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Komplette Version Berufskrankheit?

Bandscheiben-Forum > Berufsgenossenschaft
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nuffel
Welche Kriterien müssen erfült sein,das eine Krankheit als Brufskrankheit anerkannt wird?

In meinem speziellen Fal geht es mir jetzt darum,ob ich die ganzen Zipperlein,die ich mir in meiner 16-jährigen Tätigkeit bei der Post im Rücken geholt habe,auf die Schuld meines Arbeitgebers zurückführen kann...

Ich hab mich mal ein wenig umgehört....80% der krankheitsbedingten Ausfälle speziell bei den Briefzustellern und im Innendienst sind auf Rückenprobleme zurückzuführen...

Das kann doch kein Zufall sein?

Under Postarzt,nachdem ich ihn darauf angesprochen habe,meine nur lapidar,das wäre halt mein "persönliches Lebensrisiko"...was soll er auch anders sagen....
Unser Gewerkschaftsmensch konnte mir diese Frage auch nur mit einem Schulterzucken beantworten...
Andreas13
hallo nuffel.

ich hab mal gegoogelt und diese zwei links gefunden. vielleicht helfen die dir weiter

guckst du mal hier
Berufskrankheitenverordnung

grüße

andreas
nuffel
Danke Andreas...so weit war ich auch schon:

folgender Passus müsste ja dann eigentlich bei mir zutreffen:

"Bandscheibenbedingte Erkrankungen der Lendenwirbelsäule durch langjähriges Heben oder Tragen schwerer Lasten oder durch langjährige Tätigkeiten in extremer Rumpfbeugehaltung, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können"

Es geht mir jetzt auch weniger darum,eine Entschädigung oder sowas zu erhalten,sondern vielmehr um den Erhalt meines Arbeitsplatzes....wenn ich jetzt mal so logisch überlege,kann die Post mir ja wohl nicht aufgrund einer Berufskrankheit kündigen,wenn ich meine übliche Tätigkeit deswegen nich tmehr ausüben kann,oder? frage.gif
Es ist ja nun nicht so,als ob keien Arbeit für mich da wäre,sondern vielmehr so,das es ein willkommener Anlass wäre,einen doch recht teuren Arbeitnehmer loszuwerden.

Nur,..wie fange ich es jetzt an,wie muss ich es beweisen,wo anfangen???
Tinasonne
Hallo Nuffel,

bestimmt ist dein Gedanke nicht verkehrt. Aber ich denke du brauchst einen
verdammt guten Anwalt und viiieeel Ged........(das Unwort).

Ein Versuch wäre es wert, oder ? frage.gif

Lass es dir gut gehn. lg. Tinasonne winke.gif
Morbus
Hallo Nuffel winke.gif

Tinasonne schrieb
QUOTE
bestimmt ist dein Gedanke nicht verkehrt. Aber ich denke du brauchst einen
verdammt guten Anwalt und viiieeel Ged........(das Unwort).

da gebe ich ihr Recht, sehe ich ebenso, dazu kommt meines Erachtens noch der Passus viel Geld, es sei denn Du bist rechtsschutzversichert.
Ich wünsche Euch ein schmerzarmes Wochenende

Liebe Grüße
Morbus zwinkert.gif
Inka
Hallo Nuffel,

vor allem geht es bei dem Ganzen auch darum, das DU letztlich beweisen musst, dass Deine Wirbelsäule bis zum Eintritt ins Berufsleben vollkommen intakt war. Also keinerlei "Geburtsschäden" oder andere, im Laufe der Jahre erworbenen Schäden (die man zB auf Sport, auf irgendeinen evtl Unfall, usw schieben könnte), keine Vorerkranken und und und vorliegen. Und DAS ist es, was es bei Wirbelsäulenschäden so schwer macht - und da spreche ich aus eigener Erfahrung, also nicht "nur" Theorie.

Ich bin echt gespannt, was bei Dir dabei rauskommt und ich drücke Dir ganz fest meine smilie_up.gif

Liebe Grüße

winke.gif Inka
Topsy
Hallo Nuffel,
als erstes muß erst einmal eine Anzeige bei der Berufsgenossenschaft gemacht werden. Die kannst Du selber machen oder besser ist natürlich Dein Arzt. Die KK kann man auch mit einbeziehen, die sind auch sehr dankbar, wenn sie die Kosten der Krankheit nicht allein tragen müssen. Meine HA hatte eine Anzeige bei der BG gemacht und es dauerte im Verhältnis gar nicht so lange, da standen sie vor der Tür. Man, da brannte die Hütte bei uns. Frauen sollten bis 40 Jahre nicht mehr als 15 Kilo heben, darüber bis 10 kilo. Es darf darüber liegen, aber nur einmal pro Schicht. Für die andere Sache die BG-Rente, stehen für mich die Sachen sehr schlecht, da ich als Kind schon KG hatte und so etwas muß alles angegeben werden. Es ist aber schon eine Erleichterung, wenn die BG sich den Arbeitsplatz anschaut und der AG springt. Für mich war es eine Genugtuung, als er welche aufs Dach bekommen hat. Mein Computer steht schon jahrelang auf einem Packtisch von 90 cm Höhe, mit der Begründung, sitze ja nicht immer daran. Vor 6 Jahren wurde ein neues Verwaltungshaus bei uns bebaut. Da war der Schreiner da und hat meinen Arbeitsplatz ausgemessen und ein Angebot gemacht. 4000 DM waren der Verwaltung zu teuer. Selber haben sie aber Designerbänke im Garten stehn für 900 Euro das Stück. Jetzt wird durch die BG kontolliert und für mich ist der Vorteil da, dass sich was ändern muß am Arbeitsplatz, da der AG ja die BG im Nacken hat. smilie_lachttotal.gif
Wenn Du noch mehr wissen willst, schick mir eine PM.
LIebe Grüße
Topsy
nuffel
QUOTE (Inka @ 4.03.2005, 23:29)
Hallo Nuffel,vor allem geht es bei dem Ganzen auch darum, das DU letztlich beweisen musst, dass Deine Wirbelsäule bis zum Eintritt ins Berufsleben vollkommen intakt war. Also keinerlei "Geburtsschäden" oder andere, im Laufe der Jahre erworbenen Schäden (die man zB auf Sport, auf irgendeinen evtl Unfall, usw schieben könnte), keine Vorerkranken und und und vorliegen. Und DAS ist es, was es bei Wirbelsäulenschäden so schwer macht - und da spreche ich aus eigener Erfahrung, also nicht "nur" Theorie.


*Puh* Da müsste ich ja doch endlich mal Glück gehabt haben,weil die Post ihre Neueinsteiger grundsätzlich erstmal zum Postarzt schickt,um eine Eignungsuntersuchung durchzuführen...
Und diese war ja nachweislich ohne Beanstandung,sonst hätte ich den Job wohl kaum bekommen... zwinkert.gif

Wie mein Arbeitgeber reagieren wird,wenn ich ihm die BG auf den Hals hetzte,kann ich mir allerdings schon denken.
Wider aller Erwartungen habe ich immer noch einen sehr guten Draht zu meinen Kollegen,und auch zu meinen vorgesetzten Chefs,nur vermute ich mal,das das damit ein Ende haben wird....es gibt leider noch genug Möglichkeiten,wie sie mich schikanieren könnten,wenn sie es wollten,und mit List und Tücke mein Attest "hintergehen" können...ich sage nur "Zeitungsbunde,die genau 9,9 Kilo wiegen"...

Rechtschutzbersichert bin ich...also werde ich in den nächsten Tagen,sofern ich dann endlich mal ein genaues Urteil über meine LWS bekomme,mal einen Anwalt aufsuchen,und mich mit ihm zumindest mal schlau machen,was ich tun könnte,und auch mal mit der Krankenkasse und meinem Hausarzt über das weitere Vorgehen reden...
Topsy
Hallo Nuffel,
bin auch bei meiner Einstellung gründlich untersucht worden, aber es hat mich auch der Betriebsarzt nicht danach gefragt, ob ich als Kind schon KG hatte oder einen Orthopäden brauchte. Zeitungspackerl mit 9,9 kg wären ja das was Du eigentlich willst, oder?
LG Topsy
Gartengnom
Hey Nuffel,

na dann mal los. Zeig es denen.....

Box mich auch gerade bei meiner BG durch. Das schaffst du schon.

Lieben Gruß

Sylvie sonne.gif
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