung mit der ich fast einen Monat auskommen werden.

Wie lange hattet ihr eigentlich mit eurem Bandscheibenvorfall zu kämpfen oder kämpft ihr schon?

Liebe Grüße
Urico
Pauline69
Hallo urico,

schreib doch bitte einmal die Beurteilung Deiner MRT Untersuchung hier rein.

Es ist nicht ganz schlüssig, ohne die genaue Diagnose zu wissen.

Lyrica verschreibt man gegen Nervenschmerzen. Das ist kein Bedarfsmedikament.
Für eine kurzfristige Schmerzlinderung nimmt man z.B. Ibuprofen, Novalgin, Diclofenac oder als etwas stärkere Medikamente Tramal oder Tilidin.

Nervenschmerzen sind Schmerzen, die von der eigentlichen Quelle ausstrahlen, zum Beispiel vom Nacken über die Schulter in die Arme oder in die Hände.

Viele Grüße
Pauline

urico94
Hallo Pauline,

das Ergebnis des MRT war ein Bandscheibenvorfall im C6.

Und von den Schmerzen hatte ich genau das, was du unten beschrieben hattest.
Nackenschmerzen, die in den Arm und die Hand ausstrahlten.
Ich hatte auch dieses klassische Ameiselaufen in Daumen und Zeigefinger.

Aber das ist jetzt wesentlich besser. Habe nur noch die Nackenschmerzen und
manchmal Armschmerzen.

Aktuell habe ich die meisten Probleme mit dem Schlafen.
Ich schlafe seit vier Monaten nicht mehr durch, da ich durch die Schmerzen in der Nacht
ständig wach werde.

LG
Urico
Carpenter
Hallo Urico,

vielleicht hast Du ja Bilder vom MRT, die Du hier hochladen könntest.

Erst einmal sehr positiv ist doch, dass Deine Missempfindungen verschwunden sind und auch die Schmerzen tagsüber rückläufig.

Wenn Du nachts immer diese Probleme hast, schau doch einmal, ob nicht eine neue Matratze sinnvoll wäre und ein einsprechendes Kopfkissen. Nicht zuletzt wäre Deine Schlafposition ein Faktor.

Vielleicht kannst Du Dich in einem guten Geschäft mal bezüglich Matratze und Kissen beraten lassen. Wenn Du acht Stunden auf schlechtem Material im Bett liegst und dazu noch in nicht guter Position, kann das für eine Menge Verspannungen und Schmerzen sorgen.

Liebe Grüße von Carmen
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