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Komplette Version Keine Re-OP trotz fehlender Verknöcherung?!

Bandscheiben-Forum > Spondylodese- (Versteifungs-) Forum > Spondylodese der HWS
Janinex1
Hallo an Alle,

Vor einiger Zeit hatte ich etwas weiter unten geschrieben und angefragt ob in jedem Falle eine Revision bei Schraubenbruch erforderlich ist/wäre.

Nun gibt es das Ergebnis vom CT: fehlende Ankylose c6/7 bei Schraubenbruch.

Beide Schrauben sind gebrochen, eine mit Verknöcherung, die andere Schraube sowie der Platzhalter selbst ohne Verknöcherung.

Lt. Meinem NCH sind an der Schraube und am Platzhalter ansatzweise knöchernde Durchbauung zu erkennen (OP war 2011). Sie hoffen nun auf weitere Verknöcherung, da sie die OP unverhältnismäßig (zu risikoreich) bewerten. Meine Beschwerden halten sich in Grenzen. Ich denke, da gibt es hier viele, die weit aus mehr durchmachen, als ich derzeit.

Trotzdem weiß ich nicht so recht, ob ich mit dieser "Baustelle" im Alltag leben kann, d.h. Ob das Ganze trotzdem zu instabil ist.

Mich interessiert dazu Eure Meinung, da der NCH sich nicht so darüber ausgelassen hat (und er schon Spezialist auf diesem Gebiet ist).

Wie würdet Ihr damit umgehen (bitte nicht falsch verstehen, ich bin nicht scharf auf eine OP, und weiß dass es mir danach nicht unbedingt besser gehen müsste)?

Viele Grüße
Janine
sharon
Hallo Janine,

also ganz ehrlich, dazu würde ich mir eine Zweitmeinung einholen.
Mir peŕsönlich wäre bei der ganzen Sache nicht wohl.


Ich wünsche dir alles Gute.

Viele Grüße
Sharon
Janinex1
Hallo Sharon,

Ich denke auch, das Problem ist nur, dass ich nicht so recht weiß, wo ich mir die Zweitmeinung einholen soll, weil mein NCH hier schon einer der Besten seines Faches ist.

Mich würde sehr interessieren, ob es hier noch Spondys mit nicht reoperierten Schrauben gibt und wie Ihr damit im Alltag umgeht.

Viele Grüße
Janine
Marie2
Hallo Sharon,

ich habe auch eine bzw 2 ältere Spondys mit Pseudarthrose und lockeren Schrauben. Jedoch in der BWS. Das dumme dabei ist, das ich einmal von re und einmal von li vorne seitlich op wurde.... bei op wurde jeweils der beteiligte Lungenflügel kollabiert um an das op gebiet zu kommen. Da ich zusätzlich Morb. Scheuermann habe mit Wachstumsstörungen der vorderen WK und eine relativ starke Hyperkyphose hatte, ist bei mir der eingelagerte Knochen wohl nicht angewachsen und die Schrauben lockerten sich. Ich brach sozusagen immer weiter ein, bzw. meine WS zusammen.

Irgendwann kam ich dann in eine Klinik die auf Skoliosen und WS Deformitäten spezialisiert sind.
Da stellte sich dann raus, das die ersten beiden Spondys wohl die BSV mit Myelopathie und Spinalkanalstenose behoben hatten, aber es durch die Fehlstellung, Osteochondrosen, Vorwölbungen, Black Disks etc und vor allem den schief versteiften Scheitelpunkt meiner Hyperkyphose eben jene weiter Verschlechtert und die Degeneration rapide zunimmt. Alles war ja auch instabil und wäre so nie verwachsen. Das bestehende Schrauben Stab System buckelte sich auch breitbasig in das Lungenfell und es waren schon Überprojektionen in die Lunge im CT erkennbar.

Jedenfalls wurde ich am 16.12 nun in dieser Klinik von hinten vom 2. Brustwirbel bis zum 2. Lendenwirbel versteift und aufgerichtet. Ich unterzog mich dieser Op, da ich keine Lebensqualität mehr hatte und klar war das die Zeit hier der Feind ist und sich eh nur verschlechtern wird. Meine WS ist nun über 30 grad gerader, d.h der Buckel ist weg und der Knochen wurde von hinten angelagert und verwächst dann hoffentlich.
Eigendlich wollte man die alte Spondy entfernen, das war aber mit zu hohem Risiko verbunden. Da hätte man mich vorne auch komplett aufmachen müssen und die Aorta war zu nah an einer Schraube, dazu die Verwachsung mit dem Lungenfell etc. In dem Bereich ist auch noch das herz usw... sagen wir mal so, das alte zu entfernen hätte mich sehr gut das Leben kosten können.

Die letzte Op dauerte so schon 8 Std, der Körper ist ja auch nicht ins unendliche belastbar...

Ich hoffe nur sehr das diesmal alles verknöchert und stabil wird und die Anschlusssegmente keine Probleme machen werden.
Es geht mir noch sehr schlecht, aber dieses zum verrückt werden könnende Durchbrechungsgefühl und die extremen Atemprobleme sind fast weg.
Momentan habe ich halt noch starke andere Schmerzen und etwas Sensibilitätsstörungen der Beine etc.
Ich gib aber die Hoffnung nicht auf das sich das noch gibt.

Ich wünsche dir ebenfalls von Herzen gute Besserung

LG

Marie 2
Marie2
Hi,

ich hatte noch was vergessen....
Mir wurde gesagt, das nicht jeder Schraubenbruch oder Schraubenlockerung operiert werden muss, z.b wenn eine Verknöcherung stattfand (was bei mir leider in keinem der voroperierten Segmente der Fall war).
Auch nicht jede Pseudarthrose muss zwingend reop werden.Es kommt immer drauf an....
Wie das jetzt bei dir ist, da ja scheinbar teilweise eine Verknöcherung stattgefunden hat und teilweise nicht, weis ich nicht.
An deiner Stelle würde ich mir noch eine Zweit und evtl. auch Drittmeinung holen

Vor meiner letzten Op z.b wurde ich paar Wochen vorher für 3 Tage stationär im KH auf den Kopf gestellt. Es wurden u.a Infiltrationen, Spezialröntgen und CT gemacht um das Ausmaß des Zustandes und der Instabilität zu erkennen...

Anbei noch ein Bild im Vergleich. Li vor der letzten Op und re danach. Man kann gut die veränderte Statik erkennen etc...

LG und gute Besserung

Marie2
Janinex1
Hallo Marie,

Deine Beiträge haben mich sehr bewegt. Ich habe schon Horror vor eventuell weiteren OP's, aber was Du da schon aushalten musstest....

Das Bild mit Deiner Wirbelsäulenkorrektur ist wirklich krass augenbraue.gif

Ich werde mir nun auf jeden Fall eine Zweitmeinung einholen (mit der Hoffnung, dass ich wirklich ohne Re-OP auskomme).

Liebe Güße und alles Gute für Dich!

Janine


Löwenmäulchen
Hi Marie2,

wow, das ist ja mal ein top Ergebnis aus optischer Sicht! Sieht super aus!
Aber waren wohl auch Wahnsinnseingriffe…

LG LM
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