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Komplette Version Sanierung HWS

Bandscheiben-Forum > Spondylodese- (Versteifungs-) Forum > Spondylodese der HWS
molana
Guten Morgen zusammen !

Sanierung erbeten...so stand es auf der Überweisung.
Sehr befremdlich beim ersten Lesen, letztlich doch sehr treffend.
Am Montag den 9.5. werde ich in der Klinik Einzug halten und am 11. 5 soll operiert werden.
Wobei ich noch nie pünktlich operiert wurde.
Meine HWS besitzt schon einen Cage C 5/6 von 2009 und nun aktuell Protusionen und Spinalkanalstenosen C3/4 , 4/5 und 6/7 ,
wobei die 3/4 mit 5 mm die gravierenste ist. Dazu kommen multisegmentale Foramenstenosen.
Dauerkopfschmerzen, die in Migräneattacken übergehen, Parästhesien im ganzen Körper,
ein Dauerrauschen im Kopf und eine stetige Abnahme meiner Belastungsfähigkeit, die eh schon massiv eingeschränkt ist,
haben mich zu dem Schritt bewogen.
Leider kam ich zu dem Vorstellungstermin zu spät und mein Operateur war nicht mehr zugegen und ich konnte nicht persönlich mit ihm sprechen.
Das hat mich sehr verunsichert und ich weiß nun nicht, was genau er plant.
Ich habe noch keine neurologischen Ausfälle und das ist für manche Ärzte ein massives Argument gegen eine OP,
andere wiederum haben mir schon vor zwei Jahren gesagt, da kommt was auf mich zu.
Mein persönlicher Leidensdruck ist nun aber zu hoch geworden und ich möchte das alles nicht mehr.
Erwähnen möchte ich noch, dass ich letztes Jahr eine erfolgreiche Spondy S1 - L 3 nach Anschlussdegeneration bekommen habe.
Meine WS ist genetisch nicht die dollste und hat mir schon einiges an Ärger und Erfahrung eingebracht.
Mein größte Angst gilt der Verletzung des Rückenmarks während der Op.

Ich weiß auch , dass es unendlich viel Geduld braucht und das die ersten Tage postoperativ furchtbar sind.

Ihr Lieben.....ich brauche noch gute Ratschläge ! Was ist wichtig zu wissen, was sollte ich noch beachten ?

Vielen Dank schon mal und Grüße vom verregneten Oberrhein !

Molana
Schnütchen
Hallo Molana,

in welcher Klinik wirst du denn operiert?

Ratschläge sind schwer zu geben....eigentlich weißt du ja alles...

Gruß Ute
molana
Hallo Ute !
Ich glaube, dass man nie auslernt.
Um die Klinik ging es in meiner Frage nicht.

Grüßle von Molana
darling
Liebe Molana,

dein Leidensdruck kann ich beim Durchlesen deiner Zeilen gut nachempfinden. Mir ging es ganz ähnlich, hatte auch weis der Geier welche Schwierigkeiten beim Gehen usw., aber das MRT war doch nie so schlimm dass ich mich lange Zeit nicht operieren lies. Erst als dann zwei BSV vorlagen mit den dazugehörigen Schmerzen war genug Heu unten und ich stimmte einer OP zu, du siehst es war ganz ähnlich.

Es ist zwar schade dass du deinen operierenden Arzt nicht selber sprechen konntest, aber du wirst ja einen Tag vor der OP stationär aufgenommen und da wird dein Arzt dir nochmals genau erklären, was er machen wird. Ganz oft können die Ärzte nur die verschiedenen Möglichkeiten erklären, letztendlich entscheiden sie sich erst intraoperativ.

Du kannst dich trösten, ich glaube dass die meisten Angst vor einem schlechten Operationsergebnis haben. Da hilft nur absolutes Vertrauen in die Chirurgen! Höre auf dein Bauchgefühl und schau dir lieber noch andere Kliniken an.

Das Gute an deiner Situation ist, dass du noch keine Ausfallserscheinungen hast und somit noch Zeit genug, dich über die Klinik/ Ärzte zu informieren.

Ich wünsch dir alles Gute, liebe Grüsse, Esther

Übrigens: mir geht es nach meiner HWS-OP viiiel besser!
molana
Hallo Esther !

Herzlichen Dank für deine Antwort. Ich hoffe und glaube fest daran , dass es mir besser geht.
Vor meiner LWS- Spondy letztes Jahr bin ich gehinkt wie ein lahmer Gaul, die Wirbel waren versetzt gestanden...katastrophal....ich hatte postoperativ keine Paresen, keine Schwächen, ein gutes Ergebnis.

Der Kollege ( ein durchaus sehr netter Doc ) meines Chirurgen machte im wahrsten Sinne des Wortes richtig dicke Backen als er meine MRT Bilder der HWS anschaute und meinte nur ...." schwierig "....dann kam die Erläuterung und letztlich der Verweis auf meinen Doc. Dem hatte ich letztes Jahr die Bilder der HWS schon gezeigt und er mir zugesichert, ich kann mich jederzeit melden, wenn es nicht mehr geht.

Mir bleibt noch eine Woche, da ist nicht mehr die Zeit um eine andere Kliniken anzuschauen. Und ich muss ehrlich sagen, dass es mich jetzt so kurzfristig überfordern würde. Verschiedene Meinungen habe ich eingeholt, dass ist soweit für mich abgesichert, auch wenn es, wie gesagt Bedenkenträger gab.( Der Beste war der Radiologe vom aktuellen MRT, der die Kopfschmerzen "dem Stress vor Ostern" zuordnete, aber niemals...niemals der HWS, er kennt sich da aus...! )
Ich habe noch zwei Termine diese Woche , einmal beim Kardiologen und die Psychologin der Schmerzsprechstunde hat mir noch ein Gespräch angeboten, ruckzuck wird die Woche vorbei sein.

Und du hast recht mit dem Bauchgefühl, dass habe ich sagen wir zu 90 % und die restlichen 10 kommen hoffentlich dann dazu.

Liebe Grüße zurück..... Molana






milka135
Hallo Molana,
ich kann deinen Leidensdruck, Bedenken,... gut nach vollziehen. Schließl. wird dir eine OP keine neue HWS bringen und es werden nun mal Fremdkörper dir eingesetzt.

Auch wenn du keine 100% Ausfälle wzb.: das die Füsse beim Laufen nicht mehr wollen oder stark verminderte Muskelkraft,...

So ist zusagen, dass schon Mißempfindungen/Parästhesien (wzb.: Brennen, Stechen, Glühendes Gefühl/Überwärmung) können einem schon zusetzen.

Fakt ist jetzt du brauch einen freien Kopf und einpaar Nächte mit guter Schlafqualität. Damit du mit körperpl. u. seelicher Kraft ins KH gehen kannst.

Was nimmst du für Medikamente: Pregabalin/Lyrica? Wenn nein wäre es gut. Wenn dir dein HA was in dieser Richtung zur Linderung der Parästhesien verschreiben.

Versuch es mal Loop Schal tragen oder feuchter Wärme.

Ich wünsche dir von ganzem Herzen eine Erfolgreiche OP.

Was rät dir den deine Psychologin?

Liebe Grüße,
Milka wink.gif

molana
Hallo Milka,

schön , dass du mir geantwortest hast. So ein paar persönliche Worte tuen einfach gut. Gleich zu deiner Frage am Ende. Das ist eine Geschichte für sich. Ich bin nur temporär im Rahmen der stat. Schmerztherapie psychologisch betreut worden. Nun war ich Ostern notfallmässig im regionalen KH gelandet und davon etwas traumatisiert. Das hatte ich dann der Psycchologin per Mail informativ geschrieben und sie hatte mir darauf hin diesen Termin angeboten. So kann ich nun alles ein wenig aufarbeiten, dass wird mir sicher helfen.
In der Schmerzthherapie war die Op noch nicht das Thema, da ging es um meine persönliche Leistungsgrenze und wie ich am besten damit zurecht komme. Nun sieht alles anders aus.

Mit dem Loop, dass ist eine gute Idee. Ich habe mir auch ein langes schmales Kirschkernkissen mit vier Kammern genäht, was ich gut um den Nacken legen kann. Wärme ist ein wichtiger Faktor, da ich vom Frieren auch sofort Kopfschmerzen bekomme. Das Wetter hat es mir dieses Jahr nicht leichter gemacht, seufz !

Zum Lyrika muss ich sagen, dass es nicht zu meiner Medikation passt, leider. Habe dann mal Gabapentin bekommen, nur vertragen habe ich es auch nicht. Nun werde ich die restliche Zeit noch durchhalten.
Heute war ich beim Kardiologen und weiß jetzt, ich habe ein super Herz....jippieh !

Liebe Milka ...viele Grüße vom sonnigen Oberrhein !

Molana


milka135
Hallo Molana,
hierzu:
Zitat (molana @ )
da ging es um meine persönliche Leistungsgrenze und wie ich am besten damit zurecht komme.

muss ich sagen, dass neben der Schmerztherapie die Verhalten gegen über Schmerzen, verminderte Muskelkraft & Co. und seine Folgen Teil der stat. Schmerztherapie.

Wichtig ist nur denke ich f. dich, dass du dir zusetzl. einen amb. Schmerztherapeuten und amb. Neurol. suchst.

Denn eine SEP-Messung (neurol. Messung der langen Bahnen) wäre Sinnvoll um ggf. einen Rückenmarksschaden festzustellen.
Nur mit 2-4 Wochen stat. Schmerztherapie ist schmerztherapeutische Betreuung NICHT getan. Eine OP wird dir wahrscheinl. nur einen Teil deiner Beschwerden nehmen.

Versuchs mal MIT FEUCHTER Wärme.

Ich wünsch dir alles gute f. deine OP.

Liebe Grüße,
Milka wink.gif
S1000R
Hallöchen,
Das Ergebnis heute?

Lg
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