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Komplette Version Thermodenervation an der BWS

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blumi
Hallo,

Ich war heute bei meinem Neurochirurg, eigentlich wegen der HWS, aber habe dann auch mal meine BWS- Problematik angesprochen mit lokalem und ausstrahlenden Schmerzen bis in den Ober- und Mittelbauch, manchmal wie ein zu enges Korsett, dass immer mehr zugezogen wird.
Das habe ich seit vielen Jahren, bisher immer in großen Abständen ( so einmal im halben Jahr) aber die Abstände werden jetzt kürzer, ich hatte das dieses Jahr schon jeden Monat einmal so extrem und dazwischen ist die BWS auch nicht mehr Schmerzfrei, aber noch aushaltbar ( wobei ich wegen der HWS zur Zeit einiges an Medikamenten nehme).
Mein Neurochirurg hat sich die Myelo-CT- Bilder angeschaut ( das hatte ich auch wegen der HWS bekommen) und meinte, von Th 7 bis Th10 seien die Bandscheiben fast aufgebraucht, was eine große Belastung für die Facettengelenke wäre und meine Beschwerden gut erklären würde ( nebenbei bezeichnete er meine Wirbelsäule als eine große gesamtbaustelle.....).
Er sieht aber gute Chancen, mir diesbezüglich mit einer Thermodenervatiom (nach vorheriger Testung mittels Infiltration) helfen zu können.
Nun habe ich ja sehr gute Erfahrungen bei ihm mit einer Denervation der LWS gemacht, da bin ich seit Januar 2020 quasi schmerzfrei, aber hier noch nie über Erfahrungen bei einer Denervation an der BWS gelesen.
Hatte jemand das schon mal, und war es erfolgreich?

LG, Elke

maeranha
Hallo Elke,
warum soll der Sinn / Nutzen / Wirkung bei der BWS anders sein als bei HWS und LWS ?
Denke das ist wie in den anderen Bereichen, bei dem einen fkt., beim anderen nicht oder nur kurzzeitig.
Mit freundlichen Grüßen
Peter
blumi
Hallo Peter,

Da hast du wahrscheinlich recht, ich habe nur bisher kaum etwas dazu für den BWS- Bereich finden können.

LG, Elke
blumi
Hallo,

was definitiv schon mal anders ist, dass die Facetteninfiltrationen, die ja als Test vorher gemacht werden, nur von wenigen Praxen gemacht werden. Aber ich hab jetzt nach einiger Suche eine gefunden, dort habe ich dann am Montag Vorgespräch.

Gestern war ich zum MRT, die Vorfälle TH7/8 und TH9/10 hätten sich nicht geändert zu 2019, meinte der Radiologe. Die Beschwerden seien daher bestimmt muskulär. Im Befund steht dann: Osteochondrose, Costotransversal- und Spondylarthrosen bei TH7 bis Th9... Witzbold, dachte ich, das ist doch genau der Bereich, der weh tut, ständig blockiert und immer häufiger auch ausstrahlt (da denkt man dann links an Herzbeschwerden, rechts wahlweise an Leber oder Gallenblase, bds. an eine Pankreatitis...).

Also passt. Gut ist ja, dass die Bandscheibenbefunde nicht schlimmer geworden sind, damit habe ich aber auch nicht gerechnet, da zwischen TH7 und Th10 so gut wie kein Bandscheibenmaterial mehr vorhanden ist, viel kann da auch nicht mehr kommen.

So werde ich sehen, was die Infiltrationen bewirken. Wenn es hilft, ist prima, wenn es kurz hilft, kann ich mir das mit der Denervation ja überlegen. Lt. meinem Neurochirurgen ist die Erfolgsquote etwas niedriger als bei der LWS und HWS.

LG, Elke
blumi
Hi,
Ich bin gerade dabei die Facetteninfiltrationen zu machen, wir haben alle drei betroffenen Etagen schon durch. Am besten half die Th9/10, deshalb würde da jetzt noch eine durchgeführt und nächste Woche ist die dritte geplant.
Jetzt ist es seit der zweiten Infiltration so, dass linksseitig das Dermatom bis in die Flanke durchgehend kribbelt und manchmal auch die Zwischenrippen Muskeln zucken, es ist nicht direkt schmerzhaft sondern eher sehr irritierend.
Kennt jemand so etwas? Und wenn, was hilft dagegen? Ich hatte ja schon eine Menge Infiltration und PRts, aber so etwas und auch so lange ( jetzt schon 8 Tage) kenne ich als Nebenwirkung nicht.

LG, Elke
blumi
Hallo,

durch einen erneuten LWS-Vorfall und einer Nervenwurzelreizung HWS durch eine etwas zu lange Schraube hat sich das mit der Thermodenervation etwas verschoben.

Gestern wurde sie dann durchgeführt, gleich in Kombination mit der LWS weil nach 2 Jahren die Wirkung der letzten dort nun doch deutlich nachgelassen hatte.

Nun kann ich also erstmal berichten:

Im Vergleich zur LWS-Denervation, die gut zu ertragen ist, war die Denervation an der BWS echt schlimm. Sie ist erstmal schwieriger zu setzten, d.h. die Nadeln mussten mehrfach korrigiert werden, bis sie korrekt saßen, auch weil man natürlich vorsichtiger sein muss da direkt darunter die Lunge ist und man ja keinen Pneumothorax auslösen will. Dann waren die Schmerzen während der Denervation viel stärker, trotz eingespritzten Betäubungsmittel. Links konnte ich gerade noch so mit Mühe und Not und einer Pause die 90 Sekunden durchhalten, rechts war nach 10 Sekunden vorbei, das ging einfach nicht mehr. Ich hab die Hitze dann mit niedrigererer Temperatur gepulst über 6 Minuten bekommen, das ließ sich dann ganz gut aushalten. Mein Neurochirurg meinte allerdings, dass auch die Wirkungswahrscheinlichkeit mit der Methode etwas geringer sei, wir werden sehen wie das bei mir ausgeht (manche Operateure machen das nur gepulst). Immerhin hat er die schlimmere Seite wie geplant durchführen können, auch wenn ich mich dabei innerlich gegrillt fühlte.

Die Nacht konnte ich nicht Schlafen, war wohl doch ein wenig viel mit 6 Etagen beidseits, aber wenn es so ist wie beim letzten Mal lässt der Schmerz nach und ist nach ca. 2 Tagen weg. Das will ich hoffen denn dafür habe ich das machen lassen. Ich werde mal berichten.

Erstes Fazit von mir: die LWS würde ich jederzeit wieder mit lokaler Betäubung durchführen lassen, für die BWS bräuchte ich wohl, falls es nochmals nötig wird, eine kurze Narkose.

LG, Elke
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