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Komplette Version seit 5 Monaten bekomme ich Schmerz nicht in Griff

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Joe68
Hallo zusammen,

Ich hatte am 6 Juli, drei Tage nach schweren Pflasterarbeiten, einen plötzlichen Einschuss im lws/isg Bereich und konnte mich ca. 1 Woche lang vor Schmerzen kaum bewegen oder auf Toilette gehen usw..
Dann kamen mit der Zeit so ziehende rechts seitige Nerven Schmerzen durch den Po an Hüfte bis zur Kniebeuge hinzu. Im Po hab ich oft das Gefühl als is da was mega verkrampft, als wären meine Muskeln aus Drahtseil. Der Schmerz wandert aber ständig, lws-isg-Po-Hüfte-Oberschenkel-Kniebeuge. Sehr oft einstechender Schmerz in Po und Bein beim aufstehen vom sitzen.
Wenn ich in Bewegung bin oder leicht Muskelaufbau Training mache ist es kurzweilig besser, aber am nächsten Morgen in der Früh ist der Schmerz und das verspannte immer wieder da, da kann ich dann kaum meine Socken oder Schuhe anziehen. Vor allem löse ich mit dem nach vorne beugen und Fuss hoch heben dann Socken anziehen, den Schmerz im Ischiasnerv aus. Niesen, Husten, pressen bereitetauch Schmerzen.
Nachts beim schlafen habe ich meist keine Schmerzen.

Habe schon 10 Prt Spritzen per Hand bekommen, ohne Besserung. Akupunktur auch schon und jetzt läuft die 3te Physio. Mein Orthopäde meint er könne nix mehr für mich tun und empfiehlt mir ein Gespräch zur OP. Mein Neurochirurg meint, is alles muskulär und ich solle abwarten.

Jetzt war ich im November 10 Tage stationär in Schmerztherapie, dort bekam ich 15 Spritzen ohne Bildkontrolle und 3 mal incl. Cortison mit Bildwandler.

In der Klinik war es mal 1 bis 2 Tage besser aber jetzt, 8 Tage nach Entlassung, gehts mir schlechter als vor der Klinik Ich kann jetzt nur noch liegen oder kurz aufstehen, wobei es beim gehen stechende Schmerzen sind. Sitzen geht nur noch für 5 Minuten.
Ich habe jetzt ein upright mrt machen lassen und stell das hier rein.
Ich würde gerne wissen wie lange so ein BSV mit konservativer Weise dauern kann, denn meine Kraft geht langsam dem Ende zu.

maeranha
Hallo
X mal ohne Bildkontrolle ?
Warst Du in einer Frittenbude ?
Mit freundlichen Grüßen
Peter
Joe68
Hallo,

Ich war hier:
https://www.asklepios.com/presse/presse-mit...7-31baebfb4962~

Es gab jeden Tag in der 1x Früh und 1x nach Mittag eine Spritze jeden 3 Tag 1 x Bildgeführt (nur bei den bildgeführten gab es Cortison dazu)
maeranha
Hallo,
nicht Röntgen oder CT gesteuerte Spritzen sind meiner Meinung nach nicht so hilfreich, zu mal es ja nicht fkt.
Mit freundlichen Grüßen
Peter
blumi
Hallo Joe,

bekommst du denn auch Medikamente, oder musst du das alles so durchziehen? Hast du eine manuelle Therapie, die deine Schonhaltung verbessern kann?

Wenn ich es richtig verstehe, sind es im Moment vor allem die Rückenschmerzen und nicht die Beinschmerzen, die dich so einschränken. Sind die Facettengelenke denn auch mal gespritzt worden (unter Bildwandler und mit Cortison)?

Denn es kann auch sein, dass zwar primär der Bandscheibenvorfall die Probleme bereitet hat, mittlerweile aber auch die Facettengelenke (durch die Überlastung bei fehlendem Bandscheibenmaterial) dir sehr viel beschwerden verursachen.

Hast du ambulant eine Schmerztherapie? Es ist wichtig, dass du die Schmerzen zügig in den Griff bekommst, weil sich sonst die Spirale aus Schmerzen -> Fehlhaltung -> mehr Schmerzen - > mehr Fehlhaltung immer weiter aufschaukeln.

Was hat denn der Neurochirurg alternativ vorgeschlagen?

LG, Elke

Pauline69
Hallo Joe,

ich würde mal sagen, bei deiner Behandlung ist alles schief gelaufen, was nur so schief laufen kann!

PRT ohne CT?
Wie Peter schon sagt, macht so gut wie keinen Sinn!
Die PRT soll so nah wie möglich an die Nervenwurzel gebracht werden, das wiederum geht aber nur unter CT.
Cortison sollte schon immer dabei sein, damit der angeschwollenene (entzündete) Nerv abschwellen kann.

Dein MRT Befund ist schon nicht ohne!
Diverse Beteiligungen, bzw. Bedrängungen der Nervenwurzeln.
Jede einzelne davon kann Schmerzen auslösen.
Längst hätte Dich Dein Orthopäde zumindest mal bei einem Neurochirurgen vorstellen sollen/müssen!
Keiner kann die MRT Bilder so gut beurteilen wie dieser.

Da kann man nichts machen, ist die blödeste Aussage überhaupt.
Bitte Deinen Orthopäden oder Deinen Hausarzt um eine Überweisung zu einem Neurochirurgen.
Am besten suchst Du Dir ein Wirbelsäulenzentrum einer Klinik oder direkt eine neurochirurgische Ambulanz einer größeren Klinik! Nicht niedergelassen!

Wünsche Dir gute Besserung und viele Grüße
Pauline

Joe68
Hallo Pauline,

Also Schmerzmittel hab ich ibu, erocoxib, tillidin, ortoton, aber ich gehe im moment sparsam damit um weil meine leber und nierewerte etwas erhöht sind.
Physio hab ich natürlich auch begleitend, aber da kommt auch nix raus dabei
Ich war bereits 10 Tage in einem orthopädischen Wirbelsäulenzentrum, da hatte ich bei einer Facetten Filtration auch für 4 Std. absolut kein Schmerz und hatte Bewegungsfreiheit (durchgeführt vom Professor ) 2 Tage später nochmal Facette infiltriert von einem 28 jährigem Frischling Dr. Und da merkte ich bei der Einspritzung nicht mal den Druckschmerz, da war keine Minute Schmerzfreiheit. Diese waren aber schon mit Bildwandler!
Ich habe jetzt am Montag bei einem anderen Neurochirurg in München einen Termin und hoffe der kann mir mit gezielten Infiltrationen helfen, denn ich möchte noch keine OP.

Mein Orthopäde hat mir schon die Kontaktdaten eines Neurochirurgen in die Hand gedrückt, der aber nur operieren würde. Ü
DietmarS
Hallo Joe,

ich kann deine Beschwerden gut nachvollziehen, auch wenn meine Schmerzen nicht so schlimm sind wie deine. Ich weiß auch nicht, ob bei mir die Bandscheibe, das ISG, die verspannte Muskulatur oder der Gesäßmuskel (Piriformis), der auf den Ischiasnerv drückt, die Ursache ist. Wahrscheinlich fängt es mit der Bandscheibe an, bei dir ist der BSV ja auch eindeutig diagnostiziert worden. Mit den heftigen Schmerzen kommen die Verspannungen, und dann kommt eines zum anderen. Deshalb versucht man mit den Spritzen und Schmerzmitteln diesen Teufelskreis aufzulösen. Bei mir haben die Spritzen und üblichen, leichten Schmerzmittel (Ibuprofen, Diclofenac) aber auch nicht geholfen. Letztlich wird dann einfach nur abgewartet, wenn es keine gravierenden Lähmungserscheinungen gibt. Und das ist eine schlimme Zeit für den Patienten, sowohl körperlich als auch mental. Eine OP kann, muss aber nicht helfen, und es gibt viele Risiken. Oft ist die erste OP nur der Anfang einer langen Leidensgeschichte, dann folgt die nächste, und dann noch eine, und am Ende wird alles nur noch schlimmer. Ich denke viele hier im Forum haben das so erlebt. Ich denke du solltest dir mehrere Meinungen einholen und dann schauen, welche Optionen du hast. Am Ende musst du selbst entscheiden.

Schau mal hier, ich fand das ganz interessant:
https://youtu.be/lniysS5Y-zU

VG, Dietmar
Joe68
Hallo Dietmar,

Bei meinem ersten MRT im Liegen sah man auch nur eine Bandscheibenverwölbung und vor 2 Tagen war ich im upright MRT (Belastung der WS im Sitzen), da hat sich dann der BSV in seinem vollen Ausmaß gezeigt.

ob deine Schmerzen von meinen zu unterscheiden sind, das ist schwer auszumachen. Ich hoffe nur das wir in absehbarer Zeit mit einem lachenden und weinenden Auge auf diese schmerzhafte Zeit zurückblicken können und den Alltag wieder schmerzfrei leben.

Isg und piriformis waren bei mir auch schon in Verdacht.
blumi
Hi Joe,

wenn du nach der Infiltration vom Fachmann und unter Bildwandler 4 Stunden keine Schmerzen hattest, ist das Aussage genug! An dem Punkt hätte man eigentlich aufhören und die Therapie auf die Facettengelenke umstellen müssen.

Meine Empfehlung:
1) versuche dir von einem versierten Neurochirurgen eine Facettendenervierung durchführen zu lassen. Wenn du von deinen Schmerzen berichtest, vergiss genau diese 4 Stunden Schmerzfreiheit nicht. Du kannst mit einer guten Denervierung, die sitzt, längerfristig, d.h. 6 Monate bis 2 Jahre, genau diese Schmerzfreiheit erreichen, die du in den 4 Stunden hattest.

2) Bei erhöhten Leber- und Nierenwerten setze bitte das Orthoton sofort ab! Das ist der erste Verdächtige auf meiner Liste dafür. Der zweite ist Ibuprofen, das kann das auch hervorrufen, das muss auch weg. Das ist wichtig, weil Leber- und Nierenschäden können in der Anfangsphase noch gut zurückgehen, wenn die Schäden erst einmal ausgeprägt sind hast du sie dein Leben lang, schlimmstenfalls mit allen Konsequenzen (dauerhafte Medikamenteneinnahme, Dialyse etc.).

Es ist gleichzeitig nicht sinnvoll, sparsam mit Schmerzmitteln umzugehen, weil das die Schmerzen nur verstärkt.

Also: wenn du kein Problem mit dem Herz hast ist Etoricoxib kein Problem. Es geht nicht so auf Leber und Nieren. Das könntest du also regelmäßig nehmen.

Das gleiche gillt für Tilidin. Opioide sind generell, was Leber und Nieren angeht, verträglicher als NSAR. Es gibt das Abhängigkeitsrisiko, klar, aber bei einer zeitlich begrenzten ausreichenden Einnahme relativ zu bewerten.

Es gibt eine Reihe zentraler Muskelrelaxantien (z.b. Tizanidin, Pridinol etc.) die nicht so starke Nebenwirkung bezüglich Leber und Niere haben. Darauf könntest du umstellen.

3) Sobald du Schmerzfreiheit erreicht hast, beginne mit gezieltem Training der Tiefenmuskulatur! Im Bericht vom upright-MRT wird dort eine fettige Degeneration beschrieben, also ein deutlicher Muskelabbau. Wenn deine Tiefenmuskulatur dort nichts mehr stützt, läuft die gesamte Wirbelsäulenbelastung nur über die sowieso schon beschädigte Wirbelsäule mitsamt ihrer überlasteten Gelenke. Dafür gibt es einfache Mittel: Stehen auf einem Balancepad oder - Kissen, z.B. beim Zähneputzen, Einbeinstand, Spaziergänge über unebenen Waldboden, also alles, was ständige kleine Ausgleichsbewegungen erfordert, denn das macht die Tiefenmuskulatur und es stärkt sie.

Meiner Einschätzung nach bist du bei fehlenden Paresen, also Muskelschwächen oder Lähmungen, weit von einer Operation entfernt. Was andere Maßnahmen angeht bist du bisther nicht gut beraten. Suche dir einen guten Schmerztherapeut und einen guten Neurochirurgen.

LG, Elke

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Angepasst von Shaun Harrison
Übersetzt und modifiziert von Fantome et David, Lafter