ALLE beweglichen PROTHESEN-Modelle im Überblick

 

HWS

  Bryan® Discocerv® Maverick® MOBI-C® neodisc® PCM® Prestige Cervical Disc® Prodisc-C® SpinalKinetics
smith&nephew
M6-C®
Zusammensetzung: 2 schalenförmige Titanplatten mit poröser Oberschicht, dazwischen 1 flexibler Kunststoffkern (aus Polyurethan). Hergestellte Grössen: 14mm-18mm. Da ‚one-piece’ Konstruktion, keine fixierenden Schrauben, etc. nötig.

Die Platten sind aus Titan-TA6V, das obere (konvexe) Keramikteilstück ist aus Alumina. Das untere (konkave) Teilstück aus Zirkoniumdioxid

        besteht aus einer Keramik-Titan-Mischung. Wird auf Schienen eingesetzt Obere und untere Implantatplatte aus Kobalt-Chrom-Molybdän-Legierung;
Raue Oberflächenbeschichtung aus Reintitan unterstützt das Anwachsen des Knochens innerhalb von einigen Monaten
Inlay aus ultrahochmolekulargewichtigem Polyethylen (UHMWPE)
Grundmaterial Ti6AL4V, Künstlicher Nukleus: PCU (Polycarbonaturethan), Künstliche Annulusfaser: Polyethylen
verbaut seit:             2005 2003 Ende 2005
Unterschiede: Die Bryan-Disc muss sehr präzise an einen ganz bestimmten Punkt je nach natürlicher Haltung der WS des Trägers eingebaut werden.         besteht auch ähnlich wie die Bryan oder die Prodisc aus 2 Titanplatten mit einer Kobalt-Chrom-Molybdän-Legierung und hat in der Mitte einen beweglichen Kern. Sie wird nicht so tief eingeschliffen in den Wirbelkörper wie die Bryan. Deshalb ist sie knochenschonender. Soll aber trotzdem fest und gut sitzen. Die Prothese verfügt über ein Gleitpaarungsprinzip, was neben Rotation, Beugung, Streckung und Seitneigung auch eine gewisse Translation  ermöglicht. Gleichzeitig ist das Rotationszentrum jedoch deutlich fixierter als bei einer „unconstrained“-Prothese, was im Falle der korrekten Implantation dem Segment, insbesonders nach erforderlicher Resektion des hinteren Längsbands, grössere Stabilität verleiht und  die Facetten-Gelenke entlastet, gleichzeitig aber auch zu einer grösseren Belastung der Kontaktfläche Prothese-Knochen führt. Integriertes Modell, ohne überstehende Metallteile oder Schrauben, die über die Wirbelkörper hinausstehen;
Optimale Primärstabilität durch Kielverankerung der Prothese im Wirbelkörper;
Anatomisches Plattendesign für eine maximale Abdeckung der Endplatten;
Kugel-Gelenk-Prinzip gestattet einen physiologischen Bewegungsumfang bezüglich Flexion/Extension, Rotation und Seitneigung;
Anatomische Balance wird wieder hergestellt;
Geführte, kontrollierte Bewegung begrenzt die Belastung der Facettengelenke
Einzige, die kobaltfrei ist (interessant z.B. für Allergiker);
- Dämpfungsfunktion (gleicht sich thermisch der Körpertemperatur an)
Implantationsmethode: Die Operation erfolgt in Rückenlage. Nebst des Kopfes werden ggf. die Arme fixiert, sowie evtl. die Schultern mit Hilfe von Gewichten (bis zu 2 kg) caudal gezogen, damit der Blick auf die untere cervikale WS optimiert werden kann. Der Zugang zur beschädigten Bandscheibe über den anterioren HWS-Bereich auf jeweiliger Höhe erfolgt klassisch von vorne rechts. Die spätere OP-Narbe ist mit 3-4 cm (gegeben eines geschickten ‚Nähers’) kaum sichtbar. Nach der Diskektomie der kaputten BS und einer ggf. Dekompression von Nervenwurzeln wird mit Hilfe eines Gravitations- und Referenz-Systems (von z.B. Bryan) eine virtuelle Achse bestimmt (innerhalb der künftigen Implantatstelle) damit die Position der Fräsfixierung passend erfolgen kann. Hier ein Bild der Konstruktion WÄHREND einer Operation: http://medind.nic.in/maa/t06/i2/maat06i2p112.pdf
Diese Fixierung kontrolliert die Lokalisation und Bewegung der Schneideinstrumente zur Präparation der vertebralen Endplatten, die dann durch/um die BRYAN Disc ersetzt werden. - Hierbei kommt es hauptsächlich auf die Erfahrung des Chirurgen an, wenn es z.B. um gewolltes Abweichen von den Messwerten zur optimalen Anpassung/Parallelisierung der oberen und unteren Endplatten zur vertebralen 'Lücke' geht. So kann dann das optimale Einsetzen der Prothese in die (nun zurechtgefrästen) Boden- und Deckenplatte der umgebenden WS-Etagen erfolgen, und die starke Befestigung/'Einspannung' in die WS-(Segmente) sorgt dann für sofortige Stabilität.
Der operative Eingriff erfolgt durch einen kleinen, drei Zentimeter langen Schnitt an der rechten Halsfalte. Durch diese Öffnung wird die zweiteilige Prothese eingeführt. Ein Verrutschen der künstlichen Bandscheibe wird durch kleine Widerhaken, sogenannte Riefen, verhindert, die sich an den Wirbelkörpern verankern.         Der Zugang entspricht dem standardgemässen Vorgehen bei der vorderen Dekompression und Fusion der Halswirbelsäule. Die Ausräumung und Dekompression der hinteren Bandscheibenanteile erfolgen zur sichtbaren Dekompression des Duralsacks, der Neuroforamen und Nervenwurzeln nach zumeist Resektion des hinteren Längsbands in unserer Klinik unter mikroskopischer Sicht.
Zur Vermeidung des Einsinkens der Prothese kommt dem Erhalt des harten tragfähigen Wirbelkörperknochens während der Bandscheibenausräumung und der Verwendung passgenauer Implantate, die der tragfähigeren Masse der Wirbelkörper-platten aufliegen, entscheidende Bedeutung zu.
Nach Freilegung der HWS wird die Bandscheibe mitsamt dem Diskusprolaps, dem Längsband und den Osteophyten entfernt, sodass es zu einer Druckentlastung des Myelons und der Nervenwurzeln kommt. Danach wird die Implantation der Prothese vorbereitet und die Prestige-Prothese korrekt positioniert.
 
OP Zugang von Vorne am Hals, Schnitt ca. 3-5cm von der Mitte nach links.
2 Schrauben werden zur Stabilisierung während der OP in den unteren und oberen Wirbelkörper eingesetzt.
Ein Kiel wird in den unteren und oberen Wirbelkörper gefräst.
Die Implantation erfolgt mittels Spezialwerkzeug.
Für die Halterung müssen (relativ lange) "Rinnen" quer durch die Deckplatten gearbeitet werden. Je nach Zustand des Wirbelkörpers kann dies massiv ausfallen
durch die filigranere Gestalt nicht so massive Präparation der Deckplatten
Welche Kriterien müssen erfüllt sein? 1. NPP mit Radikulopathie
2. Spondylotischer Radikulopathie
3. NPP mit Myelopathie oder spondylotischer Myelopathie.
degenarative Bandscheibenerkrankung

Diskushernie

Myelopathie in Verbindung mit einer spondylotischen stenose des Foramens oder des Kanals

Wurzelerkrankungen in Verbindung mit neurologischer Defizienz, die auf herkömmlicher Behandlung nich anspricht

 

        therapieresistente Radikulopathie mit oder ohne Sensibilitätsstörungen in 1–2 Segmenten bei intakten Facettengelenken. Dringliche Indikationen für eine Operation stellen Paresen und Gangstörungen dar, ebenso wie Symptome einer zervikalen Myelopathie, gesteigerte Reflexe, pos. Babinski oder unerschöpfliche Cloni.
In jedem Fall ist der Nachweis einer pathologischen Veränderung (Diskusprolaps, Sequester, Osteophyten) in entsprechender Bildgebung mittels eines MRT der HWS zu erbringen. Weiters ist die Durchführung eines HWS-Röntgens mit Funktion zum Vergleich der HWS-Beweglichkeit prä- und postoperativ notwendig.
Symptomatische zervikale Diskopathie (SCDD), definiert als in
den Hals oder Arm ausstrahlende (radikuläre) Schmerzen und/oder ein funktionales/neurologisches Defizit, wobei mindestens einer der nachstehenden Befunde per Bildgebung
(CT, MR oder Röntgen) bestätigt ist:
– Nucleus pulposus-Prolaps,
– Spondylose (definiert durch das Vorliegen von Osteophyten),
- Verlust der Bandscheibenhöhe.
Spezifische Kontraindikationen:
– Frakturen, Infektionen, Tumoren
– Spinalstenose durch hypertrophe Spondylarthrose
– Degeneration des Facettengelenks
– Erhöhte segmentale Instabilität
– Verknöcherung des posterioren Längsbandes (OPLL)

Allgemeine Kontraindikationen
– Osteoporose, Osteochondrosis und schwere Osteopenie
– Akute oder chronische systemische, spinale oder lokalisierte
Infektionen
– System- und Stoffwechsel-Erkrankungen
– Alle medizinischen und chirurgischen Bedingungen,
welche die Vorteile einer Bandscheibenoperation ausschliessen
– Fremdkörperempfindlichkeit gegenüber Implantat -
materialien
– Medikamenten- und Drogenmissbrauch, Alkoholsucht
– Schwangerschaft
– Schwere Obesität (Körpermasseindex über 40)
- Fehldende Mitwirkung des Patienten
Auswirkung auf die Bildgebung CT MRT
Je nach Gerät und Technik kann das Implantat gewisse Bildstörungen hervorrufen.
Worauf müssen die Träger achten
Je nach Patient und Krankheitsbild reicht die Bandbreite von überhaupt keiner Einschränkung bis hin zu gewissen individuellen Einschränkungen.
Anzahl verbauter Implantate
 
Auswirkung auf die Bildgebung  CT/MRT           Durch die andere Zusammensetzung soll das MRT-Bild besser sein - nicht so viele Artefakte wie bei anderen Titanprothesen.      
Worauf müssen die Träger achten?             Die sichere Verankerung der Bandscheibenprothese und das definierte Ziel der Operation – die Bewegung zu erhalten – erlauben eine Nachbehandlung ohne äussere Ruhigstelllung. Durch eine frühe Krankengymnastik mit muskelaufbauenden Übungen werden Verspannungen verhindert, reduziert oder sogar verhindert. Um so schneller gelingt es dadurch, zu allen natürlichen täglichen Aktivitäten zurückzukehren. Zudem fördern kontrollierte Übungen einen Aufbau der Muskulatur und die Wirbelsäule wird dadurch zuverlässig geschützt.    
Anzahl der verbauten Prothesen: 5.500 (Stand 2004)             weltweit: ca. 21.000
in D: ca. 3.500
Stand 2009
 
Vorteile:               - FDA Approval (Zulassung in den USA) seit 2007.
- Synthes ist Weltweit ein führender Hersteller von Medizinischen Produkten.
- 6 verschiedene Größen und 3 verschiedene Höhen des Implantats erlauben die Anpassung an die individuellen Abmessungen der Bandscheibe des Patienten.

Die Kinematik entspricht der Gelenkführung in den Wirbelgelenken1:
Das Rotationszentrum befindet sich knapp unterhalb der
superioren Endplatte des betroffenen kaudalen Wirbel -
körpers. Die Lage des Rotationszentrums und der Flexions -
radius entsprechen der natürlichen Gelenkführung in den
Wirbelgelenken. Der physiologische Bewegungsumfang bezüglich
Flexion/Extension und Seitneigung wird wieder hergestellt.
Die axiale Rotation wird nur durch die anatomischen
Strukturen und nicht durch die Prothese beschränkt.
Rein translatorische Bewegungen sind aufgrund des Kugel-
Gelenk-Prinzips nicht möglich.
Prothese ist leichter einzubauen als zum Beispiel die Bryan-Disc.
Nachteile: Kontraindikationen:
1. Zentrale Spinalstenose
2. „Lateral Recess Stenosis“ (Stenose mit Ausbuchtung)
3. Facettenarthrose
4. Spondylolysis
5. Spondylolisthesis (Einige Grade I Spondylolisthesis können für einige Prothesen jedoch in Frage kommen…)
6. NPP mit Radikulopathie
7. Skoliose (> 10% Prozent)
8. Osteoporose
9. Post-operative Pseudoarthrose
10. Post-operatives Defizit posteriorer Elemente die zur Schädigung von Facettengelenken führen. leichter Lordoseverlust
               
             

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LWS

    Charité® Freedom Lumbar Disc® Maverick® (MSD) MOBIDISC® neodisc® Prodisc-L® SpinalKinetics
smith&nephew
M6-L®
Zusammensetzung:   zwei Kobalt-Chrom-Molybdän-Platten mit Titan-Calziumphosphat-Beschichtung und ein frei beweglicher Gleitkern aus UHWM-Polyethylen. Der Gleitkern besitzt einen Markierungsdraht (zur Beurteilung der Lage im Röntgenbild) aus Kobalt/Chrom/Nickel. Der Operateur kann zwischen mehreren verschieden gewinkelten Abschlussplatten auswählen und sie miteinander kombinieren (Nachahmung der natürlichen Lordose der LWS)   Die Maverick-Prothese besteht nur aus 2 Metallkomponenten (CoCrMo) und ist somit eine Metall-auf-Metall-Prothese. Sie ist Hydroxylappatit-beschichtet und mit je einem Kiel in der Mittellinie im Wirbelkörper verankert. Biomechanisch ist die Maverick eine «Semi-constrained-Prothese» mit fixiertem Rotationszentrum im hinteren Anteil der Prothese.

Neben der direkt von vorn einzubringenden Prothese mit geradem Kiel (a-MAV) gibt es auch eine schräg von links im 35°-Winkel einzubringende Prothese (o-MAV), welche hauptsächlich für die schwerer zugängliche Segmenthöhe LWK4/5 konzipiert ist.

 
    zwei Kobalt-Chrom-Molybdän-Platten, welche mit einer Titanbeschichtung versehen sind, um das Einwachsen des Knochen an die Prothese zu ermöglichen. Ein zwischen den Platten befindlicher Kunststoffkern (Polyethylen) gewährleistet die Beweglichkeit im Segment (Kugel-Gelenk-Prinzip). Polyurethan & Polyethylen 
verbaut seit:   erste Operation 1984; aktueller Typ 1987-2002   Erstmalige Implantation in Europa Januar 2002        
Unterschiede:   Im Unterschied zur ProDisc fehlt der Kiel, der die Deckplatten direkt am Wirbelkörper fixiert. Die Deckplatten haben aber ebenfalls mehrere "Spikes", die wohl ein "Verrutschen" der Platten verhindern sollen.         Um eine kurzfristige, primäre Stabilität unmittelbar nach der Operation zu erreichen, ist die  Bandscheibenprothese mit einem Kiel, der direkt am Wirbelkörper verankert wird und zwei <Spikes> ausgestattet. Die notwendige Stabilität ist somit von Beginn an gewährleistet. Zusätzlich ist die gesamte Oberfläche mit einer hochporösen patentierten Reintitanschicht überzogen, was durch ihre extrem raue und poröse Oberfläche das Einwachsen von Knochen an die Metallkomponenten ermöglicht.  
Implantationsmethode:   Die Operation erfolgt von "vorn" durch die Bauchdecke. Ausräumung des Bandscheibenfaches und Aufspreizung. Einbringen der Deckplatten und des Gleitkerns unter Röntgenkontrolle.   Der Zugang erfolgt von ventral. Die L4/5- und L5/S1 Segmente werden in der Regel über einen querverlaufenden hautschnitt von 8cm Länge am linken Unterbauch erreicht.

 
    Die Operation wird in Vollnarkose durch die Bauchdecke durchgeführt.  Die defekte Bandscheibe wird komplett entfernt. Anschließend wird der Bandscheibenraum mit speziellen Instrumenten auf ca. 10-14 mm aufgedehnt, um die Nervenwurzeln zu dekomprimieren und Platz für die Prothese zu schaffen. Nach Ausmessen der passenden Größe und präziser Vorbereitung des Implantatbettes wird das Implantat unter Röntgenkontrolle zentral eingebracht.  
Welche Kriterien müssen erfüllt sein?   Alter: ca. 20-60 J. ; Bandscheibe ist vollständig aufgebraucht (dadurch starke Höhenminderung); nur ein oder zwei Bandscheiben sind betroffen, die anderen sollen gesund sein; keine Spondylitis, Tumoren, Wirbelbrüche; keine Osteoporose, Spinalkanalstenose oder stärkeres Wirbelgleiten; auch starkes Übergewicht spricht gegen die Operation (wg. Bauch-Op)
Offensichtlich profitieren am Besten Patienten, die an einer isolierten, schmerzhaften Abnutzung der BS erkrankt sind, voroperierte Patienten mit Postnukleotomie-Syndrom (Vernarbungen) dagegen nicht so gut. Tipp: Bei Verdacht auf Metallunverträglichkeit (z.B. Modeschmuckallergie) unbedingt vorher testen lassen!
  Patientenalter zwischen 18 und 60 Jahren
Bandscheibendegeneration L4-S! in Übereinstimmung zum MRT, Röntgen und ggf Diskographie
Facettengelenksarthrose stadium I undII
Muskelverfettung < 50% des M. erector spinae
Versagen einer mindestens 6 monatigen konservativen Therapie
Diskogener Kreuzschmerz mit oder ohne pseudoradikulärem Schmerz
VAS konstant über 5 von 10
       
Auswirkung auf die Bildgebung  CT/MRT   Hier kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Sowohl im CT als auch im MRT ist die Artefaktbildung so groß, dass das entsprechende Segment nicht beurteilt werden kann.            
Worauf müssen die Träger achten?   Drei Monate lang keine Drehbewegungen und keine Seitneigung. Danach ist im Prinzip alles wieder erlaubt.         Nach der OP ist noch eine Verweildauer von ein paar  Tagen im Krankenhaus nötig. Da die Prothese normalerweise sofort bewegungs- und druckstabil ist, dürfen Sie schon einen Tag nach dem Eingriff aufstehen. Gegebenfalls sollten Sie zur Unterstützung der Wirbelsäule nach der OP für einige Wochen ein orthopädisches Mieder tragen. Im Gegensatz zur Fusionsoperation dürfen Sie in dieser Zeit sitzen, sollten aber eine Vorneigung unter Belastung, das Heben schwerer Gegenstände und eine Verdrehung der Wirbelsäule vermeiden. Es erfolgt dann eine spezielle Nachbehandlung (Krankengymnastik, Mobilisation, Muskelaufbau etc.). Nach ca. 3 Monaten ist die Prothese in der Regel knöchern fest eingewachsen.  
Anzahl der verbauten Prothesen:             seit 1990 ca. 15.000 (Stand 2009)  
Vorteile:   Allgemeine Vorteile der Prothese im Gegensatz zur Versteifung sind ja bekannt.            
Nachteile:   Nachteile sind m.E. die erschwerte Diagnostik im CT/MRT hinterher sowie die Tatsache, eine Reoperation (z.B. bei Misserfolg Versteifung) theoretisch zwar möglich, aber eine sehr große, nicht ungefährliche Sache ist. Vorsicht bei Metallallergie!
  bestehende Voroperationen im Segment (Fusionen)
fortgeschrittene Degenerationen der Anschlusssegmente
Spinalkanalstenose, Foramenstenose, Spondylolisthesen
manifeste Osteoporose
Skoliose
entzündliche Veränderungen und Tumoren der Wirbelsäule
ausgeprägte Adipositas (BMI > 35)
Einnahme von Kortisonpräparaten
bekannte Metallallergien, speziell gegen Nickel und Chrom
chronische oder akute Niereninsuffizienz
Schwangerschaft
Autoimmunerkrankungen sowie endokrine Störungen (z.B. M. Paget)
psychosoziale Komorbiditäten (Alkoholabusus, Drogenabusus)
       
           

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Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit und ersetzt nicht die ärztliche Beratung!

Liste wird laufend ergänzt, sobald neue Informationen vorliegen! Stand: 04.01.2010

Weitere Infos:
http://www.kup.at/kup/pdf/4676.pdf
http://www.orthopress.de/pdf/inhalte/dr_ant_2_07.pdf
http://www.orthopaedieundrheuma.de/archiv/2004/04/or0404_37.pdf
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=suche&id=47890
http://www.diebandscheibe.de/presse/bryan.pdf
http://medind.nic.in/maa/t06/i2/maat06i2p112.pdf
http://www.spineexperts.com/publications/johnson/bryan-disc.pdf
http://www.orthopaedics.ch/hausaerzte/daten/symposium_2005_2/bandscheibenersatz.pdf

http://www.smith-nephew.de
http://www.synthesprodisc.com/html/Prodisc...-pain.79.0.html
http://www.synthesprodisc.com/html/Surgica...ique.105.0.html

Videos:

http://www.youtube.com/watch?v=x2znQs8-zqQ&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=YdW40ak8uwU

Quellenangaben:
http://www.synthesprodisc.com/html/index.php?id=11
http://wwwp.medtronic.com/Newsroom/NewsReleaseDetails.do?itemId=1179926421354&lang=en_US
http://www.regence.com/trgmedpol/surgery/sur127.html
http://www.fda.gov/ohrms/dockets/dockets/05d0113/05d-0113-gdl0001-01-vol1.pdf
http://aerzteblatt.lnsdata.de/pdf/102/31/a2178.pdf
http://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S104236800500046X
http://www.pubmedcentral.nih.gov/articlerender.fcgi?artid=1675991
http://www.hirslandenprofessional.ch, http://www.neurochirurgie-sg.ch
http://sundoc.bibliothek.uni-halle.de/diss-online/07/09H044/index.htm
http://www.universimed.com, http://www.ocr-orthopaedie-remscheid.de
http://www.neue-bandscheibe.de