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Komplette Version Hüftdysplasie

Bandscheiben-Forum > Habt Ihr nur eine Krankheit?
Carpenter
Hallo zusammen,

beim Orthopäden (neu) wurden heute neue Röntgenbilder der LWS, von vorn und seitlich, und vom Becken angefertigt. Meine LWS fand der Arzt in ihrem altersgemäßen Verschleißzustand ganz okay - er hat sich auch die Befundung zum aktuellen MRT vom Radiologen und Neurochirurg durchgelesen. Dann meinte er, mein Problem sei eine Hüftdysplasie (angeboren), und meine Hüftpfanne würde den Hüftkopf nicht ausreichend abdecken. Er hat einen Winkel ausgemessen, der bei mir 30 Grad betrug - er sollte mindestens 35 Grad betragen, besser mehr, nach Aussage des Arztes.

Ist das so mit den Normwerten? Kennt sich jemand damit aus? Für mich war das ganz neu, bislang hat noch nie jemand etwas zu meiner Hüfte gesagt, Bewegungseinschränkungen hatte/habe ich dort auch keine, ebenso keine Schmerzsymptomatik an dieser Stelle. Ich war bislang immer von Schmerzen von der LWS ausgehend ausgegangen.

Viele Grüße von Carmen

Pauline69
Hallo Carmen,

das gleiche ist bei mir auch, im Zuge eines Röntgenbildes der Hüfte, zum Vorschein gekommen.

Auch bei mir hieß es, dass das angeboren wäre, bzw. früher einfach nicht rechtzeitig untersucht und behandelt.
Mein Orthopäde ging aber schnell wieder von dem Thema ab, so nach dem Motto, gar nicht erst ein Problem draus machen, so lange kein Problem dort besteht.

Hast Du Probleme an der Hüfte?

Liebe Grüße
Pauline
Carpenter
Hallo Pauline,

nein, habe ich nicht, es sei denn, man führt die Beinschmerzen darauf zurück, wozu der Arzt neigt. Er meinte auch, das sei angeboren, und es habe eine erbliche Komponente. Ich frage morgen noch einmal den Wert nach, den er anhand des Röntgenbildes ausgemessen hat. Mir kommt es etwas seltsam vor, denn nach dem, was ich dazu gefunden habe, wäre mein Wert völlig okay. Vielleicht höre ich schlecht???

Was zumindest positiv war: Er hat sich enorm viel Zeit genommen, auch körperlich untersucht. Und: Er ist auch Schmerztherapeut und sitzt in einer Schmerzkonferenz mit anderen Kollegen, teils Norddeutschland abdeckend. Er meinte, sie hätten Berichte über Einzelfälle in durchaus nennenswerter Zahl von langdauernden Muskelschmerzen nach Covid-Impfungen. Er fragte mich, wann ich meinte letzte Impfung hatte, das war im April. Ich erzählte dann von meiner Shingrix-Impfung (Gürtelrose) und dass ich mir dort einen Zusammenhang mit Nervenschmerzen vorstellen kann. Gefunden habe ich dazu nichts Brauchbares, er fand es aber nicht abwegig.

Ansonsten hat er mir Wassergymnastik empfohlen, da diese ja entlastend wirkt. Daran hatte ich auch gedacht und mich vorhin beim Medicos dazu angemeldet, geht nächste Woche Mittwoch los.

Ach, und noch zur Hüfte: Die Dysplasie hat sich positiv auf Deinen Balletttanz ausgewirkt, erhöht wohl die Beweglichkeit zwinker.gif

Liebe Grüße von Carmen
Pauline69
Hallo Carmen,

da scheinst Du aber echt an eine gute Adresse gekommen zu sein!
Kann nie schaden, wenn man einen Arzt hat, der auch bei gewissen Dingen, über den Tellerrand hinaus schaut oder schauen kann.
Und falls Du mal eine PRT benötigst, ist ja auch ein großer Vorteil.

Ich glaube, wenn ich mich nicht täusche, waren es bei mir irgendwas mir 20 Grad. Es war wohl zumindest so auffällig, dass mein Orthopäde es, direkt beim 1. Blick auf die Röntgenbilder, sah.

Hast Du denn das Gefühl, Deine Beinschmerzen könnten von der Hüfte kommen?
Ich finde, man hat da so ein Gefühl für.

Zum Thema Corona Impfung, ich bin immer noch davon überzeugt, aber auch ich habe schon ein paar Mal darüber nachgedacht, ob die Impfungen einen Zusammenhang haben könnten, mit meinem danach aufgetretenen Hashimoto, deutlich erhöhte Antikörper, und meinen Rheuma ähnlichen Beschwerden, jedoch ohne Antikörper.

Meine Hausärztin wollte davon nichts wissen, ich würde auch nicht gleich zum Impfgegner werden, aber auffällig fand ich es schon, da niemand in meiner Familie auch nur irgendetwas mit Autoimmunerkrankungen zu tun hat.

Liebe Grüße
Pauline
karin59
Hallo,
Ich bin auch eine von HD Betroffene.
Hab inzwischen beidseitig TEP.
Schmerzen , die von der Hüfte ausgehen bemerkt man in der Leistengegend. Das kann sich auch bis ins Bein ziehen. Oft findet man auch eine Beinlängendifferenz. Wenn das der Fall ist, hat man zwangsläufig in den Beinen Schmerzen, weil sie ungleich belastet werden.
Bei meinen LWS-Schmerzen wurde immer von der Hüfte ausgegangen. Deshalb hat sich kein Arzt die Mühe gemacht auch nach der WS zu schauen und ich war leichtgläubig. Der Spruch: Sie wissen ja, dass es irgendwann auf TEPs hinausläuft. Mit OPs wird ja solang gewartet, bis der Leidensdruck sehr hoch ist, bzw. ein gewisses Alter vorhanden ist. Das hängt mit der Standdauer der Prothese zusammen, weil ein Wechsel allerhöchstens 2x gemacht werden kann. Man kann sich selber ausrechnen bei durchschnittlicher Standzeit von 15-20 Jahren.

Also, wenn Ihr keine Schmerzen habt, oder solche die beherrschbar sind, macht Euch nicht so viele Gedanken.
Eine Dysplasie ist oft ein Zufallsbefund, ob nun angeboren oder erworben.

Heute weiß ich, warum ich so normale Dinge wie einen Spagat als Kind, oder einen Schneidersitz, oder einfach mal ein Bein überschlagen nie geschafft habe. Ich konnte nie große Schritte machen und war in der Gruppe immer die letzte beim Laufen. Selbst beim Tanzen hatte ich Probleme 2-3 Tänze, dann war ne Pause fällig.

Pauline69
Hallo Karin,

danke, für Deine erklärenden Worte.
Ich mache mir keine Gedanken, denn Sorgen, darüber.
Hatte mal Leistenbeschwerden, Schmerzen waren es nicht, dadurch wurde das Röntgenbild angefertigt.
Hatte vielleicht damit auch gar nichts zu tun, denn ich konnte immer sehr einfach sowohl einen Spagat, als auch die Beine ganz eng zu überschlagen und liebe es und tue es auch jetzt noch jeden Abend auf den Sofa, im Schneidersitz zu sitzen.

Wollen wir hoffen, dass dieser Kelch an uns vorbeiziehen wird!

Danke und liebe Grüße
Pauline
Carpenter
Guten Morgen,

von mir auch danke an Dich, Karin. Ich mache mir da eigentlich wie auch Pauline keine Sorgen, und meine rückwärtigen Beinschmerzen habe ich auch nie mit der Hüfte in Verbindung gebracht. Leistenschmerzen oder seitlich/vorn am Bein habe ich auch nicht, der Schneidersitz ist ebenfalls eine Position, die ich gern mag. Meine Physio meinte gestern, ihr sei an meiner Hüfte noch nie etwas negativ aufgefallen, ich sei auf keinen Fall eine Arthrosekandidatin an der Stelle. Abgesehen davon scheint mein CE-Winkel mit 30 Grad beidseits allenfalls grenzwertig zu sein, wenn überhaupt.

Zu denken gibt einem aber schon, wie sehr viele Ärzte den Blick auf eine Diagnose verengen, die sie mal getroffen haben. Mein früherer Orthopäde hat nie das Becken geröntgt und bei Dir, Karin, hat man sich ja wohl umgekehrt auf die Hüfte fixiert. Wie soll das mit Ganzheitlichkeit eigentlich funktionieren, wenn man schon innerhalb eines Faches mit Scheuklappen durchs Berufsleben geht?

Liebe Grüße von Carmen
Pauline69
Hallo Carmen,

genau das sehe ich auch als größtes Problem in der Medizin an!

Das Schubladen-Denken!

Wenn man so insgesamt mitbekommt, wie behandelt wird, wie andere behandelt werden, dann macht einem das schon Sorgen! Es ist also kein Wunder, das „mündige“ und interessierte Patienten, sich immer mehr AUCH über das Internet versuchen zu informieren l
Die einzelnen Fachbereiche sind so eng geworden, dass auch Niemand mehr den Überblick behält. Der Hausarzt, der dafür wahrscheinlich am besten geeignet wäre, kennt sich aber oft nicht gut genau aus und ZUSÄTZLICH hat er einfach keine Zeit, sich damit etwas ausgiebiger Zu beschäftigen.

Kommen also viele Dinge zusammen, muss man selbst den Überblick behalten und sich eigenständig um alles kümmern! Schlimm für die, die es nicht können!!!

Wie oft bekomme ich mit, dass Ärzte etwas abtun, nicht behandeln aber auch nicht weiterleiten!
Glücklich darf sich der schätzen, der zumindest einen Arzt hat, bei dem es anders läuft!
Bei mir ist es, recht passender Weise, mein Orthopäde.
Obwohl natürlich manchmal auch der falsche Ansprechpartner, aber bereit, ein offenes Ohr zu haben und sich die Zeit zu nehmen und behilflich zu sein.

Viele liebe Grüße
Pauline
Frühlingsgefühle
Hallo an Alle,
ja das Schubladen denken vieler Ärzte und Thema Leistenschmerzen mit Becken -und Beinschmerzen...
Ich bin am Rücken und Beckenskelett voroperiert. Ich hatte eine endokopische Denervation und 6Wochen später bekam ich fürchterliche Leistenschmerzen. Das war 2018. Erst dachte ich, Post OP Probleme aber der Leistenschmerz passte nicht zu den denervierten Etagen. Also ab ins MRT, ab zum Neurochirurgen aber da war nichts, glauben wollte ich es erst nicht. Mein Neurochirurg veranlasste weitere Bildgebungen, CT, Funktionsröntgen, Szintigraphie usw.aber man fand nichts. Er versorgte mich aber mit Medikamenten nach dem ganzen hin und her mit Burbrenorphin weil nichts wirkte auch das kaum. Ich bekam erst den 1.dann nach 1Jahr später den 2. Schmerzschrittmacher. Damit hielt ich es dann einigermaßen aus. Es war mein eigener Wunsch denn ich hielt es sonst nicht mehr aus und ich war froh. Ich weiß nicht wie lange ich damit hätte noch leben können.
Bis dahin und in der Zeit danach habe ich zich Untersuchungen gemacht und Ärzte aufgesucht:
Der Neurochirurgen schickte mich zum Orthopäden um die Hüfte zu kontrollieren, der guckte sich mich über 30Min. an und fand nichts.
Eigenständig zur Vizeralchirurgin, vielleicht eine Hernie dachte ich. Sie untersuchte sehr genau, schaute alle Bildgebungen durch und machte US in verschiedenen Körperhaltung und Atemtechniken aber fand nichts, mehrere Gynäkologen fanden nichts außer ich könnte ja mal eine Bauchspiegelung machen oder zur Orthopädie, ich war bei 2Neurologen alles ok, 2Schmerztherapeuten womit ich nicht klar kam aber der 3.ist nun ok.
Ich schaute WDR über einen Gynäkologen in Bielefeld. Von einer Patientin dieser wurde umsonst die Gebärmutter entfernt sie litt an gestaute Beckenvenen und mit einen einfach Eingriff konnte man ihr helfen. Eine Woche später und bis dahin über Google um Informationen reicher saß ich vor diesen Arzt. Er nahm sich über 1Stunde Zeit diagnoszierte mir die Beckenvenenproblematik und sagte die Gebärmutter soll raus und die Vagina mit Bänder angehoben. Ich war sprachlos und sagte, das ich eine Angiographie möchte. Denn gestaute Beckenvenen können durch das May-Thuner-Syndrom oder Nussknackersydrom entstehen. Das verneinte er. Ich war entsetzt und einer bestätigte Diagnose reicher nach Hause gefahren.
Nach ganz viel recherche habe ich ein Termin beim Angilogen gemacht der auf Beckenvenen spezialisiert ist. Ich hatte eine hochgradig Stenose der Vena Iliaca Communis also das May-Thuner-Syndrom und dadurch hat sich das Blut einen anderen Weg gesucht und andere Venen sind dadurch überlastet worden und kaputt. Unter anderem hatte ich auch eine insuffziente Eierstockvene.
Die Gyn OP hätte mir nichts gebracht, eher im Gegenteil und ich bin kein Einzelfall aber dieser TV Bericht bleibt halt im Internet für immer. Ok so kam ich zumindestens auf die Diagnose und meine Bauchvenen sind schuld, das ich Leistenschmerzenschmerzen hatte und leider immer noch Becken -und Beinschmerzen -und Unterbauchschmerzen.
So viel zum diesem Thema!
Mein Neurochirurgen bin ich unendlich dankbar, daß er die ganze Zeit zu mir hielt mir stehts glaubte, das ich Schmerzen hatte. Denn als Atypischer Patient hat man es diesbezüglich nicht leicht, man denkt ja selber irgendwann man ist bekloppt im Kopf wenn keiner was findet. Er war und ist stets für mich da und das zu dieser Zeit als Chefarzt. Er und viele andere haben damals übern Tellerrand geschaut aber diese unbekannte seltene Erkrankung hatte niemand auf den Schirm denn unbeweglich oder sonst was war ich auch nicht, alles ging Schneidersitz usw.
LG an Euch
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