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Bandscheiben-Forum > Rehabilitation
Vordi
Hallo,
kennt sich einer damit aus:
im August hat mich ein Krankenhaus auf eine Warteliste für die multimodale Schmerztherapie gesetzt. Dazwischen habe ich eine PRT Infiltration gemacht. Diese sprang an und hat die Schmerzen im unteren Rücken so gut wie weg gemacht. Der Neurochireug ist jedoch überhaupt nicht auf meine anderen Beschwerden eingegangen. Ich habe im Wechsel Übelkeit, Atemnot, Brustschmerzen, kann nicht lange Laufen, allgemeine Schwäche.
Heute rief mich die Krankengeldstelle meiner Krankenkasse an. Sie schlug eine Reha vor.
Da ich keinen Unterschied zwischen mulitmodaler Schmerztherapie (was ist das?) und Reha sehe stimmte ich zu. Die Krankenkasse wollte durch den MDK die Sachlage auf Aktenbasis prüfen.

Frage an Euch: ist das ein guter Vorschlag?
Geht es Euch auch so dass ihr so viele Randbeschwerden habt, oder habt Ihr ausschließlich Schmerzen im LWS Bereich?

Über Antworten würde ich mich sehr freuen!

Markus
Juergen73
Hallo Markus,

kennt dich der Mitarbeiter der Krankenkasse persönlich?
Kennt dieser deinen aktuellen Gesundheitsstatus?

Wenn nein dann lass dich von deinem behandelnden Arzt beraten ob eine Reha im Moment Sinn.
Wenn ich mir deine anderen Beiträge so durchlese würde ich an deiner Stelle z.Z keine Reha machen.

Dort wirst du dich entweder überfordern oder nur rumsitzen. Und mit viel Pech mit größeren Problemen aus der Reha entlassen.
Da wärst du leider nicht der erste.
blumi
Hallo Markus,

Eine Reha und eine multimediale Schmerztherapie haben zwei gänzlich andere Ansätze.

In der multimedialen Schmerztherapie wird ( idealerweise) gründlich untersucht und auch ggf. Diagnostik durchgeführt, um Klarheit über die Schmerzursache zu bekommen. Dann wird von verschiedenen Professionalitäten aus mit Dir gearbeitet ( multimodal): klassische medikamentöse oder lokale Schmerztherapie, alternativmedizinische Ansätze, Physiotherapie, Ergotherapie, Psychotherapie, Sporttherapie u.s.w., es geht dabei sowohl um einen diagnostischen als auch um einen umfassenden therapeutischen Ansatz.

Bei einer Reha ist Diagnostik nur in Ausnahmefällen angebracht. Die ärztliche Betreuung ist logischerweise auch viel geringer. In der Regel geht es hier darum, die Betroffenen für Alltag und Beruf wieder fit zu machen.

Häufig lässt sich das auch kombinieren, so dass man z.B. Eine Schmerztherapie durchführt und von da aus in eine Anschlussreha weitergeleitet wird.

LG Elke
paul42
Hallo Markus,

Elke hat das gut beschrieben, was für dich körperlich den Unterschied macht.
Die individuelle Therapie bringt dir sicherlich mehr,

Ich halte eine Reha in deiner jetzigen Verfassung auch viel zu riskant, so wie Jürgen das bereits angemerkt hat.

Den wesentlichen Uterschied macht der Leistunsträger einer bewilligten Maßnahme.

Für die stationäre Schmerztheraphie muss die KK ran und eine Reha läuft sicherlich über die Rentenversicherung.

Die RV bekommt dann auch den Rehabericht und der Bericht kann durchaus berufliche Konsequenzen hervorrufen, wenn man dich dort nicht als vollzeit arbeitsfähig in der bisherigen Arbeit einschätzt.

Der Anspruch auf die Reha rennt dir ja grundsätzlich nicht weg, aber zunächst müsstest dich erstmal ein bissle erholen

Meiner Meinung nach gewinnst du einfach mehr Zeit und Erfahrung, wenn du dich für die stationäre Therapie entscheidest, weil es individuell auf deine Bedürfnisse angepasst wird.

Viele Grüße
paul42
Cortazar
Hallo Markus,
Ich habe im Juli eine schmerztherapie gemacht und im Anschluss eine Reha.
Die reha war bei meinen Beschwerden leider eher kontraproduktiv. Ich wurde mit mehr Beschwerden entlassen, da ich einfach noch nicht so weit war.
Die schmerztherapie war deutlich individueller, schonender und eben auch mit dem medizinischen/ärztlichen Ansatz.

Also je nachdem.
Gruß Christian
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