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Komplette Version BSV C6/C7 mit Wurzelkompression C8 - groß!

Bandscheiben-Forum > HWS-Forum
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creeebexo
Hallo zusammen,

Ich bin der neue smile.gif Männlich, sportlich, 34 Jahre alt und ne saumäßig steile HWS. Darüber hinaus Hypermobil.

aus dem Niemandsland der Fragezeichen heute meine bis dato noch sehr kurze Leidensgeschichte mit der Hoffnung, ein wenig Orientierung von langjährig Betroffenen zu bekommen. Noch vor Ostern diesen Jahres, genau kann ich's nicht mehr sagen, hat meine linke Schulter angefangen fies zu ziehen. Als wenn die Muskulatur massiv verspannt wäre, aber kein dehnen, keine Wärme, kein massieren hat irgendwie geholfen. Der "Schmerz" oder besser das Ziehen war aber immer nur in Bewegung oder nach dem Schlafen. Am Schlimmsten grundsätzlich Morgens nach dem Aufstehen, nach dem Durchbewegen ging es eigentlich immer ganz gut. Als ich dann Mitte Mai von diesem Ziehen im Übergang zum Schmerz nachts wach wurde, ging ich zum Sportarzt, der mich dann durcheckte, zum MRT schickte und mich dann mit den Bildern unten weiterschickte zum Orthopäden.

Die Diagnose ist für mich anhand der Bilder nachvollziehbar: Paramedian/rezessal linksbetonter Massenprolaps im Segment C6/C7 mit Kompression der linken C8-Wurzel nach dorsal, Pelottierung des Myelons, Keine Myelopathie.

So weit so doof. Bevor ich zur Therapiegeschichte komme, sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass ich definitiv komplett schmerzfreie Positionen einnehmen kann. Kein Schmerz, kein Ziehen. Neige ich den Kopf nach rechts, fängt es in der Schulter an zu ziehen, selbiges beim nach vorne neigen und nach hinten - je weiter ich da gehe, desto mehr wird aus ziehen Schmerz. Kopfrotation und seltsamerweise die Neigung nach links stellen kein Problem dar. Das Problem das ich aber habe, ist der durchaus schmerzhafte Wechsel zwischen Stehen/Sitzen und Liegen und das nächtliche Erwachen. Dagegen nehme ich nur vor dem Einschlafen eine IBU 600 und schlafe zumindest 5 Stunden. Zudem habe ich einen massiv druckschmerzhaften Muskelpunkt links der Wirbelsäule, wo der C8 austritt. Drück ich da drauf und warte 5 Sekunden, fängt der Ameisenkrieg im kleinen Finger an. Den hat auch noch kein Therapeut gewagt zu bearbeiten. Was ich definitiv (noch) nicht habe (Neurologe hats aber noch nicht bewertet): Ausfälle, Taubheit, Muskelschwäche.

Arztbesuche:

1. Orthopäde: Ibuprofen und Manuelle Therapie, kein Interesse an genauer Befundung und Therapieplan, direkt abgesägt und weiter zum....
2. Orthopäde: selbes Spiel, mit dem Kommentar, das brauche halt Geduld, ohne aber das Therapieziel zu formulieren.
3. Orthopäde schließlich setzte mir eine Cortisonspritze zunächst in offensichtlich verkrampfte Muskulatur (hat etwas geholfen) und bewertete auch den Vorfall als "riesig, aber prall und noch flüssig" sodass eine 60:40 Chance auf Spontanheilung bestünde. Außerdem bat er mich, bei einem Neurologen alles abklären zu lassen und verschrieb aufgrund meiner Einnahmedauer Novalgin statt Ibuprofen und verordnete Wärme, TENS und Geduld. Guter Arzt, da werd ich erstmal bleiben.

Die Manuelle Therapie tut mir partiell gut, ich reagiere schnell mit erneuter Verspannung in Nacken und Schulter sowie einer Art Muskelkater. Das führt dann wieder dazu, dass ich häufig auch unbewusst, Dehnübungen mache und mich versuche zu bewegen. Bis dato 5 Doppeltermine, ohne wirklich erkennbare Verbesserung.

Meine Frage und der eigentliche Diskussionspunkt ist: wo liegt eigentlich mein Ziel? Ich habe keine durchgehenden Schmerzen, bzw. der Übergang von "blockierendem Ziehen" zu "Schmerz" ist ja sehr subjektiv. Der Vorfall fällt in meinem aktuellen Alltag deutlich auf, ist aber beherrschbar. Nur, was kann ich bei diesen Bildern erreichen und erwarten? Immerhin scheint der Vorfall jetzt bereits drei Monate zu bestehen -mindestens.

Und das andere Thema: wie kann man bei meinen Symptomen von Massenvorfall sprechen? Ich meine, klar der ist nicht klein, aber ist er so groß, dass man das Dramatisieren muss? Wie kann es überhaupt sein, dass ich bei einem so großen Vorfall nur so geringe Symptome habe? Bisher konnte das keiner beantworten. Zudem kann mir keiner sagen, warum der BSV links liegt, ich aber mit der Kopfneigung nach rechts Probleme habe. Fragen über Fragen....

Aber zumindest: keiner der Orthopäden hat direkt zur OP geraten - es gibt Sie also doch, die geradeaus denkenden.

Viele Grüße

Creeebexo
creeebexo
Querschnitt
blumi
Hallo und Willkommen!

Was man auf den Bildern sieht sind zwei Dinge: erstens hast du noch Platz um dein Rückenmark herum, was gut ist, sonst hättest du deutlich mehr Probleme.
Zweitens, dass der Vorfall zwar ganz ordentlich aiuf der Nervenwurzel liegt, diese aber noch nicht ganz abdrückt.

Da der Vorfall noch sehr mit dem Bandscheibenmaterial zusammenhängt kann ich mir sehr gut vorstellen, dass er sich bei der Rechtsneigung ein wenig mehr zur Seite verschiebt - und da ist der Raum für die nervenwurzel sowieso schmaler. Dadurch , dass du Hypermobil bist, werden sich die Wirbelkörper mehr als üblich verschieben können - und dadurch wird das ganze noch enger. Hypermobilität und Vorfälle sind immer blöd - weil viel schwerer zu Therapieren als bei Hypomobilen Menschen.

Was du auf jeden Fall lassen solltest, ist dehnen - das tut zwar für den Moment gut, ist aber längerfristig eine Kathastrophe, da du dadurch in dem ehedem schon instabileren Bereich noch mehr von der sowieso schon geringen Stabilität verlierst.

Eine Vorstellung beim Neurologen ist definitiv eine gute Idee, so kannst du das Ausmaß der Nervenwurzelkompression ganz gut objektivieren.

Dass die Muskeln sich verhärten ist logisch - dein Körper versucht, so viel zu stabilisieren wie geht. Du musst, wenn deine Muskeln gelockert werden durch den Therapeuten immer auch an Stabilisierung arbeiten - täglich.

Dafür eigenen sich gut isometrische Übungen für die HWS und alles, was Stabilität fördert - Übungen auf Therapielkreisel oder Wackelkissen sind dafür gut geeignet, Zähneputzen im Einbeinstand, gehen über unebenen Untergrund (Wald, Garten).
Kennt sich dein Therapeut mit Hypermobilität aus? Das ist ganz wichtig, denn du reagierst dadurch viel stärker schon auf kleine Manipulationen.

Es kann bis zu einem Jahr dauern, bis so ein Vorfall vom Körper abgebaut ist. Solange du keine motorischen Ausfälle hast oder Ausfälle, die auf eine Kompression des Rückenmarks hindeuten, kannst du konservativ weiter arbeiten - ob es funktioniert, kann dir keiner prognostizieren, aber es ist auf jeden Fall einen Versuch wert.

Gegebenennfalls kannst du mittels PRTs versuchen, den Nerven, der durch den Vorfall gereizt ist und zusätzlich anschwillt, zum Anschwellen zu bringen, und dir dadurch Linderung verschaffen. Sprich mal deinen Orthopäden darauf an - das wird, wenn von einem Schmerztherapeuten verordnet, in der Regel in einer Radiologie unter CT-Kontrolle durchgeführt.

Bei HWS-Problemen ist es auch immer gut mal einen Neurochirurgen aufzusuchen - die sind, was HWS angeht, häufig noch versierter als Orthopäden (es sei denn es ist ein spezialiierter Wirbelsäulenorthopäde, die können das genauso).

Du braucht in jedem Fall viel Geduld und tägliche Übungen. Da ich selbst Hypermobil bin, weiß ich, wie schwierig das ist.

Gutes Gelingen und liebe Grüße,

Elke

creeebexo
Danke für die tolle und ausführliche Antwort. Vielleicht kannst du mir als selbst ähnlich betroffene noch die Frage beantworten, ob die beiden typischen McKenzie Übungen (kinn zur Brust und Kopf nach hinten führen, Kopf in den Nacken legen) in meinem Fall bei der Größe des BSV und der Hypermobilität kontraindiziert sind? Ich habe zwar das Gefühl, dass mir die Übungen einigermaßen gut tun, allerdings will ich mir ja auch keinen Sequester einhandeln. Arzt und Physio sind beide der Meinung, dass ich tun kann was mir gut tut. Ich bin da etwas vorsichtiger...

Viele Grüße
blumi
Hallo,

Erstere Übung fand ich ganz gut, mit Kopf in den Nacken legen wäre ich an deiner Stelle sehr zurückhaltend. Was ich ganz gut finde ist eine isometrische Übung die du sowohl in Seitenlage als auch im Sitzen durchführen kannst - sie erfordert etwas Übung bis du den Effekt bemerkst ist dann aber gut durchführbar: stell dir vor, du ziehst deine Halswirbelsäule zum Kehlkopf. Du merkst dann, wie sich eine Spannung aufbaut, die hälst du ca. 10 Sekunden, das Ganze kannst du 8 - 10 mal wiederholen.
Um die Schultermuskulatur zu entspannen hilft folgende Übung: im stehen oder Sitzen bewegst du die untere Spitze des Schulterblatts Richtung Beckenkamm und hälst das auch 10 Sekunden, dabei keinen Druck der oberen Schultermuskulatur sondern Zug von unten. Das hilft auch gut gegen Schonhaltungen, die du automatisch einnimmst.
Vorsichtig wäre ich bei Muskelrelaxantien - die werden gerne verschrieben und tun auch erst mal gut, aber da du die wenige muskuläre Stabilität brauchst, kann das alles noch verschlimmern.
Wenn es gar nicht ohne geht, würde ich für die Zeit eine Cervikalorthese ( also Halskrause) benutzen, damit sich nicht noch mehr verschiebt.
In der Reha meinte eine Oberärztin zu mir“ für sie ist wichtig zu stabilisieren und zu stabilisieren und.... zu stabilisieren....“ klingt nervig, hilft aber sonst nichts.

LG, Elke
creeebexo
Ich muss sagen, dass ich so weit nicht bin, dass ich ne Halskrause bräuchte, denke ich. Meine größten Probleme sind die letzten Abendstunden in denen ich einfach spüre, dass die Bandscheiben flacher werden. Zudem sind es die frühen Morgenstunden, weil die Schulter einsteift. Über den Tag hab ich teilweise gar keine Probleme, ich habe auch keine Schmerzen, die ich mit Schmerzmitteln bekämpfen müsste, lediglich vor dem Schlafen nehme ich eine IBU, was die Beschwerden quasi komplett ausschaltet, das ist aber ja kein Dauerzustand. Ich wüsste nur einfach gern, wie meine Chancen auf völlige Beschwerdefreiheit stehen - weil es so wie es aktuell ist, jedenfalls nichts für immer sein kann. Ich kann auch leider einfach nicht sagen, wie lange der Bandscheibenvorfall schon vorliegt. Ich kann nur einen ungefähren Zeitraum mit Ostern angeben, an dem die Schulter angefangen hat zu schmerzen. Fortschritte sind, wenn vorhanden, so klein, dass ich sie nicht wirklich greifen kann.

Per se kann ich bereits wieder Sport machen. Gestern war ich eine Stunde Rad fahren, der Wackelstab und die Wackelplatte sind meine besten Freunde. Aber ich würde gern wieder Mountainbiken, Skifahren, Surfen - das ist aktuell nicht wirklich vorstellbar. Ich arbeite also viel an der Stabilität.

Und weil ich halt jemand bin, der ganz schlecht die Füße stillhalten kann, frag ich ständig meine Physios und Ärzte was ich tun kann - die antworten aber nicht mit abgestimmten Trainingsplänen sondern mit Entschleunigung und Sprüchen wie "du bist dein eigener bester Therapeut". Ich würde aber halt gern aktiv etwas verbessern und tun.

Die Psyche sagt einem halt auch ständig: ja, dieses starke Ziehen wenn du den Kopf nach rechts neigst, das kommt von diesem riesigen Oschi in deinem Nacken. Wenn mir beim abstützen auf dem Tisch mal wieder zwei Finger einschlafen dasselbe....ich würde einfach gern wissen, wie lange es dauert und ob es besser werden wird. Ich weiß einfach nicht, ob Beschwerdefreiheit ein realistisches Ziel ist bei diesem Befund.
creeebexo
Hallo zusammen,

ich bin etwas ratlos. Mein Bandscheibenvorfall ist in der Höhe von 7 auf 10 mm angewachsen, der Rest ist gleich geblieben. Mein letztes MRT war am 13.05. und das MRT heute ist entsprechend 3 Monate her. Die Beschwerden gingen Anfang April los. Insgesamt also 4 Monate mit MT und täglich abends einer 400er Ibuprofen (Novalgin wirkt nicht, weils keine Nervenschmerzen sind). Stärkere Symptome habe ich eigentlich nicht. Die Rückenmarkseindellung macht mir aber Angst und ich weiß nicht so recht einzuordnen, was es heißt, seit 3 Monaten eher eine Verschlechterung als eine Schrumpfung des Vorfalls zu erleben. Darf ich trotzdem weiterhin hoffen? Ist Beschwerdefreiheit bei einem solchen Bandscheibenvorfall noch möglich?
Pauline69
Hallo creeebexo,

was meinst Du mit, mein Bandscheibenvorfall ist in der Höhe von 7 auf 10 mm gewachsen?

Du schreibst nichts von einer Spinalkanalstenose. Ist sie damit gemeint? Hat sie sich von 10 auf 7 mm weiter verengt?

Die Pelottierung ansich muss Dir erst einmal keine Sorgen machen. Solange keine hochgradige oder absolute Spinalkanalstenose vorliegt und Du keine motorischen Ausfälle hast, kann nicht viel passieren.

Ob sich so ein großer Vorfall in der HWS von alleine zurückbildet, mag möglich sein, ist meiner Erfahrung nach, aber nicht sehr häufig.

Deine Beschwerden sind nicht allzu stark und Du hast keine motorischen Ausfälle, was erst einmal nicht für eine Operation spricht.
Beides wird in der Regel durch hochgradige Neuroforamenstenosen oder Recessusstenosen ausgelöst.
Du schreibst ganz oben nur etwas von Kompression der C8 Wurzel.
Wird sie näher beschrieben?

Also, solange Du nur ein wenig Schmerzen hast, die Du mit Ibuprofen gut unter Kontrolle bekommst und keine weiteren Ausfälle hinzukommen, kannst Du alles ein wenig entspannt angehen.

Sollte sich da grundlegend etwas ändern, starke Schmerzen, Kraftverlust hinzukommen, solltest Du auf jeden Fall aufmerksam werden und einen Neurochirurgen und Neurologen aufsuchen.

Viele Grüße
Pauline

creeebexo
Hi Pauline,


Beurteilung:Im Verlauf zu 05/22 leicht progrediente vorbestehende voluminöse Bandscheibenextrusion im Segment HWK 6/7 linksparamedian mit gering progredienter kraniokaudaler Ausdehnung auf 10 mm, unveränderte höhergradige Myelonkompression des linksseitigen Myelons sowie Kompression der C8 Wurzel links dorsal. Die C7 Wurzel links verläuft oberhalb der Bandscheibenextrusion. Weiterhin kein Nachweis eines Myelonödems.

Als Spinalkanalstenose hat das bisher niemand bezeichnet, auch eine Messung der Spinalkanalweite hat bisher niemand durchgeführt und ich selbst weiß nicht, von wo nach wo man das misst. Ich habe nur absolut minimale Empfindungsstörungen im Arm bei wenigen Bewegungen. Die Bilder oben entsprechen also noch ziemlich genau dem jetzigen Zustand.

Was mir ein wenig fehlt ist die Perspektive. Du sagst ja, ich kann entspannt bleiben, für mich fühlt es sich eher an wie warten auf den Moment der Verschlechterung. Zudem erklärt mir einfach niemand, welche Bewegungen ich vermeiden sollte, wenn ich lernen muss, damit zu leben. Auch welche Sportarten ich nicht mehr machen darf, wird mir nicht gesagt. Ich habe früher gern gehandwerkert, war Mountainbiker, Rennradler und Windsurfer - alles Themen von denen ich nicht weiß, ob ich die Finger davon lassen sollte oder ob ich das machen kann.

Wenn du sagst "zurückbilden" meinst du dann damit die Schrumpfung des Vorfalls? Wenn ich es richtig verstanden habe, sollte der flüssige Anteil des vorgefallenen Kerns doch irgendwann resorbiert werden und der Vorfall dann kleiner werden? Stattdessen ist er in den letzten 4 Monaten größer geworden.

Ich versuche mich irgendwie in diesem neuen Leben zurechtzufinden, es gelingt mir aber nicht gut - täglich Ibuprofen nehmen kann ja auch keine Lösung sein. Im jetzigen Zustand kann es jedenfalls aus meiner Sicht nicht für immer bleiben.

Kann eine PRT denn dazu beitragen, den Bandscheibenvorfall selbst zu schrumpfen?
Pauline69
Hallo creeebexo,

Du hast einen wirklich großen Bandscheibenvorfall, das ist keine Frage!

Mit entspannt meine ich nur, Du brauchst zur Zeit keine Angst zu haben. Deine Nerven scheinen noch nicht beeindruckt zu sein, von dem Vorfall!

Wie ich schon schrieb, würde ich persönlich etwas bezweifeln, dass der Vorfall sich zurückbildet und verkleinert.
Habe das in der Regel, Ausnahmen bestätigen die Regel, eher an der LWS mitbekommen, dass das funktioniert.

Eine PRT Serie zu versuchen ist auf alle Fälle eine Möglichkeit!

Meine persönliche Erfahrung ist, meine Bandscheibenvorfälle an der HWS haben sich, trotz allem in 5 Monaten der konservativen Behandlung, nicht verkleinert.
Der Größere wurde noch größer!
Auch ich hatte eine deutliche Pelottierung des Myelons.
Aber zu dem Zeitpunkt noch keine deutlichen Kraftverlust, nur dezente Auffälligkeiten in den neurologischen Messungen und mäßige Schmerzen.
Ich hatte allerdings auch eine absolute Spinalkanalstenose und hochgradige Neuroforamenstenosen.

Eine OP sollte folgen, welche ich in erster Instanz absagte. Ich empfand das als zu vorschnell, hatte ich doch keine starken Ausfälle und keine starken Schmerzen.
Ein paar Tage später übereilten mich am frühen Morgen unerträgliche Schmerzen, ich konnte meine Arm nicht mehr anheben. Gar nicht mehr. Eine Schmerzinfusion beim Orthopäden brachte keinerlei Verbesserung, sodass ich in die Notaufnahme geschickt wurde.
Dort ließ man mich 4 Stunden warten, man wusste ja, warum ich da bin, denn ich hatte die OP ja abgesagt, und schickte mich nach kurzem Arztgespäch und einem Haufen starker Schmerzmittel nach Hause.
Gefragt wurde ich nur, sind Sie JETZT mit einer OP einverstanden???

Eine Woche später wurde ich operiert.

Natürlich ist das eine Art Abwarten bei Dir! Aber niemand operiert präventiv!!
Und es sollte auch niemand präventiv in diesem Falle operieren.
Wie Du sicher weißt, gibt es viele Menschen, die riesige Bandscheibenvorfälle haben und davon gar nicht wissen, weil sie nichts auslösen!
Der Indikation einer OP sollte immer die Verbesserung des Zustanden herbeiführen.
Ist man sich da nicht sicher, sollte man nicht operieren.

Und, nach der OP ist es auch nicht wie vor der OP!
Es können viele Dinge passieren, die nicht vorhersehbar sind und durch die Operation entstehen.
Es können Nerven geärgert und beschädigt werden, die Dir nach der OP dauerhafte Nervenschmerzen bescheren könnten.
Deine gesamte Wirbelsäule wird anfälliger, Deine Statik der Wirbelsäule dauerhaft verändert, was zu vielen muskulären Problemen führen könnte.

Daher muss ein OP immer gut abgewogen werden und man sollte sich, über die Konsequenzen bewusst sein!

Ist der Leidensdruck hoch, so hoch, dass man das alles in Kauf nehmen würde, ist der richtige Zeitpunkt für eine Operation da.

Viele Grüße
Pauline
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